05.07.2009 00:36 | Meine Presse Merkliste0

Wiederbetätigung: Haft von Gert Honsik bestätigt

03.12.2007 | 14:13 |   (DiePresse.com)

Bei der Berufungs-Verhandlung gegen den Publizisten Gerd Honsik bestätigte das Wiener Oberlandesgericht am Montag das erste Urteil. Er war 1992 wegen Wiederbetätigung zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

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Im Mai 1992 war der Publizist Gerd Honsik wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu 18 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Nun - mehr als 15 Jahre später - entschied das Wiener Oberlandesgericht (OLG), dass es bei der Strafe bleibt. Die Strafberufung des mittlerweile 67-Jährigen, der im Hinblick auf sein vorgerücktes Alter und eine schwere Erkrankung auf Milde gehofft hatte, wurde als unbegründet zurückgewiesen.

Flucht vor Justiz nach Spanien

Honsik legte 1992 Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein, setzte sich dann allerdings nach Spanien ab. Die Nichtigkeitsbeschwerde wurde 1994 vom Obersten Gerichtshof (OGH) verworfen und das Berufungsverfahren in Folge der Nichtgreifbarkeit des Betroffenen abgebrochen.

Als Honsik im vergangenen August in Malaga verhaftet und Anfang Oktober ausgeliefert wurde, setzte das die Mühlen der Justiz wieder in Gang. Theoretisch ist auch eine Straferhöhung denkbar, denn auch der Staatsanwalt hatte seinerzeit gegen die in seinen Augen zu geringe Strafe berufen.

Staatliche Berufung auch abgewiesen

Dieser Berufung der Staatsanwaltschaft leistete das OGH jedoch auch nicht Folge. Das Erstgericht habe bei den Strafzumessungsgründen keine "Fehlgewichtung" erkennen lassen und Honsik "schuld- und tatangemessen" bestraft, hieß es in der Begründung.

Der vom rechtskräftigen Urteil umfasste Deliktszeitraum umfasst die Jahre 1986 bis 1989, als Honsik in seiner Zeitschrift "Halt!" sowie mit seinem Buch "Freispruch für Hitler?" "durch Jahre hindurch den Nationalsozialismus verharmlosend dargestellt und den Holocaust geleugnet hat", wie Oberstaatsanwalt Georg Karesch nun im Justizpalast darlegte. Honsik habe damit "gedankliches Saatgut für Mitstreiter und Nachahmer gelegt". Honsiks Verteidiger Herbert Schaller betonte, sein Mandant habe sich "nur historisch betätigt", seine Erkenntnisse wären "bisher eher bestätigt als widerlegt" worden.

Weiteres Verfahren für Honsik

Auf Honsik dürfte ein weiteres Strafverfahren zukommen. Von seinem spanischen Exil aus hatte er sich weiter publizistisch betätigt, wobei ihm zuletzt weniger Zeitschriften, sondern verstärkt das Internet als Medium dienten. Auf seiner Homepage waren immer wieder Inhalte zu lesen, die nach Einschätzung von Rechtsexperten mit den Bestimmungen des Verbotsgesetzes, das das Leugnen oder Verharmlosen nationalsozialistischer Verbrechen unter Strafe stellt, nicht in Einklang zu bringen waren.

(APA/Red.)

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36 Kommentare
Ratio
06.12.2007 13:39

Österreich:

Mutter erstickt Kind: 1 Monat unbedingt
Ausübung der Meinungsfreiheit, obwohl beschnitten: 18 Monate unbedingt
Diese Strafbemessungen sind seltsam.

modestus
05.12.2007 15:30

publizist??

herr honsik war nachtportier im parkhotel-schönbrunn..
andere tätigkeiten waren ausschliesslich hobbies.
ein mieserabler dilettant.

Antworten Ratio
06.12.2007 13:35

Re: publizist??

