Offiziell: Stronach holt Ex-SP-Klubchef in Kärnten

18.01.2013 | 12:32 |   (DiePresse.com)

Karl Markut wechselt als "Team-Manager" ins Lager des Milliardärs. Auch der frühere Kärntner Ärztekammer-Präsident Othmar Haas ist an Bord.

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Das Team Stronach hat im Kärntner Landtagswahlkampf personelle Verstärkung bekommen. Ab sofort übernimmt der vormalige SPÖ-Landtagsklubchef Karl Markut die Funktion eines "Team-Managers". Als Kandidat steht er allerdings nicht zur Verfügung. "Die Presse" hat bereits am Donnerstag von Markuts anstehendem Wechsel berichtet.

Die Kärntner SPÖ habe sich in den vergangenen Jahren zu weit nach links entwickelt, begründete Markut am Freitag sein Ausscheiden bei den Sozialdemokraten.

"Die Partei hat mich verlassen"

"Nicht ich habe die Partei verlassen, die Partei hat mich verlassen", sagte Markut,, der dem Team Stronach nun ehrenamtlich als Experte zur Verfügung steht. Spitzenkandidat Gerhard Köfer konnte zusätzlich zu Markut mit einem weiteren "Experten" für seine Partei aufwarten. Der ehemalige Kärntner Ärztekammerpräsident Othmar Haas wechselte auch ins Team Stronach.

"Die etablierten Parteien, die nichts an sich selbst verändern wollen, können auch in Kärnten nichts verändern", sagte Markut. Spitzenkandidat Köfer traue er jedoch eine Veränderung zu.

Köfer selbst bekräftigte sein Ziel für die Kärntner Landtagswahl. Er wolle ein Regierungsmandat, also mehr als rund elf Prozent der Stimmen, erreichen. Nach der Wahl werde das Team Stronach nicht als "Steigbügelhalter" fungieren. "Wir werden für keine Koalition zur Verfügung stehen", sagte Köfer. Offiziell startet das Team Stronach am kommenden Donnerstagabend mit einer Arbeitssitzung im Casineum in Velden in den Landtagswahlkampf.

Karl Markut im Porträt
Karl Markut will zurück in die Landespolitik. Der Bürgermeister der kleinen Lavanttaler Gemeinde St. Georgen schaffte es in der SPÖ 1994 zum Klubobmann im Landtag. Nach der Wahl von Gaby Schaunig zur SPÖ-Landesvorsitzenden im Oktober 2005 - Markut hatte ebenfalls für den Parteivorsitz kandidiert - demontierte ihn Schaunig noch während des Parteitags als Klubchef. Markut legte daraufhin den Bezirksparteiobmann zurück und schied 2009 aus dem Landtag aus. Nun rührt er für Frank Stronach die Werbetrommel.

Karl Markut wurde am 26. Juni 1954 in Wolfsberg geboren, nach Volks- und Hauptschule absolvierte er eine Lehre als technischer Zeichner, von Beruf ist er Bautechniker. 1985 wurde er Gemeinderat in der Gemeinde St. Paul im Lavanttal, zu der St. Georgen damals noch gehörte. Nach der Abtrennung St. Georgens, das 1991 wieder eine eigene Gemeinde wurde, war Markut zuerst Regierungskommissär, seit April 1991 ist er Bürgermeister.

1997 kam Markut eher überraschend zu einem Landtagssitz. Nach der sogenannten Unterschriftenaffäre im SPÖ-Klub im Jänner 1997 hatten Peter Ambrozy, Reinhart Rohr und Max Koschitz ihre Landtagsmandate zurückgelegt, Markut übernahm das Mandat von Koschitz, verlor seinen Sitz im Landtag bei der Wahl 1999 aber wieder. 2001 wurde er Bezirksparteiobmann in Wolfsberg, im Frühjahr 2004 kehrte er in das Landesparlament zurück, seine Demontage durch Schaunig soll er der SPÖ nie verziehen haben. Das dürfte auch sein Motiv für den Seitenwechsel sein, denn auf die Kandidatenliste kommt er nicht mehr, diese wurde bereits eingereicht.

