Ministerin Fekter baut für die Zeit nach der Wahl vor

03.05.2013 | 18:14 |   (Die Presse)

Finanzministerin Maria Fekter wird die Gelegenheit nutzen, um noch vor der Wahl ihre Vertrauten an Schlüsselstellen zu positionieren.

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Wien/Kom. Im Finanzministerium ist wegen des Abgangs von Sektionschef Wolfgang Nolz mit Ende Juli eine Führungsposition neu zu besetzen. Beobachter gehen davon aus, dass Ressortchefin Maria Fekter (ÖVP) die Gelegenheit nutzen wird, um noch vor der Wahl ihre Vertrauten an Schlüsselstellen zu positionieren, obwohl – oder weil? – keineswegs gesichert ist, dass sie Finanzministerin bleiben wird.

Diese Woche hat die Begutachtungskommission – Vorsitz: Sektionschef Harald Waiglein, vormals Josef Prölls und dann Fekters Pressesprecher – Hans-Georg Kramer als „in höchstem Ausmaß geeignet“ für die frei werdende Stelle empfohlen. Nolz, erst kürzlich zum Kapitalmarktbeauftragten bestellt, geht als Chef der Sektion IV (Internationale Angelegenheiten) 70-jährig in Pension. Kramer ist derzeit Chef der Präsidialsektion (Generalsekretär). Seine hervorragende Eignung für die neue Stelle überrascht insofern, als Kramer kein Akademiker ist, sondern bloß den Titel CFP („zertifizierter Finanzplaner“) führt. Wie von ungefähr nannte die Stellenausschreibung als Qualifikationserfordernis den Abschluss eines Universitätsstudiums „oder die Absolvierung einer nach den anerkannten Standards zertifizierten einschlägigen außeruniversitären Fachausbildung“. Die dreigeteilte CFP-Ausbildung bleibt vom Umfang her weit hinter einem Studium zurück: Sie umfasst insgesamt nur 48 Tage.

Im Gegensatz zum Generalsekretär, der sich auf organisatorische Fragen konzentriert, gehören zu den Internationalen Angelegenheiten viel mehr materiellrechtliche Fragen. Schon wird im Haus allerdings über eine Neudefinition der Kompetenzen der Sektion IV gemunkelt.

Wird die Generalsekretär-Stelle frei, kann Fekter auch dort jemanden für die Zeit nach der Wahl verankern. Dem Vernehmen nach ist dafür ihr Kabinettchef Gerhard Zotter ausersehen, seinerzeit mit Fekter aus dem Innen- ins Finanzministerium gekommen. Das Ministerium wollte zu laufenden Bewerbungsprozessen keine Auskunft geben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2013)

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21 Kommentare

familie fekter

schöne jobs auf steuerkosten...
die övp sorgt für familienmitglieder: siehe spindlegger, der versorgt seine frau mit schönen posten - viel geld, wenig leistung...

wer noch
wo sitzen familienangehörige in schlüsselpositionen aus steuergelder !!

zahlt fekter genug steuern ???

Re: familie fekter

Was soll die gekünstelte Aufregung, Freunderlwirtschaft, Versorgungsposten u.ä. gibt es in jeder Partei Österreichs.

Ps.: Ich bin kein ÖVP-Wähler

Re: familie fekter

die frage quälte ja bereits die römer: wer überwacht die wächter?

ahnungslose

jetzt wird bald das Finanzministerium nur mehr von Ahnungslosen geführt. passt aber zu Österreich.
hat sich schon jemand gefragt wie Super Österreich dastehen würde wenn wir kompetentes Personal hätten?

nebenbei ..

wer ist eigentlich dieser waigelein, dass er wem vorschlägt :-)?

tja .. ein ehemaliger rocksänger, danach journalist, und pressesprecher vom pröll...
auf gut deutsch weder einschlägige ausbildung als personaler, noch als finanzer (und trotzdem sektionschef im finanzministerium ?)

..halt die übliche politfreunderlmogelpackung ..

ach ja .. und im übrigen noch der vertreter österreichs im EMS .. (geht eh nur um milliarden österreichische steuergelder, die ein rocksänger und journalist da unterschreibt, ohne je eine einschlägige ausbildung gehabt zu haben :-)

nicht das dann wieder einer sagt, wenn was in luft geflogen ist, ja aber die experten haben gesagt, dabei waren das nur musiklehrer oder rocksänger :-):-)

Re: nebenbei ..

Es gibt doch jede Menge an externen "Experten" die wollen doch auch versorgt werden, das müssen sie schon verstehen, deshalb kann man getrost Musiklehrer oder Rocksänger ins Ministerium oder in die Landesregierung holen (aber einen Jodeldiplomsänger haben's nicht eingestellt, sakra!).
Deshalb erweist sich das Budget als sprudelnde, nicht enden wollende Quelle für externe Berater.

die elitäre politische Freunderlwirtschaft

rächt sich durch teure geschwätzige Inkompetenz .....

die elitäre politische Freunderlwirtschaft

rächt sich durch teure geschwätzige Inkompetenz .....

Zum kotzen

Die ganze Bauernpartei ist Mist

Wie schon Dr. Zilk sagte: "Zum Kotzen"

Alle, absolut alle, die an der Macht waren, haben ihre eigenen Leute in Stellung gebracht: Politik, Gesellschaft, Medien, Wirtschaft, Finanzsektor ist auf jahrzehnte hinaus rot-schwarz einzementiert mit ein paar Blauen mittendrin auf schwarz-blauen zeiten. Egal, wie Wahlen ausgehen, ändern wird sich in der Realität lange nichts. So bleibt Österreich in der Entwicklung stecken.

Damit ist es noch nicht zu Ende ...

... auch in der mit 1. Juli neu aufgestellten bundesweiten Finanzpolizei gibts noch ein paar (blau-schwarz-braun-eingefärbte) Posten zu vergeben ...

Maria Fekter wäre ja noch ein Lichtblick...

...leider wäre auch sie nach demokratischen Wahlen in Untersuchungshaft!

Die Linke wird es zu verhindern wissen, schade dass es so weit kommen musste.

Ich fürchte es ist zu spät...

Fekter

Also, ich mag sie, Hut ab vor ihr.

Re: Fekter

Sie sind das also!

Re: Fekter

Wenigstens Einer,Sie wird sich freuen.

Re: Fekter

Na ja, besser als nichts, gab schon wesentlich Schlechtere, alle von der SOZ Partei. Und wieviele FA-Minister waren nicht von dieser SOZ-Partei?

Die übliche schwarze Politik

Schnell noch die Freunderl auf entsprechende Posten hiefen!

Re: Die übliche schwarze Politik

und ist der leitner nicht ein sozi,er ist jetzt in der AK.

Re: Die übliche schwarze Politik

'Schnell noch die Freunderl auf entsprechende Posten hieven.'

Und zwar 'shortly, without von delay!'

Re: Die übliche schwarze Politik

Das ist leider bei allen etablierten Parteien Usus. Zuletzt zu sehen bei Dörfler und anderen Rechten.

Re: Re: Die übliche schwarze Politik

Besonders intensiv betrieben das die schwarzen und die blauen!

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