"Potemkinsches Dorf": Experten verlassen Finanzbeirat

12.01.2013 | 12:33 |   (DiePresse.com)

"Wir haben möglicherweise über mehrere Jahre ein Potemkinsches Dorf begutachtet", sagt einer der beiden bisherigen Berater in dem Salzburger Gremium. Haslauer erklärt indes Richtung SPÖ: "Mit der Bande habe ich nichts am Hut."

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Jene beiden externen Experten, die Mitglieder des Salzburger Finanzbeirats waren, haben am Freitag ihre Funktionen zurückgelegt. Noch-Finanzlandesrat David Brenner sagte am Samstag: "Das ist der richtige Schritt. Damit wird es möglich, eine neue Struktur im Finanzmanagement aufzubauen."

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Dem Finanzbeirat gehörten bisher neben Mitgliedern der Finanzabteilung die externen Berater Utz Greiner von Schwabe, Ley & Greiner sowie Lauri Karp von Karp Financial Partners an. Vorsitzender war Eduard Paulus, der Anfang Jänner suspendiert wurde und gegen den nun die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Beirat fungierte als Beratungsgremium der Finanzabteilung.

In einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten" sagte Greiner: "Wir haben möglicherweise über mehrere Jahre ein Potemkinsches Dorf begutachtet". Dass es ein nicht offizielles Derivat-Portfolio gab, habe der Finanzbeirat erst nach der Beurlaubung von Referatsleiterin Monika R. erfahren, erklärte Greiner: "Unsere Grundlage war der Bericht der Deutschen Bank, da waren die Geschäfte nicht enthalten." Der Beirat habe sich mit den monatlichen Berichten der Deutschen Bank Risk Management Services über das offizielle Derivat-Portfolio befasst.

Greiner beschrieb die Arbeit im Finanzbeirat als sachlich. Man habe über die Eignung von Instrumenten, über Maßnahmen zur Steuerung von Zins- und Währungsrisiken beraten. Der Beirat habe empfohlen, alle exotischen Währungspositionen abzubauen und sich auf die G-7-Länder zu beschränken. Heftigere Diskussionen habe es erst 2011 hinsichtlich der Eignung komplex strukturierter Derivate wegen eines Range Accrual Swaps gegeben. Im Juli sei es zu Disputen gekommen, weil die Abteilungsleiterin eine Range Accrual Swap gegen die explizite Weisung von Paulus abgeschlossen habe.

Wie die "Presse" berichtet hat, wollte Monika R. im Mai 2012 entgegen Empfehlungen des Finanzbeirates nicht aus einem Termingeschäft aussteigen, sondern umschichten. Allerdings mit triftigen finanziellen Gründen und gestützt auf einen der beiden externen Finanzberater des Landes. (--> mehr dazu)

"Mit der Bande habe ich nichts am Hut"

In der Salzburger Landesregierung steigt indes die Nervosität. Salzburgs VP-Chef und Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer erklärte am Freitag bei der Bürgermeisterkonferenz seiner Partei über die Salzburger SPÖ: "Mit der Bande habe ich nichts am Hut." SP-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller warf ihrem Regierungspartner am Samstag "Aktionismus und Wahlkampfrhetorik" vor. "Dieses Verhalten ist unanständig. Es dient nicht der Sache und schon gar nicht dem Land Salzburg", erklärte die SP-Chefin.

(APA/Red.)

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114 Kommentare
 
12 3

nun wird

klar, wozu YXPerchten gut sind - NICHT zum Kren(verderben)reiben.

"Potemkinsches Dorf": Experten verlassen Finanzbeirat

Die ganzen Finanzen sollen einer externen
Wirtschaftsberatungsfirma übertragen werden,
da - ich jedenfalls würde so handeln -
es den Wählern nicht zugemutet werden kann, dass sich dasselbe demnächst wiederholt:

Vom Regen in die Traufe !!

Potemkinsches Dorf": Experten verlassen Finanzbeirat

Jetzt wo es Ärger gibt, hat plötzlich der Koalitionspartner nichts mehr damit zu tun !!
Das sind Freunde !!

Man sollte sie alle einsperren: "Mitgegangen, Mitgefangen"!!