(APA)

 
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38 Kommentare
 
12
Taisa
20.01.2013 11:39
1

es ist nicht unbedingt ein Nachteil

wenn im Team Stronach Leute mitarbeiten, die politisch engagiert und mit ihrer bisherigen Partei unzufrieden sind - im Gegenteil!

www.DieFresse.com
19.01.2013 20:27
0

Stronach

sammelt gerade den Lurch aller Parteien auf....

persil 4.0
19.01.2013 10:19
5

Kärnten bekommt eine neue sozialistische Partei


mit Stronachs freundlicher finanzieller Unterstützung!

Seine Personalwahl ist ein Griff ins Klo!


Antworten Boris
19.01.2013 11:54
5

Re: Kärnten bekommt eine neue sozialistische Partei

Sollte das tatsächlich passieren (und zu befürchten ist das wenn man sich die Riege des menschlichen SPÖ Ausschusses in seiner Truppe ansehe), dann wird Stronach von seinen Wählern blitzartig lamponiert!

Antworten Antworten persil 4.0
19.01.2013 12:08
6

Re: Re: Kärnten bekommt eine neue sozialistische Partei


Hätte ihn sowieso nicht gewählt, denn er ist mir ein zu großes Risiko!

Bei dieser Wahl geht es um unser Überleben!

Bei der FPÖ weiß ich, in welche Richtung es geht!

Die FPÖ ist die letzte Rettung!


Herman
19.01.2013 07:36
4

. . . wenn die Kärntener nicht verschlafen, wird Stronach ganz Österreich wecken.


cs745
18.01.2013 21:00
4

will der strohnach hilflosenzuschuß beantragen für diese truppe


Politicus1
18.01.2013 20:34
4

lauter EX ...

das klingt ja schon nach einer Mittwochserie im ORF:
"Er liebt nur die Ex der anderen"
Quoten garantiert!

kapitalist
18.01.2013 19:14
5

Mit dem Einzug Stronachs ins Parlament werden doch 2 Fliegen auf einmal geschlagen,

er steht unter Druck, da er sich beweisen und Resultate bringen muss, die Kasperle-Parteien wachen endlich auf und merken vielleicht, dass es mit dem Volksbeschi** so nicht mehr weitergehen kann.

Antworten Horst
18.01.2013 19:20
5

Re: Mit dem Einzug Stronachs ins Parlament werden doch 2 Fliegen auf einmal geschlagen,

Im Kasperltheater ist die rolle des krokodils ja noch frei... ;-))))

Antworten Antworten kapitalist
18.01.2013 19:31
4

Re: Re: Mit dem Einzug Stronachs ins Parlament werden doch 2 Fliegen auf einmal geschlagen,

wenigstens wird es dann nicht langweilig, aber allen Ernstes, was zur Zeit von den Kasperle-Parteien geboten wird ist nicht mehr zumutbar.

Horst
18.01.2013 17:48
7

Warum

bestückt franky seine partei mit lauter typen, die bis dahin nichts mit fairness, transparenz, blabla bla am hut gehabt haben

...ändern die sich alle, weil sie fette gehälter und karriere wittern ?? ;-)))))))

Boris
18.01.2013 15:52
17

Auch wenn man Stronach vorwirft Hinterbänkler zu sammeln...

waren diese allesamt bis Gestern erst gelobte Vorderbänkler in den Systemparteien. Dissidenten also.
Die Stronach Truppe ist nicht berauschend attraktiv, und kein Brüller der Woche - aber jeder beginnt klein. Gegen das intellektuelle und inhaltliche Angebot eines Faymann, Rudas oder Schwindellecker werfen sogar die kleinen Stronach Zwerge verdam:mt lange tiefe Schatten

Antworten Horst
18.01.2013 17:49
5

Re: Auch wenn man Stronach vorwirft Hinterbänkler zu sammeln...

du musst aber einen kleinen horizont haben, um das als langen schatten zu bezeichnen.

