Akademikerball: Schlagabtausch zwischen FP und Polizei

02.02.2013 | 15:17 |   (DiePresse.com)

Die FPÖ spricht von einem Versagen der Polizei beim Schutz des Balls, die Polizei von "mangelndem Sachverstand" bei ihren Kritikern.

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Der am Freitag erstmals abgehaltene "Akademikerball" hat auch am Tag danach noch einmal für einen veritablen Schlagabtausch zwischen der FPÖ und der Wiener Polizei geführt. Mehrere FP-Politiker kritisierten in Aussendungen das "Versagen" der Polizeiführung, weil einzelne Ballbesucher von Demonstranten verletzt worden waren. Polizeipräsident Gerhard Pürstl attestierte den Kritikern mangelnden Sachverstand.

Der FP-Abgeordnete Werner Herbert sowie Generalsekretär Harald Vilimsky warfen der Polizei vor, Warnungen über gewaltbereite Demonstranten im Vorfeld des "Akademikerballes" der Wiener FPÖ ignoriert zu haben. Die Strategie der Polizei sei blauäugig gewesen und daher "voll in die Hose gegangen", meinte Vilimsky.

"Ball nur dank Polizei durchführbar"

Für Pürstl ist die Kritik unverständlich. Wer bei einem Polizeieinsatz dieser Größenordnung wegen vier leichtverletzten Personen von einem "Versagen der Wiener Polizeiführung" spreche, dem fehle jeder Sachverstand auf dem Gebiet polizeilicher Strategien. Pürstl erinnerte die FPÖ außerdem daran, dass die Ballveranstaltung (früher "WKR-Ball") seit Jahren schwere Proteste auslöse und überhaupt nur dank der Einsätze der Wiener Polizei stattfinden könne.

Der Akademikerball ist die Nachfolgeveranstaltung des vom Dachverband der deutschnationalen Studentenverbindungen veranstalteten WKR-Balles. Aufgrund der heftigen Gegendemonstrationen hatte die Betreibergesellschaft der Hofburg den WKR-Ball heuer nicht mehr zuzulassen. Stattdessen sprang die FPÖ Wien ein und richtete erstmals den "Akademikerball" aus. Bei Gegendemonstrationen kam es auch heuer zu Angriffen auf Ballbesucher und Exekutive - u.a. wurde der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer von einem Farbbeutel getroffen.

 

(APA)

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590 Kommentare
 
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Egal,

Beide Gruppen auf der falschen Seite...

wie früher

langsam erinnert es an die "böse zeit" wo der ehrlich aufrechte bürger von schlägertrupps tyrannisiert wird

traurig das dies als demokratie empfunden wird wenn die meute ein paar ballbesucher schikaniert

weiters sollte dem öh ein großteil des fördergeldes gestrichen werden da eine eindeutige zweckentfremdung im raum steht

jeder sollte mal überlegen wieviel grüne rote und schwarze veranstaltungen von demos überschattet werden

leider ist auch noch ein bekannter von mir von diesen pack bedroht worden nur weil er einen braunen jagdhund hat

ist das demokratie

deshalb einsperren das pack auch wenn es die elite im land sein soll woran ich aber sehr zweifle da es sich nicht anders verhält als der "vereine"aus der vergangenheit


Pürstl, Darabos und Faymann

Drei Genossen die schon jetzt ihren Hut nehmen müssten, dies aber erst nach den nächsten vernichtenden Wahlen machen werden.

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egal von welcher seite

gewalt ist zu verabscheuen!!!!

21 2

einfach dumm....

wer kann heute bitte noch links und rechts auseinanderhalten..... gerade die Politik in Deutschland und Österreich zeigt doch immer mehr, dass alles durchwachsen ist... wieso muss mit solchen Begriffen die man heute nicht mehr eindeutig definieren kann immer die Gesellschaft gespalten werden....

Meiner Meinung nach sind die Demonstranten zu weit gegangen...... Wer sagt dass auf dem Ball nur Rassisten und Nazis sind...... dieses dumme Schubladendenken wird die Welt nicht weiter bringen! Die Demonstranten hätten Gleichberechtigung und Rassismus nicht einmal erkannt wenn er vor ihnen auf der Straße stehen würde! Schämt euch für eure Dummheit!

