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SPÖ will verpflichtendes Vorschuljahr ab 2008

25.05.2007 | 13:43 |   (DiePresse.com)

In der SPÖ ist man zuversichtlich, dass in die Frage eines verpflichtenden Vorschuljahres dank VP-Zustimmung "Bewegung kommt". Kosten soll das Vorhaben bis zu 65 Millionen Euro pro Jahr.

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Die SPÖ hält die Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres bereits im Herbst 2008 für möglich. Grund für die Zuversicht ist laut Bundesgeschäftsführer Josef Kalina "ein bemerkenswerter Kurswechsel" beim Koalitionspartner. So gebe es positive Signale von ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon und Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek, meinte Kalina bei einer Pressekonferenz am Freitag.

Andere Vorzeichen bei ÖVP 

"Es ist Zeit, und es ist sehr erfreulich, dass endlich Bewegung in diese Frage kommt", konnte Kalina seine Begeisterung kaum verbergen. Denn: "Ich habe festgestellt, dass Kollege Missethon klar für ein verpflichtendes Vorschuljahr eintritt." Lediglich die Vorzeichen seien andere. "Seine Motivation kommt aus der Ecke der Integrationspolitik, es soll mir aber gleichgültig sein, welches Motiv dahinter steckt." Der rote Bundesgeschäftsführer bezog sich auf Aussagen der beiden schwarzen Politiker in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum" in der vergangenen Woche.

"Es sollte nicht am Geld scheitern"

Bei der Finanzierung eines verpflichtenden Vorschuljahres sind laut Kalina keine unüberwindlichen Summen im Spiel: "Es sollte nicht am Geld scheitern." SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser nannte 55 bis 65 Millionen Euro pro Jahr. Kalina kommt auch der Vorschlag von Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP), die anstehenden Finanzausgleichs-Verhandlungen vorzuziehen, entgegen. "Das wäre einer der wichtigen Punkte, wo die Gebietskörperschaften eine Einigung erzielen sollten" - für Kalina "eine Maßnahme, wo es sich wirklich lohnt, Steuergeld dafür einzusetzen".

Förderung im Vorschulalter spart Kosten

Im Schnitt seien derzeit 92 Prozent der Fünfjährigen vor der Schule im Kindergarten, so Niederwieser. Von den acht Prozent, die keine Einrichtung besuchen, seien 95 Prozent Kinder aus niedrigen sozialen Schichten und Migrantenfamilien. Niederwieser verwies auch darauf, was man sich durch eine gezielte Förderung im Vorschulalter an späteren Kosten - von Förderlehrern bis zu Qualifizierungskosten des AMS - erspare.

Niederwieser plädiert dafür, sich nicht auf ein Modell für das Vorschuljahr festzulegen. Dies könne etwa auch im Kindergarten stattfinden. Wichtig sei, dass der Bund einen österreichweiten Bildungsplan erarbeitet - dazu werde auch eine verfassungsrechtliche Änderung nötig sein - und dann die Qualität der Angebote der Gemeinden kontrolliert. Notwendig sei außerdem, für Lehrer und Kindergärtner Weiterbildung an den Pädagogischen Hochschulen anzubieten. Ziel der SPÖ bleibe aber, dass auch Kindergärtner schon generell an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden.

(APA)

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13 Kommentare
W. Serro
28.05.2007 19:10
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Natürlich mit dem 6. Lebensjahr und nicht Schuljahr;-)


W. Serro
28.05.2007 19:09
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Sinnvoll?

Ähnlich wie bei der Senkung des Wahlalters, frage ich mich bei der Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahrs nach der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme. Sie ist wohl mehr als parteipolitisch motivierter Eifer der SPÖ zu verstehen, ein Wahlversprechen umzusetzen.

Die notwendige Konzentration und auch das Durchhaltevermögen einen Lehrstoff aufzunehmen, setzt im Schnitt mit dem 6. Schuljahr ein. Erfahrene Pädagogen (Praktiker) ziehen vornehmlich diese Schwelle der Entwicklungsstufe als Maß für die Schulreife heran.

