Fischer für Fairness-Abkommen im Wahlkampf

25.12.2012 | 09:25 |   (DiePresse.com)

Bundeskanzler Faymann sei dazu bereit, allerdings stelle er die Einstellung dafür vor eine Unterschrift. Spindelegger plädiert für eine Mentalitätsänderung.

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Bundespräsident Heinz Fischer hat sich am Montag für ein Fairnessabkommen im Wahlkampf für die Nationalratswahl im nächsten Jahr ausgesprochen. "Das wäre eine gute Sache", erklärte Fischer im Rahmen der ORF-Weihnachtssendung "Licht ins Dunkel", die heuer mit einem Rekordergebnis endete (>> mehr dazu).

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Der Bundespräsident plädierte dafür, Fairness und Sauberkeit in der Politik sich als gute Vorsätze für das neue Jahr zu nehmen. Er meinte, dass die Korruptionsfälle der letzten Zeit viele Menschen zurecht empört und sie "zornig" gemacht hätten. Fischer äußerte die Hoffnung, dass es 2013 Gelegenheit gebe, das verlorene Ansehen gegenüber Politikern und Parteien wieder aufzuholen.

Die richtige Einstellung

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zeigte sich zwar bereit, ein Fairnessabkommen für den Wahlkampf abzuschließen. Er schränkte allerdings ein, dass die Einstellung dafür wichtiger sei als die Unterschrift. Die Menschen wollten nicht ein Jahr lang Wahlkampf, betonte der Bundeskanzler. Zum Thema Europa bekräftigte Faymann seine Forderung nach Solidarität, die etwas zählen müsse.

"Ohne Rechnung"-Mentalität

Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) plädierte zur Aufarbeitung der Korruptionsfälle vor allem für eine Mentalitätsänderung. Die Politik habe zwar die gesetzlichen Regelungen geändert und die ÖVP habe einen Verhaltenskodex, aber es müsse auch die Mentalität eine andere werden. Konkret sprach der Vizekanzler etwa die tolerierte Schwarzarbeit an oder die Gepflogenheit, sich keine Rechnung ausstellen zu lassen.

Anspruch auf das Kanzleramt

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache bekräftigte im Rahmen der ORF-Weihnachtssendung den Anspruch auf das Amt des Bundeskanzlers nach der Nationalratswahl im nächsten Jahr. Auch die Chefs der anderen Oppositionsparteien zeigten sich zuversichtlich für die Wahl. Strache gab sich "überzeugt", dass die FPÖ die stärkste Kraft werde. Dass seine Partei durch das Antreten Frank Stronachs verlieren könnte, glaubt Strache nicht.

Solidarität und Hoffnung

Mit einem Wahlerfolg rechnet auch die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig. Sie wolle auch im Wahlkampf nicht härter auftreten. Die Grünen stünden für Solidarität und Mitgefühl, meinte Glawischnig.

"Sehr gelassen" geht trotz der Konkurrenz durch das Team Stronach auch BZÖ-Obmann Josef Bucher in den Wahlkampf für die Nationalratswahl. Das BZÖ werde seinen Kurs fortsetzen und gebe nicht auf. Bucher geht davon aus, dass seine Partei in Kärnten in den Landtag einziehen werde.

Schluss mit dem Hick-Hack

Das Team Stronach würde ein Fairnessabkommen für die Nationalratswahl "absolut" unterstützen, stellte Vize-Parteichef Robert Lugar fest. Der Wahlkampf dürfe kein Hick-Hack werden, plädierte Lugar für mehr Gemeinsamkeit in der Politik. Er trat dafür ein, die Armut in Österreich entschieden zu bekämpfen.

(APA)

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362 Kommentare
 
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Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken

siehe:
Fischer
Faymann
Spindelegger
Glawischnig

Wie der Chef so der Rest !
Einfach Falotten sinds!

Re: Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken


Wenn die Politik (bei Tauwetter) aufs Eis tanzen geht

Die monatl. Schilling-Einkommen der Herrschaften aus dem Jahre 1997:
Bundespräsident 280.000.-
Bundeskanzler 250.000.-
Vizekanzler/in 220.000.-
Bundesminister/in 200.000.-
Alles 14mal/diverse Sonderzahlungen, Aufwandsentschädigungen extra.
Diese maßlosen (von damals) Gehälter, sind angesichts der Korruption-u. Spekulationsaffären die wir derzeit am Hals haben, eine Chuzpe sondergleichen. Einst haben sie uns nämlich so quasi hoch und (schein)heilig versprochen: nur mit einer guten Bezahlung kann man die Geldgaunereien aus der Politik fernhalten. Ist inzwischen aufs nachdrücklichste widerlegt!!!

