Sprachförderung: Kurz will Intensivkurse an 50 Schulen

02.01.2013 | 18:38 |   (Die Presse)

Ab Herbst soll es Pilotprojekte geben. Details will das Unterrichtsministerium im März präsentieren. Für Kurz geht es jedenfalls nicht nur um die Migrantenkinder.

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Wien/Apa/Beba. Ab Herbst will die Regierung die schulische Sprachförderung für Kinder mit Deutschdefiziten ausbauen. ÖVP-Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz forderte nun gestern, Mittwoch, im ORF-Radio, dass es ab kommendem Schuljahr an vorerst 50 Standorten verpflichtende Deutschkurse für Kinder mit Sprachproblemen geben soll – insbesondere in Wien und in jenen Ballungszentren, wo es viele Kinder mit anderer Erstsprache als Deutsch bzw. mit Defiziten gibt.

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Er pocht dabei auf sein Modell: Deutsch vor Schuleintritt. Demnach soll es ein Vorschuljahr für all jene Kinder geben, die auch nach dem Kindergarten noch Deutschdefizite haben. Für die Quereinsteiger, die frisch nach Österreich zugewandert sind und noch kein Deutsch beherrschen, will der Staatssekretär Intensivkurse in eigenen Sprachklassen.

Das Büro von Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) – die diese Vorschläge bisher als „Ghettoklassen“ abgelehnt hat – will zur konkreten Umsetzung noch nichts sagen. Es gelte die Einigung auf den Ausbau der Sprachförderung, die bereits Anfang Dezember im Ministerrat erzielt wurde – die Details seien aber noch völlig offen.

Derzeit werde „seriös an einem ordentlichen Projekt gearbeitet“, gemeinsam mit Experten würden konkrete Modelle für die Sprachförderung entwickelt – mit dem Koalitionspartner würden diese dann besprochen, „wenn sie fertig sind“. Im März sollen die Modelle stehen, ab Herbst sollen dann Pilotprojekte in allen Bundesländern gestartet werden – wie viele und wo, werde noch entschieden.

 

Auch deutschsprachige Kinder

Für Kurz geht es jedenfalls nicht nur um die Migrantenkinder. Auch zahlreiche Kinder ohne Migrationshintergrund hätten Deutschdefizite, wenn sie mit der Schule beginnen – für sie soll das verpflichtende Sprachförderjahr in der Vorschule ebenfalls gelten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.01.2013)

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46 Kommentare
 
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Höchste Zeit,

dass Sozialfälle, die unsere Heimat nur belasten, ihre Aufenthaltsgenehmigung verlieren!

Die...

Nebenkosten im Minusgeschäft "Zuwanderung" scheinen immer höher auszufallen. Auch hier muss nun der Steuerzahler ran und die Gesamtkosten übernehmen.

wenn der herr kurz was will,

dann soll er das gefälligst von seiner eigenen tasche bezahlen und nicht den steuerzahler noch mehr aussackeln.

Re: wenn der herr kurz was will,

wobei aber fairerweise schon gesagt werden muß, das nicht Herr Kurz an der Misere mit den vielen nicht-deutschsprachigen Migranten schuld ist !
Bitte bei SPÖ und Grüninnen beschweren !

Wenn ein Migrand ordentlich deutsch lernt, sich integriert, arbeitet und Steuern zahlt, dann soll er bleiben dürfen. Die Chance soll man ihm geben und diese Chance beginnt eben beim frühkindlichen Deutsch-Lernen.
Wer aber nicht deutsch lernt, soll wieder abgeschoben werden ! ( Inklusive Netrebko !)

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Herr Kurz, merken sie sich diese Meinung:

Staatsbürger wird man nicht durch eine Unterschrift oder durch die deutsche Sprache; sondern durch unsere Familienbande, unserer Kultur und den Tradititionen.
Wir lassen uns nicht von fremden Völkern unterwandern. Gehen sie durch Ottakring, Hernals oder Fünfhaus, da höhrt man kein deutsches Wort. In den Schulen 60 bis 70 % Ausländer, darum das schlecht abschneiden bei PISA.

mein Shorty

sollte sich mal informieren. Es gibt bereits USD-Kurse in den Schulen für Schüler, die Defizite in D aufweisen. USD bedeutet Unterstützendes Sprachtraining Deutsch. Seit einigen Jahren kostet dies viel Geld und bringt... NICHT VIEL!

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Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld...

Mit Sprachkursen allein werden unsere zugewanderten "Gäste"nicht automatisch Österreicher. Im Herzen bleiben sie das, was sie immer waren. Die Zuwanderer müssen es selbst auch wollen. Daran wird kein Kurs, und sei er noch so gut gemeint, etwas ändern.

