Stronach zu Schloss-Kauf: "Das war ein Müll-Platz"

22.02.2013 | 08:47 |   (DiePresse.com)

Der Milliardär betont erneut, dass er Schloss Reifnitz nicht zu billig erhalten habe. Auf ein Ziel für die Niederösterreich-Wahl will er sich nicht festlegen.

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Parteigründer Frank Stronach hat im Interview mit der Austria Presse Agentur erneut den Kauf von Schloss Reifnitz am Kärntner Wörthersee verteidigt. Das Schloss sei viele Jahre zum Verkauf gestanden und niemand habe es erworben. Durch die Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses seien ihm hohe Kosten entstanden: "Das war ein Müllablagerungsplatz und hat furchtbar ausgeschaut."

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Für die Veräußerung aus dem Jahr 2005 interessiert sich ja derzeit die Justiz. Laut Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft besteht der Verdacht der Untreue, Stronach soll das Schloss deutlich zu billig erworben haben. Zudem soll auch jene Abschlagszahlung von einer Million Euro überprüft werden, mit der sich die Gemeinde Maria Wörth ihr Rückkaufrecht ablösen ließ. Dieses Recht wurde der Kommune für den Fall eingeräumt, dass Stronach nicht wie vertraglich vereinbart binnen fünf Jahren ein Hotel eröffnet. Das Hotel wurde nie realisiert, Kritiker behaupten, dass die Million viel zu wenig gewesen sei.

Was er mit dem Schloss mache, sei seine persönliche Sache, meint dazu Stronach. Es sei nie eine Auflage gewesen, dass er ein Hotel draus mache. Es gebe dort noch extra Land und er habe angekündigt, dort Eigentumswohnungen zu bauen. Wenn man die Genehmigung bekomme, werde man die auch bauen, bekräftigte Stronach. Im Vertrag war allerdings ausdrücklich von einem Hotel die Rede und nicht von Eigentumswohnungen.

Niederösterreich: Spitzenkandidat als "Berater"

Auf Prozente, die das Team Stronach bei der Niederösterreich-Wahl erreichen wolle, legte sich der Spitzenkandidat nicht fest. Er selbst wird jedenfalls nicht in den Landtag einziehen, sondern seinem jungen Team im Bundesland als "Berater" zur Verfügung stehen.

Im Falle des Einzugs in den Landtag werde man Erwin Pröll "bestimmt nicht" zum Landeshauptmann wählen, weil er "nicht fähig genug" sei. Niederösterreich habe die "größten Schulden" und die "zweitgrößte Arbeitslosigkeit nach Wien", kritisierte Stronach. Pröll würde das meiste Geld der Niederösterreicher im Ausland investieren, im Land fehle es. Einmal mehr erinnerte Stronach daran, dass er im Bundesland 2000 Arbeitsplätze geschaffen und etwa 400 Mio. Euro investiert habe. Mit dem in den späten 1990ern als "Kugel" bekannt gewordenen Familienpark ("Vienna Globe Resort Park") in Ebreichsdorf wären es weitere 3000 Arbeitsplätze gewesen.

"Frank, ja, das machen wir", habe Pröll damals zu ihm gesagt. Als sich "ein paar Grüne aufgeregt" hätten, dass die "Kugel" einen "Schatten wirft rein nach Niederösterreich", habe der Landeshauptmann seine Meinung geändert. "Er sagt nicht die Wahrheit, er hat es verhindert", so Stronach.

Einmal mehr sagte Stronach, dass Pröll "kein Mann" und "zu feig" sei, "mit mir sachlich zu diskutieren": "Die Leute sollten feststellen können, wer ist der bessere Mann für Niederösterreich. Aber er (Pröll) traut sich nicht." Gleichzeitig bekräftigte Stronach, dass er selbst an der "ORF"-Diskussion der Spitzenkandidaten am Sonntag nicht teilnehmen werde: In einer "Elefantenrunde" werde nur alles "zertrampelt", das sei nicht konstruktiv.

(APA)

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54 Kommentare
 
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Österreichisches Neidvolk

Vor Stronach hat sich keiner darum gerissen, jetzt sinds wieder alle neidisch!
Angezettelt von der SPÖ ah SPÖ da fällt mir ein: Wie kann sich den die SPÖ Laska ein Haus in Florida leisten???

Hahaha

Und jetzt will er auch noch die umwidmung um am seeufer luxusimmobilien zu bauen

schnallts denn keiner - der haelt doch alle am schmaeh!

