Monika R.: "Ich bin mir keiner Schuld bewusst"

18.01.2013 | 10:24 |   (DiePresse.com)

Die angezeigte Ex-Referatsleiterin zeigt sich in einem TV-Interview über die Vorwürfe im Salzburger Finanzskandal "fassungslos".

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die entlassene Referatsleiterin der Finanzabteilung des Landes Salzburg, Monika R., hat am Donnerstagabend ihre Unschuld beteuert. In einem Servus-TV-Interview zum Finanzskandal gab sie auch Einblicke in ihre Gefühlswelt. Sie sei fassungslos gewesen, als sie von den Vorwürfen erfahren habe. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst", betonte die von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft als Beschuldigte geführte 41-Jährige.

Mehr zum Thema:

Am 6. Dezember 2012 informierte Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner (SPÖ) die Medien über den Verdacht, Monika R. habe bis zu 340 Millionen Euro verspekuliert. An diesem Tag sei sie noch bis kurz vor der Pressekonferenz in ihrem Büro gesessen, erklärt nun die Ex-Finanzbeamtin. "Ich wusste nicht warum und wieso und war unfähig etwas zu tun. Ich war fertig, ich habe nicht mal mehr die einfachsten Dinge zustande gebracht. Es war schwierig und erdrückend, sich den Vorwürfen zu stellen."

Die Öffentlichkeit habe sie aber nicht gemieden, schilderte Monika R.: "Ich bin in den letzten Wochen bei mir zu Hause sehr viel in der Natur gewesen, weil die Natur mir sehr viel Kraft gibt." Sie habe auch versucht, offen mit Nachbarn und Bekannten zu reden. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst, ich fühle mich dem Land sehr verbunden", erklärte die Finanzexpertin, gegen die wegen des Verdachtes der Untreue und des Amtsmissbrauchs ermittelt wird.

"Ich habe alle Türen geöffnet"

Monika R. berichtete auch von ihrer Arbeitsweise: Sie sei für Finanzmanagement, Schuldenmanagement und Veranlagungen zuständig gewesen und habe sich im Excel ein eigenes Finanzausgleichssystem erstellt, um alles selbst herausrechnen zu können. Das Betriebsklima bezeichnete R. als "hervorragend". "Ich habe alle Türen geöffnet, damit die Kollegen alles mitkriegen, was ich rede und sie automatisch mitbekommen, was läuft."

23 Jahre arbeitete Monika R. für das Land Salzburg. „Der Tätigkeitsbereich hat mich sehr interessiert, weil er spannend und umfangreich war. Es war ein Teil meiner Aufgabe, dass ich hab wissen müssen, welche Mittel fließen nach Salzburg und wie sind die Finanzströme genau aufgebaut. Daraus ist auch die Leidenschaft entstanden, immer mehr Verantwortung zu übernehmen."

Der Anwalt von Monika R., Herbert Hübel sagte, die Vorwürfe gegen seine Mandantin seien unmenschlich gewesen und gehörten öffentlich widerlegt. "Ihr ist tiefes Unrecht widerfahren. Unsere Kanzlei wird alles tun, die Unschuld dieser Frau zu beweisen." Man solle die Unschuldsvermutung leben, richtete der Salzburger Rechtsanwalt an die Adresse der Politiker.

Auf die Frage, ob Monika R. allein verantwortlich gewesen sei, antwortete Hübel: "Zu sagen, sie habe allein gehandelt, ist eine billige Version, um sich aus der Verantwortung zu stehlen." Es habe ein Vier-Augen-Prinzip und einen Abteilungsvorstand gegeben, alle Depotauszüge der Banken seien immer an den Abteilungsvorstand (den mittlerweile suspendierten Hofrat Eduard Paulus, Anm.) gegangen. Seine Mandantin habe sich an das Budgetbegleitgesetz des Landtages gehalten. Sie habe die Maßnahmen umgesetzt, "sonst wäre sie rausgeflogen", meinte der Advokat.

Die Vorwürfe, seine Mandantin hätte Unterschriften manipuliert oder Dokumente gefälscht, könne seine Kanzlei widerlegen, sagte Hübel. "Und wenn es keine interne Anzeigen gegeben hätte, wäre die Causa nicht aufgeflogen."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

125 Kommentare
 
12 3 4

UNSCHULDVERMUTUNG für Monika R.


SCHULDVERMUTUNG für "Fett ist Nett" Gabi Burgstaller


Ich bin mir keiner Schuld bewuss

mit dieser Aussage die sicherlich nicht abgesprochen ist, sondern lediglich fixiert wurde auf ein Extrakt, ist diese Frau glaubwürdig. Sie hat sich um die Geldströme gekümmert, das ist aus der Erfahrung heraus nicht so einfach bei so einem Geschäft da viele Parameter berücksichtigt werden müssen die im Vorgriff auch Unbekannte darstellen. Dazu muß man Einblick in die Verträge haben.
Es ist schon ein sehr gutes Wissen über die mathematischen Formeln die hier zur Anwendung kommen notwendig um sie in ein Excelprogramm einfließen zu lassen. Wenn sie das gemacht hat, Hochachtung.
Das sie alleine verantwortlich sein soll, wer`s glaubt wird seelig.

