Vergleich: Wehrpflicht oder Berufsheer?

04.01.2013 | 18:01 |  VON MARTIN FRITZL UND IRIS BONAVIDA (Die Presse)

Was kann ein Berufsheer? Was bringt die Wehrpflicht? Ein Überblick mit den offiziellen Zahlen zu den Modellen – und was dahintersteckt.

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Wehrpflicht

2 Mrd. Euro Budget:
Das Verteidigungsbudget ist mit 0,7 Prozent des BIPs im Vergleich mit anderen Ländern am unteren Ende angesiedelt. Mehr wird es auch in den kommenden Jahren nicht werden. Aufgrund der automatischen Gehaltssteigerungen droht in den kommenden Jahren der Finanzkollaps, einschneidende Maßnahmen werden also auch bei Beibehaltung des bestehenden Systems notwendig sein. Sonst erhöht sich der Anteil der Personalkosten in den nächsten zehn Jahren von derzeit 55 auf 73 Prozent. Die ÖVP will die Wehrpflicht auch reformieren und eine eigene Truppe für die Katastrophenhilfe aufstellen. Ein Modell dafür hat sie allerdings nicht vorgelegt. Klar ist, dass weiterhin hohes Augenmerk auf Auslandseinsätze gelegt wird. 1400 Soldaten sind derzeit international im Einsatz.

25.400 Soldaten:
12.700 Offiziere und Unteroffiziere sind derzeit beim Heer beschäftigt, dazu kommen 1700 Zeitsoldaten und 11.000 Präsenzdiener. Letztere sollten für die militärische Tätigkeit ausgebildet werden, was aber nur zum Teil passiert. 55 Prozent, also mehr als die Hälfte der Grundwehrdiener, werden als „Systemerhalter“ eingesetzt, das sind beispielsweise Köche, Kellner oder Chauffeure. In Zukunft wird es deutlich weniger Präsenzdiener geben. Nicht nur, weil sich immer mehr für den Zivildienst entscheiden, sondern auch, weil geburtenschwache Jahrgänge zur Einberufung anstehen.

12.000 Katastrophenschutz:
Die Österreicher lieben ihr Bundesheer nicht so sehr, weil es die militärische Sicherheit garantiert, sondern, weil es bisher bei Naturkatastrophen effizient geholfen hat. Bis zu 12.000 Soldaten stehen dafür zur Verfügung, wobei zu einem großen Teil Grundwehrdiener eingesetzt werden. Ein einziges Mal wurde bisher tatsächlich die gesamte Stärke von 12.000 Mann benötigt, nämlich beim Donauhochwasser im Jahr 2002. Ebenfalls hohe Mannstärken sind bei polizeilichen Assistenzeinsätzen notwendig. So hat das Bundesheer jahrelang die Ostgrenze bewacht.

26.700 Milizsoldaten:
Seit der Abschaffung der verpflichtenden Milizübungen unter Minister Platter besteht die Miliz großteils nur noch auf dem Papier. Übungen werden, da die Teilnahme freiwillig ist, nur noch vom Kader durchgeführt, also von den Offizieren und Unteroffizieren. Dass eine nicht übende Miliz im Ernstfall einsatzbereit ist, wird von vielen bezweifelt. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Auch die ÖVP hat schon angekündigt, im Falle eines Weiterbestehens der Wehrpflicht bei sechs Monaten Grundwehrdienst bleiben zu wollen. Die Übungen werden nicht wieder eingeführt.

13.510 Zivildiener:
So viele junge Männer haben sich im Jahr 2011 für den Zivildienst entschieden – im Vergleich zum Debütjahr 1975 ein Rekordwert, damals gab es nur 344 Zivildiener. Unter den Tauglichen entscheiden sich immer mehr Burschen gegen den Dienst mit der Waffe (zuletzt waren es 36 Prozent). Doch durch die geburtenschwachen Jahrgänge dürfte die Anzahl der Zivildiener in den nächsten Jahren trotzdem wieder zurückgehen. Die mit Abstand meisten Zivildiener beschäftigt das Rote Kreuz mit etwa 4000, dahinter folgen Arbeitersamariterbund, Lebenshilfe und Caritas.