Sie zweifeln an, dass er Publizist war, sondern Nachtportier. Hm, warum wurde er dann als Publizist verurteilt? Bitte gehen Sie mit Ihrem Wissen zu Gericht und sagen den Damen und Herren dort, dass sie versehentlich einen Nachtportier eingesperrt haben. Viel Spaß!

Antworten Antworten modestus
06.12.2007 15:51

Re: Re: publizist??

er war nachtportier.....und wurde wegen mangelnder leistung entlassen. ich muss es wissen, ich war teil des mangements.
er war also nie professioneller publizist, das ändert nichts an der tatsache, dass er nach österreichischem recht verurteilt wurde...zu recht.
in frage stellen darf man trotzdem ob honsik, auf grund seiner einfältigkeit, nicht doch zu hart bestraft wurde.


Antworten Antworten Antworten Panzer
07.12.2007 16:27

Nach Ihrer Einschätzung war Einstein


auch kein Physiker sondern nur ein Angestellter eines kleinen Patentamtes!

Sie sollten weniger Ihrem linken Hass als Ihrem Verstand vertrauen!


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kodiac
11.12.2007 14:21

Ein selten dämlicher...

...Vergleich...denn Einstein¿s Fähigkeiten sind wohl über jeden Zweifel erhaben, was hat hingegen Honsik zusammen gebracht, ausser die Existenz von KZ¿s zu leugnen, was ja wahrlich eine gloriose Leistung ist...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Panzer
12.12.2007 11:56

Re: Ein selten dämlicher...


Honsik hat die Existenz von KZ nie geleugnet!

Entweder Sie sind schrecklich uninformiert oder sie machen diese falschen Unterstellungen mit Absicht!


Antworten Panzer
06.12.2007 13:10

Re: publizist??


Wenn es so wäre, warum einsperren?

Dumme Aussagen wird man ja wohl machen dürfen, ohne dafür bis zu 30 Jahre eingesperrt zu werden!

Meinungsverbote sind eine Schande für eine "Demokratie"!


Antworten Antworten Gast: Kodiac
11.12.2007 14:26

Dumme Aussage?!?

Den Holocaust zu leugnen ist also in Ihren Augen eine dumme Aussage, geht¿s eh noch?
Das ist eine bewusst ausgesprochene Lüge, um rechte Agitation zu betreiben und hat mit einer Meinung exakt gar nichts zu tun...

Antworten Antworten Antworten Panzer
12.12.2007 11:40

Re: Dumme Aussage?!?


Machen Sie sich nicht in die Hose!

Es wurde uns auch gesagt, daß der Irak Massenvernichtungswaffen hat!


Panzer
05.12.2007 13:58

Die "lieben" Bücherverbrenner


toben sich hier im Forum wieder mal aus!

Hauptsache es ist ein "böser" Rechter der hier für seine Meinung eingesperrt wird!

Die Zustände könnten sich aber in Österreich schnell ändern!

Aug um Aug........

Ob denen das gefallen würde?


Antworten Gast: Kodiac
11.12.2007 14:08

Seltsam...

...ihre kleine welt die sie sich da zurecht gestrickt haben, wenn jemand den Begriff "Bücherverbrennung" benutzt um Wiederbetätigung zu rechtfertigen, ist wohl jeder weitere Kommentar überflüssig...Es war genau diese Meinung eines "bösen" Rechten die vor nicht allzu langer Zeit zu Millionen Toten geführt hat. Aber die Existenz von KZ¿s zu leugnen ist ja nur die "meinung" eines "bösen" Rechten.
Ich werde daran denken "Panzer" künftig als Synonym für totale verblendugn zu benutzen, daran ändern auch Ihre hochgradig lächerlichen Drohungen nichts..........

Antworten Antworten Panzer
12.12.2007 11:53

Re: Seltsam...


Wer leugnet, daß es KZ gegeben hat?

Honsik hat das auch nie getan!

Sie sollten lesen lernen, oder sind das absichtliche Unterstellungen?


