Externe Expertenteams kosten 150.000 Euro

02.01.2013 | 17:18 |   (DiePresse.com)

Die Verträge seien bis 14. Jänner zeitlich befristet. Die Honorarkosten für die beiden Unternehmen würden aus den Mitteln der Finanzabteilung und der Landesamtsdirektion bezahlt.

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Jene zwei Expertenteams, die das Land Salzburg derzeit bei der Aufklärung des Finanzskandals mit ihrem Fachwissen unterstützen, erhalten insgesamt 150.000 Euro an Honorar. Für die Unternehmensberater von Pricewaterhouse Coopers (PwC) sei ein pauschalierter Dienstleistungsvertrag in der Höhe von 100.000 Euro vereinbart worden, mit der Wiener Wertpapierfirma Ithuba ein pauschalierter Rahmenvertrag in der Höhe von 50.000 Euro, sagte am Mittwoch ein Sprecher von SP-Finanzreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner.

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Die Verträge seien bis 14. Jänner zeitlich befristet, hieß es. Bis zum 16. Jänner soll ja ein Zwischenbericht der Finanzabteilung an den Finanzüberwachungsausschuss des Landtages vorliegen. Die Aufträge an PwC und Ithuba seien zur weiteren Schadensvermeidung ergangen und nach den Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes erteilt worden, betonte der Sprecher des Finanzreferenten. Die Honorarkosten für die beiden Unternehmen würden aus den Mitteln der Finanzabteilung und der Landesamtsdirektion bezahlt.

(APA)

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19 Kommentare

Abrechnung so nicht!

Es dürften diese Kosten allenfalls von der Finanzdirektion und Landesamtdirektion an die Firmen vorgestreckt werden. Die 150.00 € sind auf alle Fälle Frau Burgstaller, Herrn Brenner und Herrn David in Rechnung zu stellen.

Begründung: Untätigkeit, Verletzung der Dienstaufsicht....

Gehaltspfändung bis auf das Existenzminimum, Verrechnung mit eventuellen Prämien, Boni etc., die sich diese Herrschaften noch zuschanzen werden.

Ach so, ich vergaß, Schuld soll ja angebl. eine Einzeltäterin sein.

Hmm, paßt da nicht der Paragraph zur Bildung einer kriminellen Vereinigung? - Das wissen Juristen besser.

viel geld

ihr hättet es auch billiger haben können: einfach die leserbriefschreiber dieses landes befragen!
unverstand und charakterlosigkeit sind zwar nicht gratis, aber billig!

fleissige Gabi

Die fleissige Gabi hat denen das Leben aber leicht gemacht. Gut wie sie ist, hat sie das Geld gefunden. Weiß zwar nicht ob die Papiere noch den Wert haben, aber hauptsache sie hat den Erfolg. Da können dann die beiden Firmen Mitte Jänner wieder abrücken und das bißchen Geld einstecken.

Beim Vranitzky war ein Telefonat schon teurer

Und beim Grafen wäre es erst recht teuer geworden.

Es ist jeden Cent Wert, wenn es einen Verlust von hunderten Millionen vermeidet. Bei unseren Abkassierern gabe es keine erkennbare Gegenleistung.

Re: Beim Vranitzky war ein Telefonat schon teurer

Ja, ein Honorar von 1 MIO ATS (Schilling) für ein 5 minütiges Erklärungstelefonat zum EUR-Wechselkurs zum Schilling, ergibt einen bis dato noch nicht übertroffenen Stundensatz. Am 2.ten Platz dürfte der Stundensatz des SPD-Kandidaten Steinbrück für seine Vorträge bei den bösen Finanzinstituten liegen?

Wobei aber nicht verschwiegen werden soll, dass die hochverschuldeten roten Stadtwerke Bochum für einen solchen Vortrag locker sein Standardhonorar verdoppelt haben. Das kam dann dem Stundensatz von Hrn. Vranitzky, zwar noch immer mit großem Abstand, aber doch etwas näher.

Schöner Finderlohn

für die gefundenen 400 Mio. €.
Schnell verdientes Geld.....

Re: Schöner Finderlohn

die Sucher sind im Dunstkreis von SPÖ beheimatet.
Wie der Mann welcher die Spekulantin "abgelöst" hat.
Das auch Spuren zu "Deutschen Bank" führen wird tunlichtst vermieden in der Öffentlichkeit breit zu treten.

