Landeshauptleute: Österreichs beliebteste Politiker

22.12.2012 | 18:00 |  von Oliver Pink (Die Presse)

Früher reichten Volksnähe und Bauernschläue aus, heute sollte man sich auch bei Finanzderivaten auskennen. Was ein Landeshauptmann können muss, um an der Macht zu bleiben. Und warum das Rezept überall dasselbe ist.

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Als Eduard Wallnöfer noch Landeshauptmann war, von 1963 bis 1987, da war von Swaps, Futures und Derivaten noch kaum die Rede. Damals reichte es, das Ohr am Volk zu haben und diesem, dem Volk, nahe zu sein, rund um die Uhr, wenn möglich. Durch Wallnöfers Tirol sollte seinerzeit eine dreispurige Autobahn, die „Allemagna“, gezogen werden, die Wirtschaft war für den Bau, logischerweise auch die ÖVP und deren Landeshauptmann. Im Zillertal begann sich jedoch massiver Widerstand zu regen. Während eines Landtagswahlkampfs machte auch der Landeshauptmann dort Station, antizipierte rasch die Stimmung und polterte ins Mikrofon: „So lang i' das Land regier', werd' diese Allemagna nit gebaut werden.“ Und so geschah es auch.

Auch Wallnöfers Nachfolger hielten am Konzept der Volksnähe fest. Günther Platter, der sich im kommenden Frühjahr der Wiederwahl stellt, versucht sich ebenso darin – ob mit Erfolg, wird sich zeigen. Ausgerechnet Wallnöfers Schwiegersohn Herwig van Staa, dem Uni-Professor, wollte das nicht so recht gelingen. Nach der Wahlniederlage 2008, die ÖVP kam in einem ihrer Kernländer nur noch auf 40 Prozent, musste er zurücktreten.

Identitätsstiftend. Auch wenn mit der EU mittlerweile eine weitere politische Ebene hinzugekommen ist und damit die Sinnhaftigkeit von Bundesländer-Verwaltungen noch stärker zur Debatte steht: Landeshauptleute erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Nicht nur weil sie gütig das Geld, das der Bund aus Steuermitteln weiterleitet, verteilen. Sondern gerade auch weil sie als Erste unter Gleichen identitätsstiftend und -bewahrend wirken.

Bekanntlich sind die meisten Tiroler oder Kärntner in erster Linie Tiroler oder Kärntner. Und dann erst Österreicher. Ein Ausdruck provinzieller Weltanschauung? Nicht nur. Dies hat schon auch historische Gründe. Es war nicht die Republik Österreich, die die Bundesländer erschaffen hat, es waren die Länder, die freiwillig ihren Beitritt zur Republik Österreich erklärten und diesen Staat so erst ermöglichten. Viele Länder gibt es als eigenständige Verwaltungseinheiten schon wesentlich länger als einen österreichischen Gesamtstaat. Das Herzogtum Kärnten etwa, als ältester Teil des heutigen Österreich, existierte seit 976. Österreich (im Wesentlichen das heutige Niederösterreich) wurde erst 1156 ein unabhängiges Herzogtum.

Der Landesfürst.
Das Synonym „Landesfürst“ kommt also nicht von ungefähr. Wie muss ein solcher heutzutage beschaffen sein? Volksnah sollte er (oder sie) sein, wandelbar – einmal im Business-Anzug, dann in der Tracht, notfalls im Rettungs-Outfit –, eine gewisse Sportlichkeit schadet nicht und neuerdings sollte man sich auch bei Finanzgeschäften auskennen.

Wie man sich und seine Partei an der Macht hält, hat zuletzt keiner eindrucksvoller bewiesen als Erwin Pröll. Er hatte auch eine relativ günstige Ausgangsposition. In Niederösterreich, lange Zeit ökonomisch wie politisch hinter anderen Ländern zurückgeblieben, wird einem Landeshauptmann noch Vertrauen entgegengebracht und man erwartet sich im Gegenzug schon auch, dass dieser imstande ist, die persönlichen Lebensumstände zu verbessern, sei es durch einen neuen Job, eine neue Wohnung oder einen neuen Kreisverkehr.