Eine ganz miese Koalition !!

Wann wählen wir diese unkompetenten, unverantwortlichen Parteifunktionäre ab ????


bundesländer endlich auflösen

sonst geht das land kaputt ...

Monika Rathgeber, schlecht ausgeschlafen...

und nach drei Liter Doppeltgebranntem ex ist zu jeder Zeit weit cleverer als der gesamte stocknüchterne Gemeinderat zusammen, wenn dieser einen außergewöhnlich guten Tag hat.
Davon abgesehen ist sie eine international geschätzte Finanzexpertin der allerhöchsten Güte, der in dem heiklen Gebiet der Hochfinanz so leicht niemand das Wasser reichen kann. Vermutlich eine der cleversten und engagiertesten Vollprofis auf dem Gebiet in Österreich. Die völlig vert:rottelte Politikschranzengemeinde die sich ihrer bedient hat, versucht sich jetzt an ihr billig abzuputzen. Diese Polit-Tölpel werden sich noch sehr, sehr wundern, wen sie sich da als Opfer ausgesucht haben. Bevor sie auf den Knien herum rutschen und bei Ihr um Gnade betteln.
So Monika das überlebt - man lebt in dem Umfeld gefährlich.
Noch Fragen?

Re: Monika Rathgeber, schlecht ausgeschlafen...

Noch Fragen? Jein. Um das grenzwärtige Portfolio glatt zu stellen brauchen Sie niemanden auf Knien anzuflehen. Mögen dem Land Rathgebers samt Ihren inkompetenten Vorgesetzten in Zukunft erspart bleiben.

"Tilt"

SPÖVPfp Parteiklüngel in Salzburg, Wien, Linz, NO, und allen Bundesländern außer Vorarlberg, das als einziges Bundesland weise gewirtschaftet hat.

"Game Over" SPÖVP

as simple as that...

G7-Währungen?

Großartiger Vorschlag - passt ja alles zum Grundgeschäft eines Bundeslandes. Was für ein Schwachsinn.

Wer hat in diesem Universum von Armleuchtern eigentlich einmal Verlustlimite definiert?

Und wie, falls das überhaupt passiert war, kommt ein Bundesland auf die Idee, Verluste aus spekulativen Positionen einfach so in Kauf zu nehmen?

Was war die Benchmark? Der eigene Blutdruck?

Der Rückzug der Berater kommt reichlich spät (wenn auch vergleichsweise blitzartig, wenn man das Verhalten der Politiker heranzieht). Normalerweise hätte er spätestens in dem Moment, wo R. eigenmächtig gehandelt hatte, erfolgen müssen.

Wo SPÖ draufsteht .....

ist

- Schwindel
- Parteikorruption
- ÖsterreicherInnenverarschung

drinnen.

Re: Wo SPÖ draufsteht .....

das ist sehr Einseitig serro

Google mal: Regierungen Austrias in der 2. Republick.

wirst nicht drum herumkommen - deine ÖVPler haben kein Luconablut an den Händen - sonst besteht kein Unterschied.

Sie haben immer brav stillgehalten und ihre eigenen Säcke gestopft.

Es müssen beide weg von der Regierungsbank.

Wie hoch ist heute unser Schuldenstand ?

Die Frage ist...

wer kann es besser machen?

Etwa die FPÖ? - lach
BZÖ?
Grüne?
KPÖ?
Stronach?

Experten gehörten an die Macht. Echt, parteiunabhängige Experten. Aber davon kann ich wahrscheinlich lange träumen...

Re: Die Frage ist...

das ist es was Stronach den Politikern hier bietet.
Eine Plattform um frei und ohne Parteizwang agieren zu können.

Lachen sie nicht über den HC, er ist von allen Politikern hier zu Lande einer der wenigen dem Österreich und seine Bevölkerung noch nahe steht.

Bald wird es zu einer Veränderung kommen in Österreich - und ich bin mir sicher das Stronach und Strache viel damit zu tun haben werden.

Re: Re: Die Frage ist...

Tut mir leid, ich MUSS lachen über so viel Naivität!

Re: Re: Re: Die Frage ist...

wer zuletzt lacht.....