Die SPÖ ist kein politischer Verein.
Es sind mafiöse Köpfe die nur enes im Sinn haben.
Steuern in die Parteikasse - Schulden für das Volk.
Lasst euch das nicht mehr gefallen.
Wählt Strache und Stronach.

Verursacherprinzip!

Ich hoffe Fr. Burgstaller und Hr. Brenner begleichen das aus der eigenen Tasche! Ein mittelständisches Unternehmen hätte man längst in den Konkurs geschickt!

Externe Expertenteams kosten 150.000 Euro

haben die großen bei der FMA keine Experten, sie kennen ja die Geschäfte, sagen sie oder meinen sie das nur. Die 150.000 könnten dann eingespart werden.
Auch die Nationalbank hat Experten. Man müßte doch meinen das jeder auf der Suche nach den Papieren behilflich sein könnte!!!!

Re: Externe Expertenteams kosten 150.000 Euro

Man darf nie seine "Freunde" vergessen, in "bitterer Stunde" sind sie nötiger als sonst wer.

Nachdem die Zeitspanne der Beschäftigung dieser "Unterstützer" ja recht kurz ist, und die ja nicht in Kompaniestärke ausrücken werden, darf man einen "guten Stundensatz" als gegeben annehmen. Welcher sich natürlich hinter dem Begriff "Pauschal" gut verbergen lässt.

Als Resultat würde ich daher eine eventuelle Miniaturausgabe des Erbenisses "Godmann-Sachs mit GR" (GR-Zahlen für deren EURO-Beitritt) nicht ganz ausschliessen?

Re: Re: Externe Expertenteams kosten 150.000 Euro

100.000 für ein 2-Monats Projekt ist sogar ziemlich günstig, ich würde sogar behaupten, dass sich beide Firmen diese Aufträge "gekauft" haben, wie es so schön heißt - gratis Medienpräsenz in diesem Ausmaß ist schließlich auch deutlich mehr wert!

Re: Re: Re: 2-Monats Projekt?

Habe ich nicht so - Zeitdauer - verstanden.

Nachricht veröffentlicht am 2.1., Vertrag läuft bis 14.1., das wären 9 Arbeitstage.

Bei einem 2-Monatsprojekt und Vertragsende 14.1. hätte dieser Vertrag jedoch bereits am 14.11.2012 abgeschlossen, und bis dato nicht veröffentlicht werden dürfen.

Re: Re: Re: Externe Expertenteams kosten 150.000 Euro

P.S.: Klarstellung: mit "gekauft" meine ich keine Bestechung oder sonstige strafbare Handlung, sondern schlicht das Anbieten zu einem besonders günstigen Preis.

Karrieresprung des Herrn Brenner

damit wäre jetzt auch geklärt, wohin es den Herrn Brenner nach dem 23.1. beruflich verschlagen wird. Ich hätte bisher eigentlich eher auf einen Wechsel vom Aufsichtsrat in den Vorstand der Salzburg AG getippt

Expertenteams für die öffentliche Hand

kosten uns nicht gerade wenig !
Wozu gibt es einen Rechnungshof ?
Unabhängig davon tauchen generell immer mehr
Beauftragungen von Experten ( Modewort ?) auf,
womit sich Verantwortliche freispielen .

Wozu gibt es einen Rechnungshof ?

gute Frage.
Der ist so was wie der Hamster der Mizzi Tant.
Er darf die härtesten Nüsse prüfen, reden kann er drüber nicht, alles bleibt unter Verschluss, und denen er das sagen darf kümmert es einen Dreck - und die Wirkung ist hart an Null.

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Taschenpfändung aller politischen "Würdenträger"

und sofortige Beschlagnahme aller beweglichen und unbeweglichen werthaltigen Mittel als Sicherstellung. Jeder Unternehmer haftet mit seinem Vermögen -- also her mit der politischen Verantwortung!

Re: Taschenpfändung aller politischen "Würdenträger"

Das wäre aber ziemlich tragisch, wenn jeder Unternehmer mit seinem Vermögen haften würde... das stimmt nämlich ausschließlich bei vorsätzlichem Handeln!

das stimmt nämlich ausschließlich bei vorsätzlichem Handeln!

was hier eindeutig der Fall ist.

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