 

Berufsheer

2 Mrd. Euro Budget:
Auch einem Berufsheer wird nicht mehr Geld zur Verfügung stehen als dem bisherigen Wehrpflichtigenheer. Mehr Geld sei auch nicht notwendig, glaubt Verteidigungsminister Norbert Darabos. Er setzt darauf, durch die Abschaffung der Wehrpflicht Mittel umschaufeln zu können. Immerhin koste die Wehrpflicht auch 400 Millionen Euro im Jahr. Laut Darabos wird es in seinem Berufsheermodell sogar größere Spielräume geben, weil Teile des derzeitigen Berufskaders durch billigere Zeitsoldaten ersetzt werden. Der Haken bei der Sache: Experten rechnen mit hohen Umstellungskosten, weil der derzeitige Kader ja weiterbeschäftigt werden muss. Diese scheinen aber nirgends auf. Auch die Frage, wer die Systemerhalterfunktionen der Grundwehrdiener übernimmt, ist offen.

15.500 Berufssoldaten:
Der größte Umbruch passiert beim Personal: Nur noch 8500 Offiziere und Unteroffiziere bleiben ein ganzes Berufsleben beim Heer. Dazu kommen 7000 Zeitsoldaten, die sich für drei bis neun Jahre verpflichten. Umstritten ist die Frage, ob sich genügend Zeitsoldaten finden werden. Kritiker warnen, dass sich nur „Rambos“ und schlecht Qualifizierte melden werden, die auf dem Arbeitsmarkt unvermittelbar sind. Minister Darabos kontert mit Studien: 84.000 junge Österreicher seien prinzipiell interessiert – und das angebotene Gehalt von 1400 Euro plus Auslandsprämie sei attraktiv genug.

13.700 Katastrophenschutz:
Alle Soldaten des Berufsheers, die nicht gerade im Auslandseinsatz sind, stehen für Katastrophenhilfe zur Verfügung – so zumindest das Konzept des Ministeriums. Dazu komme bei länger dauernden Einsätzen noch die Profimiliz. Teil der Hilfstruppe seien die 2400 Pioniere. Hier setzt die Kritik ein: Da im Berufsheer die Präsenzdiener sofort wegfielen, müssten diese Kräfte erst langsam neu aufgebaut werden. Zumindest fünf Jahre lang werde man wichtige Einsätze nicht machen können.

9500 Milizsoldaten:
Neu im Berufsheermodell ist eine freiwillige „Profimiliz“. Wer sich dafür meldet, muss eine sechsmonatige Basisausbildung machen und erhält eine jährliche Prämie von 5000 Euro plus eine Abgeltung für die zwei- bis dreiwöchige Übungstätigkeit sowie für eventuelle Einsätze. Vorgesehen ist ein zehn Jahre andauernder Verbleib in der Miliz. Dazu kommt noch eine „beorderte Miliz“ in der Stärke von 23.000 Soldaten. Diese wird aus ehemaligen Zeitsoldaten gebildet und ist für Notfälle vorgesehen. Übungen sind für diese Gruppe allerdings keine mehr vorgesehen.

8000 Freiwillige:
So viele Plätze sieht Minister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) für sein Freiwilliges Sozialjahr vor. Es soll allen EU-Bürgern ab 18 Jahren offen stehen, Pensionsbezieher ausgenommen. Dafür werden sie 14-mal im Jahr mit 1386 Euro brutto entlohnt. Die Kosten werden auf 211 Millionen Euro im Jahr geschätzt, abgewickelt werden sollte das Sozialjahr über die schon bestehende Zivildienstagentur. Gegner des Modells kritisieren, dass dadurch die ehrenamtliche Arbeit an Stellenwert verlieren würde – da es bezahlte und unbezahlte Freiwillige geben würde.

 

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.01.2013)

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367 Kommentare
 
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Vergleich Verfassungsmässige NEUTRALITÄT oder NATO Mitglied?!


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"Wer sudert, wird pudert"

Wer wissen will, was sich beim Österreichischen Heer seit JAHRZEHNTEN abspielt und ob er in einer solchen Organisation dienen will, der lese sich bitte die Presse - Galerie "Wer sudert, wird pudert" durch. DAS ist die Essenz dieser Organisation, DAS und GENAU das ist der Kern des GANZEN und DESHALB gehört es ABGESCHAFFT in DIESER Form - ein für ALLE MAL!

5 7

Ein Söldnerheer in einem Staat in dem man sich offensichtlich auch Parteien kaufen kann ist Verantwortungslos für alle kommenden Generationen!


