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Amtsgeheimnis lockern? Koalition dafür, Hürden bleiben

12.02.2013 | 18:23 |  PHILIPP AICHINGER (Die Presse)

In zwei Wochen soll es erste Vorschläge für mehr Transparenz in der Verwaltung geben. Das Problem ist aber bereits jetzt weniger das Gesetz als der Umgang mit der Auskunftspflicht.

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Wien. Nach der ÖVP kommen auch aus der SPÖ immer mehr Stimmen, die für mehr Transparenz in der Verwaltung eintreten: Das wäre „sicher nicht schlecht“, sagte Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag. Staatssekretär Josef Ostermayer hat den Verfassungsdienst des Kanzleramts bereits beauftragt, Vorschläge für eine Neufassung des Amtsgeheimnisses vorzulegen. Und Kanzler Werner Faymann erklärte nach dem Ministerrat gar, dass konkrete Vorschläge bereits in den nächsten zwei Wochen vorliegen sollen.

Ins Rollen brachte die politische Diskussion ÖVP-Staatssekretär Sebastian Kurz. Er hatte im Gespräch mit der „Presse“ gefordert, dass es einen „gläsernen Staat“ geben soll. Er schloss sich einer dementsprechenden Internet-Initiative an. Das Amtsgeheimnis solle von der Regel zur Ausnahme werden, betonten Kurz und die unabhängige Initiative. Jedoch: Eigentlich sei dies längst der Fall, meint Heinz Mayer, Dekan der Wiener Jus-Fakultät. Bereits jetzt müsste die Verwaltung Auskunft geben, sofern kein Ausnahmefall vorliegt. „Nur in der Verwaltung herrscht immer noch ein umgekehrtes Verständnis“, konstatiert Mayer. Dabei gibt es sogar ein eigenes Auskunftspflichtgesetz. Wenn ein Bürger nicht die erwünschten Nachrichten von Behörden bekommt, könnte er bis zum Höchstgericht gehen. Das Gericht kann dann aber nur feststellen, dass die Auskunftspflicht verletzt wurde. Die Information selber müssten nach dem Urteil erst recht wieder die Behörden geben. Diese würden sich aber manchmal selbst nach einem Gerichtsurteil wenig auskunftsfreudig zeigen, berichtet Mayer. Das Auskunftspflichtgesetz hält er für „zahnlos“.

 

Ausnahmen in der Verfassung

In der Verfassung ist momentan geregelt, wann Informationen geheim bleiben müssen. Nämlich dann, wenn die Geheimhaltung für die öffentliche Ruhe, die Ordnung und Sicherheit, die Landesverteidigung oder die auswärtigen Beziehungen nötig ist. Keine Information gibt es auch, wenn diese wirtschaftlichen Interessen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zuwiderlaufen würden. Und auch über die Vorbereitung einer behördlichen Entscheidung dürfen Bürger keine Auskunft begehren.

Ein völlig gläserner Staat ist Illusion. Schon EU-rechtlich muss auf den Datenschutz Wert gelegt werden. Kurz nennt den Datenschutz und die Wahrung der öffentliche Sicherheit als Punkte, bei denen es auch in Hinkunft keine Auskunft geben wird. Aber Studien, die mit Steuergeld finanziert wurden, müssten öffentlich sein. Kurz nannte am Dienstag weitere Beispiele. Er will die Fehlerquote in Spitälern, die Schulabbrecherquote, die Krankenstandstage bei öffentlichen Versorgungsbetrieben oder die Pünktlichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln transparent machen. Beamtenministerin Heinisch-Hosek sieht jedoch noch viele offene Fragen am Weg zu einer Gesetzesänderung. Auch Mayer warnt vor allzu großen Erwartungen: Viele Dinge, etwa die Steuerakten, dürfe man nicht öffentlich machen. Daraus würde man nämlich auch höchstpersönliche Dinge – etwa, ob jemand für ein behindertes Kind sorgen muss – ersehen.

In Schweden ist es übrigens erlaubt, das Einkommen anderer Leute in Erfahrung zu bringen. Dort tobt allerdings bereits die umgekehrte Diskussion: nämlich, ob man nicht wieder das Amtsgeheimnis verstärken sollte.

Auf einen Blick

Die Regierung will einen transparenteren Staat. So soll künftig die Auskunft gegenüber den Bürgern zur Regel werden und das Amtsgeheimnis nur mehr die Ausnahme darstellen. Experten warnen allerdings vor überzogenen Erwartungen. So müsse der Datenschutz jedenfalls gewährleistet bleiben. Zudem müssten Behörden bereits jetzt in vielen Fällen Auskunft geben – sie tun es aber in der Praxis nicht ausreichend.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2013)

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39 Kommentare
 
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Wo sind meine Kommentare?