Zudem ist der Landeshauptmann der größte Promi im Land. Als im Landtagswahlkampf 2008 in der Marktgemeinde Leobersdorf eine kleine Brücke über die Triesting zu eröffnen war, harrten hunderte Niederösterreicher in eisiger Kälte aus, um ihren Landeshauptmann zu sehen, der sich noch dazu einigermaßen verspätet hatte. Wäre der Kanzler höchstpersönlich gekommen, es wären sicher nicht so viele gewesen. Dass die Brücke den Namen „Dr.-Erwin-Pröll-Steg“ trägt, versteht sich mehr oder weniger von selbst.

In einem Land wie Niederösterreich ist ein Landeshauptmann eben noch eine Respektsperson. Und wenn er dann noch jedem Ort sein Sommertheater beschert, dann steigt er auch in der Achtung der sonst so überaus kritischen Kulturschaffenden.

Ein ähnlicher Spagat zwischen (Hoch-)Kultur und Bierzelt gelingt auch der Salzburgerin Gabi Burgstaller. Auch wenn ihre Wiederwahlchancen zuletzt doch gesunken sind, abschreiben sollte man sie bei den vorgezogenen Landtagswahlen, voraussichtlich im Mai 2013, nicht. Auch „die Gabi“ beherrscht – wenn schon nicht das budgetäre – dann jedenfalls das politische Tagesgeschäft. Aufmerksamkeit und Herzlichkeit im persönlichen Umgang, ab und zu eine kecke Bemerkung Richtung Wien und Omnipräsenz – das reicht fürs Erste schon einmal. Solange man in keinen gröberen Finanzskandal verwickelt ist. Aber auch da arbeitet die Salzburger SPÖ bereits emsig daran, diesen doch noch irgendwie der Landes-ÖVP umzuhängen.

Kärntner Terrain. Ein ganz spezielles Terrain für den Typus Mensch, der sich zum Landeshauptmann berufen fühlt, bietet Kärnten. Hier lässt sich seit Jahrzehnten unter nahezu idealen Bedingungen studieren, was ein solcher können muss. Kein Speckfest und kein Wörthersee-Event ist ihm zu schade – wiewohl Gerhard Dörfler im Vergleich zu Jörg Haider das Programm doch deutlich zurückgefahren hat. Die Hunderter für Bedürftige werden aber weiterhin vom „LH“ – wie die meisten, länderübergreifend, von ihren Mitarbeitern gern genannt werden – persönlich verteilt. In Sachen Finanzgebarung müssen aber auch die Kärntner nun genauer auf die Details achten. Ein Beinahe-Konkurs nach dem Hypo-Crash macht eben auch jene nachdenklich, die es bisher gewohnt waren, ohne allzuviele Skrupel das Geld unter die Leute zu werfen. Unvergesslich ist etwa Jörg Haiders Aktion „Jedem Kärntner seine Tracht“. Gesponsert wurde das Ganze selbstredend vom Land.

Bei ihren Landeshauptleuten sind die Wähler mitunter sehr nachsichtig – und diese wissen das auch. Als der Tiroler Günther Platter wegen Jagdeinladungen – eh nur kurz – unter Druck geriet, beschied er: Über einen Rücktritt denke er nicht einmal nach. „Bisher ist noch jeder Landeshauptmann auf die Jagd gegangen.“ Eduard Wallnöfer tat dies jede Woche.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2012)

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113 Kommentare

Mit "einem" Landehauptmann ist es ja nicht getan!

JEDER Landeshauptmann hält sich einen eigenen "Hofstaat". Jedes Bundesland ist ein Staat im Staat. Mit einer eigenen Regierung, Verwaltung, Rechtsordung usw.

