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Nationalratswahl 2013: Die Neuen auf dem Stimmzettel

Symbolbild
Nationalratswahl 2013: Die Neuen auf dem Stimmzettel / Bild: (c) Erwin Wodicka - wodicka@aon.at (Erwin Wodicka) 

Neun Parteien können bundesweit für das Parlament kandidieren. Wer sie sind, was sie wollen – und für wen es nicht ganz gereicht hat.

 (Die Presse)

Wien. Es ist zwar kein Rekord, aber trotzdem eine relativ lange Liste: Insgesamt neun Parteien werden sich bei der Nationalratswahl am 29. September auf dem Stimmzettel finden. In allen neun Bundesländern haben die 6,38 Millionen Wahlberechtigten neben SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und BZÖ auch die Wahl zwischen dem Team Stronach, den Neos, der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) sowie den Piraten.

Bis gestern, Freitag, konnten Kleinparteien noch mit einer Unterschrift auf dem Gemeindeamt oder Magistratischen Bezirksamt unterstützt werden. 2600 Unterstützungserklärungen waren nötig, um bundesweit anzutreten.

Auch in einzelnen Bundesländern können Listen kandidieren, die Anzahl der Unterschriften ist je nach Größe des Bundeslandes geregelt. Geschafft hat dies einerseits „Der Wandel“ – eine Bewegung, die sich als Partei für unzufriedene Rot- und Grünwähler positioniert – in Wien und Oberösterreich. Ebenfalls in Wien tritt die Sozialistische Linkspartei (SLP) an. Sie wurde 2000 „im Widerstand gegen Sozialabbau und Rassismus“ gegründet.
Ganz besonders freundlich steht Vorarlberg kleinen Bewegungen gegenüber: Die Christliche Partei Österreichs schaffte es, genügend Unterstützer zu bekommen – ebenso wie im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark. Auch die Männerpartei tritt in Vorarlberg an. Gegründet wurde sie 2008 von Oliver Peter Hoffmann, der – zumindest laut der Website www.wikimannia.at – 2000 enttäuscht von dem „männerfeindlichen Sexismus“ Heide Schmidts dem LIF den Rücken kehrte. Und auch die EU-Austrittspartei findet sich auf dem Stimmzettel in Vorarlberg.

Obwohl die Partei schon längst im Parlament sitzt, kandidiert auch das Team Stronach erstmals für eine Nationalratswahl. Dank Überläufern aus dem BZÖ musste das Team rund um Frank Stronach auch keine Unterschriften sammeln – ihm reichten dafür die Unterschriften von drei Abgeordneten. Auf dem Stimmzettel scheint „Frank“ übrigens an letzter Stelle auf – taktisch kein schlechter Platz.

Mehr zum Thema:

Rekord bei Wahl im Jahr 2008

Es könnte aber noch Änderungen geben: Die Wahlbehörden prüfen ab Montag die Kandidaturen, am 8. August werden sie offiziell veröffentlicht. Die größte Auswahl gab es bei der Wahl 2008: Damals traten bundesweit zehn Bewerber an. Ins Parlament schafften es dennoch nur jene Parteien, die zuvor schon drinnen waren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2013)

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90 Kommentare
 
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die neos kratzen an den 2%,piraten vor!

Es gibt noch wichtigere Gründe warum man kein x bei "NEOS Das Neue Österreich und Liberales Forum - NEOS" machen kann:

Inhalte aus dem Parteiprogramm der Neos:
"DIE VISION
· Österreich ist historisch ein Zuwanderungsland und wird es auch bleiben.

Europa braucht eine Vision: Europäischer Bundesstaat in
Langfristperspektive"
Q: neos.eu/_download/plaene-fuer-ein-neues-oesterreich.pdf

Noch weitere Gründe:
Niederösterreichs-Spitzenkandidat der "Neos"Nniki Scherak ist zugleich Chef der Julis.

