Mitterlehner will Familienbeihilfe um zehn Prozent erhöhen

29.12.2012 | 11:20 |   (DiePresse.com)

Den Vorschlag will der Minister nicht als Wahlzuckerl verstanden haben. Zudem plädiert er in der Folge für eine laufende Inflationsanpassung.

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VP-Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner will die Familienbeihilfe zunächst um zehn Prozent erhöhen und dann - wie schon angekündigt - eine laufende Inflationsanpassung. Ein Wahlzuckerl sei das nicht, meinte er im Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Samstags-Ausgabe) unter Hinweis darauf, dass es schon acht Jahre lang keine Erhöhung gegeben habe.

Wenn die Beschäftigtenzahl zunimmt, damit die Einnahmen des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) steigen, "und auch die Budgetentwicklung stimmt", hoffe er, dass die Familienbeihilfe um zehn Prozent erhöht werden kann, erläuterte Mitterlehner.

Steuersenkungen würden sich für 2013 nicht abzeichnen. Nötig sei ein Gesamtkonzept, das "wohl auch im Wahlkampf eine Rolle spielen" werde, meinte Mitterlehner. Auch ein weiteres Konjunkturpaket steht derzeit nicht auf der Agenda, denn ein solches würde erst "dann wirken, wenn man es nicht mehr benötigt".

(APA)

 
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76 Kommentare
 
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Alwis
01.01.2013 20:53
0

10% von 25% Verlust

Spät aber doch ist ein Politiker bereit, 10% Verlustabdeckung von 25% Verlust bei den Familienbeihilfen zu versprechen.
Mal sehen.

Aber welche Personengruppe würde sich 10 Jahre lang eine faktische Kürzung des Einkommens gefallen lassen?
Die Familien müssen das hinnehmen und dann vielleicht dankbar für eine "Erhöhung" sein, die in Wirklichkeit eine nicht ganz so schlimme Kürzung ist!

Die Leistungen, die wir Eltern, vor allem die kinderreichen, für die Gesellschaft langfristig erbringen, sollte endlich angemessen anerkannt werden. Wir ziehen nämlich die zukünftigen Steuerzahler und Pensionseinzahler auf. Davon haben wir aber finanziell unter dem Strich schwere Nachteile. Vor allem die Mütter werden bei den Pensionen sehr schlecht behandelt. Und das ist ein SKANDAL, den interessanterweise keine der Berufsfrauenpolitikerinnen thematisiert.

bergziege
01.01.2013 20:43
0

Es steht fest:

Bei den Gemeinderatswahlen muss für Veränderung gesorgt werden.

HJR44
31.12.2012 11:48
2

Welcher Schalk ...

zeichnet eigentlich dafür verantowrtlich, dass die Agenden der Wirtschafts- UND der Familienpolitik in einem Ministerium vereint wurden?

Das ist wahrscheinlich auch der maßgebliche Grund, warum Mitterlehner weder zur Wirtschaftspolitik noch zur Familienpolitik Kompetentes von sich geben kann.

satyricon
30.12.2012 20:43
0

ist das ein witz

was bringen 10% mehr fb? das sind keine 20 im monat. entweder man braucht es dann ist es ein witz oder nicht dann sollte man mit den mitteln etwas intelligentes machen

Emil Huber
30.12.2012 20:37
4

Damit sich nichts ändert,

sollten wir SPÖ+ÖVP wieder wählen.

Nur wer Veränderung wählt bekammt auch Veränderung.

17und4
30.12.2012 09:28
6

Perfide der Mann

nachdem widerstandlos die Familienbeihilfe gekürzt und teilweise abgeschafft wurde, auch ohne Widerstand dieses Herrn Ministers, hat mir viel Geld gekostet, redet er nun 10 Monate vor der Wahl, sie nun wieder zu verbessern.
Der FLAF ist vermutlich noch immer ausgeräumt, zusätzliches Geld ist noch immer keines da, und dann will und dieser Herr aus NÖ weis machen, dass da nicht mit der Wahl zusammenhängt.

