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Forum: Was ist das eigentlich, Niederösterreich?

Forum eigentlich Niederoesterreich
Bild: (c) ORF/ Aufnahme aus dem auf ORF gezeigten Film ''Honeymoon"  

Gibt es eine niederösterreichische Identität - oder ist das größte Bundesland der Republik zerrissen? Schildern Sie uns Ihre Eindrücke.

 (DiePresse.com)

Von der Enns bis zur Leitha, vom flachen Marchfeld bis zum Semmering, vom Wald- ins Industrieviertel: Doch nicht nur landschaftlich scheint Niederösterreich so heterogen wie kaum ein anderes Bundesland. Ist Niederösterreich zerrissen - oder verbindet Wald-, Most-, Industrie- und Weinviertler doch so etwas wie eine gemeinsame blau-gelbe Identität? Liebe User - egal ob Niederösterreicher oder Nicht-Niederösterreicher - schildern Sie uns Ihre Eindrücke von Österreichs größtem Bundesland.

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144 Kommentare
 
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NÖ hat keine gemeinsame Identität

...alleine Waldviertler Hochland und Wachau, zu unterschiedlich, Voralpen bis Hochkar und Poysdorf, zwei verschiedene Welten. Die unterschiedlichen Dialekte spielen heute keine Rolle mehr, da die Jungen eh fast alle schon RTL-Deutsch sprechen. In den anderen Bundesländern ist es nicht viel anders, z.B. Mühlviertel und Salzkammergut, oder Oststeiermark und Dachsteinregion. Die meiste Bindung haben vieleicht noch die lei Kärntner und die Tiroler ischt so.

Ja das ist zerissen.

Die Leute im Zentralmostviertel sind Linz orientiert, die Leute in der Buckligen Welt wissen nicht wo Sie hingehören in die Steiermark, nach Burgenland oder gar nach Wien, oder zum Rest von Niederösterreich mit der Teilung durch die Bundeshauptstadt.
Wir grenzen an Wien an, an Oberösterreich und das an mehreren Enden, ebenso wie die Angrenzung an die Steiermark auch an 2-3 Stellen geschieht, und wir grenzen an mehreren an Burgenland an. Ich weiß nicht, ob es sonst noch ein Land gibt, dass gleich an vier Bundesländer angrenzt. Nicht uninteressant finde ich es in diesem Zusammenhang, dass sich Erwin Pröll in Wien ein Zweitbüro eingerichtet hat, und das schon seit mittlerweile 6-7 Jahre. Für was wohl?

es wäre zu hoffen,

daß diese Wahl endlich der schwarzen Vorherrschaft ein Ende macht. Mainstreet-Politker wie Pröll haben schon genug Unglück über Europa gebracht.

Aus der Sicht eines Schwaben

Also i bin a Schwob ... und schon bald 10 Jahre in Niederösterreich. Und ich empfinde hier die Politik so ziemlich schlimm. Mir kommt es manchmal schon vor, als seinen die Seilschafen unter den Partei-Genossen oder -brüder gleich mafiösen Strukturen. Es geht eher um die Ehre und das Ansehen der Partei und der Personen, als um das Wohl der Menschen. Da werden auch Parteikriege mit Hochglanzsprospekten ausgetragen, die der Steuerzahler bezahlen muss. Da wird viel schöngeredet und geblendet und getäuscht. Es wird eine gute Fassade präsentiert, aber dahinter kommt einem das Grausen. Und das betrifft leider alle Parteien. Aber trotzdem denke ich - ganz persönlich - dass eine absolute Mehrheit für Pröll noch besser ist, als so ein Durcheinander wie in Italien. Denn dann wird es auf jeden Fall schlimmer. Ich kenne ein paar SPÖ-ler auch und bin der Meinung, dass ich selten so verantwortungslose Personen getroffen habe. Für mich ist die ÖVP genau so ein Übel, da man ja hier ohne schwarzes Parteibuch bekanntlich keine Chance hat auf Karriere. Da bin ich nur froh, dass darauf verzichten kann. Aber die ÖVP ist für mich das kleinere Übel und der Herr Pröll - ich kenne keinen der als Landesvater für mich eher in Betracht käme. Wenn man ihm Steuerverschwendung nachsagen möchte - vielleicht ist das zum Teil so, aber ich bin mir sicher, andere sind noch viel schlimmer.