Wikipedia"Die JuLis – Junge Liberale Österreich sind eine politische Partei in Österreich, eine Fraktion in der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) sowie Vollmitglied von IFLRY und LYMEC. Sie unterstützen seit Oktober 2012 NEOS – Das Neue Österreich als Jugendpartner für die Nationalratswahlen 2013.[1][2]""

Die Julis tretten für Legalisierung aller Drogen und Sterbehilfe ein.
Diese NEOS haben an schuß:

"Die Jungen Liberalen fordern die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe unter folgenden Bedingungen:"
" Die JuLis sind der Ansicht, dass die Legalisierung aller Drogen einen neuen Ansatz darstellt, um die scheinbar aussichtslose Situation zu verbessern. Als positives Beispiel kann Portugal
angeführt werden [...]"

Da sind mir persönlich die Piraten lieber. Wenn eine Partei die 4% verdient hat dann die welche das erste Mal antritt!

(neos =großteils lif-anhänger), kpö kandidiert schon seit 1945.
Die jungfräulichen Piraten mit 2013 das erste Mal.

Re: die neos kratzen an den 2%,piraten vor!

Und was ist so schlimm an:
A. Zuwanderung
B. Drogenfreigabe
C. Sterbehilfe
???

Re: die neos kratzen an den 2%,piraten vor!

langsam machst du dich lächerlich, wenn du immer wieder den selben kommentar unter jedem artikel postest in dem neos vorkommt

Neun Parteien können bundesweit für das Parlament kandidieren.

und tragen bewusst, teilweise zur Unübersichtlichkeit bei !

Keiner der seltsamen Bewerber (neos, kpö, ...) wird es schaffen die 4% Hürde zu überspringen, tragen aber zur Überforderung vieler Bürger bei welche dann vermutlich (gewollt) ihr Kreuz an falscher Stelle machen.... !


Re: Neun Parteien können bundesweit für das Parlament kandidieren.

Und was "die falsche Stelle" ist, bestimmst Du?
Was ist dann die "richtige Stelle"? Jetzt schreib bloß nicht "FPÖ". Wegen solchen totalitären wie Du einer bist, wähle ich seit Jahren die FPÖ nicht mehr. Ihr seids alle total durchgeknallt und Machtgeil. Eine gefährliche Kombination.

Re: Neun Parteien können bundesweit für das Parlament kandidieren.

Ja vlt sollten wir dann am besten gleich Vorankreuzen dann kann man nicht mehr falsch wählen!

Re: Neun Parteien können bundesweit für das Parlament kandidieren.

Bürger, die auf einer Liste keine 9 Parteien unterscheiden können, sollten am besten gar nicht wählen gehen.

Was ist denn das für ein hirnverbranntes Argument? Sollen wir vielleicht gleich ein Zweiparteiensystem wie in den USA einführen? Oder noch besser: eine Einheitspartei?

"Oder noch besser: eine Einheitspartei?"

Die EInheitspartei haben wir schon. Zur Verschleierung der Fakten stellen die sich aber noch durch die Splittergruppen Rot, Schwarz und Grün dar. Und daran werden Wahlen nichts ändern. Jedenfalls nicht, solange man im Anschluß an die Wahl beliebige Koalitionen zuläßt.

Die Prinzipien des Hans-Peter Haselsteiners

"Ich weiß nicht, ob eine liberale Partei in diesem Land eine Zukunft hat."
[Heide Schmidt; LIF]

Der Wählerwille habe gezeigt, "dass eine liberale Partei in diesem Land anscheinend nicht erwünscht ist". [Heide Schmidt über das Scheitern bei der NR-Wahl 2008]

LIF-Finanzier Hans-Peter Haselsteiner kündigte an, den Geldhahn abzudrehen. Sein politisches Engagement sei - auch in finanzieller Hinsicht - "ein für alle Mal beendet", ließ der Strabag-Chef von seinem Sprecher ausrichten.

Und plötzlich sprudelt es wieder Goldmünzen...

Quelle:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/418752/Projekt-LIF-ist-fuer-Schmidt-abgeschlossen-

Etliche gute und sympathische Leute

dabei. Aber wer von denen kann die Nomenklatura gefährden? Die verzetteln sich doch nur und das Horrorduo feiert fröhliche Urständ:-(

die qual der wahl

egal welche partei, bloss keine linken pseudokommunisten wie SPÖ und GRÜNE.