Somit werden in dem kleinen Österreich weiterhin JEDE politische Funktion gleich 10 fach besetzt und verwaltet.

Die Bundesreierung in Wien muss immer wieder zu den Landesfürsten betteln gehen und sie um Zustimmung fragen.

Landeshaupleute/-frauen sind Landeskaiser.

Leider ist das in Österreich so.
Und überall wo über lange Zeit eine Einzelperson / Einzelseilschaft dominiert kommt es zu gelenkten Vorteilen - für Seilschaften, Netzwerkern und Einzelpersonen.
Das ist so und leider nicht von Vorteil einer gelebten Demokratie.
Daher gehören nach 2 bis max. 3 Perioden neues Blut und neue Ideen, neue Visionen her.

stronach will unsichtbarer landeshauptmann werden

gilt das dann mit der beliebtheit auch noch?

Re: stronach will unsichtbarer landeshauptmann werden

einzige antwort, die mir auf diese rosinenklauberei und die korinthengacker einfällt: eine EU der regionen, wobei Österreich eine region ist mit 9 unterregionen...

Geht es noch lächerlicher???

Zitat:"Es war nicht die Republik Österreich, die die Bundesländer erschaffen hat, es waren die Länder, die freiwillig ihren Beitritt zur Republik Österreich erklärten und diesen Staat so erst ermöglichten."
Aha, die "Bundesländer", wusste gar nicht, dass diese souverän entscheiden können, ob sie Österreich "beitreten", "austreten" oder sich vielleicht gar "abspalten" und eine Grenze errichten...
Ticken hier noch alle ganz richtig?

Re: Geht es noch lächerlicher???

Die Bundesverfassung

Artikel 2.
(1) Österreich ist ein Bundesstaat.
(2) Der Bundesstaat wird gebildet aus den s e l b s t ä n d i g e n Ländern: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien.

PS: Angeblich ist ja das mit den Ländern, welche die Republik Österreich gegründet hätten, ein Gründungsmythos.
"Die österreichische Verfassung beschreibt eine demokratische föderale Republik des „unitarischen“ Typs, also ziemlich zentralisiert."
http://www.treffpunkteuropa.de/Der-Osterreichische-Foderalismus

Nur weil es in der Verfassung aus den 1920 Jahren steht.....

Die heute noch immer geltende Bundesverfassung wurde nach dem 1. Weltkrieg geschaffen. Sie ist heute im Computerzeitalter weit überholt!

Z.B.: Haben wir noch immer über 99 BH´s weil es vor mehr als 100 Jahren die Vorschrift gab (und die gilt heute noch immer): "Jeder Bürger muss an einem Tag mit dem Ochsekarren die öffentliche Verwaltung erreichen können".

In der Zwischenzeit sind wir EU Mitglied und gehören zur Eurozone. 80% der Gesetze kommen schon aus Brüssel.....

Das alles gab es "1920" noch nicht!!!

Re: Geht es noch lächerlicher???

Sie haben sich augenscheinlich nicht wirklich tiefergehend mit der österreichischen Verfassungsgeschichte befasst. Sollten Sie einmal nachholen, abgesehen davon, dass man das als Österreicher wissen sollte, it es auch ungemein spannend.

Re: Geht es noch lächerlicher???

das ist positiv zu beantworten, das mit dem nicht mehr richtig ticken!

Ja aber nur mehr bis 2013, weil dann ist aus mit im Bund kassieren durch Landeshauptmann verteilen

Für die Grauslichkeiten ist heute der Bund zuständig für das Angenehme die Landeshauptleute

SPÖ und ÖVP haben sich mit ihrem Filz vom Bund in die Länder zurückgezogen, dort herrschen nämlich noch zuständige wie in den 80ern: absolut unkritische "feel-well" Medien, keine Korruptions-Staatsanwaltschaft, traumhafte Mehrheitsverhältnisse.