Re: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld...

was meinen sie mit "im herzen bleiben sie das, was sie immer waren."?

Re: Re: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld...

ich antworte mir mal selbst ganz frech, weil ich sehe, dass dieses posting 5 bummer bekommen hat....WAHNSINN!

Was hat diese ÖVP nicht schon alles "wollen"

Spindelegger will Schuldenländer aus der Eurozone hinaus schmeißen
Mitterlehner will die Familienbeihilfe um 10% erhöhen
Fekter will noch vor den Wahlen eine Steuerreform
Spindelegger will innerhalb weniger Tage sein Heerskonzept präsentieren (2010)- das gibt es bis heute nicht
Josef Pröll wollte Transparendatenbank und Verwaltungsreform
usw.

Warum verschweigt Kurz diese von ihm geplanten 50 Stadorte? Weil außer ihm das sonst noch niemand weiß.

Deutschförderung statt Muttersprachenunterricht

Wichtig wäre jetzt mal, dass den Kindern deutsch gelernt wird und nicht die Muttersprache ihrer Eltern!

Ich fordere also:
-zusätzlichen Deutschunterricht für Migrantenkinder
-Deutschpflicht an allen Schulen
-Ersatzloses Streichen des "Muttersprachenunterrichts"

Re: Deutschförderung statt Muttersprachenunterricht

ist das nur ihre meinung oder stützen sie dies auch sprachforschungsergebnisse im hinblick auf bilingualität?

Re: Deutschförderung statt Muttersprachenunterricht

Die Forderungen sind absolut richtig, aber der Unterricht sollte selbstverständlich in ihren Heimatländer erfolgen!

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Sprachförderung: Kurz will Intensivkurse an 50 Schulen

In der Erstsprache Türkisch??

Kurz ist für Integration und nicht für Sprachförderung zuständig!

Seit über einem Monat geht es rund um der Votivkirche drunter und drüber. Aber der Herr hochbezahlte Integrationsstaatssekretät kümmert sich nicht darum sondern,
einmal ums Heerr,
dann wiederum um Sprachförderung
... alles Dinge wofür er gar nicht zustänig ist!!!

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Re: Kurz ist für Integration und nicht für Sprachförderung zuständig!

Ich glaube, sie verwechseln da was.
Kurz ist für die Integration von Personen zuständig, die bereits ein Aufenthaltsrecht haben und da gehört Sprachförderung definitiv dazu.
Asylwerber wissen noch nicht einmal, ob sie überhaupt in Österreich bleiben dürfen und damit hat der Integrationsstaatssekretär überhaupt nichts zu tun.

meine Nachbarn die Gutmenschen schicken ihre Kinder

in eine 30 Kilometer entfernte Privatschule. Tag für Tag ich konnte mir das für meine Kinder nicht leisten,

Re: meine Nachbarn die Gutmenschen schicken ihre Kinder


Warum verzapfst du so einen Schwachsinn?

Re: meine Nachbarn die Gutmenschen schicken ihre Kinder

Vielleicht arbeiten die Gutmenschen und verdienen Geld. Davon zahlen die Gutmenschen Steuern. Dadurch werden Sozialleistungen finanziert, damit Ihre Kinder überhaupt in eine Schule können!

Re: meine Nachbarn die Gutmenschen schicken ihre Kinder

Sie haben ja auch keinen Gutmenschen-Versorgungsposten, oder?



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was wir uns mit dieser abstrusen zuwanderung alles einbrocken!


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Das ist Aufgabe der Eltern und nicht der Steuerzahler!

In Österreich gibt es ein Schulunterrichtsgesetz in dem man unter Anderem folgendes lesen kann (§3 (3)):
"Die Erziehungsberechtigten haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder zum Zeitpunkt der Schülereinschreibung die Unterrichtssprache im Sinne des Abs. 1 lit. b soweit beherrschen, dass sie dem Unterricht zu folgen vermögen."

Re: Das ist Aufgabe der Eltern und nicht der Steuerzahler!


Wir haben in Österreich Schulpflicht, und die bezahlt so und so der Steuerzahler.
Nur dass man endlich auch überlegt, die vorhandenen Mittel etwas sinnvoller einzusetzen.

Dass Schule nicht als Leistung der Gesellschaft an die nächste Generation gesehen wird, sondern als Einrichtung zur Beaufsichtigung leistungsunwilliger Gestalten, die lieber herumlungern, Smartphone spielen und saufen, statt zu lernen, ist leider auch bei Inländern verbreitet.

Re: Re: Das ist Aufgabe der Eltern und nicht der Steuerzahler!

Quatsch- man kann in Österreich seine Kinder privat unterrichten, muss allerdings diesen Unterricht staatlich evaluieren lassen.

 
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