Die Rate an verhaltensauffälligen Kindern nahm in den letzten Jahren erheblich zu. Die Gründe dafür liegen vielfach in einer Wohlstandsverwahrlosung der Kinder. Wahrscheinlich ist es sinnvoller die Eltern eingehender auf ihre Verantwortung bei der Erziehung aufmerksam zu machen und nicht gleich alle Schuld auf Kindergarten und Schule abzuschieben.

Jedoch scheuen sich Politiker solche Maßnahmen zu treffen, weil damit keine Wählerstimmen lukriert werden können.


Gast: AEIOU
28.05.2007 17:34
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Ob die ÖVP, die sogenannte Volkspartei

mit ihren künftigen "Wählern" zufrieden sein wird. Ich denke nicht. Durch die Vorschulmaßnahmen werden wohl nur die Zuzügler gefördert. Die österreichischen Kinden sollen angepaßt werden. Bravo. Das nenne ich ein "Volkspartei-Programm". Ob allerdings die Maßnahmen außer Niveauverlust auch für die Österreicher einen Vorteil bringen. Wahrscheinlich nicht.

Faktum Est
28.05.2007 11:09
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Ja, alle...

... sollten mit 4 Jahren einen Test machen müssen. Die, die Sprache beherrschen, dürfen zu Hause bleiben ODER in den Kindergarten/Vorschule gehen - ganz wie es den Eltern beliebt.
Und die, die den Test nicht schaffen, bei denen die Eltern entweder nicht wollten oder konnten, müssen "zwangsbeglückt" werden.
Wie kommen übrigens Kinder, die die deutsche Sprache beherrschen, dazu, anderssprachige unterrichten zu müssen? Das ist eine Naturalsteuer für Kinder.
Das ist ungesetztlich. Kinder müßten hier eine Leistung für den Staat, für die Gesellschaft erbringen, für die weder sie noch ihre Eltern entlohnt werden. Da Kinder in diesem Alter ohnehin nicht arbeiten dürfen, können sie auch nicht steuerpflichtig sein. Wenn aber eine Gruppe von Menschen aufgrund von Stand, Geburt, Religionszugehörigkeit, Bildung eine Leistung zu erbringen hat, die andere nicht zu erbringen haben, so widerspricht dies der österreichischen Bundesverfassung und ist außerdem "reinster" Rassismus!

Antworten Ophicus
29.05.2007 13:25
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Re: Ja, alle...

Im Kindergarten wird vor allem Betreuung angeboten. Wissensvermittlung ist nicht oder selten der vorrangige Zweck dieser Einrichtung. deutschsprachige Kinder werden also von anderssprachigen in ihrem Fortkommen nicht behindert.
Dass die Migrantenkinder die Sprache lernen ist ein Nebeneffekt des Kontaktes, nicht eine Arbeitsleistung der deutschspracheigen Kinder, die ja nicht lehrend tätig sind sondern Vorbildwirkung haben. Wenn man hier von Zwangsarbeit und Rassismus spricht dann hat man von beiden Begriffen eine ziemlich seltsame Vorstellung.
Wo Migrantenkinder und Deutschsprachige in einem Kindergarten zusammenkommen gibt es durchaus positive Erfahrungswerte was die Integration betrifft - und die einheimischen Kinder werden auch nicht benachteiligt.
Inwiefern ein Zwang anstelle eines bloßen "gratisjahres" sinnvoll ist bleibt aber abzuwarten. Wo sich integrationsunwillige Subkulturen bilden werden auch einsprachig nicht-Deutsche Kindergärten entstehen. Teilweise gibt es sie schon.

Antworten Gast: AEIOU
28.05.2007 17:42
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Re: Ja, alle...

Den Satz vom Rassismus werden die Dumpfbacken wieder als Bestätigung ihrer Politik interpretieren. Das "Boot" ist lastig geworden. Haut die ÖSSIs heraus. Darauf läuft es ja hinaus.Und weil das, noch, nicht möglich ist werden sie umerzogen. Das wird aber dem Fortkommen der Kleinen nicht förderlich sein. Alle müssen gleiche Chancen haben? Auch die fremden Bankerten? Es ist zwar sinnlos, wird aber trotzdem praktiziert.Das Ergebnis wird ein schlechtausgebildeter Mischmasch sein. Und wieder werden die Nativen zur Kasse "gebeten". Auf Privatschulen. Denn wer setzt sein Kind schon den Nivellierern aus.