31 2

"Wer ist gewalttätiger?"

Irreführender Titel wenn allein auf Anzeigen und nicht auf Verurteilungen abgestellt wird.

Die wahre Frage sollte eigentlich lauten:
Weviele dieser Anzeigen stammen von politischen Vorfeldorganisationen bzw. gewissen Vereinen die daraus ihre Existenzberechtigung (in Form von staatlichen Förderungen) ableiten?

Oder aus False-Flag Aktionen?

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Order von oben

Die Polizei hatte Order, den linken Mob möglichst gewähren zu lassen, wie uns ein Polizist durch die Blume zu verstehen gegeben hat.

Mit rechtsradikalen Gewalttätern

assozieire ich eher ungebildete "Sozialverlierer", die mit Springerstiefeln und einem Bullterrier den Gemeindebau tyrannisieren, ihren rechten Arm nicht unter Kontrolle kriegen, bestenfalls mal als "Ordner" auf FPÖ-Veranstaltungen auftreten.
Ausser bislang dem Sprachgebrauch sind die Ballbesucher wohl weniger gewalttätig, die "schlagenden" Burschenschafter vielleicht, aber die toben sich ja bekanntlich untereinander aus ;)

Linke Gewalt ist oft schwer einer Gesinnung zuzuordnen, da nicht hinter jeder Sachbeschädigung o.ä. ein politisches Motiv zu erkennen ist

es steht jedem frei sich zu informieren, aber lesen müssens schon selber

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/linksextremismus-die-immer-recht-haben-11940221.html

42 4

Worin liegt die Gewalttätigkeit der Ballbesucher?

Wer ist gewalttätiger? Links oder rechts? Ich finde die Frage etwas eigenartig. Eine rechts-nationale Gemeinschaft veranstaltet einen Ball und wird dabei von einem linken Mob angepöbelt, beschimpft und attackiert. Worin liegt jetzt die Gewalttätigkeit der Ballbesucher??

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Re: Worin liegt die Gewalttätigkeit der Ballbesucher?

In dem Artikel geht es um alle politisch motivierten Straftaten, nicht nur um diesen Ball...

Blinde Gewalt: OTS-Aussendung

Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), mit 13.000 Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerveband Österreichs,
verurteilt die gewaltsamen Übergriffe, die rund um den Akademikerball vergangenen Freitag verübt wurden. Unter den Opfern befinden sich ÖCVer und andere Dritte, die diese Veranstaltung weder besuchen wollten noch sonst irgendetwas mit Burschenschaften oder der FPÖ Wien
(Veranstalter) zu tun haben. "Gewalt gegen Andersdenkende ist abzulehnen und in einer Demokratie in keiner Weise rechtfertigbar. Noch schlimmer ist es, wenn sie sich gegen Personen oder Einrichtungen richtet, die mit der Sache nichts zu tun haben. Solche Ausartungen haben in einer aufgeklärten Demokratie nichts verloren
und sind aufs Schärfste zu verurteilen", sagt ÖCV-Präsident Ewald Salzger.

Opfer der gewaltsamen Übergriffe wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag auch Mitglieder des ÖCV. Es wurden Attacken gegen Einzelpersonen und kleine Gruppen verübt, teilweise auch gegen CVer, die ohne Couleur (also ohne Verbindungszeichen wie Band und bunte Studentenmütze) unterwegs waren. Sie wurden mit "Nazis raus"-Parolen angefeindet, angespuckt und zum Teil sogar ohne Vorwarnung brutal angegriffen. Weiters kam es zu Sachbeschädigungen: So wurde die Eingangstür zum Vereinslokal einer ÖCV-Verbindung manipuliert und verklebt, die Fahne der Verbindung wurde in Brand gesetzt.

22 0

Re: Blinde Gewalt: OTS-Aussendung

Terror; es wird mit offizieller Unterstützung Terror ausgeübt und Rot-Grün schweigen dazu; billigen dies also.

