Kärnten: Köfer mit Referataufteilung nicht zufrieden

29.03.2013 | 12:04 |   (DiePresse.com)

Der Landesrat des Team Stronach hätte lieber das Gemeinde- oder das Sozialreferat erhalten, als jenes für Straßenbau.

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Gerhard Köfer, neuer Landesrat des Team Stronach in Kärnten, ist mit dem ihm zugedachten Straßenbaureferat nicht zufrieden. Das Gemeinde- oder das Sozialreferat wäre ihm lieber gewesen, erklärte Köfer am Tag nach der konstituierenden Landtagssitzung vor Journalisten. Der neu gebildeten Koalition aus SPÖ, ÖVP und den Grünen warf der Stronach-Politiker vor, nichts von der angekündigten "neuen Bescheidenheit" umzusetzen.

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Köfer kündigte an, auf das ihm zustehende Dienstfahrzeug samt Chauffeur verzichten zu wollen. Auch auf Kilometergeld will er verzichten. Begründung: "Auch einfache Pendler bekommen das nicht." Köfer forderte auch die übrigen Regierungsmitglieder zum Verzicht auf das Dienstauto auf. Besonders die in Klagenfurt lebenden Regierungsmitglieder Peter Kaiser (SPÖ), Wolfgang Waldner (ÖVP) sowie Rolf Holub (Grüne) würden keinen Dienstwagen benötigen, so Köfer.

Mit "Freunden" zur Premiere?

Der Neo-Landesrat warf Landeshauptmann Kaiser auch vor, "seine Freunde" Holub und Waldner Donnerstagabend in die Landeshauptmann-Loge des Stadttheaters Klagenfurt zur Premiere von "Sunset Boulevard" eingeladen zu haben. Die Loge sollte vielmehr gewinnbringend vermietet werden, so Köfer. Kaiser, Waldner und Holub waren bei ihrem Theaterbesuch übrigens vom Klagenfurter Premierenpublikum vor Beginn der Aufführung spontan mit starkem Applaus bedacht worden.

Für sein Straßenbaureferat sieht Köfer "nicht viele Möglichkeiten. "Ich werde Straßen sanieren und Radwege ausbauen, das Referat wird aber schwierig zu führen sein", sagte er. In der Regierung und im Landtag will Köfer mit seinem Team Stronach in der kommenden Periode die "einzige aktive Kontrollinstanz" sein. Klubdirektor im Landtag wird Ex-SPÖ-Politiker Karl Markut. Köfers Büroleiter in der Regierung wird Rene Cerne, zum, Landesgeschäftsführer der Partei wurde Roman Steinwender bestellt.

(APA)

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