FPK-Krise: Landtagsabgeordnete legt Mandat zurück

23.03.2013 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Die FPK setzt mit dem Polit-Aus von Wilma Warmuth ein "erstes Zeichen der Erneuerung". Auch Dobernig soll seinen Rückzug angekündigt haben: "Ich muss nicht in den Landtag einziehen".

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Die FPK-Politikerin Wilma Warmuth zieht sich als Landtagsabgeordnete und als Bezirksparteiobfrau von St. Veit zurück. Sie war 17 Jahre Abgeordnete im Kärntner Landtag. Ihr folgt nun der FPK-Bundesratsabgeordnete und Bürgermeister von Straßburg (Bezirk St. Veit)
Franz Pirolt. FPK-Chef Christian Ragger bezeichnete die überraschende Personalrochade am Samstag als ein "erstes Zeichen der Erneuerung".

Weiters gab Ragger den Termin für den Parteitag der FPK preis. Laut einem Bericht der "Kleinen Zeitung" wird dieser am 21. April stattfinden.

Dort wird sich Ragger, bisher geschäftsführender Parteiobmann, der Wahl stellen. Außerdem soll über eine Wiedervereinigung mit der FPÖ und mögliche Parteiausschüsse für Gerhard Dörfler, Harald Dobernig und Hannes Anton entschieden werden. Die drei freiheitlichen Politiker hatten sich geweigert, wie von Ragger gefordert eine Mandats-Verzichtserklärung zu unterzeichnen. Daher versagt ihnen Ragger, einem blauen Klub im Landtag beizutreten.

Für einen Klub sind vier Mandatare notwendig. Die FPK hat bei der Landtagswahl am 3. März sechs Sitze errungen. Nach Raggers "Nein" zum einem Klub mit den drei Dissidenten kommt bis auf Weiteres kein Freiheitlicher Klub zustande.

Bericht: Dobernig kündigt Rückzug an

Unterdessen berichtete das "profil" vorab, dass Dobernig seinen Rückzug angekündigt habe. Er wurde mit den Worten "Ich muss nicht in den Landtag einziehen" zitiert. Er werde "sicher nicht am Sessel kleben" und sei "kein politischer Versorgungsfall". Ragger kommentierte die Meldung vorerst nicht.

(APA)

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53 Kommentare
 
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Wenn ich richtig informiert bin,

"vergessen" die "Qualitätszeitungen" immer zu erwähnen, dass die Freiheitlichen noch niemals (!) eine absolute Mehrheit hatten und daher immer mit mindestens (!) einer weiteren Partei in der Landesregierung saßen.

Dieses Land ist nur noch zum Kotzen.

Re: Wenn ich richtig informiert bin,


Da wird ja auch der schwarze Birnbacher zum Orangen umgebaut!

Und weil es gerade so passt, werden die Orangen dann gleich zu Blauen gemacht!

Weil die FPÖ der einzige ernstzunehmende Gegner von RotSchwarz ist!


Re: Re: Wenn ich richtig informiert bin,

Na wenn sich die FPÖ aus purer Macht- und Geldgeilheit x-Mal spaltet und blaue Politiker die Partei wechseln, wie normale Menschen die Unterhosen, brauchen sie sich dann nicht wundern, wenn keiner mehr weiß, wer gerade in welcher Partei die Leute abzockt.

Re: Re: Re: Wenn ich richtig informiert bin,

Da haben Sie natürlich recht, ich bin auch der Meinung, dass die Freiheitlichen die Niederlage mehr als verdient haben.
Was nichts an der Kritik an der Berichterstattung ändert.

Ich ahne die Versorgung

Ich glaube, daß der eine oder andere FPK-ÖVP-Politiker Glück beim Glücksspiel haben wird.

In der letzten Sitzung des bisherigen Regimes hat Novomatik nämlich das Monopol für das "Kleine Glücksspiel" in Kärnten für 15 Jahre (!) erhalten.

Hätte eine weise Regierung dieses unmoralische Geschäft nicht der Nachfolgerin überlassen sollen? Dort werden mehrere Glückspielgegner sitzen!

Wie in solchen Situationen nicht anders zu erwarten,

einige Monate lang geht es nun in Kärnten drunter und drüber.

Ich bewundere die Kärntner, dass sie ihre ehemaligen Politiker so deutlich in die Wüste geschickt haben. Ob sie mit der SPÖ besser dran sind, ist eine andere Geschichte.

Aber die nächsten Wahlen kommen bestimmt - da kann man dies, falls erforderlich, wiederholen.

So funktioniert echte Demokratie. (Da können sich die NÖer und Wiener ein Beispiel nehmen!)

Re: Wie in solchen Situationen nicht anders zu erwarten,

Warum ist gerade Dörfler so ein extremer Sesselkleber bzw. potentieller Versorgungsfall ?