Die Bundespartei und damit Bundesregierung ist dementsprechend nur Melkkuh für die Landesparteien.

Das wird sich aber 2013 schlagartig ändern wenn Rot/Schwarz die Mehrheit im Bund verlieren und Rot/Schwarz/Grün keine Verfassungsmehrheit mehr haben, weil ein Strache oder ein Stronach werden nicht mehr jdem Spompanadel eines Häupl, Pühringer, Pröll etc folgen und Legalkompetenzen liegen beim Bund.

beliebt bei den lobbyisten


Ein totaler Blödsinn

man braucht sich nur etwas herumhoeren und schon kennt man die Stimmung des gemeinen Volkes ohne die Parteibüchler und sonstigen Parteilakaien. Landeshauptleute und Landtagspolitiker sind eh politische Auslaufmodelle.

Niederösterreich

war vorher eine Grafschaft und wurde deswegen zu einem Babenberger-Herzogtum, weil Friedrich Barbarossa den Babenbergern das Herzogtum Bayern (wieder) abnahm. Aber alle diese historischen Ereignisse geschahen vor fast 1.000 Jahren, und die Welt hat sich seitdem verändert.

Obwohl, die EU übernimmt im Prinzip langsam aber sicher die Rolle des auch damals übergeordneten deutschen Kaisers. Und wenn man es aus dieser Richtung sieht sollten wohl eher die Bundesregierungen abgeschafft werden. Dann wär man zumindest wieder halbwegs genau auf dem Stand des Mittelalters.

Nur folgende, damalige Punkte wurden hier nicht angesprochen: Obwohl es damals noch keine PC's, Telefone, etc. gab, war die Anzahl der Personen in der Verwaltung wesentlich geringer. Detto die Steuern, welche die Bevölkerung aufbringen musste (Zehent = 10%). Wenn schon historische Gegebenheiten bemüht werden, dann bitte auch diese.

Re: der Zehent ...

der Zehent war (bis 1848)
ein Zhntel des ROHERTRAGES
(nicht des "Gewinnes")

wenn wir zugrunde legen dass der Aufwand bei der agrarischen Produktion ca. 70% ausmacht bleiben 30% Gewinn dann ist der Zehent eine Steuer von 30% ohne jeglichen Steuerfreibeträge (ab dem 1. Kilo Korn!!)
und das war doch sehr sehr viel !!

Re: Re: der Zehent ...

Die Steuer betrug daher 1 Drittel.

Das ist genau die Hälfte von 2 Drittel.
Das wiederum ist das, was der österreichische Staat einem durchschnittlich Verdienenden heute insgesamt an Steuern und Abgaben abnimmt.

Und das ist dann wirklich sehr, sehr viel.
Zu viel.

Re: der Zehent ...

der Zehent war (bis 1848)
ein Zhntel des ROHERTRAGES
(nicht des "Gewinnes")

wenn wir zugrunde legen dass der Aufwand bei der agrarischen Produktion ca. 70% ausmacht bleiben 30% Gewinn dann ist der Zehent eine Steuer von 30% ohne jeglichen Steuerfreibeträge (ab dem 1. Kilo Korn!!)
und das war doch sehr sehr viel !!

Re: Re: der Zehent ...

war eine etwa zehnprozentige traditionelle Steuer in Form von Geld oder Naturalien an eine religiöse (z. B.: Tempel, Kirche) oder weltliche (König, Grundherr) Institution.

Also ein Zehntel der Einnahmen (wenn Sie so wollen, auch "Rohertrag").

Einen Aufwand bei der - damaligen - Argrarproduktion würde ich jedoch nicht mit 70% ansetzen, denn die Agraproduktionskosten beschränkten sich im Prinzip auf Saatgut (aus der eigenen Ernte) und Essen plus Trinken. Die Arbeitskräfte waren eigene Kinder + Knechte mit hauptsächlicher Bezahlung durch Unterkunft und Essen.

