Straches Kontakte zur Wiking-Jugend

23.08.2007 | 18:19 |   (Die Presse)

FPÖ-Chef: Gemeinsame Aktion, aber keine Mitgliedschaft. Kontakt zu Honsik nicht erwiesen.

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Wien (aich). Es war Silvester 1989: Heinz-Christian Strache nahm an der Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland an einer „Aktion“ teil, bei der auch Mitglieder der „Wiking-Jugend“ dabei waren. Das sagte der FPÖ-Chef am Donnerstag. Er sei aber nie Mitglied gewesen und habe seit 1990 keinen Kontakt mit dieser Gruppe, so Strache. 1994 wurde die „Wiking-Jugend“ als neonazistische Organisation verboten.

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Straches Äußerungen fielen nach seiner Verhandlung gegen die Zeitung „Österreich“ am Wiener Straflandesgericht. Der FPÖ-Chef hatte „Österreich“ wegen Behauptungen über Straches Kontakte zur rechtsextremen Szene – insbesondere zur „Nationalen Front“ von Gerd Honsik – verklagt. Strache selbst durfte am Donnerstag noch nicht in den Zeugenstand, dafür sagte der im Zuge der Foto-Affäre aus der FPÖ ausgetretene Ewald Stadler aus. Dieser berichtete, wie im FPÖ-Bundesparteivorstand über Straches Jugend diskutiert wurde. So habe Strache erklärt, bei der Aktion an der deutsch-deutsch Grenze sei es nur darum gegangen, „Brotkörbe über die Grenze zu werfen“. Für Stadler ist das eine „skurrile Erklärung“, zumal Ende 1989 die Mauer bereits gefallen war.


Stadler zeigte pikante Fotos

Strache bestritt diese Äußerungen nach der Verhandlung: Es habe sich nicht um Brotkörbe, sondern um „Care-Pakete“ gehandelt. Mit der Aktion habe man für die deutsche Wiedervereinigung demonstriert. Der FPÖ-Chef bestritt auch erneut, nach der Aktion festgenommen worden zu sein. Man habe ihn nur zur Identifizierung angehalten. Hauptthema im Prozess waren aber die von Stadler gehorteten sieben Fotos, die Strache bei wehrsportähnlichen Übungen zeigen. Stadler musste diese der Richterin ungepixelt vorlegen. Auf den Fotos identifizierte ein als Zeuge geladener Teilnehmer an den Übungen (Marcus U.) die Gesichter von bekannten Rechtsextremen. Nicht bestätigen konnte er aber, dass Strache Kontakte zu Honsik hatte. Der Prozess wird Ende September fortgesetzt, dann sagt auch Strache vor Gericht aus.

GERD HONSIK

Der Wiener Honsik (65) gründete die Wehrsportgruppe Nationale Front, die Übungen zur Beseitigung des Systems veranstaltete. Darüber hinaus publizierte Honsik mehrere Schriften, etwa „Freispruch für Hitler“. [APA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2007)

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404 Kommentare
 
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Gast: Reinhard Ignaz Siebmacher
02.09.2007 22:51
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Was bedeutet "Nazi"? Was bedeutet "Stasi"?

1.) Kleiner, lieber Ignaz (auch: "Nazl");
2.) Dummkopf, Tölpel;
3.) Österreicher (auch: "Kakanazi");
3.) Nationalsozialer (Anhänger Friedrich Naumanns);
4.) Nationalsozialist (Anhänger Adolf Hitlers)
-------------------------------------
Was bedeutet "Stasi"?
1.) Kleine, liebe Anastasia;
2.) Staatssicherheit (der DDR)

Gast: Beobachter
28.08.2007 06:44
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Wo ist das Problem?

Nur weil der Stache bei der Jugend des Bregenzer Rudervereins "Wiking" war, greift ihn die Linke wieder an?
Photoshop gibt es auch schon lange, besonders fuer solche "Beweisphotos"

Antworten Gast: plebs potus
31.08.2007 10:04
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Re: Wo ist das Problem?

was Sie da machen ist quasi die Gleichsetzung von HJ und den Pfadfindern.... Typisch Extremrechte

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Braunes Schaf?

http://karikatur.augsten.at/#0735b

es ist zeit zum handeln!

sollte man nicht so schnell wie möglich etwas gegen die nazis unternehmen oder haben die österreicher nichts aus der geschichte gelernt? verhalten sie sich nicht wie ein unbelehrbares kind das nicht auf die warnungen seiner eltern hören will? man muss dieses problem behandeln solange es noch klein ist denn später wird es schwer es zu behandeln. ansonsten werden wieder terror und gewalt herschen wie`s ja schon mal der fall war; dann brechen wahrlich dunkle zeiten an...

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Rote Falken

Gott sei Dank hat der HC nur Kontakte zur Wiking-Jugend und nicht zu den orten Falken. Dann wäre er wirklich unwählbar.

Gast: blingo
24.08.2007 23:36
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QuerfrontXXI -

Was für ein Publikum!
Was für ein Zeugnis!