ÖSTERREICH braucht

BILLIGE Arbeitskräfte = prekäre Arbeitsverhältnisse.

...sonst geht alles den Bach runter.....

0 5

Fazit

die Politik will eine hohe Beteiligung.

Wir sind gefordert ein klares Zeichen an DIESE Politik zu setzen:

HINGEHEN und UNGÜLTIG stimmen...

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Es geht um die Landesverteidigung und nicht um Katastropheneinsätze, schon einmal davon gehört?

Bei der Pressekonferenz der Offiziersgesellschaft Steiermark (14.1.) wurde gesagt, dass der Altersdurchschnitt der Offiziere 48 Jahre beträgt. Die würden dann den Anfangsbestand des Berufsheeres darstellen. Das wollen diese Herrschaften natürlich nicht, schließlich müssten sie dann mehr arbeiten oder endlich etwas arbeiten. Eine Umstellung würde ohnehin ca. 10 Jahre dauern und von der ÖVP ständig blockiert werden. Der Kameradschaftsbund war auch da (!) die würden dann keinen „Nachwuchs“ mehr haben. Die Bürgermeister fürchten um ihre Kasernen und befürworten deshalb den Dienst mit der Waffe. Die jungen Männer sollen also zwangsrekrutiert werden damit die Wirte im Ort nicht weniger verdienen.
Um die Kernaufgabe des BH nämlich die LANDESVERTEIDIGUNG wird in der Diskussion seitens der ÖVP ein großer Bogen gemacht. Die 16.000 Berufssoldaten sind aber in erster Linie für diese Kernaufgabe da. Außerdem stehen 1600 Chargen 10.000 Unteroffizieren gegenüber. Da besteht also ein gewaltiger Überhang. Durch das Dienstrecht welches für das Heer völlig ungeeignet ist, werden die Beförderungen ersessen. Nachdem fast 60% der Rekruten als Systemerhalter herhalten müssen verbleiben für die Truppen maximal 10.000 Mann im Jahr übrig und die sind völlig unmotiviert, schlecht bis gar nicht ausgebildet, und für ein modernes Heer, welches immer mehr technisiert ist, völlig ungeeignet. Da braucht es Spezialisten die für entsprechende Geräte ausgebildet werden und auch länger bleiben.

Welche Meinung haben Sie zu Wehrpflicht und Wehrdienst?

Stimmen auch Sie für Wehrpflicht und für Zivildienst wie bisher!
Sollen die Kosten des Bundesheeres auf 0.72% des BIP limitiert und die Offiziersanzahl auf die Quote von Deutschland reduziert werden?
Wie ist Ihre Meinung dazu? Stimmen Sie darüber ab, und sehen Sie, wie andere darüber denken:
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Thread&threadID=45
Stimmen Sie auch über andere wichtige Themen ab, welche in Österreich dringend geändert werden müssten, und setzen Sie damit ein Zeichen, dass die Politik oft gar nicht berücksichtigt, was die Mehrheit der Bevölkerung will:
http://forum.rdoe.at/index.php?page=Board&boardID=90

Re: Welche Meinung haben Sie zu Wehrpflicht und Wehrdienst?

Aha, mach ma a bisserl Parteiwerbund in Foren? Gehts noch billiger?!

Die Roten vergessen:

- daß es 1934 ein Berufsheer war, daß Ihnen im Karl Marx Hof entgegenschoß !
- daß sie selbst es waren, die immer für eine Wehrpflicht eintraten, weil dieses am ehesten noch unpolitisch und neutral wäre und weil Präsenzdiener nicht so leicht die Waffe gegen das eigene Volk richten würden.
- daß ein Berufsheer gute Löhne zahlen muß, um gute Leute zu bekommen und in Österreich aber dafür das Geld fehlt. Bei wenig Geld hat man am jetzt immermehr internationalen Arbeitsmarkt viele Mitbewerber, die einem die guten "Profis" abwerben.
Die reichen Länder oder internationale Konzerne haben dann die gutbezahlten Profis und wir können uns nur die "Billigen" leisten.

Wenn wenig Geld für das Berufsheer da ist, dann hat man nur viele Waffennarren, viele Migranten und ganz einfach viele, die in zivilen Berufen nicht vermittelbar sind in unserem Berufsheer.
(Auch viele Partei - Soldaten im wahrsten Sinne des Wortes !)

