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Molterer mit 97 Prozent zum Parteiobmann gewählt

21.04.2007 | 16:44 |   (APA)

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Die ÖVP hat nach zwölf Jahren Wolfgang Schüssel einen neuen Chef. Vizekanzler Molterer wurde am Samstag beim Parteitag in Salzburg mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen zum 13. Parteiobmann gewählt. Auch seine Stellvertreter Josef Pröll, Christian Buchmann und Elisabeth Zanon erhielten Ergebnisse mit deutlich mehr als 90 Prozent. Gesundheitsministerin Kdolsky musste sich mit 85 Prozent bescheiden.

Schüssel hatte bei keiner seiner Kandidaturen eine so hohe Zustimmung eingefahren. Ungeachtet dessen wurde dem neuen Obmann in Salzburg vom Alt-Obmann ein wenig die Show gestohlen.

In seiner großteils mit tränenerstickter Stimme vorgetragenen Abschiedsrede würdigte Schüssel nochmals umfassend seine eigenen Leistungen und die seiner Getreuen und ritt zur Begeisterung der Delegierten heftige Attacken gegen die SPÖ.

Wiewohl Molterer bei seiner Rede gemäßigtere Töne als sein Vorgänger anschlug, ließ auch er eine Attacke auf den Koalitionspartner nicht aus. Dabei nahm sich der ÖVP-Chef nicht nur Verteidigungsminister Darabos zur Brust, den er lieber als Minister für Landesverteidigung denn als "Minister für Vertragsauflösung" sähe, sondern auch den Bundeskanzler persönlich.

Es könne nicht so sein, dass ein Bundeskanzler so tue, als habe er mit seiner Partei nichts zu tun: "Führung heißt Verantwortung tragen. Wenn schon nicht in der Bundesregierung, dann für seine Partei und für sein Team."

Inhaltlich tat sich beim Parteitag wenig. Der ohnehin eher schwammig formulierte Leitantrag wurde mit großer Zustimmung angenommen, alle weiteren Diskussionen in die von Josef Pröll geleitete Perspektivengruppe geschoben.

(APA)

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