Salzburg: "Im Wohnbaufonds fehlt kein Geld"

22.12.2012 | 17:20 |   (DiePresse.com)

Das Land Salzburg muss weiter nach 400 Millionen Euro suchen, die bei der Bundesfinanzierungsagentur an Krediten aufgenommen wurden.

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Im Land Salzburg wird weiter nach 400 Mio. Euro gesucht, die bei der Bundesfinanzierungsagentur an Krediten aufgenommen worden sind. Wo das Geld geblieben ist, konnte auch eine fast vierstündige Sitzung des Wohnbauförderungsbeirats am Samstag nicht klären. "Im Wohnbaufonds fehlt kein Geld und es wurden auch keine Mittel des Fonds verspekuliert", stellte Wohnbaureferent Landesrat Walter Blachfellner (SPÖ) gegenüber der Austria Presseagentur klar.

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Der Landeswohnbaufonds habe vom Land Salzburg insgesamt 605 Mio. Euro an Fremdmittel übertragen bekommen. "Nur dafür sind wir verantwortlich", sagte Blachfellner. Dieses Geld scheine in der Bilanz vom 31. Dezember 2011 auf und sei ordnungsgemäß verwendet worden. Bei der Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) wurden durch das Land Salzburg allerdings namens des Fonds 1,05 Mrd. Euro aufgenommen. Der Verbleib des Differenzbetrags von 400 Mio. Euro ist unklar.

Beirat fordert jährlichen Bericht an Landtag

Als Konsequenz aus dem Finanzskandal empfiehlt der Beirat einstimmig, dass es künftig einmal jährlich einen Bericht des Fonds an den Landtag geben wird. Außerdem soll es für die Geschäftsführung des Fonds in Hinkunft eine Geschäftsordnung geben, berichtete VP-Landesrat Sepp Eisl nach der Sitzung. Er verlangt auch weitere Unterlagen über die Konstruktion des Fonds sowie Aufstellungen über frühere Wertpapierveranlagungen.

Ausführlich diskutiert wurde in der Sitzung eine "innere Anleihe" des Fonds an das Land in der Höhe von 247,5 Mio. Euro. Es sei kaufmännisch nicht verständlich, dass der Fonds für langfristige Verbindlichkeiten an das Land 2,78 Prozent Zinsen zahle. Gleichzeitig gebe der Fonds dem Land eine kurzfristige innere Anleihe, für die er 1,05 Prozent an Zinserträgen erhalte, kritisierte Fritz Wiedermann, der für die FPÖ im Wohnbauförderungsbeirat sitzt. Dadurch gingen dem Fonds drei Mio. Euro pro Jahr verloren. Blachfellner verwies in diesem Zusammenhang auf unterschiedliche Laufzeiten der Kredite. Das bedinge ein unterschiedliches Zinsniveau.

(APA)

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50 Kommentare
 
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wir sollten alle bei der Suche nach den Millionen helfen

am besten mit nassen Fetzen in den Büro's der Zuständigen. Spätestens aber bei der Wahl...!

wähler nicht für dumm halten ....

es gibt ohnehin nur wenige varianten:
A: geld ist weg
1a) verspekuliert = haben sie anstatt 340 Mio eben 740 Mio verspekuliert
2a) einfach so weg = früher hat man gestohlen dazu gesagt ...
B: geld ist da und zu einem zinssatz ungleich dem kreditzins veranlagt, in dem fall ist der schaden die zinsdifferenz ..

es schaut jedenfalls in allen diesen varianten nicht gut aus ...

sind also die büros schon versiegelt, und die verantwortlichen mit hausverbot belegt ?
nicht das jetzt protokolle im nachhinein erstellt werden, akten und e-mails vernichtet werden und was es sonst für "zufälle" gibt ...

Re: wähler nicht für dumm halten ....

So ist das mal, wenn man Wohnungen oder Häuser baut ist es weg.

Re: Re: wähler nicht für dumm halten ....

.. ich wuste gar nicht dass die löwelstrassen am 25. 12. offen hat, weil wie gesagt normale wähler sind ja nicht dumm

650 mio sind verbaut worden aber der rest von 400 mio sind irgendwo veruntreut, verspekuliert, gestohlen, oder sonstwie unauffindbar ...

also sind schon die büros versiegelt, und das hausverbot für die verantwortlichen ausgesprochen ?

wähler nicht für dumm halten ....

es gibt ohnehin nur wenige varianten:
A: geld ist weg
1a) verspekuliert = haben sie anstatt 340 Mio eben 740 Mio verspekuliert
2a) einfach so weg = früher hat man gestohlen dazu gesagt ...
B: geld ist da und zu einem zinssatz ungleich dem kreditzins veranlagt, in dem fall ist der schaden die zinsdifferenz ..

es schaut jedenfalls in allen diesen varianten nicht gut aus ...

sind also die büros schon versiegelt, und die verantwortlichen mit hausverbot belegt ?
nicht das jetzt protokolle im nachhinein erstellt werden, akten und e-mails vernichtet werden und was es sonst für "zufälle" gibt ...