Pröll ist ein Steuergeldverschwender

NÖ ist überschuldet weil der Pröll unser Steuergeld verschwendet!
NÖ hat die höchste Abreitslosenzahlen
In NÖ müssen alle viel zu hohe Steuern bezahlen weil der Pröll so ein Verschwender ist!
In NÖ müssen noch unsere Ur Ur Enkel die Schulden vom Pröll bezahlen !!!!!
PRÖLL IST EIN STEUERGELDVERSCHWENDER
NÖ IST ÜBERSCHULDET über 7Mrd.!!!!!
Pröll schäm dich!!!!!!!!!!!!!!! du Steuergeldverschwender!!!!!!!!!!!!!!!!

Was ist das eigentlich, Niederösterreich?

Ein Sauhaufen - auch wenn es Herr Pröll anders sieht!

armes reiches Nö.

Wenn Hr. Pröll immer wieder die Infrastruktur in NÖ als sehr gut bezeichnet, so muss ich diesem Herren Sagen, Von Groß Enzersdorf über Orth/ Donau bis hin zur Donaubrücke hat sich in den letzten 30 Jahren überhaupt nichts verändert, dieser Teil des Marchfeld ist wirklich noch so wie in den späten 70ger Jahren, ich Arbeite in Trumau und muss zum Beispiel über Wien (22 Km Umweg oder eine halbe Stunde) NACH Trumau Fahren weil man in den letzten 25 Jahren nicht in der Lage war eine Brücke zw. Gr.Enzersdorf und Orth/Donau zu Realisieren obwohl schon eine fertige Brücke in der Schublade liegt. Ich bedauere das Hr. Pröll sich so von der Raiffeisenbank und deren Genossenschaften ausschließlich für Ihre zwecke manipulieren lässt, weshalb er auch für NÖ unerträglich geworden ist und abgewählt werden sollte.

Ein Land mit vier Vierteln

Is wo a Landl, net z’groß und net z’kloan;
åba für uns akrat recht wiar i moan.
s’Lånd håt vier Viertl sunst wars jå net ganz;
und wos di hindrahst a niads volla Glånz.
Daß d’net lång råtn muast, Brüaderl, i nenns:
Des is mei Österreich unter da Enns.
Des is mei Österreich unter da Enns.
.....................................................................
(Josef Wagner, 1937)

wahl 2013

ich war doch über 50jahre ein überzeugter niederöstereicher,
doch seit letztem jahr zweifle ich an dem was in diesem land passiert.
meine tochter ist 23, ausgebildete pflegehelferin war ein jahr in einem spital in nö beschäftigt bis sie, weil eine slowakische angestellte aus dem karenz zurückgekommen ist gekündigt wurde.
natürlich will ich nicht das wiederanstellen nach einem karenz anzweifeln ob es richtig ist, ich bin auch sicher nicht ausländerfeindlch doch meine tochter hatte in keinem spital in keinem altenpflegeheim im umkreis von 150km eine arbeit gefunden.
sie hat jetzt eine arbeit gefunden, übers ams in tirol im ölztal sie hat einen weg von fast 700km.
wohin geht der weg mit nö??
junge menschen die in nö aufgewachsen sind, die hier ihre ausbildung gemacht haben,
die in nö ihr leben aufbauen wollen,
die in nö ihr geld ausgeben finden keine arbeit weil inzwischen lieber arbeiter aus dem nahen ausland aufgenommen werden. ...........
am 3.3 werde ich eine runde durch den park gehen, ich bin mir sicher das es ich mich danach besser fühle als wenn ich zur wahl gehe
es macht traurig zu sehen wohin der weg mit nö geht

Der Verschwender

Ein Stück Österreich, das aus irgend welchen nicht nachvollziebaren Gründen ein eigenes Bundesland mit einer eigenen Identität sein will. Blau-gelbe N-Tafeln bei allem und jeden, was dern Steuerzahler mit seinem Geld finanziert hat, ein Trachtenjanker- und Goldhauben - Kult bei öffentlichen Veranstaltungen - das alles soll eine eigene NÖ-Identität stiften. Sogar eine eigene Landeshauptstadt, die bis heute verkehrstechnisch nicht wirklich erschlossen ist, hat unbedingt her müssen! Und auch wenn alle Institutionen wie Krankenkasse, Wirtschafts- und Arbeiterkammer und ähnliches mehr nach St. Pölten ziehen müssen - Mittelpunkt und heimliche Hauptstadt ist und bleibt Wien.

