NR-Wahl: CPÖ setzt auf "Doppelspitze" mit Martin Wabl

27.06.2013 | 13:29 |   (DiePresse.com)

Die Christliche Partei will mit "bescheidenen Mitteln" den Parlamentseinzug schaffen. Derzeit sammeln Obmann Gehring und der einstige Richter Wabl Unterstützungserklärungen.

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Die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) sammelt Unterstützungserklärungen für eine Kandidatur bei der Nationalratswahl. Ab 9. Juli will man die notwendigen 2600 Unterschriften zustande bringen, kündigte Obmann Rudolf Gehring am Donnerstag in einer Pressekonferenz an. Er will gemeinsam mit Martin Wabl eine "Doppelspitze" bilden, in einen möglichen Wahlkampf werde man mit "ganz bescheidenen Mitteln" aus Spenden auskommen.

Neben Menschen mit christlicher Gesinnung will die CPÖ vor allem auch Nichtwähler ansprechen, so Gehring. Geschehen soll dies etwa mit einem familienfreundlichen Programm sowie dem "Kampf gegen das derzeit herrschende ungerechte" Wahlrecht. Zu den "christlichen Werten" gehören aber auch laut CPÖ der "Schutz des Lebens" - also die unbedingte Gegnerschaft zur Abtreibung. Auch Gender Mainstreaming und die "unselige Homo-Ehe" sieht Gehring als Bedrohung der Gesellschaft.

Als Mitstreiter hat Gehring Wabl ins Boot geholt. Nicht nur die selbst definierten christliche Werte verbinden die beiden Männer, jeder von ihnen wollte bereits Bundespräsident werden. Der einstige Richter Wabl will vor allem für Reformen der Justiz eintreten, Verfahren in Österreich dauerten oft viel zu lange. Er zeigt sich realistisch bis zuversichtlich für einen Einzug: "Natürlich wissen wir, dass wir nicht die Macht haben, aber wer weiß, wie viel uns mithilfe von oben hier gelingen wird..."

(APA)

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1 Kommentare

Konkurrenz belebt das Geschäft

in diesem Sinne ist das Antreten der CPÖ durchaus zu begrüßen.

Ich möchte nur 2 gute Tipps geben:

1. Ihre Partei ist nunmal gegen Homoehe etc. Ich bitte Sie aber, keine Menschenhatz zu veranstalten, sondern sachlich zu argumentieren, warum Sie der Meinung sind, dass man diese Möglichkeit nicht schaffen sollte. (Negativbeispiel: die gestrige Aussage eines BZÖ-Politikers)

2. Lebensschutz ist sicher ein Thema, das Emotionen weckt und mit dem man punkten kann. Hier sollte man aber mit Konzepten anknüpfen, die über das simple Verhindern von Abtreibungen und Sterbehilfe hinausgehen, zB

-mehr staatliche Hilfen für Familien mit behinderten Kindern
-Mindestsicherung endlich auch für Behinderte (gibt es derzeit wirklich nicht, weil diese de iure als Kind zählen)
-Arbeitsplätze für Behinderte
-Möglichkeit der Sterbebegleitung ausbauen
-Hospizkarenz ausbauen
-Kinder-Palliatvmedizin ausbauen

Kurz gesagt: den Menschen muss das Leben trotz Krankheit oder Behinderung so erträglich und menschlich wie möglich gestaltet werden, damit sich in Hinkunft die Frage nach Abtreibung oder Sterbehilfe garnicht mehr stellt!!!

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