Wiens SPÖ und der Kampf um das Lebensglück

24.04.2013 | 18:14 |   (Die Presse)

Der Landesparteitag der Bürgermeisterpartei steht im Zeichen der Nationalratswahl im Herbst. Forciert werden SPÖ-Kernthemen. Das zeigt nicht nur die Nominierung von Hundstorfer als Wiener SP-Spitzenkandidat.

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Wien/Stu. „Es wird ein anderer Ton herrschen“, kündigt Wiens Bürgermeister Michael Häupl im Vorfeld des Landesparteitags an – nachdem sich der Wiener Bürgermeister wahlkampfmäßig bisher zurückgehalten hat. Am Samstag sollen die Funktionäre aber darauf eingeschworen werden, ab sofort für Bundeskanzler Werner Faymann zu laufen.

Inhaltlich setzt die Wiener SP auf traditionelle SP-Kernthemen. Das zeigt nicht nur die Nominierung von Sozialminister Rudolf Hundstorfer als Wiener SP-Spitzenkandidat. In den Leitanträgen werden Verteilungsgerechtigkeit, bessere soziale Absicherung, die Einführung einer Vermögensteuer, billigere Mieten und bessere Bildung für alle gefordert. Bezeichnend dafür ist ein Antrag der Gewerkschaft, in dem es wörtlich heißt: „Wir wollen, dass Arbeitnehmer glücklich in der Arbeitswelt und mit ihrem Leben sind.“

Überraschungen sind nicht zu erwarten, obwohl sich Häupl und die Wiener SP-Spitze der Wiederwahl stellen. Denn die (vorhandenen) SP-internen Vorbehalte gegen die rot-grüne Koalition haben sich bereits beim vorigen Wahlparteitag entladen – mit entsprechenden Streichungen. Jetzt, vor der Nationalratswahl: Grabenkämpfe um Wiener ÖVP-Mandate, werde man die Führungsriege sicher nicht schwächen, erklären selbst kritische SP-Funktionäre.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2013)

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11 Kommentare

die presse verschläfts mal wieder



typisch. rathaus-pressprecher haben halt immer recht. es wird schon nix passieren, gute nacht und schönes wochenende! und einfach die apa-meldung dann übernehmen, das reicht bestimmt als "berichterstattung".

Es weint das Volk… Seinen (...) in sich hinein

Reich sans wuan
Unsare Madln und Buam
Staareich
Und kana is mehr gleich
Der Triumpf der Elite Hackla
Sööba heit die Einsackla
Forsch wird aokassiert
Alles wird stüüschweigend toleriert
Dick und beachtlich reich sans wuan
Unsare Parteihierarchischen Madln und Buam
Kana schaut dir mehr grad ins Gsicht
Schleichen um den haaßen Brei
Wäu nix habns angstööt
Nirgends woans dabei


Super! Also wieder ein Neid-, Misswirtschafts-, Inkompetenz- und Leistungsbestrafungswahlkampf

Juhu! Und das alles für eine ungebildete, narzisstische, selbstopportune Kasperlstimme! Bin gespannt ob die gleichen Leute, welche alle Österreicher mit massiver, nachhaltsloser Überschuldung, Bürgerrechtsabbau und Zwangssolidarität mit der Verantwortungslosigkeit in Geiselhaft genommen haben, vom gleichen Wahlvolk die legitimation zur totalen Stasi-Überwachungs-Enteignungs-Versklavung erhalten werden.

aber hui

bei der ausarbeitung und erstellung dieser brandaktuellen pläne werden wohl wieder horden von spindoktoren aus übersee am werke gewesen sein und unsere parteiwuseln werden wied gebrainstormt haben dass es nur so zischte in der löwelstrasse.

13

das große glück

auf grund ihrer leistungen nicht im gefängnis zu landen hatten bisher die hervorragenden politiker der spö.

laska
verzetnitsch
hundsdorfer
blecha
gratz
sinowatz
zilk.

12

Wer für Faymann läuft

Dem ist nicht mehr zu helfen!

unschlagbar phantasievoll!

„Wir wollen, dass Arbeitnehmer glücklich in der Arbeitswelt und mit ihrem Leben sind.“
Zitatende:
Ja wer das Glück verspricht, kann wohl nur Lotto-Totto meinen - denn dabei ist alles möglich. Anderfalls ist es die neuerlich Ankündigung eines realen Sozialismus.

Kampf ums Lebensglück?

Für sein Glück ist jeder auch bis zu einem gewissen Grad selbst verantwortlich. Die Entmündigung und Enthirnung der Bürger ist in den letzten vier Jahrzehnten Sozialismus in Österreich sowieso schon fast irreversibel fortgeschritten.
Diese Jahre haben aber in puncto Lebensglück offensichtlich nichts erreicht.
Ebenso wie Gerechtigkeit ist es nicht möglich Glück politisch anzuordnen - außer vielleicht in Nordkorea.
In einer Gesellschaft, in der sich fast jeder, vor allem aber jene, die sowieso am Sozialtropf hängen, ungerecht behandelt fühlt, wird Glück nie erreicht werden. (Lebens-) Glück ist und bleibt eine persönliche Einstellung und auch die Fähigkeit zur Verarbeitung seines Lebens und seiner Krisen. Glück heißt auch sein Leben in die Hand zu nehmen, aufzustehen und zu kämpfen oder es mit Fatalismus zu nehmen, wie es kommt (nach Ovid: "Ertrage und harre aus!"). Mit Wohlstand hat Glück, eigentlich viel wichtiger Zufriedenheit, und das beweisen Untersuchungen in "armen" Ländern immer wieder, nichts zu tun. Glück und Zufriedenheit heißt u.A. z.B. Familie, Kinder, Freunde und Gesundheit. Für das Glück in der Arbeitswelt hätte die SPÖ schon lange sorgen können, vor allem in Wien. Für unser Lebensglück wird der Sozialismus nichts tun können.

Antrag der Gewerkschaft

Bezeichnend dafür ist ein Antrag der Gewerkschaft, in dem es wörtlich heißt: „Wir wollen, dass Arbeitnehmer glücklich in der Arbeitswelt und mit ihrem Leben sind.“

Die neuen Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien werden sich sicher darüber freuen.

"Überraschungen sind nicht zu erwarten,

obwohl sich Häupl und die Wiener SP-Spitze der Wiederwahl stellen"
Gerade deshalb sind ja keine Überraschungen zu erwarten!
"Es wird ein anderer Ton herrschen“, kündigt Wiens Bürgermeister Michael Häupl im Vorfeld des Landesparteitags an" - darauf bin ich allerdings gespannt. Wird er dann "mir san mir" lallen?

Dieser

f ttgefressene Ungustl, der pausenlos mit seiner hand in der tasche taschenmurmeln spielt, ist einfach nur zum kotzen!

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