Der Nachfolger des Zehents ist im Prinzip die Grundsteuer, welche ja bekanntlich zur Einkommensteuer noch dazu kommt (sofern jemend ein Grundstück besitzt).

Abnschaffen!!

Wenn man wirklich sparen will, dann gehören die Länder (einschließlich Landesfürsten) mangels legislativer Aufgaben abgschafft. Die Selbstverwaltungskörper (Gemeinden) sind auf demokratischer Ebene zu stärken und das wirkliche Ehrenamt ist wieder einzuführen.
Und so nebebei kann man ungefähr die Hälfte der jetzigen Landesfürsten einsperren (Untreue, schwerer Betrug, usw.).
Wenn man dies alles nicht will, na dann leben wir halt so weiter wie bisher, nur dann soll man den Mund halten.

Monarchen

UK hat eine Königin, die sehr viel kostet, wir haben Politiker, die sehr viel kosten und darüber hinaus jegliche grundlegende Reform verhindern, was noch viel mehr kostet. Das ist wahrscheinlich der Aufschlag dafür, dass wir unsere Monarchen wählen dürfen, wobei die Auswahl überschaubar ist. Kein noch so großer Meteorit (z. B. Finanzskandale) reicht, um bei den Wählern Denkkrusten aufzusprengen und Vernunft einkehren zu lassen.

Warum sind sie so beliebt?

Weil sie durch die aufgeblähte Verwaltung (jede Funktion wird gleich 10 fach besetzt - einmal im Bund und 9x mit gleichen Aufgaben in den Ländern) viele Parteigünstlinge versorgen können.

Österreich hat mehr Parteimitglieder wie einmal die DDR! Dabei war die DDR viel größer.

Re: Warum sind sie so beliebt?

Und was ist schlecht daran sich zu einer Gesinnung zu bekennen? Es gibt so viele Vereine wo man Mitglied werden kann... Beginnend mit der Kirche, den Pfadfindern und eben auch politischen Parteien.

Tja, liebe "Presse"

die Länder sind beim "Volk" halt viel stärker verankert, als allen Zentralisten lieb ist.

Nicht, weil "die Menschen da draußen", wie sie von volksfernen NR-Abgeordneten in unfreiwilliger Selbstentlarvung gern tituliert werden, so deppert sind (wie auch der spöttische Ton dieses Artikels suggeriert), sondern weil "Volksnähe" das Ur-Element der Demokratie ist.

Also: das föderale System verbessern, ja, es zugunsten gesichtsloser Instanzen "abschaffen", nein.

Was heißt das schon, beliebteste ?


Sie sind trotzdem Gangster !

Nur ein kleines Beispiel:
Der einst südlichste LH, der sich im Suff selbst umgebracht hat: Nicht nur dass er eine Bank ruiniert hat, nein es mußte das ganze Land sein. Lügen , Lügen nichts als Lügen waren von ihm zu hören. Selbst sein privates Liebesleben war eine einzige Lüge.

Und glaubt irgendwer, dass Burgstaller oder Pröll viel anders sind ?
Der

Re: Was heißt das schon, beliebteste ?

Diese pauschalen Verurteilungen sind auch nur Polemik...

Re: Was heißt das schon, beliebteste ?

Ich würde Ihnen raten nicht alles zu glauben, was so in den diversen voreingenommenen Medien geschrieben wird...

Re: Re: Was heißt das schon, beliebteste ?

Eh klar, alles was nicht ihre Meinung schreibt oder berichtet ist voreingenommen

Re: Was heißt das schon, beliebteste ?

Was, der hat Ihnen sein privates Liebesleben nicht offenbart? Was für eine Frechheit aber auch. Wollte der doch wahrhaftig Privates privat halten. Solche sind immer verdächtig.
P.S.: Wie halten Sie es mit der Liebe, erzählen Sie uns etwas aus Ihrem Intimleben.

Re: Re: Was heißt das schon, beliebteste ?