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Fehlendes Demokratieverständnis

Rot/Grün benötigen dringend eine Nachhilfe bezüglich Demokratieverhalten !!!!
Es ist seit den 80er Jahren bekannt, daß sich rotgrün bei solchen Anlässen bezahlter Berufsdemonstranten bedienen !!!
-
P.S.: Im Rahmen einer Bürgerinitiative wurden uns diese auch von linken Rotgrünen angeboten !
Da staunten wir nicht schlecht !!! Selbstverständlich ist so etwas nicht akzeptabel !

6 0

Re: Fehlendes Demokratieverständnis

Die Grünen wußten schon bei der Aubesetzung die Dienste der Berufsdemonstranten zu schätzen.
Wer sich mit dem Studium schwer tut braucht eben eine Nebenbeschäftigung.

Wetten dass?



Wetten, dass die ca. 100 Anzeigen vom letzten Freitag nicht in der Linksextremismus-Statistik auftauchen werden?

Die werden ganz unpolitisch als Körperverletzung, Sachbeschädigung usw. in der statistischen Verenkung verschwinden.

Re: Wetten dass?

die wird als eine gezählt!

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lächerlicher Vergleich

Tatsache ist, dass Rechts oder besser die FPÖ den herrschenden Dauerkoalitionären gefährlich wird. Man nutzt kurzerhand das Verbotsgesetz und stellt die "Rechten" als besonders böse Kriminelle oder gar als Nazi's dar. Demokratie beinhaltet sowohl rechts als auch links. Die Dauerkoalition von SPÖVP führt die Demokratie in Österreich ad absurdum, da der Wähler fast immer SPÖVP vorgesetzt bekommt. Die System-Medien unterstützen das mafiöse System weil sie dafür Presseförderung und ganzseitige Inserate bekommen. Jedenfalls gibt es in Österreich praktisch keine Demonstrationen von Rechten aber eine Unzahl von aufgehetzten Linksdemonstranten für die eine breite mediale Bühne bereitet wird.

Bespucken, anpöbeln und aus der Geschichte lernen

....es ist nicht lange her, da ließ man Juden Gehsteige aufwischen, und die, die dies mit Recht verurteilen, bespucken heute ihre politischen Gegner, einschließlich deren Frauen und das soll ein Fortschritt im Sinne der Humanitas sein? Ich kann's zwar nicht ändern, aber schämen kann ich mich dafür, was ich hiermit tue. Es zeigt mir, dass der Ausspruch vom "Lernen aus der Geschichte" eben doch nur "Geschwafel" ist, dass nicht einmal die aus der Geschichte etwas gelernt haben, die die Geschichte so gern als Lehrmeister anbieten. Wir haben nichts gelernt! Gar nichts! Leider!

Man soll sich nur erinnern

mit welcher Hochtechnologie die RAF ihre Opfer tötete. Dazu 'Chaostage' der Randalierer, welche sich für jede 'Gutmenschen-Demo' zur Verfügung stellen. 'Schwarze Blöcke' sind zwar primitiver ausgerüstet, nehmen aber billigend jeden Schaden in kauf. Dagegen habe ich noch niemals von einer rechten Demo gehört, welche in Randale ausartete, wenn nicht ein paar Anarchos auftauchten und ihre Gaudi haben wollten.

17 0

Es gibt kein Links und kein Rechts! Beides ist im Übermass das Selbe aus gleichen Motiven!


Re: Es gibt kein Links und kein Rechts! Beides ist im Übermass das Selbe aus gleichen Motiven!

Aber nicht doch! Nehmen Sie doch den Linken nicht das Feindbild!

3 1

Re: Es gibt kein Links und kein Rechts! Beides ist im Übermass das Selbe aus gleichen Motiven!

ja genau

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Dieses Linkschaotentum

schadet dem Standort Wien ganz gewaltig. Vom Heinzi und Michi abwärts werden diese gewaltsamen Horden auch noch unterstützt. Alle die in Wien vom Tourismus leben, sollten das bei der nächsten Wahl bedenken.

Farbbeutel oder Schlagring

beides würde als Anzeige gezählt, über Unterschiede in Qualität der beiden, machen Sie sich bitte ihr eigenes Urteil.

Re: Farbbeutel oder Schlagring

Auch eine Hakenkreuzschmiererei wird als Delikt gezählt, oder ein besoffener hochgereckter rechter Arm.-

 
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