"Das war ein Müll-Platz"

von aussen schaut so ein Schloß immer sehr schön aus.
Aber wer kauft so ein Gebäude eigentlich noch. Nur die , die zuviel Geld haben zum wegschmeissen.

Viele wurden einfach für 1 Euro verschenkt mit der Auflage es zu sanieren. Die Sanierung kostet meist viel mehr als das Schloß eigentlich an Wert hat.

Denkmalschutz hat immer ein Problem, jede Änderung oder Umbau muß genehmigt werden.

Das bei einem Immobilien Geschäft auch und unter Umständen eine Vermittlungsprovision bezahlt werden muß ist auch klar. Wovon würden den die Makler sonst leben.


Re: "Das war ein Müll-Platz"

... um besagten einen € wüßte ich auch eine alte Burg i.d. Nähe von Gloggnitz.

Niederösterreich habe die "größten Schulden" und die "zweitgrößte Arbeitslosigkeit nach Wien" ....

diese fakten sind unbestritten.

gerade die övp, die öffentlich immer gegen das schuldenmachen auftritt, kommt da in schwere erklärungsnot.

auch im bund stellen sie seit 2000 die finanzminister. und österreichs schulden steigen immer weiter.

die besten zeiten eines erwin pröll sind lange vorbei. zuletzt hat er nur mehr fehlentscheidungen getroffen (siehe spekulation, strasser, etc.).

Österreicher! Sucht Müllplätze mit Seezugang! Mit oder ohne Schloss! Frank kauft!

Es ist wie immer. Frank will helfen.
Und a paar Millionen reingeben.
Völlig ohne Eigennutz.

Warum

ist der Erwin so feige und Selbstverliebt ???

Österreicher! Landsleute! Sucht Müllplätze mit direktem Seeanschluss! Ob mit oder ohne Schloss, der Frank kauft es euch ab!

Wie immer. Er wollte nur helfen. Und ein paar Handwerkern zur Oarbeit verhelfen.
Persönliche Bereicherung (Grundwert) standen eh nie zur Debatte.

Re: Österreicher! Landsleute! Sucht Müllplätze mit direktem Seeanschluss! Ob mit oder ohne Schloss, der Frank kauft es euch ab!

Glauben Sie tatsächlich, einen Multimilliardär mit riesigem Immobilienbesitz in Kanada und den USA interessiert die "Wertsteigerung" eines kleinen Grundstücks in Kärnten mit baufälligem Schlößchen drauf?

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Re: Österreicher! Landsleute! Sucht Müllplätze mit direktem Seeanschluss! Ob mit oder ohne Schloss, der Frank kauft es euch ab!

Was hast du für ein Problem damit, wenn ein Geschäftsmann Geld verdienen will?


Re: Re: Österreicher! Landsleute! Sucht Müllplätze mit direktem Seeanschluss! Ob mit oder ohne Schloss, der Frank kauft es euch ab!

Sagt Stronach das? Dass er damit Geld verdienen wollte?

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Re: Re: Re: Österreicher! Landsleute! Sucht Müllplätze mit direktem Seeanschluss! Ob mit oder ohne Schloss, der Frank kauft es euch ab!

Muss er das erst sagen?

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Re: Re: Re: Österreicher! Landsleute! Sucht Müllplätze mit direktem Seeanschluss! Ob mit oder ohne Schloss, der Frank kauft es euch ab!

Muss er das erst sagen?

geiz regiert die welt

wir sollten froh sein, dass überhaupt jemand dieses denkmalgeschützte gebäude gekauf UND saniert hat.

wer bitte steckt sonst soviel geld in ein mehr oder weniger verfallenes gebäude. da macht der kaufpreis doch ohnehin nur einen bruchteil der gesamtkosten aus - oder umgekehrt die sanierung ein vielfaches des kaufpreises.

dass die bude jetzt einen gewissen wert hat ist doch nur legitim. ob der kaufpreis + sanierung bei einem verkauf erwirtschaftet werden kann ist allerdings fraglich - und wenn ist es auch ok, oder?!

aber is eh wurscht.
der pöbel ist nun mal der pöbel!

Re: geiz regiert die welt

Ihr Nick ehrt Sie!
Er hat angefangen mit der Sanierung, ist aber nie fertig geworden!