Re: Ich bin mir keiner Schuld bewuss

Nonsens! Das zeigt ja nur, dass sie als Amateur in der Oberliga mitspielen wollte und sollte. Oder wie es Wolfgang Gerke richtig ausgedrückt hat: sie spielte gegen professionelle Marktteilnehmer und glaubte dieses Spiel gewinnen zu können. Sie ist im Kleinbiotop Salzburg zwar eine große Nummer, aber ob sie in London im Handelsraum auch etwas zusammen gebracht hätte, bezweifle ich stark.

Re: Re: Ich bin mir keiner Schuld bewuss

der amateur war nicht die ratgeber alleine, sondern sie gemeinsam mit salzburg . ...salzburg deshalb, weil die geglaubt haben, jemand zu haben, der erfolgreich traden kann .. siehe rechnungshofbericht 2007, wo der rechnungshof festgestellt hat, dass salzburg zockt (derivativgeschäfte ohne zugrundeliegendes sicherungs-geschäft :-) .. (zocken ist übrigens der versuch von amateuren zu traden :-)

aber das ist typisch österreichisch .. wir haben ja auch einen gelernten journalisten und rocksänger als vertreter österreichs beim ESM .. das beliebte österreichische volksstück .."der amateur als milliardär" , geht also in seine xte spielsaison :-)

Oberst Redl

wie so oft exakt am Punkt!

Die Hauptschuld ist aber wohl bei den Banken zu suchen!

Dort sitzen die "Experten", die den unbedarften Politikern, die Zockereien aufgeschwatzt haben, ohne sie wirklich über die Risken aufzuklären!! Und das haben sie ausschließlich zum eigenen Nutzen (Provisionen in ungeahnten Höhen !!) getan!

Re: Die Hauptschuld ist aber wohl bei den Banken zu suchen!

Banken leben von den Spesen. Die profitieren also je mehr umso öfter irgendwas hin- und herverkauft wird.

Ein Weinhändler wird Ihnen ja auch nicht sagen, dass Sie lieber weniger trinken sollen, sondern welchen noch teureren Wein Sie am besten noch öfter trinken könnten.

Kirr:Die Hauptschuld ist keinesfalls bei den Banken zu suchen!

denn das wäre so wie wenn Sie einen Messerproduzenten verklagen, weil Sie sich in den Finger statt das Brot schneiden.
Blödheit sollte unbedingt strafbar sein, wenn man sich für ein Amt bewirbt und keine Voraussetzungen dafür mitbringt.

Davon abgesehen werden die Banken Dokumente vorlegen die beweisen, dass die beamteten Tölpel sehr wohl nicht nur informiert sondern ausdrücklich und mehrfach eindeutig gewarnt wurden - diese Warnung wurden von der Landesregierung brüsk zurückgewiesen. Es ist deswegen zu diesem Eklat gekommen weil sich auch Monika R. weigern wollte das Risiko noch zu erhöhen - sie wurde von ihren Vorgesetzten zu diesen Handlungen gezwungen!
Dieser Schriftverkehr liegt selbstverständlich vor.
Das wird kein Prozess sondern ein Watschentanz für die blade Gabi. Bei ihren anderen Windigkeiten konnte sie sich noch herausreden - jetzt pickt sie weil die Banken alle Vorgänge (schon zu eigenen Sicherheit) peinlich genau dokumentierten.

Die Hauptschuld ist keinesfalls bei den Banken zu suchen!

denn das wäre so wie wenn Sie einen Messerproduzenten verklagen, weil Sie sich in den Finger statt das Brot schneiden.
Blödheit sollte unbedingt strafbar sein, wenn man sich für ein Amt bewirbt und keine Voraussetzungen dafür mitbringt.

Davon abgesehen werden die Banken Dokumente vorlegen die beweisen, dass die beamteten Tölpel sehr wohl nicht nur informiert sondern ausdrücklich und mehrfach eindeutig gewarnt wurden - diese Warnung wurden von der Landesregierung brüsk zurückgewiesen. Es ist deswegen zu diesem Eklat gekommen weil sich auch Monika R. weiten wollte das Risiko noch zu erhöhen!
Dieser Schriftverkehr liegt selbstverständlich vor.
Das wird kein Prozess sondern ein Watschentanz für die blade Gabi. Bei ihren anderen Winzigkeiten konnte sie sich noch herausreden - jetzt pickt sie weil die Bangend alle Vorgänge (schon zu eigenen Sicherheit) peinlich genau dokumentierten.

Re: Die Hauptschuld ist keinesfalls bei den Banken zu suchen!

Waren Sie schon einmal in einer Bank und haben Sie Sich über Anlagemöglichkeiten beraten lassen ????