Re: Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken

WIR verdienen nichts anderes!
Wir haben uns freiwillig diese Typen gewählt.

Das Volk der DDR hat sich von der Mißwirtschaft mit Honecker & Co gelöst.
Davon ist Österreich noch meilenweit entfernt!

Der peinlichste Bundespräsident

seit bestehen der 2. Republik !!!!!

so ein abkommen ist seit schüssel mit der övp nicht mehr möglich


Fischer und die Fairness

Viel versteht Heinz Fischer ja nicht gerade von Fairness. Dazu hätte er sich dem annehmen müssen: http://charlykappel.blogspot.co.at/. Das hat er aber nicht. Er ist der Bundespräsident - nicht zuständig. Aus, Schluss, Pasta. Was geht ihm das an? Was geht ihm der Wahlkampf an? Genausowenig wie mein Problem. Fairness - für Fischer ein Fremdwort. Nicht nur für ihn, auch für viele andere.

Sei fair zu mir ...

sagte der Fuchs zur Gans ...
oder der Fischer zum Fisch!

Re: Sei fair zu mir ...

ich hoffe inständig das ihr am Wahlsonntag auch so aktiv seids und euer Kreuzerl machts.
wir lesen hier immer so kleinHickhack, vom wahrem Problem vorbeiredende Scheindiskussionen.
Schaut bald so aus als ob wir den Wald nicht mehr sehen - vor lauter Bäume.
Wacht endlich auf und seht das gesamte Gebilde dieses Molochs von SPÖ.
Das ist keine politische Partei mehr.
Jetzt kämpft eine mafiöse CLUB 45 VerschwörerBande um den Verbleib in unserem politischen System.
Wachts auch, hörts mit dem Blödeln auf.

Re: Sei fair zu mir ...

Der langjährige SPÖ Klubobmann und nunmehrige Bundespräsident Fischer sieht die Stimmen für die SP schwinden....

Des ist interessant

Deutsche Bahn: Mehr Videoüberwachung

Zitat:
Die Deutsche Bahn will nach dem Bombenfund am Bonner Hauptbahnhof mehr Sicherheitsvorkehrungen treffen. "Wir wollen mehr Videoaufzeichnungen und damit eine bessere Verfolgung von Straftaten auf Bahnhöfen"

Quelle: www.heise.de

++ In Österreich haben wir ein Verwaltverbrechen als Vorwand genommen ++

Unglaublich, wie wir heute gleichgeschaltet sind!


So etwas gibt es bei uns auch

Weil ein Familienvater seinen Grund nicht billig an den Freund der Bürgermeister (ÖVP) verkauft hat, sondern die Bauplätze für die Kinder wollte, begannen unvorstellbare Schikanen.

Zuerst verschwanden die Unterlagen über sein altes Haus aus dem Bauakt auf der Gemeinde. Der Bürgermeister (ÖVP) als Baubehörde verlangte immer neue soganannte baubehördliche Überprüfungen, bis das Haus "unbewohnbar" war. Die Familie musste weg ziehen!!!!

Der Bezirkshauptmann (und Schulfreund vom Bürgermeister ÖVP), der Landeshauptmann (ÖVP), die Volksanwältin (ÖVP) bestätigten: "Alles in Orndung - alles nach geltenden Gesetzen".

Da kann sogar der Putin noch einiges lernen!

Re: So etwas gibt es bei uns auch

Wie bei der SPÖ ist nichts neues schwarz rot muss weg sofort.

Re: So etwas gibt es bei uns in Pröllistan !!

Und in Wamponien spielen`s das eben in Rot !

