Wehrpflichtreform steht: "Burschen richtig einsetzen"

27.06.2013 | 14:29 |   (DiePresse.com)

Künftig soll auf "die Wünsche der jungen Männer" stärker eingegangen werden. Aber, "aus der Wehrpflicht wird kein Wunschkonzert", mahnten Verteidigungsminister Klug und Innenministerin Mikl-Leitner.

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Fünf Monate nach der Wehrpflicht-Volksbefragung hat die Regierung am Donnerstag die versprochene Reform der Wehrpflicht vorgelegt. Das von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) präsentierte 90-seitige Reformpapier enthält 180 Einzelmaßnahmen, die Verbesserungen in allen Bereichen vorsehen.

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Umgesetzt werden soll die Reform bis Ende 2014. Minister Klug betonte, dass man künftig versuchen werde, "die besten Burschen am richtigen Platz einzusetzen" und auf die Wünsche der jungen Männer bezüglich der vier Ausbildungsmodule eingehen wolle. "Aus der Wehrpflicht wird aber kein Wunschkonzert." Im Vordergrund bleibe die Erfüllung der im Gesetz vorgegebenen Aufgaben.

Die Kernpunkte der Reform, über die die "Presse" bereits vorab berichtete, betreffen die Reduktion der Systemerhalter, eine modernisierte Ausbildung, mehr Sportangebote für Rekruten und bessere Unterkünfte.

Finanzierung durch Umschichtungen

Eine Vielzahl der Maßnahmen kann laut Klug ohne zusätzliche Mittel bzw. mit einem minimalen zusätzlichen Aufwand umgesetzt werden. Dazu zählen etwa ein Ausbau der Sportanlagen, eine Verbesserung der Umgangsformen, Beratungsgespräche für die Rekruten sowie Fitness- und Talentecheck.

Für jene Punkte, die zusätzliches Geld erfordern, hat Klug 30 Millionen Euro pro Jahr aus seinem Budget durch Umschichtungen freigemacht. Dieses Geld wird unter anderem für die Verbesserung der militärischen Ausbildung, für die Durchführung zusätzlicher Übungen, für neue Simulatoren, Verbesserung der Unterkünfte, Bereitstellung von WLAN und dergleichen benötigt.

Zusätzlich hat Klug in Verhandlungen mit dem Finanzressort erreicht, dass in den Jahren 2014 und 2015 jeweils sieben Millionen aus dem Budget von der Bindung befreit werden und zur Anschubfinanzierung der Reform verwendet werden können.

(APA)

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18 Kommentare

"Reduktion der Systemerhalter"

Na dann streichen wir z.B. den "Wirtschaftler".

Dann gibts kein Geld, keine Kleidung, kein Essen . . . . Arme Soldaten!

Soviel zu "Systemerhalter".

Die Arbeiter eines Industriebetriebe hätten nichts zu arbeiten, wenn man den "Systemerhalter", also die kfm. Abteilung schliesst.

Darabos - Mikl-Leitner

beide waren nie beim Heer - beide haben diesbzgl. viel mitgeredet. Daraos wurde zerrissen - Die Mikl- Leitner plappert noch immer. Warum? Weil sie eine Frau ist!
Entzieht endlich dieser Unnötigen das Mikrophon. Dann kann sie genauso weiterplappern. Nur dann hört man es wenigstens nicht mehr!

"die besten Burschen am richtigen Platz einzusetzen"

Jooooo! Wenn einer 1,98 m hoch ist, dann darf er die Decke streichen.
Und ist er nur blad und 140, dann kann er ja die Heizkörper putzen.
Und hat er schmale zarte Fingerl, dann kann er perfekt den Rand vom Offiziers-Pissoir polieren.
Ich bin stolz auf unsern Verteidigungsministna!
Rückwärts, mArsch!

He Du - nach der Wahl braucht Faymann keine Partnerin mehr. Dafür sorgen wir.

Faymann, er gibt der Jugend Freiheit - die ÖVP stillt sie!

Ganz schön von gestern diese ÖVP. Herr Kurz möchte Neue Bürgerinnen selektieren und Gehbehinderte in den Krieg schicken. Sag auch Du nein zur ÖVP und sorgen wir dafür, dass Faymann keine Partnerin mehr benötigt. Dann geht es uns allen besser.

Verlogen bis zum geht nicht mehr!