Eine Auflösung aller Bundesländer, ein Zusammenlegen der meisten Bezirkshauptmannschaften würde Milliarden an Verwaltungsgeldern sparen, damit den Staatshaushalt entlasten und das Leben deutlich erleichtern.

Merke - man kann etwas, was eine halbe Tagreise auseinander liegt nicht zu einem Bundesländeridentität zusammenschweißen. Im großen Europa reicht eine Österreich - Identität aus, alles andere ist Folklore für die, denen das gefällt. Die sollen sich das aber gefälligst auch selber bezahlen!!!

Also eins steht fest:

So wie die Tiroler werden die Niederösterreicher nie! Die lob ich mir die Burschen dort.

Regionen

Aus meiner Sicht gibt es keine gesamt!spezifische NÖ-Identität vergleichbar mit allen anderen Bundesländern wie z.B. mit Tirol oder Kärnten. Allerdings gibt es sicher gewisse regionale Identitäten z.B. mit dem Waldviertel etc.

Aber NÖ wäre geradezu das Idealbeispiel für die politische Organisation nach Regionen. Wirtschaftlich gibt es ja schon Ansätze bzw sogar Beispiele dafür.

Um es überspitzt auszudrücken: welche (kulturellen etc) Gemeinsamkeiten verbindet jemanden aus Amstetten oder Zwettl mit jemanden aus Baden und Umgebung? Noch dazu wo schon jetzt im Großraum Wien rund 700.000 Menschen dazukommen, d.h. rund 30 % der Gesamtbevölkerung Österreich "in (im engen) Bezug" mit der Bundeshauptstadt leben.

Eine Einteilung nach Regionen mit Wien als Mittelpunkt und eigener Region - mit rund 2,5 Mill. EW - sowie 2 oder 3 weiteren Regionen wäre denkbar.

Wandelt die Bundesländer in Bezirke um!

Mein Vorschlag: Wandeln wir doch die Bundesländer in Bezirke um und streichen die bisherige Bezirksebene.

Kleinere Aufgaben wie die Ausstellung von Reisepässen oder Jagdgenehmigungen sollen dann die Gemeinden übernehmen. Für wichtigere Dinge wie gewerbliche Ausnahmegenehmigungen usw. kann man ja ein oder zweimal im Leben in die Landeshauptstadt pilgern.

Man würde sich ein Heer an Beamten sparen und auch unzählige Politiker-Versorgungsposten. Das würde viel Geld sparen und Sinn machen.

Sind wir uns ehrlich: Wer von uns hat jemals einen Nutzen aus der Arbeit des Landeshauptmannes gezogen, außer dass dieser vl ein Bierfass angezapft, ein Band durchschnitten oder einen Ehren-Spatenstich vorgenommen hat?

Die Trennung von Niederösterreich und Wien...

in der Ersten Republik hatte nur einen Grund: Sowohl die Sozialisten wie die Christlich-Sozialen, wollten beide eine Trennung zwischen Wien und Niederösterreich, um ihr Herrschaftsgebiet ohne effektive demokratische Kontrolle der zweitstärksten Partei beherrschen zu können. Die Zerstückelung Österreichs in neun Bundesländer ist der wichtigste Grund dafür, warum Österreich eine überdimensionierte Bürokratie mit neun Landesregierungen hat, die de facto von den neun Landtagen nicht kontrolliert werden.

Niederösterreich ist...

...ein noch winzigerer Teil des winzigen Österreich im kleinen Europa in der großen weiten Welt.

Die willkürliche Einteilung in Bundesländer hat ja nur den Zweck, die lokalen "Herzöge" (Rote wie Schwarze und Blaue, alle anderen Farben würden gerne, können aber nicht...) mit Pfründen auszustatten.
Sinnvoll wäre die Abschaffung der Bundesländer, Aufteilung der meisten derer Kompetenzen auf die Bezirke (Stichwort Bürgernähe) und gut isses.


Re: Niederösterreich ist...

"..Sinnvoll wäre die Abschaffung der Bundesländer, Aufteilung der meisten derer Kompetenzen auf die Bezirke "
.. ist die einzig vernünftige Lösung. Alles andere ist Schmarrn und darauf erpicht, uns noch mehr Geld aus den Taschen zu stehlen!

Re: Re: Niederösterreich ist...

Ich schlage vor, man wandelt die Bundesländer in Bezirke um streicht die bisherigen Bezirke.

Dann wäre die Verwaltung auf ein erträgliches Maß zurückgestutzt.

PS: Pässe usw. sollten die Gemeinden ausstellen.