Soweit ich das richtig verstehe, geht es geht darum, dass auch sein (privates Liebes-) Leben verlogen war.
Nicht nur vor der Öffentlichkeit, sondern auch gegenüber seiner Frau und den Kindern.

Natürlich hat die Öffentlichkeit ein Recht zu wissen, wie ein Machthaber, dem sie ihre Macht verleiht und leiht so tickt und es mit der ehelichen Treue nimmt.

Wenn nicht einmal da Ehrlichkeit sondern nur Verlogenheit im Spiel ist, dann ist klar, dass er die ihm weiter weg stehenden Bürger noch mehr belügt und betrügt.

Dieses Charakter-hog ging mit allen gleich um: Alle hat er belogen und betrogen.

standards und pisatests für politiker.

ich fordere rankings in allen lebensbereichen. auch bei der müllabfuhr und bei den sozialvereinen.

Da ist schon was dran,

aber wir haben 2012 und da sollten alle nicht nur manche (die lästigen) Gesetze harmonisiert sein.
Den Landesfürsten müsste man ja nicht abschaffen, es würde ihnen genug Zeit bleiben, Festspiele, Brücken, Feuerwehrfeste usw. rechtzeitig zu eröffnen...

Tja, liebe "Presse"

die Länder sind im Volk halt viel stärker verankert, als allen Zentralisten lieb ist. Nicht, weil die "Menschen da draußen", wie sie von volksfernen Abgeordneten im Nationalrat in unfreiwillig entlarvender Weise gern tituliert werden, so deppert sind, wie der spöttische Ton Ihres Artikels unterstellt, sondern weil "Volksnähe" das ureigene Element der Demokratie ist.

bei dieser volksfernen linken spö sozialabbaupolitik is es ka wunder, dass die LH, als die beliebtesten politiker des staates angesehen werden.


Re: bei dieser volksfernen linken spö sozialabbaupolitik is es ka wunder, dass die LH, als die beliebtesten politiker des staates angesehen werden.

ausgenommen der SOZI FETTSACK mit dem versoffenen Blick!

Haum ma wieder ah Umfrage gekauft?

Anders kann so ein Ergebnis nicht zustande gekommen sein (o..°)

Re: Haum ma wieder ah Umfrage gekauft?

mit Sicherheit. Ganz klar ist mir nicht, weshalb auch die Presse solchen Blödsinn verbreitet?

Wurden in Salzburg die gesuchten Millionen

ausgeborgt oder gestohlen. Vor Montag ist wohl nicht mit einer Rücküberweisung zu rechnen.

Steuergelder dürfen nicht ausgeliehen werden kommt dann auch in die Verfassung.

Johan C.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es überhaupt noch irgendeinen Politiker gibt, der liebenswert ist.

Welche Werte haben diese sog. Politiker noch?
Welche Ideale vertreten sie?

Die Sozialdemokratie und auch der Mittelstand wurde von Politikern mit Werten und Idealen geschaffen. Diese gibt es nicht mehr.

Und daher wird das alles auch verfallen und wir werden soziagraphisch in einen Zustand vergleichbar mit den Ende der 20er Jahre zurückfallen. Dann werden wir die Rolle Chinas und Indiens übernehmen - und DIE werden das Sagen haben. Und bei uns werden 98% arm sein und 2% der sog. Elite angehören.

Geschichte wiederholt sich.

Unser wirkliches Problem

ist, dass es heute nur mehr Menschen in die Politik zieht, die entweder
- nichts anderes gelernt haben (mangelnde Ausbildung wie der Kanzler oder gleich vom Studium in die Politik oder ÖGB/AK/WKÖ/IV) oder
- machtgeil sind (Chef der größten Oppositionspartei oder alte Milliardäre).
und das wird durch das undifferenzierte Politikerbashing, das hier (zu) viele betreiben, sicher nicht besser.