Hat da Jemandem nicht gefallen, dass ich da über Presseförderungs- und Anzeigenmillionen motze?

pro lege

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4 Jahre lang wurden wir von der Partei SPÖVP verarscht

Neue Steuern neue Abgaben neue Schulden erreichen ein unerträgliches Maß. Inflationdaten und Medien werden manipoliert und die Bevölkerung wird Belogen und zwar seit 40 Jahren. Jetzt kommt der Rotzbua daher und redet von Transperenz??????? Wenn diese Wahlen keinen Machtverlust der parlament Parteien bringt (2001 ORF Gesetz wurde von allen 4 Parteien abgesegnet) dann wirds Finster Österreich.
Ps: In der Eu werden die Gestze von Konzernen gemacht und ungeniert 1/1 von den korruppten Scheindemokraten eingebracht.
PPS.: Wenn ich lese was ich hier schreibe komm ich vor wie ein ErzLinker- ich bin aber ein Mit 40iger - Unternehmer und mehrfacher Familienvater
Aja und die bezahlten Partei" Poster" können sich ihre - Stricherl sparen die fallen sowie so einem jeden auf 2 von Rot 6 von blau etc...............

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Re: 4 Jahre lang wurden wir von der Partei SPÖVP verarscht

100% richtig! Das sehe ich auch so.

Wo doch vorher die Regierung stappelweise geschwärzte Ordner zu den Ausschüssen geliefert hat!

Wir verdienen nichts anderes!
(Nur wer Veränderung wählt bekommt auch Veränderung!)

im wahljahr

überschlagen sich die vorschläge zu mehr bürgernähe.
abwählen.

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Der Kurz wäre

doch etwas für den Stronach. Der ist auch der Meinung das Geld die Welt regieren sollte. Und nichts anderes wäre sein Vorschlag der selbst wählbaren Zweckgebundenheit von Steuern. Wozu sollte der reiche Banker für eine allgemeinzugängliches Bildungssystem Geld her geben wenn er doch seine Kinder zur privaten Eliteuni schickt? Die Altenbetreuerin zählt natürlich nichts und hat auch kein Mitspracherecht weil sie ja nur wenig Steuern zahlt trotzt härtester Arbeitsbedingungen. Das ist eben die Welt der ÖVP!

Aber regieren tun schon noch die Genossen mit Obergenossen Häupl und seinem Hampelmann Faymann!

Oder meinen Sie gar, die Kronechefredaktion ist auf den Ballhausplatz übersiedelt ?

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Re: Aber regieren tun schon noch die Genossen mit Obergenossen Häupl und seinem Hampelmann Faymann!

Und was hat das mit meinem Kommentar zu tun?? Wen die ÖVP wieder in die Regierung kommen sollte, vielleicht sogar mit mehr Macht, dann kommt dieses supertolle Modell des Herrn Kurz möglicherweise auf uns zu.

Re: Re: Aber regieren tun schon noch die Genossen mit Obergenossen Häupl und seinem Hampelmann Faymann!

Aha, Sie haben diesen ÖVP-Wahlköder schon geschluckt und zappel schon an deren Angel.....

Der Pröll hat genauso, wie sein Busenfraund Häupl nicht die geringste Lust an mehr Transparenz und was in diesem Land geschieht, bestimmen noch lange diese zwei !!

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Re: Re: Re: Aber regieren tun schon noch die Genossen mit Obergenossen Häupl und seinem Hampelmann Faymann!

Lesen Sie auch Kommentare auf die Sie antworten?? Welchen ÖVP Wahlköder habe ich geschluckt? Mein Kommentar vom supertollen Vorschlag von Herrn Kurz war ironisch gemeint. Das kann man sich aber auch denken wenn man den vorigen Kommentar sieht. Heiliger Strohsack!

Wozu die Aufregung?

Die SPÖ zieht gegen den freien Gedanken von Sebastian Kurz ohnehin schon sturm.

http://orf.at/stories/2166280/

Auch nur daran zu denken eine Reform anzugehen unterliegt einem ungeschriebenen Verbot.

Man vertraut uns nicht. Man will endlich die Steuerflüsse sichtbar gestalten aber man hat Jetzt schon davor angst, dass wir das böse Volk auf sensible Daten scharf sind die ohnehin keiner verlangt hat.

Wir wollen schlicht und einfach wissen wieviel etwa Herr Faymann ausgibt wenn er Berater hinzu zieht, größere Projekte finanziert werden müssen oder wieviel für Werbung ausgegeben wird.

Gesundheitsdaten, Geheimdienstberichte oder Daten der Polizei gehen ohnehin niemanden etwas an außer den betroffenen Personen.