Diese Anlageberater sehen ausschließlich ihre eigenen Provisionen und sonst gar nichts !!!!!!!

Waren Sie schon einmal in einem Se:xshop für Transgender?

Eben.
Das ist nicht Ihr persönliches oder geschäftliches Ziel.
Was haben die Länder und Gemeinden (mit von uns allen heimlich entwendetem Steuergeld) im spezialisierten internationalen Hochfinanzbereich zu suchen - von dem die Tölpel, wie man sieht nix verstehen?
Nichts!
Und wenn sie es trotzdem tun haben sie dafür bis zu ihrem letzen Nachttopf zu haften. Und sich nicht auch noch saufrech auf die nächste Wählerliste stellen zu lassen

N(m)ein bester Dr.Gernod Stöckl

- quote- "Diese Anlageberater sehen ausschließlich ihre eigenen Provisionen und sonst gar nichts"

So funktioniert im Prinzip die kapitalistische Mrktwirtschaft. Von der Herstellung und Vermarktung Ihrer Clopapierrolle bis zum Fernreiseurlaub.

Der Kunde bzw die "unsichtbare Hand des Marktes" entscheidet welcher Anbieter einer Ware oder Dienstleistung überlebt oder untergeht.

Boris, Boris, in welcher Welt leben Sie ??

Es gibt aber auch so etwas wie eine Marktaufsicht, die darüber wacht, daß der Konsument nicht durch gepanschten Wein z.B. zu Schaden kommt! Und dann gibt es auch noch die Gewährleistung bis hin zu Schadensersatzansprüchen......

Re: Boris, Boris, in welcher Welt leben Sie ??

fragt die FMA jetzt das land salzburg ob die frau landeshauptfrau mag. gabi oder der herr landeshauptfrau-stellvertreter mag. brenner ein risikoprofil unterschrieben haben wo eine neue risikoeinstufung mit der bezeichnung "höchstspekulatives schattenkonto" :-) eingeführt worden ist ?

Boris lebt in er realen welt

Es gibt auch so etwas wie ein Salzamt, bei dem Sie all Ihre Beschwerden nachdem Sie ermordet worden sind, persönlich unter Vorweis eines gültigen Personalausweises vorbringen können. Formular 33/xx/plus einen Stock tiefer und mit 5 mal Stempelmarken a 40.- € zu versehen - und dann auf Zimmer 13 auf den Aufruf (Nicht Klopfen") warten.

Re: Boris lebt in der realen Welt und schwefelt unendlich viel Unsinn daher.....

....weil er nicht und nicht seine Scheuklappen ablegen kann!

Ja, ja, in vino veritas !!

Das Bauernopfer


darf nun den Mist ausbaden.
Ich wär dafür ihre dicke Chefin sofort zu verhaften.

ich gaube der frau

sie ist der sündenbock.

Anonym?

Frau Mag. Monika Rathgeber tritt also im TV auf. Und ihren Namen soll man nicht nennen, ihr Gesicht nicht zeigen?

Zurecht Anonym

Monika R. muss um ihre Gesundheit fürchten - deswegen

Bin mir keiner Schuld bewusst...

Die Aussage von Mag.Rathgeber ist scheinbar nur Wort für Wort von ihrem Rechtsanwalt ausgearbeitet und dann von ihr wiedergegeben worden, aber alle werden fragen: was ist die Wahrheit, wer lügt...
Es ist ebenso unwahrscheinlich, dass sie ganz alleine tätig war, wie die Version, man hätte ihr alles nur befohlen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte...eine gewisse Verantwortung Rathgebers muss jedoch bestanden haben.

"Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte..."

zwischen Haslauer und Burgstaller.
Das ist beweisbar und wird auch durch die Gerichte bestätigt werden. Die hochoffiziellen Würdenträger sche:ssen sich gerade parteiübergreifend fest an und es gibt deshalb in Salzburg z.zt. eine Windelknappheit.

Re: Bin mir keiner Schuld bewusst...

giftige Mischung aus Dummzipfler oben und Beamtin unten.

Umgekehrt

Monika ist (was den Steuerzahler allein interessiert) oben Expertin, unten (was nur echte Geniesser schätzen) arbeitslos.

Für mich ist sie die logische Finanzchefin Salzburgs - und das ist kein Witz!

Monika R. ist eine hochspezialisierte und kompetente Finanzexpertin

mit einer exzellenten und unbefleckten (in der Branche eine Sensation an sich) Historie.
Ihre Chefs sind dumpe trockene politische Strohpuppen die keine Ahnung über die innere Mechanik der Finanzmärkte haben (können) - und die ein Gerichtsverfahren scheuen müssen, wie Zunder das Zündholz.

Wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommt, was ich stark bezweifle, ist das wie ein Fuchs gegen eine Huhn. Burgstaller und Genossen sind selbst vor einem roten Feme-Gericht völlig chancenlos

 
12 3 4

Umfrage

Das Bundesheer und sein Kampf ums Budget

Mein Parlament

AnmeldenAnmelden