Wenn man die Zeitungen aufschlägt springen einem ständig die vorzeige Rekrutinnen des Bundesheeres ins Auge, denn für mehr sind's eh nicht zu gebrauchen, nur zu blöd das sie das nicht selber raffen! Es ist erschreckend wie hier seitens unserer Frauenrechtler Regierung versucht wird ein falsches Bild der Realität aufzubauen! Es sind keine Frauen die zum Heer müssen, die sind ja freiwillig dort, und trotzdem immer diese Fotos. Frauen sind beim Bundesheer die absolute Ausnahme, dass könnte man bei diesen Bildern fast vergessen, aber das wird wohl auch die Absicht dahinter sein! Ständig wird von den Frauenrechtlerinnen die Gleichberechtigung gefordert, obwohl es die niemals geben wird, da Mann und Frau nunmal nicht gleich sind. Ständig hört man nur wie schlecht es die Frauen in unserem Land haben, und wieviel die Männer mehr verdienen. Wie sieht's den mit den Besserstellungen der Frauen aus; Pensionsantrittsalter mit 60 anstatt 65 wie bei den Männern! Pflichtfienst am Staat 0 Monate Männer jetzt "nur mehr" 6 Monate, Karenzgeld, Mutterschutz, Sorgerecht, etc., und die Frauen reden von Benachteiligung? Während unsere Burschen im Gatsch herumkriechen, gehen die mit ihren Freundinnen, und ihren gucci tascherln, auf der mariahilferstrasse einkaufen! Das verstehen die unter Gleichberechtigung?

Re: Verlogen bis zum geht nicht mehr!

Die Gleichberechtigung gibt es schon längst. Oder kennen Sie einen Beruf, Bildungsweg oder sonstiges von dem Frauen ausgeschlossen sind? Frauen steht heutzutage jede Möglichkeit offen, sie müssen sie nur ergreifen.
Was die Feministinnen jedoch fordern ist Gleichstellung und das kann niemals funktionieren. In Wahrheit geht es nur ums Rosinenpicken. Wieviele Frauen stehen bei der VÖST am Hochofen, wieviele bei der OMV in der Raffinerie, oder in der Produktion eines Schwerindustriebetriebs? Da kann man die Damen meist an einer Hand abzählen. Aber 40% der Posten im Aufsichtsrat wollen sie haben. Wie gesagt: Widerlichste Rosinenpickerei.

Zwangsarbeit im 21. Jahrhundert...

Wäre es nicht so traurig würde ich lachen...

Kasperltheater

Wenn man das so liest, dann fragt man sich ernsthaft, was sich die Politik unter der militärischen Landesverteidigung vorstellt - dem Anschein nach als Beschäftigungstherapie für 18-jährige. Nach der Reform jetzt auch mit höglichen Umgangsformen und Montessori-Elementen.

Kann Herr Klug außer Grinsen sonst noch was? Und was macht eigentlich Hanni "Her-mit-der-Marie" auf dem Foto?

Skuril, skuril...

Frau Minister für Alles

darf natürlich auch auf diesem Foto nicht fehlen.
unglaublich mediengeil diese Frau!

Was hat die Frau

da zu suchen.

Weil's schon immer so war ...


mir wird schlecht

wenn ich an die präpotente scheinheiligkeit unserer regierenden denke - per gesetz sind mann und frau gleich - und in österreich letztere doch nur staatsbürger 2. klasse - denn sie dürfen nicht die allgemeine wehrpflicht genießen!
aber in die bundeshymne wurden sie (auf veranlassung einer ministerin) reingequetscht.


"Im Vordergrund bleibe die Erfüllung der im Gesetz vorgegebenen Aufgaben."

Kloputzen, Pfefferstreuer in der Kantine in Reih und Glied ausrichten, mit dem 77er knutschen......
Ach ja, und das Soldatna-Heim leersaufen........
Was halt im Gesetz als Aufgabe steht.

LOL!
haben den Golan auch als "Aufgabe" in der Geschichte. kommt wohl von "aufgeben".

Re: "Im Vordergrund bleibe die Erfüllung der im Gesetz vorgegebenen Aufgaben."

Darf man von ihren Postings irgendwann einmal Vernuenftiges erwarten?

Re: Re: "Im Vordergrund bleibe die Erfüllung der im Gesetz vorgegebenen Aufgaben."

"Die Hoffnung stirbt zuletzt!"
Klingt mir schon reichlich vernünftig.

Re: Re: Re: "Im Vordergrund bleibe die Erfüllung der im Gesetz vorgegebenen Aufgaben."

Es gibt doch noch ab und zu einige "helle" Momente - Flash backs vielleicht :-)

Wird nun...

endlich Zeit dass die Wehrdienstpflicht für Frauen eingeführt wird. Die Rosinenpickerei gewisser Frauenverbände muss durchbrochen werden.

Re: Wird nun...

Es wird Zeit das diese archaische Form der Zwangsarbeit für jeden abgeschafft wird. Unsere Lebenszeit bekommen wir schließlich nicht zurück wenn Frauen ihre Lebenszeit auch verschwenden müssen...

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