Kärnten schafft Pflegeregress ab

09.04.2013 | 11:06 |   (DiePresse.com)

Die neue rot-schwarz-grüne Koalition unter Landeshauptmann Peter Kaiser nimmt ihre Arbeit auf.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Die neue Kärntner Landesregierung tritt am Dienstag zu ihrer ersten regulären Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung ganz oben steht die Abschaffung des Pflegeregresses, wie es Wahlsieger SPÖ vor der Landtagswahl versprochen hat. Die Zuzahlung für Angehörige soll per 1. Mai enden.

Nach der Regierungssitzung werden Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), Landesrat Wolfgang Waldner (ÖVP) und Landesrat Rolf Holub (Grüne) eine Pressekonferenz geben. Dieses gemeinsame Auftreten des Koalitions-Trios soll künftig nach allen Sitzungen erfolgen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

6 Kommentare

Gleichheitsgrundsatz verlangt Pflegeversicherung

Nach dem ABGB erhalten die Eltern ihre Kinder und die erwachsenen Kinder ihre alt gewordenen Eltern.

Nach dem (hinkenden = einseitig begünstigenden) sozialversicherungsrechtlichen „Generationenvertrag“ erhalten zwar alle berufstätigen „Kinder“ alle in Pension gegangenen „Eltern“ (inkl Kinderlose). Nicht jedoch erhalten alle „Eltern“ (inkl Kinderlose) alle Kinder. Die Kinderlosen zahlen nämlich in Bezug auf den Pensionsbeitrag Kindererziehung nur verhältnismäßig geringe Beiträge (zB über Steuern für die öffentlichen Schulen oder über SV-Beiträge für die Kinder-Mitversicherung), während die Eltern (im Wege über erziehungsbedingten Einkommensverlust) die Hauptlast für die allgemeine Pensionsvorsorge tragen (wofür sie dann noch die weitaus geringeren Pensionen bekommen). Wobei die Kinder mitdiskriminiert werden. (Siehe mein Website-Thema „Diskriminierung...“.)

Die Kinder-Diskriminierung setzt sich 30 Jahre später fort, wenn die Kinderlosen (tatsächlich oder offiziell) nicht genügend Mittel für ihre Pflege haben und daher von der Allgemeinheit (= den nunmehr berufstätigen früheren Kindern, für deren Erziehungskosten die Kinderlosen seinerzeit nur weit unteranteilig beigetragen haben) miterhalten werden.

Der Gleichheitsgrundsatz erfordert also die Einführung einer Pflegeversicherung, sinnvoller (= sparsamer) Weise administriert von der (bereits bestehenden) Krankenversicherungs-Verwaltung.

Pflegeversicherung einführen

Und das Problem ist auch bundesweit gelöst.

Warum soll das Vermögen eines Menschen nicht seiner Pflege dienen ??


Die Sozialisierung des Pflegeaufwands ist eine Frechheit !!

Warum sollen meine Kinder verdeckt über Steuern & Lohnnebenkosten die Pflege von Kinderlosen, Arbeitsscheuen u. Minderleistern finanzieren ??


ob jetzt die ominösen steirischen "Reformpartner"

als Letzte im Bunde auch den Regress aufheben...?

Kinder müssen nur mehr 2x zahlen.


Ja, es ist wohl gerechter, den Regress abzuschaffen.

Mit dem Regress zahlen meine Kinder 3x:

1.) Steuern und Abgaben für die Pflegeversorgung der eigenen Eltern.
2.) Steuern und Abgaben für die Pflegeversorgung aller Kinderlosen.
3.) Die Regresskosten für die eigenen Eltern.

Nun müssen sie nur mehr 2x zahlen.

Dennoch bleibt das System unerhört ungerecht, weil die Kinderlosen jedenfalls nur vom System schmarotzen, ohne selbst (durch eigene Kinder) vorgesorgt zu haben.

Plebs vult!

Das bedeutet, die Leistungsträger werden zur Kasse gebeten!

Das Bundesheer und sein Kampf ums Budget

Mein Parlament

AnmeldenAnmelden