Stronach feierte im Prater

01.05.2013 | 18:14 |   (Die Presse)

Die ÖVP will bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Grünen wollen 1450 Euro Mindestlohn.

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Wien/Apa. Die Bierbänke waren halbwegs gut gefüllt, vor allem älteres Publikum amüsierte sich bei Freigetränk und Imbiss am zünftigen Musikprogramm. „Ich bin einer von euch“, sagte Frank Stronach, der zu dieser Maifeier in den Wiener Prater geladen hatte. Die Arbeiter hätten seiner Meinung nach ein moralisches Recht auf einen Teil des Profits. Der Tag der Arbeit sei ein „großer Tag der Besinnung“, man müsse laufend nachdenken, wie Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen sind, um den Wohlstand der Bürger zu verbessern. An der Regierung ließ Stronach kein gutes Haar.

Die ÖVP beging den 1.Mai mit einer Pressekonferenz zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Man wolle keine „Zwangsjacke“, sondern Wahlfreiheit, so Parteichef Michael Spindelegger. Im nächsten Regierungsprogramm sollen flexiblere Angebote auf Betriebsebene einen Schwerpunkt bilden. Und auf die SPÖ gemünzt: „Es geht am 1.Mai nicht darum, dass nur marschiert oder ,Arbeit‘ plakatiert wird, sondern darum, Arbeit zu ermöglichen.“

Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

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16 Kommentare

ein mindestlohn von 1450 ist völlig utopisch

abgesehen davon hab ich die debatte über den mindestlohnschon satt.
die linken meinen immer dass es in österreich keinen gesetzlichen mindeslohn gibt,das ist aber kompletter unsinn
denn erstens verbietet §879abgb eine zu niedirge entlohnung, da diese sittenwidrig wäre, und zweitens ist im kolektivvertrag ein mindestlohn festgeschrieben, der mag zwar von branche zu branche verschieden hoch ausfallen, nichts desto trotz ist das ein gesetzlicher mindestlohn.
denn kollektivverträge sind nichts anderes als gesetze, nur dass sie halt nicht vom NR kommen und halt von branche zu branche variieren.

was die 1450 euro betrifft so würde das sämtlichen wohlstand zerstören, denn wenn ein AN soviel ausgezahlt bekommt dann zahlt die firma brutto sicherlich um die 3000 euro.
das ist nicht finanzierbar.

statt über einen mindestlohn zu schwätzen sollte man alos lieber die steuern senken, dann würd dem arbeitnehmer wieder mehr bleiben!

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Die Grünen, wie immer weit weg von der Realität -

aber eine rotgrün indoktrinierte Gesellschaft, erhalten durch Förderungen, Beihilfen und Zuschüssen, glaubt das wirklich: das Geld muss man nur "den Reichen" (das ist heute schon der Mittelstand) wegnehmen und an alle aufteilen.

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Vernünftige Einkommensverhältnisse via Einkommenssteuer.

. . . Grundsicherung gleich einem Vorsteuerrabatt. Damit erübrigte sich ein Mindestlohn, der nicht Arbeit, sondern Arbeitslose schafft.

"Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

.... und natürlich auch ein gesetzlich verbrieftes Recht auf einen sicheren Posten mit diesem Mindestlohn! Und das natürlich EU-weit!

Also endlich jemand, der ein todsicheres Rezept gegen Massenarbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise in der EU hat.

Da fragt man sich wirklich, warum kein Wirtschaftsprofessor (außer Karl Marx natürlich) auf diese Idee gekommen ist.

Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

Was daran ist schlecht, wenn eine Partei einen Mindestlohn fordert?

Einerseits regen sich Leute wie du darüber auf, dass seit Jahren immer intensiver Lohndumping betrieben wird, es wird gejammert, dass die Löhne nicht mit den Kostensteigerungen Schritt halten und dann moserst du über einen Forderung im Sinne der Arbeitnehmer, nur weil sie von den Grünen kommt?

Genau dieses reflexartige Schlechtreden von Anbeginn an, nur weil ein Vorschlag von einer dir nicht genehmen Partei kommt spiegelt die Situation in der Politik wieder. Dort geht es um das Durchsetzen irgendwelcher Parteiprogramme, anstatt darum, dass Politiker zusammen die besten Ideen im Sinne des Volkes umsetzen.

Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

Warum wandern immer mehr und mehr Firmen ab? Warum gehen mehr und mehr österreicheische Betriebe in ausländische Hand?
Denkt mal nach! Österrech ist mit seiner
blauen Augen und "Insel der Seligen" Politik schon sehr nahe vom Abgrund.

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Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

na weißt eh, die Grünen halt...
da ist man halt prinzipiell dagegen, in diesem Forum

Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

den Lohn bezahlen ja nicht die Grünen, sondern die Unternehmen die vorher zusperren.

Da kannst gleich die Wirtschaft verbieten.

1450,so weltfremd, das es wehtut.

und offensichtlich gibt es Wähler die auf so einen Quatsch anspringen.

Re: Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

Na sicher! Die ach so armen Konzerne, die sich jetzt mit Niedrigstlöhnen fette Gewinne einstreifen.

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Re: Re: Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

Sorry, aber es gibt auch KMU's. Und so unglaublich das für sie klingen mag: Dort kriegen die Mitarbeiter ihr Geld pünktlich und regelmässig.

Und die Chef's? Da müssen viele von weniger als 1.450,-- leben!

Re: Re: Re: Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

Nun, wenn z.B. mit einem Mindestlohn auch eine Minderung des DG-Anteils einher geht, dann gleichen sich Plus/Minus aus und zudem steigt auch noch die Kaufkraft.

Re: Re: Re: Re: "Die Grünen widmeten sich den „Working poor“ und forderten einen gesetzlichen Mindestlohn von 1450 Euro."

Es gibt aber auch genügend kleinere Betriebe die sich das einfach nicht leisten können....

Im übrigen ist 1450 Euro ein Witz! Ich verlange 2450 Euro für alle!


Die Wirtschaft wird von drei Kräften getrieben –


von klugen Managern, fleißigen Mitarbeitern und Kapital. Alle drei haben ein moralisches Recht darauf, am gemeinsam erwirtschafteten Erfolg beteiligt zu sein. Wir brauchen Steueranreize für Unternehmer, die ihre Mitarbeiter am Gewinn teilhaben lassen. Der Arbeitnehmer ist für uns das wichtigste Kapital.

Wir legen im Steuergesetz fest, dass ein Unternehmen die 10-prozentige Unternehmenssteuer (heute: 25 Prozent Körperschaftsteuer) alternativ als
Gewinnbeteiligung an seine Mitarbeiter ausschütten kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass viele Unternehmer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden, ist hoch, denn durch die Beteiligung der Mitarbeiter steigt deren Motivation.

Frank Stronach hatte schon in der „Magna-Unternehmensverfassung“ eine solche Gewinnbeteiligung für die 117.000 Beschäftigten mit 10% festgelegt. Als Vorbild gelten kann auch die deutsche Autoindustrie, die bereits seit Jahrzehnten solche Gewinnbeteiligungen als Prämien (ca. 8.000,- €/Jahr) an jeden Mitarbeiter auszahlt.

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nope . . . hier geht's um soziale Gerechtigkeit


Re: Die Wirtschaft wird von drei Kräften getrieben –

statt der Einkommenssteuer, oder vll gleich statt den 50% Abgaben die ein Arbeitnehmer bezahlt.

beim staat sparen!

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