Da kommt zur Beleidigung des Wählers noch die unmittelbare dazu, dass er ihn offensichtlich für Blöde hält.

Emil Huber
29.12.2012 20:06
8

Das Volk der DDR hat sich vor mehr als 20 Jahren von diesen Politikern getrennt!

Obwohl SPÖ+ÖVP den gesamten Sozialstaat mit hoher Geschwindigkeit an die Wand fahren, wählen wir sie immer wieder.

Nach den Wahlen droht uns das nächste Sparpaket!

Antworten amornwan
01.01.2013 16:20
1

Re: Das Volk der DDR hat sich vor mehr als 20 Jahren von diesen Politikern getrennt!

Nun Thumbes Volk von DÖSI-Land wähle weiter ROT-SCHWARZ-GRÜN ! Dann steckt Ihr noch Tiefer in den 3 Parteien Exkrementen drin.

Antworten MdeLind
30.12.2012 19:43
2

Re: Das Volk der DDR hat sich vor mehr als 20 Jahren von diesen Politikern getrennt!

Sparpaket?? Belastungs und Sozialleistungsrundumkahlschlagspaket würde ich meinen!!

Antworten 17und4
30.12.2012 09:36
2

Re: Das Volk der DDR hat sich vor mehr als 20 Jahren von diesen Politikern getrennt!

nicht Sparpaket, Steuererhöhungen und Abschaffung von vermeintlichen Vorteilen für den bürger,
und wie immer
zu Lasten der einkommen zwischen 2.500 und 4.500 €, denn da ist am meisten zu holen, wie auch jetzt schon am meisten von diesen Einkommen geholt wird

namenlos
29.12.2012 19:14
8

War jetzt *5 Jahre* dafür Zeit!

Aktionismus die letzten 10 Monate nutzt nix mehr, im Gegenteil. Oder genehmigt ihr euch dann gleich 6 Jahre weil die 5 Jahre auch wieder so verdammt kurz waren?

peter789
29.12.2012 19:03
10

Vor der letzten Wahl hat die SPÖ in einer Nacht und Nebelaktion milliardenschwere Wahlzuckerl verteilt (Hacklerregelung, Gratisstudium),

und die ÖVP hat ziemich dumm aus der Wäsche geschaut.
Aus diesen Fehlern haben Schwarzen gelernt.
Allerdings ist dieser Stimmenkauf definitiv schlecht für Österreich.

Faymarx-Spindelenin
29.12.2012 19:02
7

Man sieht: geistige Umnachtung der Politik ist auch ganz ohne "Nachtsitzung der verbrannten Gehirne" möglich.

Abgesehen davon dass die Erhöhung der Familienbeihilfe, im Gegensatz zu der dummen Pendlerpauschale, richtig ist: es ist erstaunlich was dummen Politikern am Vorabend einer Wahl und zeitgleich mit dem Inkrafttreten vieler Steuer- und Abgabenerhöhungen so alles einfällt.

Und natürlich wird dadurch die Budgetkonsolidierung nicht gefährdet, gell?!?

Man sollte diese verantwortungslose Bande entmündigen!

Frank Stronach bitte kommen!

Antworten achill
29.12.2012 23:58
0

Re: Man sieht: geistige Umnachtung der Politik ist auch ganz ohne "Nachtsitzung der verbrannten Gehirne" möglich.

und den MittelLahmer auch erhöhen - um 2 Meter.

Blitzky
29.12.2012 18:57
8

Es ist wirklich erfreulich, dass die ÖVP diesmal hart bleibt und keine Wahlzuckerl verschenkt...

sondern statt dessen nur nüchterne Überlegungen anstellt, wie man entscheidenden Wählergruppen Leistungen zukommen lassen kann, ohne jetzt schon auf nachfolgende Belastungen hinzuweisen.
Beispiel: Familie
10% Erhöhung der Familienbeihilfe jetzt. Dafür nach der Wahl um 5 Jahre hinaufgeschobenes Pensionsalter.

