Reaktionen: "Graf war schon lange untragbar"

27.06.2013 | 12:02 |   (DiePresse.com)

FPÖ-Chef Strache spricht dem Dritten Nationalratspräsidenten seine "Hochachtung" aus. Für Grüne-Chefin Glawischnig kommt Grafs Abgang zu spät.

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"Hochachtung und tiefstes Verständnis" äußerte am Donnerstag FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache für den Verzicht des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) auf eine Kandidatur bei der Nationalratswahl am 29. September. Auch wünschte er sich "ausdrücklich" den von Graf angekündigten weiteren Einsatz für die FPÖ, betonte er in einer Aussendung.

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Graf, seine Familie und Mitarbeiter seien "Ziel übelster Anfeindungen aus Politik und Medien" gewesen, so Strache. Graf habe viele "Demütigungen" einstecken müssen. Dennoch sei er "trotz hundertfacher medialer Vorverurteilung ein unbescholtener Mensch und Politiker".

Galwischnig: "Graf war schon lange untragbar"

Weit kritischer fiel die Reaktion von Grüne-Chefin Eva Glawischnig aus. "Martin Graf war schon lange untragbar", hielt sie in einer Aussendung fest. "Heute hat er endlich die Konsequenzen gezogen."

Neben "rechten Umtrieben" wurden Graf zuletzt vom Oberlandesgericht Wien in der Causa der Stiftung Meschar "grobe Pflichtverletzungen" vorgeworfen, so Glawischnig weiter. "So jemand sollte nicht nur auf seine Kandidatur verzichten. Er ist auch als Nationalratspräsident untragbar, selbst wenn es sich nur mehr um drei Monate handelt."

 

(APA/Red.)

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12 Kommentare

Graf war schon lange untragbar

Frau Glawischnig:

Sind Sie tragbar?

Ist es tragbar wenn man Asylbetrüger unterstützt?

Ist es tragbar wenn man den politischen Islam nicht die rote Karte zeigt?


Grün...

... sollte sich auf GRÜN beschränken, und nicht sich in anderes einmischen.

Glawischnig

Über den Martin Graf lästern, aber selbst dem ESM zustimmen (mit nicht absehbaren Folgen!)und sich auch noch als Sauber-Frau hinstellen und genug Blöde finden, die das glauben!!

Pfui!

natürlich, wie alle rechten immer unschuldig verfolgt!


Re: natürlich, wie alle rechten immer unschuldig verfolgt!

Falsch, falsch, falsch - die linken Haserln werden doch immer verfolgt - natürlich von den gnadenlosen rechten Banditen.

Darum bekommen auch so bekannte Märtyrer wie Che Guevara ein Denkmal von den Genossen in Wien. Dafür gibts den Lueger-Ring nicht mehr. Gerechtigkeit muß eben sein......

Da hat sich Strache aber ordentlich durchgesetzt.................

...............denn mit diesem Typen kann er nicht in den Nationalratswahlkampf gehen.
Graf will in die Privatwirtschaft. Na, die wird sich aber freuen, einen so soliden, ehrlichen Jobsuchenden, der bis ins höhere Alter in geschützten Werkstätten "arbeitete", aufzunehmen.

Na ja, immerhin hat das ganze Seltenheitswert, dass in Österreich jemand zurücktritt oder nicht mehr zur "Verfügung" steht... das hört man nicht sehr oft im Land der UNschuldigen Sesselkleber, Beamterln, und Freunderln...


Für Grüne-Chefin Glawischnig kommt Grafs Abgang zu spät.


Wer zum Henker glauben die Grünen eigentlich das sie sind- man kann mit Graf konform gehen oder auch nicht, aber in einer pluralistischen Demokratie sind andere Meinungen zu respektieren.
Punktum.

Und angesichts der Zustände in der grünen Partei (Efgani Dönmez) im speziellen und Österreichs (Pro-Erdogan-Demo) im allgemeinen käme Glawischnigs Abgang zwar spät, wäre aber der letzte und einzige Dienst, den sie dem Land je erweisen könnte.

Re: Für Grüne-Chefin Glawischnig kommt Grafs Abgang zu spät.

"Wer zum Henker glauben die Grünen eigentlich das sie sind", der der den Satz versteht, wird das schon wissen...solvente ältere Damen anzocken und Mitglied in einer schlagenden Burschenschaft eindeutigem Ursprungs verträgt sich ziemlich schlecht mit dem Amt.

Ach ja, gilt bei Ihnen die Akzeptanz anderer Meinungen in einer pluralistischen Demokratie auch für Glawischnig, oder führen Sie schon wenige Zeilen später Ihre eigene Forderung ad absurdum, nur weil Ihnen die ideologische Richtung nicht passt...ein sehr abstruses Demokratieverständnis, alles was rechts ist!

Re: Re: Für Grüne-Chefin Glawischnig kommt Grafs Abgang zu spät.


Grafs Wahl kam rechtmäßig und demokratisch zustande. Das hat auch eine Glawischnig zu akzeptieren- immerhin spricht sie ja nicht als Privatperson, sondern als Parteichefin.
Basta.

Oder ist sie neuerdings der Verfassungsdienst?

Re: Re: Re: Für Grüne-Chefin Glawischnig kommt Grafs Abgang zu spät.

Rechtmässig & demokratisch gewählt. Dasselbe gilt für Glawischnig, aber damit haben Sie offensichtlich Probleme "im allgemeinen käme Glawischnigs Abgang zwar spät" und dabei hat sie ganz im Gegensatz zu Graf keine älteren Damen ausgesackelt.

Abgesehen davon ist eine demokratische Wahl keine Pragmatisierung, wenn ein Politiker grobes Fehlverhalten an den Tag legt, wird er zurück treten müssen, demokratisch gewählt oder nicht. Aber dieses Verständnis ist vor allem bei der FPÖ, schaut man nach Kärnten, relativ schwach ausgeprägt...

Re: Für Grüne-Chefin Glawischnig kommt Grafs Abgang zu spät.

da muss ich frau glawischnig voll und ganz recht geben.

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