Bernhard v Clairvaux
04.12.2007 13:23

ein neo nazi erhält

seine strafe, gut.
aber weshalb erhalten die invasoren aus anatolien und anderem muselstaaten keine gerechte strafe - denn es ist ja kein geheimnis, dass sie den holocaust leugnen und israel von der landkarte bomben wollen!

WARUM WIRD DIESES G.... NICHT BESTRAFT?

nur weil sie die roten/grünen gutmenschen wählen oder ist es politisches kalkül????

Antworten Gast: Qwert Zuiopü
04.12.2007 14:48

Auch Gastarbeiter

die den Holocaust leugnen, gehen wegen Wiederbetätigung sitzen. Ihre Paranoia sollte besser behandelt werden.

Antworten Antworten Bernhard v Clairvaux
05.12.2007 13:57

Re: Auch Gastarbeiter

ausser sie werden vom herrn fischer eingeladen, dann dürfen sie auf unsere kosten auch noch fressen und saufen.

sie könnens drehen und wenden wie sie es wollen - der antisemitismus lebt in diesem land

Gast: Udo
04.12.2007 12:38

SSKM

Selbst schuld, kein Mitleid.

Gast: Gast
03.12.2007 17:00

Offene Diskussion!

Also, ich sag es ganz ehrlich: Der Honsik war mir immer schon so was von wurscht. Er hätte meiner Meinung nach in Spanien vergammeln können. Seine Bücher sind wahrscheinlich völliger Schwachsinn und leicht zu widerlegen. Aber was macht das freie Österreich? Es verfolgt ihn bis nach Spanien und sperrt ihn schließlich ein. Gratulation. Noch ein Märtyrer. Das vernünftigste wäre wohl eine offene Diskussion mit diesem Hampelmann, wo man ihn live sachlich auseinandernehmen und endgültig für alle Zeit entzaubern könnte. Aber das traut man sich offensichtlich nicht zu.

Antworten Gast: Otto
04.12.2007 10:27

Keine Sorge.

Alle Länder der EU bewahren Nazis in Gefängnissen auf. Und das ist auch nirgendwo ein Problem oder ein Anschlag auf irgendwelche Freiheiten.

Antworten Antworten Panzer
04.12.2007 12:24

Re: Keine Sorge.


Schlimm genug, wenn Sie dem zustimmen!

Da sieht man, wo die EU in Sachen Meinungsfreiheit hinsteuert!

Das Verbotsgesetz ist Unrecht und muß weg!


Antworten Antworten Antworten Gast: Kodiac
04.12.2007 13:09

Das wäre ja in ihrem Fall...

...Anlassgesetzgebung...traurig wenn Sie aus der Geschichte nichts gelernt haben...

Antworten Antworten Antworten Gast: Bürger 2000
04.12.2007 12:37

Im Gegenteil

es gehört ordentlich verschärft. Schliesslich geht es hier um die erneute Vorbereitung von Straftaten und nicht um Meinungsfreiheit.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Baldur
04.12.2007 17:25

Leugnen = wieder begehen wollen???

Könnten Sie mir erklären, warum Sie automatisch davon ausgehen, dass jemand, der ein Verbrechen leugnet, eben ein solches erneut vorbereiten möchte? Sehen Sie dafür konkrete Anhaltspunkte bei Honsik? Wenn ja, welche?

Gast: Österreicher
03.12.2007 16:59

Berger's "Haftentlassungspaket"

Das Theater das um die alten Revisionisten wie Irving und Honsik aufgeführt wird, ist einer Demokratie unwürdig. Berger versucht mit solchen Aktionen nur von groben Mängeln in ihrem Ressort abzulenken. In ihren "Justizanstalten" herrschen schlimme Zustände. Siehe Stein.

Antworten Gast: Bösler
04.12.2007 10:29

Na dann hoffen wir mal

dass er nach Stein kommt. Und alle seine "Freunderl" sukzessive auch. freu freu.

Gast: Crusader
03.12.2007 16:34

Den NeoNazis keine Gnade !

Er bekommt eh viel weniger als er "verdient". 18 Monate für jahrelange Nazi-Propaganda sind nicht viel.

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