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Hundstorfer: "50 wichtige Euro für die Menschen"

21.12.2012 | 18:39 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Sozialminister Hundstorfer tritt der Kritik am Bezug der Mindestsicherung in Wien entgegen. Spekulation wie in Salzburg und die SPÖ-Kritik „passen nicht zusammen“, gibt er zu.

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Die Presse: Sind Sie der Tausendsassa der SPÖ, weil Sie jetzt auch der Arbeitsgruppe über Finanzspekulationen mit Steuergeld angehören?

Rudolf Hundstorfer: Nein, bin ich nicht. Aber nachdem ich so etwas schon in meiner Vergangenheit einmal mitgemacht habe, war das wahrscheinlich der Grund, mich einzubinden.

Sie spielen auf die Spekulationen der Ex-Gewerkschaftsbank Bawag an. Da haben die SPÖ-Politiker von Salzburg bis Linz dann nichts daraus gelernt.

Sie wissen ganz genau, dass die Spekulationen in Salzburg 2001 begonnen haben und dass es dort zwei Parteien in der Landesregierung (SPÖ und ÖVP, Anm.) gibt. Das trifft die gesamte Salzburger Politik, nicht nur eine Partei.

SPÖ-Politiker werden deswegen besonders kritisiert, weil die SPÖ ständig gegen „Spekulanten“ und „Raubtierkapitalismus“ auftritt, das aber selbst auch macht.

Das passt nicht zusammen, das ist klar.

Der zentrale Punkt ist doch die Scheinheiligkeit: Die anderen sind böse, weil sie spekulieren, selbst versucht man es, nur ist man offenbar nicht dazu in der Lage.

Noch einmal, ich bin bei Ihnen, dass das nicht wirklich zusammenpasst. Darum stellen wir es ab.

Ein ganz anderes Thema knapp vor Weihnachten: Nach dem aktuellen Sozialbericht liegt die Zahl der Armutsgefährdeten in Österreich konstant bei rund einer Million Menschen trotz hoher Sozialquote. Was läuft da falsch?

Ohne diese Sozialquote wären es noch viel mehr. Aber was 2010 mit der Mindestsicherung gemacht wurde, kommt im Bericht noch nicht vor. Es muss vor allem massiv darauf geschaut werden, dass die Gruppe jener Menschen, bei denen sich die Armut verfestigt, kleiner wird. Das ist mein Hauptanliegen, das ist das wahre Problem. Eine Antwort darauf wurde mit der Mindestsicherung gegeben. Ein Teil der Antwort sind auch die Heizkosten- oder Energiekostenzuschüsse der Bundesländer. Was wir weiter versuchen müssen, ist, jene Leute, die eine Mindestsicherung beziehen, massiv auf dem Arbeitsmarkt zu reintegrieren.

Wird das tatsächlich konsequent genug gemacht?

Das erfolgt konsequent. Wir können erstmals die Sozialhilfe kürzen, man kann schon Druck ausüben. Wir wollen auch mehr Schulungen anbieten und den zweiten Arbeitsmarkt ausbauen.

Wie oft wurde denn die Mindestsicherung bisher gekürzt?

Dieses Mittel wird eingesetzt. Aber darüber kriegen wir keinen Report von den Ländern.

Es fällt auf, dass es in Wien viel mehr Bezieher einer Mindestsicherung gibt als in den anderen Bundesländern.

Nein. Die Zahl jener, die nur von der Mindestsicherung leben, ist in Wien geringerer als in Niederösterreich. Die Divergenz ergibt sich dort, wo mit der Mindestsicherung eine andere Leistung aufgestockt wird, nämlich Notstandshilfe, Arbeitslosengeld oder Aktiveinkommen. Dieses Aufstocken wird sicher in Wien progressiver beworben. Da geht es manchmal nur um minimale Aufstockbeträge, die aber für den Einzelnen viel Geld sind. 50 Euro haben oder nicht haben, ist für diese Menschen wichtig. Wien hat auch ein Signal mit höheren Leistungen für Kinder gesetzt.

Sie sind auch wegen der Volksbefragung zu Wehrpflicht und Zivildienst mit Ihrem Ersatzmodell eines bezahlten freiwilligen Sozialjahrs mittendrin in der Debatte. Wenn die Volksbefragung am 20.Jänner 2013 für die SPÖ danebengehen sollte, wenn es keine Mehrheit für ein Berufsheer gibt, muss dann der Wiener Bürgermeister Häupl zurücktreten, der der SPÖ diese Debatte im Oktober 2010 eingebrockt hat?