Re: Re: Wie in solchen Situationen nicht anders zu erwarten,

Weil die FPK ihre ehemaligen Politiker nicht bei Raiffeisen oder AK versorgen kann.

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Re: Re: Re: Wie in solchen Situationen nicht anders zu erwarten,

Das heißt, sogar dafür sind die Rechten zu dämlich, geht man nach deiner Aussage.

Was ist der Unterschied ...

... zwischen einem Mini und der FPK? Der Mini hat mehr Sitze!

Re: Was ist der Unterschied ...

hahhahahahahaha

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Lauter Kasperln die hinter Gittern gehören!!!


Re: Lauter Kasperln die hinter Gittern gehören!!!

Du gehörst jedenfalls wieder in die Volksschule, vielleicht lernst du dann das Schreiben.

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Schade um dieses schöne Kärnten

Die Roten und die Schwarzen zeigen uns jeden Tag, daß sie nicht regieren können. Diese beiden Parteien haben in der politischen Landschaft eigentlich nichts mehr verloren. Die kommenden Jahre sind verlorene Zeit und werden den bekannten Stillstand, Belastungen für die kleinen Leute und Perspektivenlosigkeit für die Jugend bringen.

Re: Schade um dieses schöne Kärnten

Candis - ich verstehe Sie!
Es tut schon sehr weh, so viel zu verlieren!

Re: Re: Schade um dieses schöne Kärnten


Reden wir nach der Nationalratswahl weiter, mein sozialistischer Freund!

Da werden Sie weniger zu lachen haben, wie übrigens auch in Niederösterreich!


Re: Re: Re: Schade um dieses schöne Kärnten

Jeder, der nicht blau ist, ist also gleich ein Sozialist? Ihr Weltbild ist wahrhaftig sehr beschränkt.

4 3

Re: Schade um dieses schöne Kärnten

Ähhm, wer hat Kärnten in den letzten Jahren zugrunde gerichtet? Wer war daran beteiligt, die korrupteste und schlechteste Regierung zwischen 2000 und 2006 zu stellen?


Warum dauert das so lange?

SPÖ+ÖVP haben sich den gesamten Staat untereinander im Proporz aufgeteilt. Scheidet jemand als Politiker aus bekommt er einen hochbezahlten Vorstandsposten bei einem staatsnahen Betrieb. Diese Möglichkeit haben andere Parteien nicht.

Wo sollen die auf einmal einen so hochbezahlten Job finden??? Die sind von einem Tag zum anderen "arbeitslos".

Re: Warum dauert das so lange?

Schön, dass sogar schon die blauen Kampfposter zugeben, dass ihre (ehemaligen) Spitzenfunktionäre zu unfähig sind, um in der Privatwirtschaft bestehen zu können.

"arbeitslos"

mangels Qualifikation.

Die konnten alle nur im geschützten Bereich herumtrollen, in der freien Wirtschaft muss man Kompetenzen vorweisen.

:-)

100% richtig!

Bei Staat oder staatsnahen Betrieben genügt das richtige Parteibuch um ausreichend qualifiziert zu sein.

Ein Beispiel: Da war einmal ein kleiner Telefontechniker unter dessen Leitung es immer wieder Probleme im Betrieb gab. Mit dem richtigen Parteibuch schaffte er es sogar bis zum Bundeskanzler. Manche Damen flüchteten nach 18:00h rasch nach Hause - aber das ist eine andere Geschichte.

Es war einmal so fangen alle Märchen an:

Ein kleine Telefontechniker der wollte hoch hinaus. Um das zu erreichen ging er zur Partei, - der Richtigen natürlich.

Wenig später war er als Politiker und Manager für ALLE Funktionen bestens qualifiziert.

Wo liegt der Unterschied zu Kuba, Nordkorea oder der ehemaligen DDR?

In einem Lebenslauf klingt es nicht gut, wenn man auch einmal "ein ganz kleiner Mann war".

Re: 100% richtig!

Entweder sind Sie ein Schwindler oder haben Sie uns etwas sehr Interessantes mitzuteilen!

Welcher Bundeskanzler soll dass denn gewesen sein? Bei keinem ist im Lebenslauf der Beruf des Telefontechnikers mitangeführt ...

Teilen Sie uns doch bitte Details mit!
Gern wollen wir wissen was man uns unterschlägt ...

Theoretisch käme nur Klima in Frage, aber ...

ob 3 oder 4

Abgeordnete hilft der FPK nicht weiter aus ihrer desatrösen Situation heraus. 6 Mandate errang man, nur mehr 4 sind über! Die FPK wird aufgelöst werden und als Kärntner Filiale der blauen fungieren!

13 11

Lang hat es gedauert..

..aber langsam trauen sich ein paar blaue Kampfposter wieder aus ihren Löchern ^^

 
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