Bauern wollen Extrageld

13.02.2013 | 18:14 |   (Die Presse)

Förderung. Österreich soll EU-Kürzung kompensieren.

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Wien/Ib. Der ÖVP-Bauernbund ruft nach Geld. Diesmal aber weniger laut als Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Denn während dieser jährlich 72 Millionen Euro Extramittel für Bauern aus dem Bundesbudget herausverhandeln möchte, gibt sich sein Parteifreund, der Bauernbund-Präsident Jakob Auer, mit „nur“ 48 Millionen Euro jährlich zufrieden.

Doch wodurch ist diese Forderung nach mehr Geld begründet? Sei der Vorwoche steht fest, dass Österreichs Bauern weniger EU-Förderungen bekommen: Von 2014 bis 2020 fallen gut 250 Millionen Euro weg – also 36 Millionen Euro im Jahr. Auer verlangt daher für die erste Säule (das Geld, das je Hektar ausbezahlt wird) 24 Millionen Euro. Für die zweite Säule (Förderungen von Umweltleistungen) samt Kofinanzierung 24 Millionen Euro im Jahr. Laut Berlakovich habe sein Ressort dafür kein Geld. Und auch Staatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) will keine Extramittel aus dem Bundesbudget dafür aufbringen. Sollte es also nicht mehr Geld geben, will Auer umstrukturieren: Es fließe etwa viel Geld in nicht agrarische Bereiche wie Gemeinden. Das gehöre geändert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2013)

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3 Kommentare

Die, die nie genug kriegen!


Volle Zustimmung !!!

Berlakovich als Bundesminister Bauernbündler untragbar !!! Dazu als Umweltminister noch dazu für Erhöhung des umweltschädlichen und Energie fressenden Bio-Sprits (hilft nur der Raika und deren Agrana) !!!

2 0

seltsamer Bauernbund?

fast die Hälfte der Agrarsubventionen geht in die ländliche Entwicklung und an landwirtschaftliche Industrie, die damit beispielsweise Orangensaft produziert. Das Bauernsterben geht hingegen munter weiter. Was bekommt der Bauernbund dafür, wenn er als Lobbyist dieser Industrie tätig ist und die Interessen der bäuerlichen Mittelbetriebe vernachlässigt?

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