Re: Re: geiz regiert die welt

...ach, danke, ich fühle mich geschmeichelt.

aber es handelt sich nicht um einen namen sondern einen permanent-zustand. (zur erklärung: wer nicht glaubt alles zu wissen ist immer bereit dazu zu lernen. wer alles weiss lernt nichts mehr dazu. - ist eine grundeinstellung.)

ob die bude fertig ist weiß ich natürlich nicht - und was da nicht fertig ist auch nciht. aber das kann viele gründe haben. zb. die baubehörde, denkmalamt, witterung, ...aber auch andere finanzierung, probleme mit baufirmen, planung, trockenlegung, und und und...
ich vermute einmal nicht gleich das schlimmste. also macht es auch nichts wenns nicht fertig ist. der frankie wird schon woanders unterkommen bis zur fertigstellung. ;-)

Das Schloss, die Wahlen, Stronachs Auftritte sind ja nicht getrennt:

Stronach betreibt "Politik" ohne langes Nachdenken und Grübeln und Mitreden. Am liebsten ohne Debatten, Studien, Vermittlungen. "Ich habe meine Werte, das genügt. Demokratie, ach was! Viel zu mühsam!"

Dieser hier

Dieser Franz Strohsack (absichtlich) ist ja wirklich ein ...

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Diesen Schloss hätte ja jeder anderer kaufen können...

Ein Objekt ist immer nur so viel wert als was man dafür bekommt. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Raunzer hier hätte ja vor Stronach ja mehr bezahlen können, ja warum haben sie das nicht getan...?

ist doch schei*egal!

was soll das ganze Theater? Heimat, du gehst mir mit Deinen Problemen langsam gehörig am Sack!

Wieso sind in diesem Artikel...

zwei völlig unterschiedliche Themen so vermengt?

Einerseits diese leidige Schlossgeschichte. Da würde ich gerne jene Poster, die sich darüber aufregen kennenlernen, und erfahren ob sie freiwillig zB für einen vom Vorbesitzer schlecht behandelten Gebrauchtwagen mehr bezahlen, der schon ewig herumsteht und nicht gepflegt wurde, nur weil möglicherweise der Listenpreis höher ist!

Andererseits die NÖ-Wahl, die ja wirklich mit dem Schloss nichts zu tun hat! Dort ist es halt so, dass die ÖVP nicht mehr glaubwürdig ist... die reden seit 15 Jahren vom Ende der Schuldenpolitik und machen das glatte Gegenteil. Da ist einfalch Stronach glaubwürdiger!

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Re: Wieso sind in diesem Artikel...

stimme vollinhaltlich zu!!

Re: Wieso sind in diesem Artikel...

antwort: ...na weil wahlkampf ist.

wie soll sich die SPÖ-ÖVP sonst wehren - wo die beiden soviel dreck am stecken haben.

da muß man halt alles versuchen... ist doch klar.

regierung abwählen. fertig.

Jetzt wissen wir, warum er so böse auf den Erwin ist............

..............der hat ihm die Kugel verhindert.

Im Kärntner Wahlkampf hingegen ist Fränki unsicht- und hörbar. Wir Kärntner hätten uns ein paar kräftige Ansagen wegen des FPK-Korruptionssumpfes gewünscht. Aber nein, Fränki krault dem Dörfler das Goderl, wie beim letzten Treffen. Das hat doch wohl nichts mit Haider und den Freiheitlichen, die ihm das Schloss und hohe Förderungen zugeschanzt haben, zu tun? Rechtsanwalt Seeber, der den Deal vertraglich über die Bühne bringen durfte, hat gestanden, den Freiheitlichen dafür 230 000 Euro überwiesen zu haben. ein Schelm, der Böses dabei denkt?

den Freiheitlichen dafür 230 000 Euro überwiesen zu haben....

das sagt der frank ja. es war viel zu teuer, dieses schloß, wenn auch dieser betrag noch drin war.

Strohsack braucht einen käuflichen Sender (wie in Italien), wie er selbst einmal gesagt hat.

Berlusconis Gesetzesbrüche konnte allerdings auch sein Fernsehimperium nicht schönschreiben - auch Strohsack wird es nichts nützen.

Ein Politiker, der nicht im Stande ist, mit seinen Mitbewerbern zu diskutieren, ist auch nicht politfähig! Der Milliardär ist nur gewohnt, anzuschaffen ohne zuzuhören.
Deshalb sind auch so viele seiner Projekte in Österreich gescheitert.

 
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