Geh, bitte! Deswegen braucht doch keiner zurücktreten. Es ist ein gesellschaftspolitisches Thema, das endgültig einer Klärung zugeführt wird. Egal, wie die Abstimmung ausgeht: Es wird so sein, dass dann das Thema für 15, 20 Jahre vom Tisch ist.

Ab wann kann ein junger Bursch damit rechnen, dass er im Fall einer Mehrheit für das Berufsheer nicht mehr einrücken muss?

Wir haben überall gesagt, wenn die Volksbefragung für ein Profiheer ausgeht, geht die Umstellung mit 2014 los.

Dann würde ab 2014 auch das freiwillige Sozialjahr statt des Zivildienstes kommen?

So ist es.

Haben Sie den Eindruck, die SPÖ rennt genug für das Berufsheermodell?

Es rennt das Profiheer-Komitee. Es ist klar, dass es in der SPÖ eine Meinungsvielfalt in der Frage gibt. Gewisse Teile sind für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Aber es gibt große Teile, die sagen: „Nein, bitte ändern.“ In manchen Bundesländern gibt es mehr Engagement für Veränderungen, in anderen weniger. Klar ist, die Mehrheit ist für eine Änderung. Die Abstimmung wird wahrscheinlich eine sehr knappe sein, das hängt auch von der Beteiligung ab. Ich gehe davon aus, dass wir das sehr wohl in Bewegung bringen.

Mit welchem Anstieg der Kurzarbeit rechnen Sie als Sozialminister angesichts der recht mageren Wirtschaftsprognosen?

Es wird einen Anstieg geben, aber keinen dramatischen, wir werden nicht das Niveau von 2009 erreichen. Die Instrumentarien sind hergerichtet, wenn wir diese brauchen. Es wird schwieriger mit der Arbeitslosigkeit, aber wir werden trotzdem Europameister mit der weiterhin niedrigsten Rate bleiben.

In einem Punkt sind Sie allerdings bisher grandios gescheitert. Sie streben seit Längerem an, dass die Zahl der Überstunden reduziert wird. Österreich liegt aber im internationalen Vergleich weiter vorn.

Fakt ist, dass wir da ein Riesenpotenzial für weitere Arbeitsplätze hätten.

Sollen Überstunden für Unternehmen so verteuert werden, dass sich diese nicht mehr rentieren?

Mit dem System der Zuschläge kosten Überstunden schon jetzt mehr.

Könnte man auch die Steuerbegünstigung für die ersten fünf Überstunden als Anreiz streichen?

Das gilt ja für die Arbeitnehmer! Wegen fünf Überstunden macht auch keiner mehr oder weniger Überstunden. Es geht darum, dass es von Haus aus schon 20 oder 25 programmierte Überstunden gibt.

Ist das eine moderne Form der Ausbeutung von Arbeitnehmern?

Mir geht es darum, dass diese Zahl reduziert wird und sich diese Reduktion in zusätzlichen Beschäftigten niederschlägt.

Länder wie Frankreich setzen generell auf Arbeitszeitverkürzung. Sind Sie für eine 35-Stunden-Woche?

Das ist für uns kein Thema.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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40 Kommentare
 
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Re: Was

Bitte, Herr Analphabet,

nennen Sie uns die Quelle, aus der Sie entnommen haben, dass die Realeinkommen ständig sinken.

Inwieweit ist der Herr Hundsdorfer daran schuld?

Seit wann ist das der Fall, um wieviel sind sie seither gesunken und welcher Anteil davon ist auf Steuer- und Abgabenerhöhungen zurückzuführen?

Wenn Sie das haben, dann reden wir weiter.

Re: Re: Was

An Stelle der erbetenen Quellenangabe gibt es Rot.

Prinzip:
Man stellt eine möglichst negative Behauptung auf, die man nicht belegen kann. Damit kann man gut Stimmung machen, aber keine Diskussion führen.


Flöttl Plünderung aus der Bawag- und ÖGB-Kassa

1) Flöttl bekommt 600 Mio €uro Spielgeld

2)Hundstorfer & Co genehmigen es

3) Flöttl setzt das Geld in den roten Sand

4) Flöttl geht zu Hundstorfer & Co und sagt: Ich hab die ersten 600 Mio €uro eingeparkt. Gebt's mir nochmals 600 Mio €uro

5) Hundsdorfer & Co genehmigen es

6) Flöttl setzt das Geld erneut in den roten Sand

7) Flöttl geht zu Hundstorfer & Co und sagt: Ich hab die 600 Mio €uro erneut eingeparkt. Gebt's mir nochmals 600 Mio €uro

8) Hundsdorfer & Co genehmigen es

9) Flöttl setzt das Geld ein drittes Mal in den roten Sand

10) Die Bawag muss Konkurs anmelden, der ÖGB schwimmt am Rande des Konkurses

11) Die schwer überschuldete rote Parteikasse ist auf einmal wie durch ein Wunder wieder liquid.