Re: Unser wirkliches Problem

Ok, das Argument lass ich gelten. Mein Cousin war in der Politik. War! Wenn man dort nicht nach oben frühstückschmeckt, bringt man es zu nix. Das war ihm zu widerlich, und auch mir. Es fängt ja schon damit an, die richtige Partei zu finden- keine trifft meine Ideale vollständig, die meisten nur zu 60%. Es gibt keine wirkliche Partei der Mitte, das ist das Problem.

Unser wirkliches Problem


Ein Vorschla zur Güte

Österreich lässt sich in 3 Länder aufteilen: Das Ostland (beinhaltet NÖ, Wien, BG und die Hälfte von KT), das Mittelland (beinhaltet OÖ, Salzburg, STK, West - KT und Osttirol) und das Westland (beinhaltet incl. Thannheimer Tal und VA incl. Kleinwalsertal). Alle LH´s werden BH außer Salzburg. Und die Grenze zwischen T und VA bilden der Arlbergtunnel. Alle Bürgerservices werden beibehalten und zusätzlich die jetzigen BH`s umgemünzt. Entsprechend der teilnehmenden Wahlberechtigten der einzelnen Landesteile wird der Bundestag von Abgeordneten bestückt, ebenso der Landtag und niedere Ebenen. Der NR wird nur noch aus den 3 Landeshauptleuten und jeweils 1 Fachminister jeden Landes besetzt. Für den Bundestag kommen auf je 1.000 Wähler (nicht Wahlberechtigte) 1 Abgeordneter, der die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Auch das Parlament der LH setzt sich so zusammen. Alles natürlich proportional den einzelnen Parteien zugeordnet. Dann wollen wir mal sehen, wenn sich die Abgeordneten die Augen reiben, wenn nur noch 500.000 zur Bundeswahl gehen. Dann müssen unsere Politiker um ihre Glaubwürdigkeit kämpfen und arbeiten.

Re: Ein Vorschla zur Güte

viel zu kompliziert und aufwendig:
- Bundesländer und Bundesrat ersatzlos abschaffen
- in die Regierung nur Experten und keine Politiker
- in jedem politischen Bezirk und in Wien in jedem Bezirk wird ein Nationalratsabgeordneter nach Mehrheitswahlrecht direkt gewählt und nur der Rest bestimmt sich nach dem Verhältniswahlrecht

aber das kommt nie, denn da würden die Parteien (wer sind "die Parteien" eigentlich?) ja massiv an Einfluss verlieren

Ein Landeshauptmann kann schon beliebt sein

Mit diesen 9 Landeshauptleute bekommen wir auch noch über 520 Landtagsabgeordnete,
74 hochbezahlte Regierungsmitglieder,
66 Bundesräte
überall ein Heer von Parteigünstlingen in der Verwaltung.

Obwohl schon 80% der Gesetze aus Brüssel kommen.

Landesfürsten

Der letzte einflussreiche Landesfürst in Deutschland (z.B.) war Franz - Josef Strauß in Bayern. Daran sieht man, wie weit NÖ und Kärnten hinterher hinken. Aber schaun mer mal, wie sich die Sachen nach den nächsten Wahlen entwickeln.

Re: Landesfürsten

...."schun mer mal, wie sich die sachen nach den nächsten wahlen entwickeln"
--> ENTWICKELN! --> das wort ist gut! kabarett von der feinsten sorte.

Re: Landesfürsten

na der Stoiber war ja nicht viel besser

Re: Re: na der Stoiber war ja nicht viel besser

Wobei man Bayern von Größe und Bevölkerungszahl mit Gesamtösterreich vergleichen kann. Damit gab es dort nur einen Stoiber an Stelle von Österreichs 9 LH plus Verwaltung.

beliebt und Politiker = Oxymoron

Re: exakt!


Ist das ein Praktikantenartikel?

Also nicht bös sein, aber entweder obiges, oder die saure Gurkenzeit hat bei Presse begonnen..

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Abschaffen der Bundesländer

Sofort. Ohne Ersatz.

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