Mittelständler
29.12.2012 18:41
6

Steuern senken statt Wahlzuckerl verteilen

Warum nicht Steuern senken - das hilft allen besonders denen die Kinder haben. Im Grunde genommen ist die Familienbeihilfe nur eine weitere sozialistische Umverteilungsmassnahme. Geld wird umverteilt von denen die was leisten zu denen die viele Kinder haben....

Michael
29.12.2012 16:14
0

Laufende Inflationsanpassung ist gut

Allerdings wird der VPI ständig durch qualitative Verbesserungen der Produkte zurückgeschraubt (weil die alten, immer billiger werdenden Geräte ihn nach unten drücken, bevor sie herausgenommen werden).

Das birgt die Gefahr, dass man durch Anpassungen an den VPI die Inflation als abgegolten sieht, was nicht der Fall ist, und die Beihilfe real trotzdem immer weniger wird.

der logiker
29.12.2012 15:42
15

Wasser bis zum Hals

ja, was die Schwarzen plötzlich, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht, alles für Familien tun wollen, nachdem sie diese als nützliche I.... mit den Linken während der Legislaturperiode verraten und mitbekämpft haben. Glaubwürdige Taten und Resultate während der Aktivzeit der Periode wären nützlicher als heiße Luft, wenn Wahlen ins Haus stehen.

MdeLind
29.12.2012 15:33
19

Wieder einmal:

eine Lüge! "Hat nichts mit Wahlzuckerl zu tun...."

Antworten nightlife30
29.12.2012 15:53
9

Re: Wieder einmal:

Sorry unabsichtlich rot...

Antworten Emil Huber
29.12.2012 15:41
9

Re: Wieder einmal:

Es ist Zufall, nichts als Zufall, dass VOR jeder Wahl großzügige Steuergeld verteilt wird.

Nach der Wahl kommt die Ernüchterung und das nächste Belastungspaket.

Und WIR TRotteln wählen diese Typen auch noch immer wieder.

Antworten Antworten VanDerVolk
29.12.2012 17:21
3

Re: Re: Wieder einmal:

ich bin,werde und war nie so ein Trottel.einmal Blau immer Blau

Rabbit
29.12.2012 15:26
12

Kalte Progression

S.g. Herr Mitterlehner, kümmern sie sich mal lieber um eine Inflationsanpassung der Lohnsteuerprogression!
Sonst kommt nach der Mindestsicherung bald der Höchststeuersatz...

delvino
29.12.2012 15:05
20

Tausche "Beihilfe"...

...gegen die Möglichkeit, die tatsächlichen Kosten (oder gerne auch ein Pauschale von X-Tausend-Euro/Kind/Jahr) von der Steuer absetzen zu können.

>70% an den Staat abzuliefern ist eine richtige Sauerei! Leider ist der Grossteil der Angestellten zu blöd dafür das uu kapieren, weil sie beim Lohnzettel nur aufs netto schaun und von den AG kosten auch noch nie was gehört haben!

Antworten Emil Huber
29.12.2012 15:38
5

Das Volk der DDR hat sich vor mehr als 20 Jahren von diesem Sytem gelöst

"WIR" aber wählen (seit 1945) weiterhin SPÖ+ÖVP damit sich ja nichts ändert.

Nur wer Veränderung wählt bekommt auch Veränderung!

Emil Huber
29.12.2012 14:48
21

Wie hat die ÖVP damals "gepoltert" als Haider vor Wahlen persönlich Heizkostenzuschuß verteilt hat

Mit (besonderen) Leistungen kann Mitterlehner als Wirtschafts- und Arbeitsminister nicht aufwarten.

Daher versucht er es mit dem "Bauernschmäh"

 
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