Mit deftigen Worten beschrieb Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) am Samstag in Klagenfurt das Szenario, wenn der aktuelle Finanzskandal aus Salzburg in Kärnten passiert wäre: "Da würden über der Landesregierung fünf Abfangjäger kreisen und ein Black Hawk über dem Landtag." Die "ZiB" würde aus einem "Sonderstudio in der Portierloge" berichten. Dörfler weiter: "Und ich würde am nächsten Tag am Scheiterhaufen verbrannt."
Seine sachpolitische Bilanz für 2012 hat der Kärntner Landeshauptmann als "herzeigbar" bezeichnet. Auf parteipolitischer Ebene sei es ein turbulentes Jahr gewesen, sagte Dörfler bei einer Bilanzpressekonferenz. Er sei aber kein Parteisoldat und mische sich in diese Geplänkel nicht ein. Er wolle für die bevorstehende Landtagswahl auch keinen Wahlkampf führen, sondern eine Bewegung, so Dörfler.
Weiteres Asylquartier in Aussicht
Der Regierungschef strich hervor, dass es ihm gelungen sei, die mit dem Bund vereinbarte Asylquote zu erfüllen, die Quartiere würden funktionieren, im kommenden Jahr soll noch ein Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylwerber in Oberkärnten eingerichtet werden.
Auch bei den internationalen Beziehungen sieht der Landeshauptmann Erfolge. Die Beziehungen zu Oberitalien und Slowenien seien weiter verbessert worden, der Höhepunkt des Jahres sei aber der Besuch des Dalai Lama im Mai in Kärnten gewesen.
(APA)
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