FJP
27.05.2007 10:10
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Diskussion wie bei der Gesamtschule

Das ist wieder eine typisch rote Forderung, ohne über Voraussetzungen nachdedacht zu haben. Liebe Paddei-Freunde es genügt nicht, nur ein Gesetz zu verabschieden, denn das muss auch mit Leben erfüllt werden. Wo sind die Lernziele für das Vorschuljahr, dann folgen die Lehrpläne. Gibt es genügend dafür ausgebildete Lehrer? Wie schaut es mit den räumlichen Gegebenheiten in den derzeit berstehenden Kindergärten, Kindergruppen aus? Was ist mit Kindern bei Tagesmüttern? Bitte einmal Hirn einschalten und erst dann das Maul aufreissen!!! Wenn das Hirn für solche Überlegungen zu klein ausgebildet ist, dann bitte zurück in eine Vorschulklasse, vielleicht lernt man dann dort auch über Konsequenzen nachzudenken!!!!

Gast: Rothausmann
25.05.2007 18:45
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Paddei-Sommerfest in Altmannsdorf

Supi! Die Idee mit dem verpflichtenden Vorschuljahr ist echt geil! Aber bitte nicht nachträglich für unsere SPÖ-Abgeordneten, denn sonst ist es mit der Gaudi vorbei, wegen der wir sie gewählt haben tun! Wir wollen unsere Burschis echt Bio, pur natur, gen- und hirnfrei! Denn die Paddei denkt für uns! Und das ist gut so! Gusi erwache! Gib uns Spargel und Bordeaux! Venceremos! Freundschaft! Prost!

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Und wieder werden alle bestraft, weil ein paar

zu blöd sind. Oh, wie ich das liebe, dass man den Kleinen jetzt wieder ein Jahr ihrer Kindheit entreißt und damit ja das Problem auch nicht löst, sondern nur vorverlegt und verlängert.
Kinder mit Migrationshintergrund sollten sich besser vorbereiten, aber lasst um Himmels willen die anderen in Ruhe; die können ja Deutsch!
Ich finde außerdem, dass Integration eine Bringschuld ist, d.h. wenn Einwanderer nicht kapieren, dass sie die Landessprache lernen müssen, um hier besser voran zu kommen, dann ist das doch nicht das Versäumnis des Einwanderungslandes!

Wie blöd muss man sein?
Wenn ich heute auswandern möchte, hole ich mir selbstverständlich alle möglichen Infos und werde nur in ein Land gehen, dessen Sprache ich schon beherrsche oder leicht erlernen kann.

Antworten Gast: österreicher
27.05.2007 18:34
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Re: Und wieder werden alle bestraft, weil ein paar

leider isses so, wie du es beschreibst !
österreicher

Antworten Antworten Gast: AEIOU
28.05.2007 17:45
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Re: Re: Und wieder werden alle bestraft, weil ein paar

"Die Antwort mein Freund...." . Die ist an der Wahlurne fällig.

Antworten Antworten Antworten Gast: österreicher
29.05.2007 19:21
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Re: Re: Re: Und wieder werden alle bestraft, weil ein paar

ja, schon, aeiou, aber WAS wählst? ich bin kein ehemaliger rotwähler, und die schwarzen stossen mir lang schon auf.
aber das dritte lager wird langsam tot.
österreicher

Antworten Insider
26.05.2007 22:49
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Re: Und wieder werden alle bestraft, weil ein paar

Nein, es ist besser das Land mit den interessantesten Sozialleistungen und der höchsten Toleranz auszusuchen. Die Sprache? Wieso soll diese wichtig sein? Genügend Leute aus der Heimat und Satelitenfernsehen reichen. Man lebt dann sowieso unter sich, darf sich nach Lust und Laune kleiden - kurz ausleben wonach einem zumute ist. Um die Sprachkenntnisse der Kinder kümmert sich ohnehin das Land dessen Staatsbürgerschaft man selbstverständlich will.

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