Wien (red./APA). „Entschiedenen Widerstand“ der Ärzte gegen die geplanten ambulanten Versorgungszentren (AVZ) hat Ärztekammerpräsident Walter Dorner am Mittwoch angekündigt. Das bedeute „alle möglichen Formen des legalen Protests – von Kundgebungen bis zu befristeten Schließungen von Praxen“, hieß es dazu aus der Ärztekammer.
Diese Versorgungszentren sollen das bestehende Angebot ergänzen. Dort sollen Patienten rund um die Uhr, sprich auch an Wochenenden und Feiertagen, behandelt werden können. Den Spitälern wird ausdrücklich eingeräumt, sie könnten ihre Pflicht zur ambulanten Versorgung über solche Zentren erfüllen. Diese müssen aber vom Ministerium nach einer Bedarfsprüfung genehmigt werden und sie sollen einer Bundesbehörde unterstellt werden. Dorner sieht sieht eine „Zentralisierung der Gesundheitsversorgung nach Muster der DDR“.
Gesundheitsministerin Andreas Kdolsky wies den Vorwurf der Zentralisierung zurück. Vielmehr sollen Leistungen vor allem im ländlichen Raum in den niedergelassenen Bereich verlagert werden, um die Spitalsambulanzen zu entlasten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2007)
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