Niederösterreich = Restösterreich

Niederösterreich ist für mich nichts anderes als jener Teil Österreichs, der eben zu keinem identitätsstiftenden Land gehört.

Es ist nicht so urban wie die Bundeshauptstadt Wien. Es hat nicht so schöne Landschaften wie das Burgenland. Es ist nicht so fleißig und erfolgreich wie Oberösterreich und nicht so grün wie die Steiermark.

Im Bezirk Amstetten reden die Leute wie Oberösterreicher, rundum Wien wie Wiener.

Sorry aber NÖ hat keine eigene Identität. Das einzige was NÖ hat ist Erwin Pröll, seines Zeichens schlechtester Landeshauptmann Österreichs und einer der Blockierer und Verhinderer, welche Österreichs Untergang besiegeln.

Re: Niederösterreich = Restösterreich

wie kommen sie auf restösterreich?
ich glaub, sie verwechseln da was.

niederösterreich ist österr. kernland. seit der "gründung" österreichs dabei.
das von ihnen erwähnte burgenland ist seit wann österreich?

über landschaftliche reize lässt sich streiten - wobei sie offen lassen, welchen teil des burgenlandes sie bevorzugen. dort gibts ja wie in nö. auch fast alles.

Niederösterreich ist kein Bundesland,

sondern das Umland Wiens. Trotz der winzigen, urfaden "Landeshauptstadt" St. Pölten.

keine künstliche Identität

Ein Bundesland in Ö braucht eigentlich keine Identität mehr. Leider werden aber durch idiotische Landesgesetzgebungen ständig Unterschiede zu anderen Bundesländern geschaffen. Kein Mensch versteht, warum es z.B. am Grenzfluß Leitha an jedem Ufer ein anderes Fischereigesetz, Jagtgesetz, Naturschutzgesetz, Jugendschutz etc. gibt. Nicht anders in Wien Ketzergasse zu Perchtholdsdorf. (g')holds eich die Perchten)
Wer in Wien wohnt und in NÖ arbeitet bekommt von der GKK andere Leistungen wie umgekehrt, zahlt aber genausoviel ein. NÖ hat keine eigene Tracht, alle Musikanten setzen sich Tirolerhüte auf und haben weiße Stutzen.?? Anders sieht es mit der Sprache aus. Früher hatte jede Ecke ihren eigenen Dialekt. Die heutige Jugend spricht fast einheitlich RTL-Deutsch (urcool).

Zerrissen


ist nicht nur Niederösterreich

Unser Ganzes Land vom Bodensee bis Jennersdorf
Danke Herr Vranitzky

Fürchten

Wenn sich die PRESSE aus Wien mit NÖ zu beschäftigen beginnt, ist immer fürchten angesagt. Diese Bemsteln mit dem weiten Horizont, der an der Wiener Stadgrenze endet, einfach schlimm

ist ein Land in dem die Menschen darin genau so verschieden sind wie die Landschaften. Das mit den 4 Vierteln ist sowieso ein Holler, hinter jedem Hügel, über jedem Bachufer lebt eine andere Nation. In St.Pölten ein eigener Menschenschlag. Viele Arbeitnehmer pendeln nach Wien oder Linz und freunden sich mit den dortigen Gegebenheiten an. Der NÖreicher ist dadurch offener und aufgeschlossener geworden als man glauben möchte. Sicher ist man am Land konservativer (=für mich wertbewahrend) als in der Stadt, was oft aber kein Nachteil ist. Jedenfalls reden hier Nachbarn miteinander und merken nicht erst am Geruch, dass in der Nachbarwohnung wer gestorben ist. In vielen Vereinen wird jene Hilfsbereitschaft gelebt von der in fortschrittlichen städtischen Kreisen so gerne theoretisiert wird. Bei uns ist nicht alles gut, Politik will ich hier bewusst aussparen. Wir sind nicht stolz Niederösterreicher zu sein, weil das kein einigendes Attribut ist, aber wir sind stolz hier leben zu dürfen.

Ich wohne gerade schon oder noch

in Niederösterreich - an der Wiener Stadtgrenze! Ich bin hier geboren, aufgewachsen und hier geblieben.
Meiner Meinung nach wäre es höchst an der Zeit, die Wiener Umlandgemeinden bzw. Bezirke mit Wien zu vereinigen. Wir haben hier mit Wien wesentlich mehr gemeinsam als mit dem Kaff St. Pölten!

 
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