Ich bezweifle, ob wir da ein Heer an Profis bekommen werden !

Wäre interessant, ob es dann auch mal so kommen könnte wie bei den Lehrern: Da wirbt z.b. schon Bayern österreichische Lehrer ab. Ob dann vielleicht mal die Deutsche Bundeswehr auch gute Leute vom Österr. "Profi- Heer" abwerben würde ?

2 0

Wass Sie und die fortschritsverweigernden Systemkleber vergessen:

- Wir hatten zwei Weltkriege mit (dank?) allgemeiner Wehrpflicht! Fast niemand hat aufgemuxt! Aber es gab etliche aus dem Heer der 1. Repulik die nicht ins Deutsche Heer wechselten und mit minimaler Abfindung/Pension ausgeschied!

- Dass beide Pateien ihre Meinung wechselten... Die "Schwarzen" wollten zuerst fortschrittlich sein... Das gelang damals nicht. Aber ist das ein Grund heute rückschrittlich zu sein?

- "Politisch und neutral waren wir nie! Wir waren immer bei der demokratisch westlichen Wertegemeinschaft! Und gut so!

- Was haben Sie gegen Migranten im Heer? Wir sollten uns über ihren Einsatz für Österreich freuen! Gerade Sie sollten es, wo Sie doch Angst haben (Sie zweifeln ja) es würden sich nicht genug Östereicher engagieren!

- Der größte Witz war wohl gestern: Die allgemeine Wehrpflicht solle bleiben um eine Chance der Mischung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu ermöglichen! Also: Genau das was die schwarze Reichshälfte mit aller Gewalt in der Schule verhindern will, genau das soll das Heer später nachholen?

- Ob z.B. die Bayern gute Soldaten abwerben? Eine Frge der EU-Freizügigkeit! Jahrhundertelang waren Schweizer in allen Heeren..... Hat das der Lebensqualität bzw. der Entwicklung des Landes geschadet?

- Und bei allem Theater über Mannschaftsstärken bei Heer und Zivildienst: Vergesen wir doch nicht die höhere Effektivität weil wir heute Zeit durch permanente Ausbildung (der Trainer wie der Azubis)

Das ganze Thema ist zur Posse entartet.....

Die Misere des Bundesheeres

Die Anschaffung des Teurofighters war so notwendig wie ein Kropf. Mit diesem Geld hätten einige taugliche Hubschrauber für Kathastrophenfälle angeschafft werden können. Auch ist in unserem Gebiet der Einsatz von Kampfhubschraubern sinnvoller als Kampfjets, die vorwiegend als Angriffswaffe von Nutzen sind. Das Bundesheer sollte defensiv rüsten, nicht offensiv. Gegebenenfalls Boden-Luftraketen zur Abwehr eindringender Flugzeuge wären leistbar. Daran, daß diese vernünftigen Anschaffungen nicht passiert sind merkt man, wie desorientiert das Bundesheer agierte. Sie wissen nicht, was Sache ist und unter dem Wehrdienstverweigerer Darabos erst recht nicht. Jedenfalls hat es den Anschein, daß den Politikern alles andere wichtig ist, nur nur nicht die Landesverteidigung. Das zeigt wiederum, für wie minderwertig die GROKO Österreich einschätzt und deshalb so eine selbstzerstörerische Politik.

Die blauäugige Kurzsichtigkeit der Groten

Da werden die Groten aber schön schauen, wenn sie bei ihren berühmten Demos gegen Rechts plötzlich einem Söldnerheer gegenübersehn. Das sog. Profiheer folgt immer dem Zahler und so wünsche ich denen nicht, daß es doch einmal einen Rechtsschwenk geben wird. Dann hat es sich ausdemonstriert.

Re: Die blauäugige Kurzsichtigkeit der Groten

Alter Depp.

Re: Re: Die blauäugige Kurzsichtigkeit der Groten

Na Herr Fink, so gehts net!

Beamtenausbildung

Beim Bundesheer wird man zum perfekten Beamten ausgebildet (vielleicht ist deshalb die ÖVP plötzlich dafür):

a) richtiges Ansprechen mit dem Richtigen Titel / akad. Grad

b) Dienstplan, Essenszeiten, Dienstschluss etc. genau einhalten

c) sinnlose Bürokratie ohne Ende (jeder "Kanzleischreiber" weiß es)

d) lernen, wie man einen 8 Stunden Tag mit Aufgaben für 1 h mit Nichtstun so ausfüllt, dass man nach 1 Woche noch immer bei Verstand ist

e) Benützung von Veraltetem Gerät durch chronischen Geldmangel

"Rechengenies" der "Wirtschaftspartei" ÖVP (sic!)