Das Geld ist weg, es fehlt aber nicht

Finanzen auf SOZIALISTISCH.

wir werden für blöd gehalten

weil wir als steuerzahler für diese beträge aufkommen müssen. und weil diese situation damit vergleichbar ist, wenn ich meinen sohn bitte, von meinem konto 100 euro abzuheben und er hebt 200 hundert ab und gibt mir die hundert. wenn ich den kontoauszug bekomme und er zu mir sagt, dass ich keinen nachteil habe, weil ich die hundert ja eh bekommen habe dann muss er politiker werden, weil im wirklichen leben bekommen menschen mit so einem verhalten probleme. in der politik ist das anscheinend voraussetzung für einen karrieresprung

Re: wir werden für blöd gehalten

auf den punkt gebracht .. neue steuern, steuer und gebührenerhöhung, und dann kriegen sie wenn es gut geht, einen bruchteil als förderung zurück .. der grosse rest geht in wahnsinns-pensionen für beamte, in politikergehälter, in geschenktes geld für banken und pleitestaaten, in inserate und in die verdoppelung der parteienförderung.
wissens eh, so werbekugelschreiber kosten zwar nix, aber irgendjemand wirds der partei schon zu einem mehr als geschmalzenen preis verrechnen, ist ja eh nur unser steuergeld ....

Ist wahltag zahltag?


Re: Ist wahltag zahltag?

100% richtig!

So lange wir weitehrin SPÖ+ÖVP wählen wird sich auch nichts ändern.

Das Volk der DDR hat sich bereits vor mehr als 20 Jahren von der Mißwirtschaft mit Honecker & Co getrennt.

So weit sind WIR noch lange nicht!

Herr Blachfellner,

Sie schauen auch jeden für deppert an, stimmt's?

Buchhaltung?

Gibt's keine, oder was?
Inventur ist auch ein Fremdwort.
Scheint so als ob die Damen und Herren nur anderen Vorschriften machen können.

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bedauerlicherweise

hat auf grund der verbrecherischer salzburger-zahlenspiele durch spö-genossen unser heinzi stoffwechselprobleme, welche ihn zum verbleib auf einen seiner lieblingsorte zwingen und er sich deshalb nicht zu wort melden kann.

Re: bedauerlicherweise

dein hirnstoffwechsel funktioniert auch nicht

Verehrte Löwelstraßler Genossen!

Ich würde Euch dringend empfehlen, zumindest für die Presse etwas intelligentere Schreiberlinge einzusetzen, denn der hier ist sicherlich kein Renommee für Eure Partei!

Re: Verehrte Löwelstraßler Genossen!

herr doktor
ich fürchte, es handelt sich ohnehin um den intelligentesten poster im haus

Warum nimmt man das Salzburger Finanzgenie nicht in Untersuchungshaft?

Man sollte doch meinen, dass die Salzburger Landesbeamtin, die im Verdacht steht, einen riesigen Spekulationsverlust zum Schaden des Landes verursacht zu haben, das eine oder andere Geschäft abgeschlossen hat, das eine hieb- und stichfeste Begründung dafür abgeben könnte, die als Finanzgenie gefeierte Beamtin sofort in Untersuchungshaft nehmen zu können.

Am Umgang der Post mit gestrauchelten Mitarbeitern, denen man nachweisen konnte, dass sie im Vergleich zu diesem Finanzdebakel läppische Beträge unterschlagen haben, lässt sich aufzeigen, wie man mit untreuen Angestellten zu verfahren hat. Die wurden damals, als die Post allerdings noch das war, was man heute nur mehr so nennt, von ihrem Arbeitsplatz weg verhaftet und in Untersuchungshaft genommen.

Da anzunehmen ist, dass für Landesbedienstete dieselben Rechtsnormen gelten wie für die Angestellten des Bundes, verwundert es doch einigermaßen, dass man in Salzburg nicht schon längst einen solchen Schritt gesetzt hat. Zeit genug hätten die politisch Verantwortlichen für diesen Riesenskandal dazu schon genug gehabt.

Die Untersuchungshaft könnte jedoch dazu führen, dass diese Dame mit dem Erhebungsbeamten kooperiert und ihnen sagt, was sie weiß. Noch dazu, wo sich die Mitarbeit bei der Aufklärung dieses Finanzskandals, in dessen Mittelpunkt die Finanzexpertin des Landes steht, im Falle ihrer Verurteilung strafmildernd auswirken würde.


Re: Warum nimmt man das Salzburger Finanzgenie nicht in Untersuchungshaft?

weil dann die gesamte Landesregierung (S.NÖ.BL.OÖ.W) aber auch die Bundessregierung ihre Amtsgeschäfte nur mehr im Verhörzimmer der Ober-Staaatsanwaltschaft abhalten könnten.

Re: Warum nimmt man das Salzburger Finanzgenie nicht in Untersuchungshaft?

das Geld hat ein Anderer

Hinweise, dass Banken das Volk abzocken!

Das Volk wird zu Gunsten einer Bankenlobby abgezockt und darf dann auch noch für deren Verluste haften!

http://medienschafe.wordpress.com/2012/12/17/salzburger-charade/

Wurde Anzeige erstattet

Gibt es schon Hinweise auf die Täter.

Re: Wurde Anzeige erstattet

ja haslauer und eisl

Die Täter sind bekannt

und man wird sich hüten die anzuzeigen.

Salzburg: "Im Wohnbaufonds fehlt kein Geld"

nur Hirn!

Es ist abenteuerlich und einfach nicht zu fassen

Da verschwinden zwischen Wien und Salzburg 400 Millionen an Steuergeld und niemand ist verantwortlich

Re: Da verschwinden zwischen Wien und Salzburg ...

Nicht ganz richtig, die Distanz auf welcher das Geld verschwunden ist, ist noch kürzer. Nämlich zwischen Salzburg (Landesregierung) und Salzburg (Wohnbaufond).

 
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