Fibeg verteidigt NÖ-Veranlagungen

13.01.2013 | 18:44 |   (Die Presse)

Die Landes-Veranlagungsgesellschaft reagiert auf Medienberichte über Verluste in hundertfacher Millionenhöhe.

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St. pölten/Gr. Das Land Niederösterreich verteidigt sich gegen Medienberichte über Milliardenverluste durch Spekulationsgeschäfte. Einerseits reagiert Johannes Kern, Geschäftsführer der Landes-Beteiligungsholding fibeg, auf einen „Presse“-Bericht vom Samstag, dem – und einem Rechnungshof-Bericht – zufolge dem Land ein Verlust von rund einer Milliarde Euro entstanden sei. „Im Unterschied zu anderen Ländern hat Niederösterreich die Erträge aus dem Verkauf von Wohnbaukrediten veranlagt, um jährlich Renditen zu generieren“, erklärt Kern – anstatt die laufenden Rückzahlungen direkt ins Budget zu überführen.

Letzteres hätte nämlich zur Folge, dass am Ende der bis zu 40-jährigen Laufzeit der Wohnbaukredite kein Geld mehr übrig sei – entsprechend der niederösterreichischen Veranlagungsstrategie bleibe auch dann noch ein Kapitalstock erhalten, wenn die Kredite zurückgezahlt seien, so Kern. Der Vergleich mit der bloßen Summe, die das Land über Jahrzehnte aus den Kreditrückzahlungen generiert hätte, sei somit wirtschaftlich unseriös. Darüber hinaus seien Gewinne aus der Veranlagung nach den Maastricht-Kriterien budgetrelevante Einnahmen – Kreditrückzahlungen aber nicht.

Kern widerspricht auch der Darstellung im aktuellen „profil“, Niederösterreich sitze „auf 700 Mio. Euro riskanter Veranlagung“: Die Anleihen in den NOE-Fonds der fibeg seien mit einem Durchschnittsrating von A „sichere Anlagen“, „vergleichbar mit konservativen Veranlagungsstrategien österreichischer Pensionskassen“. „Profil“ beziehe sich auf einen alten Rechnungshofbericht aus dem Jahr 2010, dessen Empfehlungen mittlerweile umgesetzt wurden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2013)

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12 Kommentare

NOE: 11 Mrd. Schulden; 13 Mrd. Haftungen (Quelle)


Schulden dass sich die Balken biegen...und dann noch spekulieren auf Kredit!

+3,962 Mrd Finanzschulden(Rechnungshof)
+1,600 Mrd Sonderfinanzierung (Rechnungshof)
______________
=5,562 Mrd Landeshaushalt

+3,785 Mrd Gemeinden (Staatsschuldenausschuss)
+1,500 Mrd Kommunale Schuldengesellschaften (Staatsschuldenausschuss)
_____________
=10,847 Mrd Schulden Niederösterreich

Haftungen
+11,944 Mrd Haftungen (Rechnungshof)
+1,500 Mrd Haftungen (kommunale Schuldengesellschaften/Staatsschuldenausschuss)
__________________
=13,444 Mrd Haftungen Niederösterreich

=24.201 Mrd Gefährdungslage

Unglaubwürdig!

Ich glaube diesem Partei-Günstling kein Wort!!!!!

Auch im Land NÖ.....

...ist sicher alles bestens. Besonders vor Wahlen.

na dann .

summe vergebener kredite
-
summe der rückgezahlten kredite
-
bewertetes portfolio der veranlagungen
= ?

ist es positiv, haben sie ein geschäft gemacht, ist es negativ haben sie einen verlust ...

die drei zahlen rechnet man auf einer serviette in fünf sekunden zusammen ... also was kommt raus ? .. net jetzt sagen, es müssen wieder 20 experten ein jahr werkeln .. um das auszurechnen :-)

vorzeichenfehler ..

sorry ... vorzeichenfehler .. geschäft war es natürlich, wenn das gesuchte ergebnis negativ ist ...
na gut .. also mit kontrolle zehn sekunden :-)

Locker

Locker bleiben - nicht alles ist ein Skandal wo Geld veranlagt wird.

dann könnt mans ja herzeigen,

schließlich sind es Steuergelder. Aber das wollen diese Pipen ja nicht.

"Wie sich diese Transaktionen auswirkten, wird vom zuständigen Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka NICHT beantwortet."

Niederösterreich: Spekulationen abseits der Wohnbaugelder
http://derstandard.at/1356426396160/Niederoesterreich-Spekulationen-abseits-der-Wohnbaugelder

hu

Re: Locker

vor allem wenn es die richtige Partei macht....manche sind eben doch gleicher.

And wtf is "Fibeg"? Welcher ahnungslose Politfreunderl sitzt dort? Erst wenn eine seriöse EXTERNE Firma sich die FIBEG richtig unter die Lupe nimmt, erst DANN glaube ich hier ein Wort!


Die Sätze hatten wir schon

"Im Unterschied zu anderen Ländern hat Niederösterreich die Erträge aus dem Verkauf von Wohnbaukrediten veranlagt, um jährlich Renditen zu generieren"

In Salzburg wurden die Zinsen optimiert bei uns in NÖ werden die Renditen generiert. Beides ist Zocken auf hohem Niveau.

Das wären Wohnbaugelder gewesen, die direkt den Bürgern zu Gute gekommen wären und direkte Effekte in der Wirtschaft verursacht hätten! Aber nein, wir schenken die Effekte lieber irgendeiner Bank.

Dass die Landesregierung nicht rechnen kann, zeigt sie ja schon bei anderen Projekten.
ZB:
In der Ybbs baut die EVN ein weiteres Kleinkraftwerk. Amorisationsdauer 80-100 Jahre.
Das kann man noch irgendwie argumentieren.
Wie kommt man aber auf die Zahl?

Das Land NÖ fördert 25% der Anlage. Ansonsten wäre man eh schon bei 100-125 Jahre.
Außerdem wurden alle Bestimmungen bezüglich Umweltschutz ignoriert, damit es billiger kommt. Obwohl die Anlage in einem Natura2000-Gebiet steht.
Sonst wäre man wahrscheinlich bei 150 Jahren.

Aber was solls. Wenigstens hat der Landes-Erwin eine vorbildhafte Beamtenreform hingebracht.
Die bringt aber auch nichts mehr. Weil das Geld fließt bei den anderen Löchern noch immer zu schnell raus.

und wieder keine u haft


wieso laufen die noch frei herum ?


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