Aufpassen Karotte, der Wahlsonntag naht.
Und damit nach Graz Teil 2 der Breitseite in die Club45/ÖVP Spekulationsgemeinschaft.


...dient nicht dem land salzburg...

richtig! ihr dient nicht dem land salzburg und seinen bürgern!

Potemkinsches Dorf ??? Was sie nicht sagen!!!

...."Mit der Bande habe ich nichts am Hut".... aber wir Steuerzahler haben es am Hut (und spüren es im Rahmen von Belastungspaketen)....

Re: Potemkinsches Dorf ??? Was sie nicht sagen!!!

die Sache ist ganz einfach. Bei Gewinnen nach dem Motto "Schwein gehabt" ist es ein Verdienst der Landesregierung, ab unter Null wird dann sozialisiert und Sie dürfen auch was davon haben. Und vor allem noch lange.

Re: Potemkinsches Dorf ??? Was sie nicht sagen!!!

Ja, mit den Belastungspaketen haben Sie recht: Besonders dort, wo Rot und Grün regieren, siehe Wien.

Im Mittelalter sperrten Raubritter die Donau quer mit Ketten und...

stierten die Handelsschiffe ab. Heute legt man uns die Vasilinu quer und stiert uns per Bankeinzug über grotesk hohe Kommunalabgaben und erfundener Steuern ab.
Die Ketten waren ehrlicher.

serro - ein blinder spricht von den farben ...

sie sind als poster wohlbekannt.

rot/grün verdammen, schwarz/blau ist super, auch wenn dort der sumpf am meisten stinkt.

also nicht von farben sprechen, wenn man zumindest auf einem auge blind ist.

Ihr Problem ist das Negieren des Sockenträger Theorem...

das sie auf Grund ihrer hartleibigen Sturheit die Sie zwingt die Realität zu negieren Sie nicht in der Lage sind zu erkennen, dass ein Sumpf eben kein parteipolitisches Mascherl hat. Das Kennzeichen von Idiot:ie ist oft die Vereinfachung komplexer Zusammenhänge. In diesem Fall ist es genau umgekehrt - die Sache ist ganz einfach:
Alle Sockenträger können Gauner sein - egal welche Farbe die Socken haben.
Und jetzt ersetzen Sie in dem vorhergehenden Satz das Wort "Socken" gegen "Politiker".

comprende?

Unglaublich

Die Bundesfinanzierungsagentur überweist Steuergeld in der Höhe von 650 Mio Euro nach Salzburg damit die Leute dort zocken können?

... das ist ein Skandal!

Wissen die nicht, dass Länder keine Investmentbanken sind?

Am Land holt man sich externe Berater (erinnert mich an Hochegger und Maischberger Geschichten). Diese Experten sind doch nichts anderes als bezahlte Insider die ihre Informationen an Banken weiterverkaufen. Wie naiv (oder kriminell) muss man sein um so zu tun als wäre das nicht offensichtlich.

Es ist dermaßen absurd, dass ich es nicht glauben will.

Klassische Mafia - man nützt zur Verschleierung von Kickbackgeschäften mit Banken grandios naive (oder kriminelle) Landespolitiker.

Ein Mann im Bund, einer am Land, dazu zwei Berater die "Gegengeschäfte" abwickeln....

Die externen Berater sagen was gekauft und verkauft werden soll und die Bank im Hintergrund weiß immer schon was passieren wird am Markt und kauft entsprechende Produkte bevor das Land die Preise in die Höhe treibt und verkauft Produkte und kauft die entsprechenden PUT-Optionen bevor das Land diese Produkte wieder verkauft. Das selbe Schicksal hat die BAWAG ereilt.

Mich würde nicht wundern, wenn die "Experten" auch für amerikanische oder britische Banken arbeiten würden.

Dieses Land muss dringent trocken gelegt werden!

Re: Unglaublich aber wahr

genau so läuft es.
Das Myzel der "Experten" nutzt die Trägheit des Systems und die Unwissenheit der politische Verantwortlichen - die glauben eine riesen Reibach (kassieren unter der Hand ein Butterbrot kickback) einzufahren.
In Wirklichkeit werden sie rasiert und mit ihnen der Steuerzahler bis unter die Lederhaut.

wirklich dringenT ;-)


 
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