Antworten Antworten eumlinger
18.01.2013 19:28
12

Re: Re: Auch wenn man Stronach vorwirft Hinterbänkler zu sammeln...

wir wissen das es hinter dem Horizont weitergeht, bei ihnen gibts das was auf der Scheibe zu sehen ist - und nicht mal das. Sonst würden sie sehen:
Eine SPÖ die aufgehört hat eine politische Partei zu sein.
L U C O N A
K O N S U M
BAWAG
SALZBURG
zum drübersträuen,
PVA Milliarde
Gewerkschaft

das hat mit Politik nichts zu tun werter Herr.
Also, hinterm Horizont gehts weiter,
am Besten ohne SPÖ/ÖVP....
den die sind alles andere als Regierungsfähig. Die schauen auch nicht weiter als zum Tellerrand. Wozu auch, wenn das Gute(Steuergeld)liegt so nah.

X Stonach/Strache

Antworten Antworten Boris
18.01.2013 18:14
5

du musst aber einen kleinen horizont haben,

Dein Horizont kann rein technisch / politisch auf dem Wahlzettel auch nicht viel breiter sein als meiner - oder hast Du einen Tipp bei dessen Ankreuzen ich weniger kotzen muss als beim Stronach?

Antworten Antworten Antworten Horst
18.01.2013 18:57
6

Re: du musst aber einen kleinen horizont haben,

wennst bei alle kotzen musst - geh nicht hin...

Antworten Antworten Antworten Antworten Boris
18.01.2013 19:09
8

Nicht hingehen ist leider wegen der Wählerstimmenarithmetik kontraproduktiv da...

... meine "Nicht" Stimme dann per Reststimmenmandat der stimmenstärksten Partei, sprich SPÖ, zufällt. Da kann ich gleich mein Kreuzl bei dem unglaublichen Teilzeittaxler Faymann und der Kultproletin Rudas machen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten buhbuh
18.01.2013 20:23
1

Re: Nicht hingehen ist leider wegen der Wählerstimmenarithmetik kontraproduktiv da...

geh, halt lieber den Kopf schief

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Boris
18.01.2013 20:30
4

Re: Re: Nicht hingehen ist leider wegen der Wählerstimmenarithmetik kontraproduktiv da...

Das Schiefhalten macht weder die Kultproletin Rudas schöner noch den Teilzeittaxler Faymann klüger. Ich hab's mit Doppeltgebranntem versucht. Sinnlos. Das Team kann man sich nicht schöntrinken

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten buhbuh
19.01.2013 09:58
1

Re: Re: Re: Nicht hingehen ist leider wegen der Wählerstimmenarithmetik kontraproduktiv da...

tja, wenn da nichts ist....

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Boris
19.01.2013 10:20
0

Re: Re: Re: Re: Nicht hingehen ist leider wegen der Wählerstimmenarithmetik kontraproduktiv da...

Fällt Ihnen außer primitiven Pöbeleien inhaltlich sonst noch etwas ein?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten buhbuh
19.01.2013 11:41
1

Re: Re: Re: Re: Re: Nicht hingehen ist leider wegen der Wählerstimmenarithmetik kontraproduktiv da...

werde mir an Ihrer überragenden Intelligenz ein Beispiel nehmen.

flowtlowt
18.01.2013 15:48
7

Ehrenamtlich

wers glaubt...

Antworten Boris
18.01.2013 15:52
4

Re: Ehrenamtlich

und wers nicht glaubt kriegt einen Faymann

Antworten Antworten Horst
18.01.2013 17:50
2

Re: Re: Ehrenamtlich

ich mag faymann überhaupt nicht

aber der ist mir im gesicht lieber als die loosertruppe von franky am a....

 
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Kerns rote Länder-Sorgenkinder

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