12) Alle roten Bonzen gehen alle frei und wo sie das Geld eingebaut haben, weiß bis heute kein Mensch und offenbar interessiert es die Justiz nicht

Kurioserweise wirbt die SPÖ 2006 bei NR-Wahl mit dem Wahlsogan: "NEUE FAIRNESS BRAUCHT DAS LAND"

"Do legst di nieda";-)

Re: Flöttl Plünderung aus der Bawag- und ÖGB-Kassa

ist so.
Aber nicht FLACHLEGEN lassen.
Aufstehen und LAUT NEIN SAGEN.

Club 45 und ÖVP abwählen

SPÖ/ÖVP ist nicht Regierungsfähig.

Denkt an die ASFINAG
Denkt an die ÖBB
Denkt an ESM
Denkt an unsere Schulden
Schaut auf eure KINDER

Steht auf Landsleute, steht auf.

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Serro ist wieder aktiv, nur hat er vergessen ...

13) die SPÖ gewinnt bei der Wahl 2006 und schickt blau/orange in die wüste.

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Re: Serro ist wieder aktiv, nur hat er vergessen ...

Zuerst haben sie Österreich noch kräftig und schamlos denunziert - vor lauter Machtgier.

Re: Serro ist wieder aktiv, nur hat er vergessen ...

MIT IHRER NEUEN FAIRNESS !!!

Gusenbauer, Faymann, Ostermayer, Schmied, Darabos, Hundstorfer, Burgstaller, Brenner, Häupl, Brauner, Linzer Bürgermeister ......

Serro ist wieder aktiv, nur hat er vergessen ...

ha, so heißen diese sozen - und alle von ihnen haben die bürger gewählt.

bloß den serro nimmt keiner wahr.

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tuts

ihn bitte weg!

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Wie im Theater

Eine tragische Figur der Rudi !

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Hundstorfer

mit neuem Ederer-Tausender

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Re: Hundstorfer

hundsdorfer und ederer haben in etwa das gleiche niveau

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Augenauswischerei der SPÖ

Bezieher niedriger Einkommen mussten seit 1998 die höchsten Kaufkraftverluste hinnehmen.

Die niedrigsten Medianeinkommen hatten die 1,6 Mio. Arbeiter mit 18.157 Euro Jahresbrutto, die höchsten Werte gibt es (wegen hohem Akademikeranteil und Dienstalter) bei den Beamten mit 49.274 Euro. Schlechter entlohnt werden Vertragsbedienstete (29.103 Euro), der mittlere Angestellte verdiente im Vorjahr 28.092 Euro.

Was die Aufstellung des Rechnungshofs noch zeigt: Gerade die untersten Einkommensschichten mussten seit 1998 die stärksten Kaufkraftverluste hinnehmen, weil ihre Einkommenszuwächse teils deutlich unter der Inflationsrate lagen. Quer über alle Berufsgruppen sanken die Realeinkommen des untersten Viertels der Einkommensbezieher in den vergangenen 14 Jahren um mehr als 15 Prozent. Besonders stark betroffen sind die Arbeiter , die Kaufkraft der Angestellten stagniert. Ein inflationsbereinigtes Kaufkraftplus bei unteren, mittleren und oberen Einkommen gab es nur bei den Beamten.

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Re: Allerdings muß darauf hingewiesen werden,

dass es sich bei den angegebenen Jahreseinkommen um BRUTTO-Werte handelt; d.h. (wegen der Steuerprogression) liegen die NETTOverdienste um einiges näher aneinander. D.h. auch bei den Beamten dürfte es in dem angegeben Zeitraum kaum zu einem Kaufkraftplus gekommem sein.

Arrogant, Herzlos, SPÖ

ihr habt in allen Bereichen unsres Lebens eure Finger drin.
Die SPÖ ist nicht fähig zu regieren.
Betrügen könnt ihr - aber nicht Regieren.
Wir werden euch wegbeamen von der Regierungsbank - wo immer ihr sitzts.

Betrüger und Verbrecher

 
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