Wenn man die obigen 3 Statements von Fischer, Faymann und Spindelegger liest,

dann liegt nun offen was schon lange erahnt, ja gewußt wurde, bzw. man schon wirklich wußte und nun bestätigt ist: 3 als Politiker, Sollte-Vorbilder, Staatsmänner und Menschen ganz schwache Persönlichkeiten ohne Visionen, ohne Charissma, ohne Verständlichkeit für uns ÖsterreicherInnen.
Das noch Traurigere daran ist, dass es keine wirklichen Nachfolger für diese Leute gibt - so sehe ich das leider aus heutiger Sicht. Wobei ich den HBP am wenigsten verstehe, denn er kämpft nicht mehr um Wiederwahl; er sollte wesentlich mehr "Kante" zeigen. Jedoch, er kann es nicht!
Alles in Allem: Traurig für Österreich!

Re: Wenn man die obigen 3 Statements von Fischer, Faymann und Spindelegger liest,

Wir verdienen nichts anderes!


viel spaß!

Wahlumfrage Kärnten: SPÖ 37, FPK 20, GRÜNE 17, ÖVP 12, Stronach 10, BZÖ 3 (market: n=400, 5%, 10.12.2012)....Wahlumfrage Österreich: SPÖ 28, ÖVP 24, FPÖ 21, GRÜNE 13, Stronach 11, BZÖ 1 (Karmasin/profil: n=500, 14.12.2012).

Re: viel spaß!

das wäre eine Katstrophe für Österreich.

Re: Re: viel spaß!

fpö 34
spö 28
Stronach 18
övp 12
grün 5
neo 3

Re: Re: Re: viel spaß!

tut mir leid BZÖ andauernd vergess ich euch....

Danke!

Den hab' ich mit Ihrer beispiellosen Naivität! LOL

die 37 Prozent für Rot

wirds nicht spielen. Kärnten liegt zu nahe in Salzburg und die Empörung über den roten Finanzskandal und die skandalöse Aufarbeitung schwappt auch in den Süden über.

Wenns für die Sozis in Kärnten blöd läuft, reicht es nicht einmal gemeinsam mit Grün und Schwarz für eine Mehrheit.

Wer wie diese drei Parteien das ESM-Ermächtigungsgesetz unterzeichnet hat, ist für einen Demokraten nicht mehr wählbar.

WIR verdienen nichts anderes!

So lange wir weiterhin SPÖ+ÖVP wählen wird sich auch nichts ändern.

Das Volk der DDR hat sich von der Mißwirtschaft mit Honecker & Co gelöst. So weit ist Österreich noch lange nicht!

Über Faymann schwebt das Damoklesschwert der Inseratenaffäre

Die von Faymann für Inserate umgeleiteten Steuergelder machen mehr aus als die gesamten Spendengelder der diesjährigen Licht-ins-Dunkel Aktion.

Meiner Meinung nach sollte sich Faymann auf jeden Fall bis zur juristischen Klärung dieser Angelegenheit aus der Politik zurückziehen.

Auch bei einem mögliche Freispruch wäre er aber meiner persönlichen Ansicht nach politisch nicht mehr tragbar.

Re: Meiner Meinung nach sollte sich Faymann auf jeden Fall bis zur juristischen Klärung dieser Angelegenheit aus der Politik zurückziehen.

Haben Sie schon jemals einen schlechten Politiker gesehen, welcher sich freiwillig zurückzieht? Und auch hier sind nicht die kleinsten Anzeichen dafür zu erkennen, im Gegenteil er stellt sich nicht einmal einer freundlichen Aussprache im unter den Teppich kehren-Ausschuss.

PS: Vorab, ich bin kein Grasser-Befürworter. Nur kann sich jemand die tiefrot gefärbten Empörungen und Aufschreie bis zum Zusammenbruch der Demokratie vorstellen, hätte der sich auf solche Arte und Weise entzogen?

Re: Über Faymann schwebt das Damoklesschwert der Inseratenaffäre

Freiwillig verlassen solche Leute ihre hochbezahlten Jobs NIE!

Wahltag ist Zahltag!
So lange wir weiterhin SPÖ (+ÖVP) wählen wird sich daran auch nichts ändern.

Nur wer Veränderung wählt bekommt auch Veränderung.

bin auch gleich wieder weg

lustig. inzwischen wirkt das forum hier wie ein geschlossener bereich für…
sobald alle meinungen nur mehr mit 99% grün oder 99% rot bewertet werden, ist das ein zeichen, dass sich alle einig sind und es nichts zu dikutieren gibt. ein forum ohne vielfalt. jene mit anderer meinung haben sich offenbar schon verabschiedet. gratuliere!

 
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