Antworten Gast: Wie gewonnen, so zerronnen
25.08.2007 15:44
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Re: QuerfrontXXI -

Da schaffts der Strache endlich einmal in die Schlagzeilen, und dann kommt der Norbi mit seinem Sager. Bitter.

Gast: gast
24.08.2007 12:17
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Die Winkinger-Jugend ist eine NEONAZI-Organisation

Da helfen alle Verharmlosungs-Versuche des Herrn Strache nichts mehr.

Antworten Gast: gast
24.08.2007 13:29
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Re: Die Winkinger-Jugend ist eine NEONAZI-Organisation

und der Strache hat es wirklich verharmlost.
Die EINZIGE richtige Reaktion wäre gewesen, sich für derartige Ausrutscher zu entschuldigen
und sich von ALLEN derartigen Organisationen aufs heftigste zu DISTANZIEREN.
Und genau das hat der Strache natürlich NICHT fertiggebracht.

Antworten Antworten Gast: Stasi-Prophet
24.08.2007 16:06
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Re: Re: Die Winkinger-Jugend ist eine NEONAZI-Organisation

Genau! Das hat ja schon seinerzeit der Honni dem Telephon-Vrantz gesagt, wenn der immer wieder in Ost-Berlin gerngesehener Ehrengast war. Aber dem Honni wollte ja keiner glauben. Des ham ma jetzt davon! Gusi, erwache! Vrantz, sprich zu uns, aber net per Telephon, denn des könnt ma net derzahlen! Was kost¿ a SMS, damit ma zum Sammeln anfangen können? Freundschaft!

Antworten Antworten Gast: Ohne die Paddei sind wir nichts!
24.08.2007 15:54
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Re: Re: Die Winkinger-Jugend ist eine NEONAZI-Organisation

San ma froh, daß wir dank eines Paddei-Erweckungserlebnisses net bei der Viking oder gar der Rugia gelandet san, sondern bei unserer popolitical correcten Hosi! Und das ist gut so!

Re: Re: Die Winkinger-Jugend ist eine NEONAZI-Organisation

Nur weil sie schon wieder vergessen haben, dass Strache sich längst distanziert hat (siehe Stellungnahme im Fernsehen betreffend der Paintball- bzw. Gotchafotos aus seiner Kindheit) sollen sie nicht behaupten, das er dies nicht getan hätte.

Was sie hier machen ist eine reine Verleumdung, wie es typisch für Internationalsozialisten bzw. Ge- und Grünossen ist.

Mir ist Strache als Bundeskanzler 1000 mal lieber, als ein Rundumversager, den man mit 10 oder 11 Jahren noch mit Sandküberl und Schauferl in der Sandkiste fotografieren hätte können. Gusenbauer selbst hat gesagt, dass er noch im 11. Lebensjahr in der Sandkiste spielte. Vermutlich gibt es davon kein Foto von Freunden, da Gusenbauer keine Freunde hatte, die mit ihm spielten und andere Menschen sich dachten, dass sie lieber ein offenbar geistig zurückgebliebenes oder behindertes Kind nicht fotografieren sollten.

Antworten Antworten Antworten Gast: cpu
25.08.2007 12:47
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Re: Re: Re: Die Winkinger-Jugend ist eine NEONAZI-Organisation

von welchen paintballphotos phantasieren sie ? strache hat vermutlich noch nie paintball gespielt -mit sicherheit nicht auf "den photos".

Gast: gast
24.08.2007 12:08
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Wer NICHTS mit Neonazis zu tun haben möchte,

der sollte sich von Strache und seinen Kumpanen fernhalten !

Re: Wer NICHTS mit Neonazis zu tun haben möchte,

Zum wirren Unsinn, den sie da von sich geben, will ich eingans ein Sprichwort zitieren: "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen."

Ich sage dies, da ich annehme, dass sie ein Internationalsozialist sind, der sich ärgert, dass er auf Gusenbauer, der seine Wähler wie ein typischer Internationalsozialist belogen und betrogen hat, hineingefallen ist.

Strache und seine Kumpanen sind ja so gemein und spielen nicht wie die ÖVP "Regierung" mit Gusenbauer, einem Typen, der mit 10 oder 11 Jahren noch in der Sandkiste saß. Nebenbei sei gesagt, dass im Alter von 10 oder 11 heutzutage normal entwickelte Buben schon Paintball oder Gotcha spielen.

Es verletzt mein rechtes Gefühl für Fairness auf geistig behinderte oder geistig verwirrte Menschen, die vielleicht auch noch mit 15, 20, 25, 30 und mehr Jahren in der Sandkiste spielen und in Gusenbauer ihresgleichen erblicken, einzudreschen. Daher äussere ich mich jetzt nicht weiter zu Ge- und Grünossen die Gusenbauer nahe stehen.

Gast: gast
24.08.2007 11:04
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Dank an die Aufdecker !

Und schön, dass es jetzt unbestreitbar ist, dass auch dieser Strache eindeutig weit ÜBER dem rechten Rand anzusiedeln ist.
Für die Anständigen also jenseits aller Toleranz.