Man vertraut mir nicht. Also habe ich auch keinen Grund der Regierung zu trauen.
Dürfen wir nicht zuviel wissen?
Was dürfen wir nicht erfahren?
Wer zahlt die Steuern pünktlich Monat für Monat?

Ich finde es ist keine Gnade zu wissen was mit unserem Geld passiert. Es ist unser Recht!!!

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Die reformfreudigste Nation Europas!

Es wird hier dasselbe herauskommen, wie bei:

- Rauchverbot in öffentlichen Lokalen
- Bundesstaatsreform
- Heeresreform

Wir werden - wie zu k.u.k-Zeiten - unsere Führungsrolle in Europa behaupten!

Das Amtsgeheimnis ist die Mutter der Korruption !!


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Re: Das Amtsgeheimnis ist die Mutter der Korruption !!

Fasching ist!

Aus den ÖVP Ministerien bekommt der Untersuchungsausschuß stappelweise geschwärzte Akten, aber Kurz (ÖVP) fordert eine Lockerung des Amtsgeheimnisses.

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Blablablablabla.....


Lauter leere Versprechungen! Getan wird nichts. Großparteien abwählen!

Re: Blablablablabla.....

.....und stattdessen Krawallparteien wählen? Einen Schwarzenberg haben wir leider nicht.

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Re: Blablablablabla.....

Alles Nebensächlichkeiten!

"Po-Grapschen"
Amtsgeheimnis
Verbot von Handys am Fahrrad
Alkoloocks
usw.

aber weiterhin keine:
Verwaltungsreform
Staatsreform
Bildungsreform
Heeresreform
Pensionsreform
Gesundheitsreform
usw.

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öffentlichen Unternehmen im Wettbewerb

welche bitte?

"Einige Fragen zu klären."

Ich könnte kotzen!

Einfach alles offenlegen was mit Steuergeld passiert, es sei denn es muss militärisch geheim gehalten werden. Und dann muss im Vorhinein schon festgeschrieben werden, wann es freigegeben wird.

Es könnte so einfach sein ...

Re: "Einige Fragen zu klären."

Nicht kotzen, richtig wählen. Schweden und Schweiz zeigen es vor. Stronach hat es im Programm. Der Filz der Altparteien läßt eine Transparenz, welche dem Steuerzahler zusteht, nicht zu. Die Fütterungen der Wählerklientel und Wählerbestechungen a´la´Beraterverträge und Medienkooperationen sowie illegale Parteienfinanzierungen usw. wären dann nicht mehr möglich.

Re: Re: "Einige Fragen zu klären."

Nackte Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Wie war das mit der Studie zur Postenbesetzung durch politische Parteien? Die Blauen haben während ihrer Amtszeit ordentlich Posten ausgeteilt um mit der SPÖ/ÖVP gleich zu ziehen.

Als Regierungspartei hatten sie die Chance das zu ändern.

Wer tatsächlich glaubt, dass die FPÖ besser sei als ÖVP/SPÖ hat die nahe Vergangenheit wohl verschlafen.

Re: "Einige Fragen zu klären."

So wird es das Team Stronach auch machen - geben wir mit unserer Stimme die entsprechende Macht dafür.
SPÖ/ÖVP kann nichts offen legen - allein die vergangenen 10 Jahre "zusammenpackeln" kann ihnen das Genick brechen.
Pröll schweigt bei PVA Milliarde - Häupl sieht Prölls Parteifinanzierung nicht.

In Salzburg ist es Zufall das es jetzt aufgekommen ist.
Bis dahin habens genauso gepackelt wie immer - bis es bekannt ist.

Das kann nur geändert werden wenn KEINE DER PARTEIEN auf der Regerungsbank sitzt.

DESHALB X STRONACH

Re: Re: "Einige Fragen zu klären."

He, was ist da mit einer PVA-Milliarde?

pro lege

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Re: Re: "Einige Fragen zu klären."

Kann ich nur voll unterstreichen! Protestwählen ist diesmal wichtig.
Hoffe die Großparteien bekommen etwas zum nachdenken.....

Re: Re: "Einige Fragen zu klären."

Vielleicht verstehen Sie, dass mit dem Aufkaufen von Politikern aus der 3. Reihe meine Zuversicht in integere Politik dieser Partei sehr geschwächt ist.

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Faymann zu Transparenz=

Lügenpoldis Rülpser! Jemand,der Steuergeld für sein Image verwendet,sollte sich zu diesem Thema nicht zu Wort melden!

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Re: Faymann zu Transparenz=

Der Sebastian Kurz bezahlt seit Monaten mit Steuergeldern Image Werbekampagnen. Ich seh seine Facebook Page fast täglich in den gesponsterten Meldungen auf Facebook.

 
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