Bei der gesamten Debatte werden die wahren Kosten des Grundwehr- bzw. Zivildienerst vollkommen ausgeklammert! Die Kosten bestehen nämlich nicht nur ein einem "Sklavensold" sondern aus:

a) Vergütung (Bezahlung kann man das nicht Nennen)

b) Essen / Verpflegsgeld Fahrtkosten

c) Entgangene Einkommenssteuer-Einnahmen (für bis zu 1 Jahr)

d) entgangene Sozialversicherungsbeiträge (für bis zu 1 Jahr)

e) Personalkosten für die Einschulungen bzw. alle folgeprobleme, die aus nicht vorhandener Motivation rühren

f) Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Zivildiener (und Auszahlung von Arbeitslosengeld)

g) Lohn- und Sozialdumping in der Gesundheitsbranche und dadurch geringere Kaufkraft und Konsumausgaben (MWST) etc.

Würde man ehrlich die Volkswirtschaftlichen Kosten von Wehrpflicht und Zivildienst darstellen, käme man wohl schnell zum Ergebnis, dass eine Berufsarmee und höhere Löähne im Geundheitsbereich bzw. bezahlte Pfegearbeit volkswirtschaft am Besten wäre.

und Außerdem zum Schluss, dass was andere Industrienationen vormachenn auch für Österreich eine bessere Lösung sein könnte.

Gleichberechtigung heißt Wehrpflicht für Frauen

Das Argument der Wehrpflicht nur für Männer kommt von folgendender Denkweise:

a) Männer (die Starken) kämpfen, verteidigen Heim und Land
b) Frauen (die Schwachen) bekommen Kinder und versorgen Heim, Mann und Kind

Aus dieser Denkweise kommt auch die Argumentation Frauen an der Herd <--> Männer in die Fabrik, Frauen haben kein Wahlrecht (der starke Mann wählt ja für die Frau mit)

--
Wenn die Argumentation für eine Wehrpflicht nunmehr lautet, "das tut den Burschen gut", "die leute sollen was für ihr Land tun", wir brauchen Menschen für die Pflege und den Katastrophenschutz, dann muss es - wenn eine Wehrpflicht zwingend notwendig erscheint - eine Wehrpflicht für ALLE geben!

GLEICHE RECHTE bedeutet GLEICHE PFLICHTEN!

Ganz einfach.

Ein Berufsheer hat sich bereits seit Jahren in sehr vielen europäischen Staaten bewährt. Warum sollte das gerade in Österreich anders sein?

Re: Ganz einfach.

Weil wir in Österreich nix richtig machen, Entscheidungen hinauszögern, gerne auf Kosten anderer leben, die für uns die Arbeiten verrichten sollen, weil wir halt alles ein wenig schlampert angehen, frei nach dem Motto: "Wird scho irgendwie was wer'n."

Re: Ganz einfach.

in Österreich ist es deshalb anders, weil wir dafür viel, viel weniger Geld haben übrig haben !
Außerdem sind das die Länder, die in der NATO sind.
Weil in anderen Ländern auch die Katastrophenhilfe nicht in dem Ausmaß an das Bundesheer übertragen ist, wie bei uns. ( In Deutschland gibts da das THW, woanders sind die Zivilschutzorganisationen viel besser ausgestatten und, und und)


2 0

Ein Insider erzählt....

1) Militärisch und sicherheitspolitisch kann man sich nur für ein Berufsheer aussprechen...und das zu 100%....

2) Gesellschaftspolitisch wird von den Wehrpflichtbefürwortern das Bundesheer als Schule der Nation dargestellt.....soll das 2 Mrd Euro im Jahr Wert sein?

