TV-Analyse: "Medienstar" Stronach, nur leider ohne Erfolg

03.05.2013 | 18:14 |   (Die Presse)

In den "ZiB"-Sendungen kam das Team Stronach überproportional vor. Der Parteichef selbst lag beim O-Ton sogar auf Platz eins vor allen anderen relevanten österreichischen Politikern. Die ÖVP lag deutlich vor der SPÖ.

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Wien/Oli. Für die Parteigröße überproportional oft kam das Team Stronach im April in den meistgesehenen TV-Nachrichtensendungen des Landes, in der „Zeit im Bild“ und der „ZiB2“ vor. Der Parteichef selbst, Frank Stronach, lag beim O-Ton sogar auf Platz eins vor allen anderen relevanten österreichischen Politikern. ÖVP-Chef Michael Spindelegger kam auf Platz zwei, gefolgt von seinem Parteifreund Reinhold Mitterlehner.

Das geht aus der Analyse der Medienbeobachter von „media affairs“ im Auftrag der „Presse“ hervor. Hauptgrund für den Stronach-Hype war die Tiroler Landtagswahl. „Die Selbstdemontage des Teams Stronach zeigt aber eindrucksvoll, wohin mediale Präsenz auch führen kann, in diesem Fall nicht in den Tiroler Landtag“, sagt Walter Schwaiger, Geschäftsführer von „media affairs“.

Sonst dominierte der Streit unter den Koalitionspartnern das Geschehen auf den Bildschirmen. Höhepunkte der wechselseitigen Kritik von SPÖ und ÖVP im vorigen Monat waren die Auseinandersetzung um das Bankgeheimnis, die Auftragsvergaben des ÖVP-Innenministeriums sowie das Thema Wohnen. Das Bankgeheimnis führt auch die „Top Ten“ der Themen in den „Zeit im Bild“-Sendungen um 19.30Uhr und 22Uhr an, gefolgt von herkömmlicher Parteipolitik, Wohnen, Wahlen, Demokratiereform und Landwirtschaft.

Die Themenführerschaft beim zentralen Thema Bankgeheimnis hatte eindeutig die ÖVP inne, ebenso beim Wohnen. Neben Stronach (36Prozent) dominierte die ÖVP vor allem die Berichterstattung in der „ZiB2“ (40Prozent). Die SPÖ kam da nur auf 7Prozent. Bei den O-Tönen in beiden „ZiB“-Sendungen war der Vorsprung der ÖVP (31 Minuten) auf die Konkurrenz noch größer, das Team Stronach folgt auf Platz zwei mit 18 Minuten, die SPÖ auf Platz drei mit 9 Minuten.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER
www.mediaaffairs.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2013)

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10 Kommentare

"Medienstar" Stronach, nur leider ohne Erfolg

es mag sein wie es will, aber Herr Stronach muß einfach nur eine klare Aussprache zu klaren Fakten, machen.
Natürlich wird immer versucht einem die Wörter im Mund umzudrehen oder etwas anderes hineinzuinterpredieren in eine Aussage, als das was eigentlich gemeint wurde.

In Tirol war von Anfang an klar, wenn er sich seinen Namen wegnehmen läßt und sich hinterher auch noch einigt, dass die Menschen das nie akzeptieren werden. Davon haben sie genug.

Die Bevölkerung, scheint mir, wird nie so ausführlich informiert wie es notwendig wäre. Es wird in vielen Fällen nur mit Halbwahrheiten gearbeitet um zu sehen wie weit die Österreicher informiert sind.


Er muß nicht viel versprechen der Franky

mit der Verwaltungsreform und der Schuldenschraube hat er genug zu tun.

Er packt das an.

Die SPÖ kann nicht weil im Verbrechenssumpf der Bawag und Sanzburg.

Auch wenn jetzt in Niederösterreich und Tirol die ÖVP gelacht hat - nach den nächsten 2 Wahlen werden sie weinen. Beide .

X Team Stronach - die werden arbeiten - FÜR uns Steuerzahler.

Re: Er muß nicht viel versprechen der Franky

Dieser Artikel zeigt es doch: die Wörterakrobaten verstehen sich als natürliche Feinde dieses Mechanikers. Sie verstehen ihn nicht, deswegen bekämpfen sie ihn, prophylaktisch.

Und das Mechanikervolk tappt den Wörterakrobaten wieder hinein.

wundert mich nicht

bis der stronach einmal etwas akustisch verständlich rübergebracht hat, gehen ein paar minuten ins land.

Re: wundert mich nicht

und bis die anderen irgendetwas tun, gehen seit 1970 die Uhren unaufhaltsam gegen uns

Nochamal!... bla bla bla Nochamal!... bla bla bla


Medienstar

Es beweist wieder einmal mehr- daß 'Volksredner" 'ne Menge Wind machen. Und was passiert nachdem der Wind abgeflaut ist? Frank hat jahrzehntelang nichts anderes gemacht als Reden halten. Wenn's nicht geklappt hat, waren es immer die anderen, egal ob Zeitschrift Vista, Canadaville oder Luftfahrtgesellschaft- alles Luft!

Ich denke nicht, dass man zu den "Frustrierten" zählen muss, um Stronach zu wählen ....


Es reicht schon, wenn man mit einer gehörigen Portion Hausverstand die Aussagen unserer Politiker zu den Vorgängen in der EU, konkret Griechenland, Zypern, EZB, Bankgeheimnis, Euro-Rettung etc. kritisch hinterfragt.

Die Vorgänge im eigenen Land sind sowieso von unschönstem parteipolitischen Gezerre gekennzeichnet und es gehört nicht wirklich viel dazu, dieser SPÖ/ÖVP-Koalition überdrüssig zu sein.

Re: Ich denke nicht, dass man zu den "Frustrierten" zählen muss, um Stronach zu wählen ....

Aber du tappst narürlich auch blindlings hinein in das gehässige Gezeter, das die etablierten Medien im Auftrag der etablierten Parteien gegen den Neuling veranstalten.

Die Wissenschaft heult mit.

Wahlen sind für die Würscht.

Parteibonzen in der Regierung und in den Institutionen manipulieren über die Medien das Volk, um es vom Schein der Demokratie zu überwältigen.

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