Re: Dank an die Aufdecker !

Die Gefährlichsten sind Leute wie Sie.

Antworten Antworten Gast: Kodiac
24.08.2007 12:16
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Wirklich?

Welches Licht der Erkenntnis ist Ihnen da aufgegangen. Die Gefahr die von Neonazis herrührt zeigt uns die Geschichte, aber die Gefahr von Aufdeckern ist wohl nur denen bekannt, die die rechte Ideologie teilen...

Antworten Antworten Gast: gast
24.08.2007 11:29
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Re: Re: Dank an die Aufdecker !

Ja, gefährlich ist ja auch die VERHARMLOSUNG dieser rechtsradikalen Tendenzen, wie sie Strache ja auch weiterhin betreibt.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
24.08.2007 11:54
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Re: Re: Re: Dank an die Aufdecker !

Der Strache hat natürlich NICHT all die Neonazi-Gestalten mit denen er dort verkehrt hat, als Verbrecher bezeichnet.
Sein Nahverhältnis zu diesem Milieu ist leider ungebrochen...

allesBraun

Potztausend, da hat man ihn erwischt.
Oder wollte er sich erwischen lassen?
Jedenfalls hat er sich jetzt für seinen rechten Rand eindeutig deklariert. Es ist noch mehr als 3 Jahre zur Wahl. Bis dahin ist der Wirbel verflogen und er wird auch wieder für die gemäßigteren wählbar. Tatsache ist, dass Österreich von 38-45 Naziland war. Danach färbten sich fast alle um. Viele wurden Schwarz, eine Menge auch rot. Der berüchtigte Kindermörder vom Spiegelgrund machte sogar unter dem Schutz der Roten eine sehr schöne Karriere bis in die 80-er Jahre. Ja und etliche liessen sich ums Verrecken nicht umfärben, die blieben braun (Neudeutsch blau). Die sammelten sich erst im Verband der Unabhängigen, dann in der FPÖ. Die Altnazis sind inzwischen abgekratzt, nachgewachsen ist allerdings ihre ideologische Brut. Die machen in Österreich an die 12-15% aus. Lächerlichkeiten wie die Hojac-Haidersche Spasspartie können diese Jungnazis nicht bedienen. Das tut Strache. Mit Botschaften via Wiking-Jugend.

Antworten Gast: Christian
24.08.2007 11:06
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Re: allesBraun?

Die Wahrheit ist, daß am "Heldenplatz" rund 200.000 Menschen waren. Wieviele davon Nazis und wieviele Neugierige, ist nicht eindeutig feststellbar. Sind 200 000 Zuschauer wirklich ausreichend für eine demokratische Wahl? Höchstens für Kommunisten.
Th. Bernhard hat mit seinen Provokationen Österreich in der Welt verleumdet. Genauso gut hätte er feststellen können, daß bis zur Landung der Allierten in der Normandie (1944) die Mehrheit der Franzosen die Vichy-Regierung unterstützt hat. Das würde eher der Wahrheit nahekommen!

Gast: Gott Kupfer
24.08.2007 08:28
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Moskau und Peking

Wäre er nur im Maokostüm nach Moskau oder Peking geflogen, um sich dort mit den Lippen an der Landebahn festzusaugen, man hätt es noch als jugendlichen Leichtsinn abtun können. Aber, an der D-D Grenze zu demonstrieren und Carepakete schmeissen, mein Gott, wie furchtbar. Fellner, schau oba ;-)

Gast: Ludwig
24.08.2007 08:22
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Eigentlich wäre die Sache ganz einfach. Wenn Strache gegen Rechtsvorschriften verstoßen hat, dann sollte er dafür zur Verantwortung gezogen werden

Sollte er aber nicht gegen Rechtsvorschriften verstoßen haben, dann sollten sich die Gutmenschen gefälligst mehr um konkrete Verbrechen kümmern. Z.B. um das Niederwalzen von Häusern mit Bulldozern. Oder um das Einsperren einer Volksgruppe hinter einer Mauer, so dass sie sich nicht einmal mehr im eigenen Land frei bewegen kann. Oder ist das alles nach unserem oder intern. Recht gestattet? Oder ist das Aushungern gestattet? Und wieso kratzen unsere Politiker Menschen das Goderl, die kriminelle Angriffskriege führen, Menschen entführen, ohne Anklage und Rechtsschutz einsperren? Wo sind da die konkreten(!) Maßnahmen der SPÖ, ÖVP, aber auch der Grünen, solche wirklich kriminelle Handlungen zu bestrafen oder zu verhindern?

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Re: Die Grünen?

Vergessen Sie¿s! Die lebten und vertraten vielleicht vor 20 Jahren ihre Ideale - heute sind sie, zu 99%, nur mehr Politiker am Futtertrog - wie alle anderen. Inklusive "blendendem" Grundsatzprogramm. Schön zu lesen - aber das Papier nicht wert, wenn¿s darauf ankäme.
Ein Praxisbeispiel?:
http://www.fehlurteil.at/ff/gruene.php

 
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