3) Realpolitisch könnte aber ein Berufsheer in Österreich aus folgenden Gründen leider scheitern:
a) Man bekommt gem. internationalen Erfahrungen nur genug Freiwillige wenn man weit mehr als das Durchschnittsgehalt in Österreich zahlt und besondere berufliche Sozialleistungen verspricht (riesige Abfertigung schon nach wenigen Jahren, Top Berufsförderung, Pensionsvergünstigungen etc.)
Zusätzlich sollte jeder der Polizist werden will 2 Jahre lang als Freiwilliger im Bundesheer Dienst versehen müssen (z.B. wie in Italien!)
Eine priorisierte Aufnahme in den öffentlichen Dienst sollte ein zusätzliches Anreizsystem darstellen.

Alle Berufsarmeen haben ein eigenes Pensionierungssystem. Die ersten Berufssoldaten gehen beginnend mit dem 50.Lebensjahr in Pension!!! In Österreich aufgrund dem Neidverhalten des typischen Österreichers undenkbar!!! Also kann die Einführung eines Berufsheeres aufgrund der Feigheit und kurzfristigen Denkens der Politiker nur SCHEITERN!!!!!!

Zusatz: Im obigen Artikel sind die 9.000 Zivilangestellten (mit Masse Akademiker und Maturanten) vergessen worden!!!!!! Mehr als 1/3 des Personalstandes des Bundesheeres besteht aus Zivilisten ohne militärischen Nutzen!!!!

An die Insider!

Wer kann, bitte schön, all die Namen jener ÖVP und FPÖ Politiker aufzählen, die weder Zivildienst noch den Grundwehrdienst ableisteten, aber heute so vehement für die Wehrpflicht eintreten.

An die Insider!


Systemerhalterfunktionen

Die Grundwehrdiener müssen nicht nur die Herren Offiziere erhalten, sondern in erster Linie die Grundwehrdiener selbst. Die Küchen werden abgeschafft und wie in der Privatwirtschaft Werksküchen von externen Betrieben bereitgestellt und zwar nicht auf Heereskosten, sondern das Essen wird selber bezahlt.
Das Herumkutschieren der Herren Obersten wirds auch nicht mehr geben, selber fahren ist angesagt. Kasernen und ihr Inventar können versilbert werden und man erspart sich auch deren Instandhaltungskosten.
Das sind nur wenige Einsparmöglichkeiten die zeigen, daß auf die derzeitigen Bequemlichkeiten der Obersten ein gar grauslicher Anschlag vorbereitet wird. Daher wird von dieser Seite fürchterlich gegen ein Berufsheer polemisiert und intrigiert.

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Landesverteidigung

Als " Untauglicher" (ohne dies seinerzeit herbeigesehnt zu haben) erlaube ich mir dennoch eine kleine Überlegung: Zweifellos ist die erste Aufgabe des Bundesheeres die Landesverteidigung, dem widersprechen allerdings auch Einsätze bei Katastrophen keineswegs. Es scheint aber richtig zu sein, diese nicht als Hauptfaktor der anstehenden Entscheidung heranzuziehen.

Daß Österreich sich weder mit seinem gegenwärtigen Heer noch mit einem überarbeteteten Modell alleine gegen eine große andere Armee verteidigen kann, will ich nicht in Abrede stellen, dennoch halte ich es für nötig, daß Österreich über ein Heer verfügt, daß zumindest einen Angriff deutlich bremsen und erschweren kann. Völkerrechtlich würde dies andere Konsequenzen bedeuten. (Zur Erläuterung eine Analogie: Jemand, der - wie ich - einen in die Jahre gekommenen Kleinwagen fährt, braucht hierzulande dafür gewiß keine aufwendige Alarmanlage, aber den Wagen unverschlossen in einer Stadt stehen zu lassen, würde wohl zurecht der Teilkasko-Versicherung das Recht geben, im Falle eines Diebstahls nichts zu ersetzen.)

Gegenüber dem Einmarsch der deutschen Soldaten im Jahre 1938 wäre mir auch ein verzweifelter - weil letztlich auf sich selbst gestellt aussichtsloser - Verteidigungsversuch lieber gewesen. Wenn eine solche Landesverteidigung gegenwärtig bzw. künftig besser durch ein Berufsheer sichergestellt werden kann, dann bin ich für ein solches.

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Landesverteidigung

Zunächst einmal: Wogegen soll sich Österreich verteidigen müssen? Etwa gegen die Rote Armee, falls die nochmal vorbeischaut?
Unser Land wäre weder mit dem Bundesheer in seiner derzeitigen Größe noch mit einem Berufsheer ähnlichen Formats verteidigbar.

 
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