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Tierschutz: Käfighaltung von Kaninchen teilweise verboten

23.11.2007 | 18:29 |   (Die Presse)

Die Novelle des Tierschutzgesetzes passierte den Gesundheitsausschuss.

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WIEN (red./APA). Ab 1. Jänner 2008 wird ein neues Tierschutzgesetz in Kraft treten. Die Käfighaltung von Kaninchen zur Fleischgewinnung soll 2012 verboten werden. Ab 2008 wird der Verkauf von Hunden und Katzen an öffentlichen Plätzen sowie im Internet verboten.Jeder Züchter bzw. Verkäufer von Tieren muss sich ab 2008 behördlich registrieren lassen. Hingegen soll der Handel mit Katzen und Hunden im Zoofachgeschäft unter Beaufsichtigung von Betreuungsärzten wieder erlaubt werden.

Bei sogenannten Qualzüchtungen – etwa zu kurz gezüchteten Nasen – müssen innerhalb der nächsten zehn Jahre Rückzüchtugen erfolgen. Neu ist auch die verpflichtende Kennzeichnung von Hunden mit einen Chip, die Ende 2009 in Kraft tritt.

SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck meinte, man sei das erste Land mit einem Verbot zur Käfighaltung von Kaninchen. Außerdem lobte er die strengen Auflagen für den Handel mit Hunden und Katzen in Zoofachgeschäften.


Protest vor dem Parlament

Grün-Abgeordnete Brigid Weinzinger hält die Novelle für eine „Ohrfeige für das Tierschutzrecht“. Denn der Ausstieg aus der Käfighaltung gelte nicht für jene Kaninchen, die zur Pelzzucht gehalten werden. Außerdem seien nach dem 1. Jänner 2005 gebaute Käfige noch bis 2020 legal verwendbar. Die Grünen beantragten ein generelles Verbot der Pelztierzuchthaltung.

Vor dem Parlament gab es am Freitag Proteste. Tierschützer machten vor dem Hohen Haus in Kaninchenkostümen und in einem überdimensionalen Käfig auf die ihrer Meinung nach unzureichenden Maßnahmen aufmerksam.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.11.2007)

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2 Kommentare
Gast: AEIOU
25.11.2007 13:14
0 0

Obwohl ich keine Freund der Grünossen bin,

aber die Aussage Weinzierls kann ich nur voll unterstreichen. Wiedereinmal hat sich die Bassenakoalition als das gezeigt, was sie ist. Ein chaotischer Haufen Heuchler. Bezahlte Lakaien lobhodeln jeden legistischen Schmarrn. Auch das "neue" Tierschutzgesetzt ist das gleiche Machwerk wie seine Vorgänger. Alles nur Absichtserklärungen. Wie man an den Tiertransport-Trauerspielen ja beinahe jede Woche ersehen kann. Was unentdeckt bleibt, darüber will ich nicht nachdenken. Die Rache der geschundenen Fleischlieferanten ist subtil. Krebs, Knochenerkrankungen und andere Bresthaftigkeiten sind die späte Rache für die menschliche Niedertracht.

Antworten Gast: AEIOU
26.11.2007 20:25
0 0

Re: Obwohl ich keine Freund der Grünossen bin,

PS.:
Weinzinger heißt die Dame natürlich.

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