Re: die qual der wahl

Vergessen Sie Neos und Piraten nicht.

kleinpartei wird großpartei

wenn alle, die meinen, wenn ich ne kleinpartei wähle, ist meine stimme verloren, eine kleinpartei wählen, dann ist sie schnell mal eine großpartei bzw zumindest über 4%.
ich bin froh, dass ich diesmal tatsächlich wählen und nicht ungültige aufsätze auf den wahlzettel schreiben muss - dank einer so genannten kleinpartei. NEOS!

Re: kleinpartei wird großpartei

kommt eindeutig in die engere auswahl

Re: Re: kleinpartei wird großpartei

Stimmt, ein bisher nicht vorhandenes Angebot für liberale Wähler!

Super Auswahl

SPÖ - Pensionisten und Eisenbahnerpartei
ÖVP - Großbauern und Hofrätepartei
FPÖ - Ausländerhasserpartei
BZÖ - Solariumbetreiberpartei
TS - Die Partei der Verwirrten
Grüne - Umvolkungspartei

Re: Super Auswahl

Ich habe keine roten Strich gegeben.
Denn ich würde eher die Parteiprogramme (zumindest oberflächlich)vorher mal durchlesen!

Re: Super Auswahl

Für welche Kleinpartei haben Sie Ihre Unterstützungserklärung eingereicht, wenn ich fragen darf?

Re: Re: Super Auswahl

Für keine.

das letzte mal

fpö am zettel? super.

es ist eine notwendigkeit sein [x] bei den neo's ..

.. zu machen. die altparteien versagen seit mehr als 10 jahren beim thema bildungspolitik. die roten sind idiologisch in ihre gesamtschule und ganztagsschule verrannt, mit garantierter bildungsgleichmacherei, die schwarzen bewegen sich auch keinen millimeter in dieser frage.
beim thema pensionen trauen sich beide grossparteien mit der wahrheit nicht an das wahlvolk heran und beschwichtigen mit "die pensionen sind sicher".
die rot gruene bevormundungspolitik in wien zeigt was uns fuer ganz oesterreich erwartet wenn wir alle auf den gruen-radler-oeko-offi schmaeh reinfallen. die kommunalen kosten fuer den einzellnen haushalt in wien hat sich seit rot gruen merklich erhoeht (mullabfuhr, wasser, parkgebuehren und preise der wiener linien)
rot schwarz und gruen sind in der frage energiepolitik ohnehin auf der sinnlos teuren oeko welle gefangen. die gruenen sind grundsaetzlich nur noch eine partei der opportunisten die jeden bobo-trend ausnutzen um stimmen zu bekommen und ueber die F eruebrigt sich jeder kommentar.

Benefit

Leider nützt das Antreten der Kleinparteien vorwiegend den Großparteien. Denn jede Stimme die kein Mandat zur Folge hat, ist verloren und nutzlos! Genau so wie die ungültigen Stimmen.
Österreich bräuchte ein Verhältniswahlrecht, wie in England. Das wäre weit gerechter.
Dieses Gemauschel: Bundesliste, Landesliste, Wahlkreisliste ist eine Makulatur, für den Wähler unverständlich.
Diese Listen dienen lediglich für die sicheren Listenplätze, die für die Kämmerer, Gewerkschafter und andere Funktionäre,benötigt werden, die nichts anderes können als im Nationalrat sitzen!

Re: Benefit

Das nennt sich aber Mehrheitswahlrecht. Verhältniswahlrecht haben wir!

Re: Re: Benefit

Nach dem Abschicken, war mir der Fehler gleich bewußt!

keine einzige

der wahlwerbenden Parteien kann man guten Gewissens wählen.
nicht einmal ein akzeptables "geringstes übel" gibt es.
ich weiß mein demokratisches recht wählen zu dürfen wirklich sehr zu schätzen aber diesmal?
das hat Österreich wirklich nicht verdient.

Re: keine einzige

aber welcher Kleinpartei haben Sie Ihre Unterstützungserklärung eingereicht?

 
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