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Platter: „Entscheidung im Fall Arigona ist sonnenklar“

18.12.2007 | 09:34 |   (Die Presse)

Oberösterreichs Politiker suchen nach Wegen für ein humanitäres Bleiberecht. Innerhalb der ÖVP mehren sich die Stimmen gegen Platter.

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Wien.Innenminister Günther Platter hat die Abschiebung der 15-jährigen Arigona Zogaj nach Beendigung dieses Schuljahres als fix bezeichnet, doch die Landtagsparteien in Oberösterreich – allen voran Platters Parteifreund, Landeshauptmann Josef Pühringer – wollen sich damit offensichtlich nicht abfinden. Die Landesregierung beschloss einstimmig, ein Rechtsgutachten über etwaige Berufungsmöglichkeiten sowie medizinische Gutachten über den Gesundheitszustand von Arigona und ihrer Mutter in Auftrag zu geben.

Pühringer erklärte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Platter, er trete für eine konsequente Asylpolitik ein und werde nicht massenhaft Anträge für ein humanitäres Aufenthaltsrecht nach Wien schicken. Im Fall Zogaj gebe es aber offenbar unterschiedliche Auffassungen zwischen den Landesbehörden und dem Innenministerium. Es gehe um den Umgang mit Härtefällen in Oberösterreich, so der Landeshauptmann.

Vereinbart wurde eine Aussprache zwischen Platter und der oberösterreichischen Landesregierung. Allerdings kündigte Platter bereits an, er werde hart bleiben. Er begründete die Ablehnung des humanitären Aufenthalts auch damit, dass nicht alle Mitglieder der Familie Zogaj voll integriert seien. Wenn man dem Mädchen ein Aufenthaltsrecht gewähre, müsse man das auch für die restliche Familie machen. Seine Entscheidung sei jedenfalls sonnenklar gewesen.

„Nicht abfinden“ mit der Abschiebung will sich der grüne Landesrat Rudi Anschober. Er warf Platter vor, sein Wort gebrochen zu haben. Der Innenminister habe immer gesagt, dass die Länder ein Antragsrecht beim humanitären Aufenthalt hätten und er deren Standpunkt berücksichtigen werde. „Nun hat er den ersten derartigen Fall aber gleich abgelehnt“, so Anschober.

In der ÖVP mehren sich die Stimmen für Arigona Zogaj. Am Dienstag appellierte Menschenrechtssprecher Wolfgang Großruck für eine humanitäre, menschliche Lösung. Diese müsse aber nicht unbedingt ein humanitäres Bleiberecht bedeuten, verwies Großruck im "Ö1"-Morgenjournal auf andere rechtliche Möglichkeiten, wie etwa ein Ansuchen um Einbürgerung oder um Einwanderung, das dann "vielleicht beschleunigt werden" könne. Allerdings stellte er im Nachhinein klar, dass seine Aussagen aus dem Zusammenhang genommen wurden: "Ich habe klar betont, dass ich die Linie von Innenminister Platter voll unterstütze. (...) Gleichzeitig habe ich gesagt, dass ich das Anliegen von Landeshauptmann Pühringer verstehe, mit dem Innenminister über den Fall ein Gespräch zu führen, um weitere menschliche Lösungen auszuloten."

Der Linzer Altbischof Maximilian Aichern hat sich dafür ausgesprochen, „einen gut integrierten Menschen in Würde über das Gesetz zu stellen“. Er bitte den Innenminister, die Causa weiterhin zu durchdenken.


SPÖ auf Distanz

Die SPÖ geht zusehends auf Distanz zur Entscheidung von Innenminister Platter, dass Arigona Zogaj im Sommer 2008 in den Kosovo zurück muss. „Ich hätte als Innenministerin anders entschieden“, sagte Frauenministerin Doris Bures, die am Montag ebenso wie Sozialminister Erwin Buchinger ein humanitäres Bleiberecht für das Mädchen forderte. Viele Menschen würden Platter darum bitten, so Buchinger: „Ich schließe mich dieser Bitte an.“

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hatte am Wochenende Platters Position als „rechtskonform“ bezeichnet. Die beiden SPÖ-Regierungsmitglieder sehen keinen Widerspruch zum Bundeskanzler. Auch wenn Platters Entscheidung rechtskonform sei, hätte es der Innenminister in der Hand, einen humanitären Aufenthalt zu verfügen. Davon solle er Gebrauch machen.

AUF EINEN BLICK

Die Landesregierung in Oberösterreich kämpft weiter für die 15-jährige Arigona Zogaj. Man will nicht hinnehmen, dass Innenminister Günther Platter ein humanitäres Aufenthaltsrecht für das Mädchen aus dem Kosovo, das seit sechs Jahren in Österreich ist, ablehnt. Ein Rechtsgutachten soll Berufungsmöglichkeiten gegen die Entscheidung des Ministers ausloten. Für Platter war die Entscheidung aber „sonnenklar“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2007)

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104 Kommentare
Gast: guess
18.12.2007 16:50
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Protegé

"I. Dem Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe im Umfang der Gerichtsgebühren wird stattgegeben.

II. Die Beschwerdeführer sind durch die angefochtenen Bescheide weder in einem verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht noch wegen Anwendung einer rechtswidrigen generellen Norm in ihren Rechten verletzt worden. Die Beschwerde wird abgewiesen."

www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/9/8/5/CH0003/CMS1197617609023/erstniederlassung_familie_zogaj__b1263,_1264-07.pdf

Wenigstens die bisher angefallenen Gerichtsgebühren sollten sie selbst begleichen: Konto 2424042, BLZ 34710.

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Re: Protegé

Klasse! Ist das Ihre Kontonummer? :o)

stefania
18.12.2007 13:37
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Rchtsstaat

So wie manche sich nun darauf berufen, dass Haider ja auch das Urteil des VFG missachte, so wird, sollte hier nachgegeben werden, Haider sich auf diese Missachtung eines Urteils des VFG berufen können...

Antworten Gast: NN
18.12.2007 14:36
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Re: Rechtsstaat

Was Landeshauptmann Pühringer tut ist nichts anderes als Minister Platter das Misstrauen auszusprechen. Meint Pühringer tatsächlich es hätte Minister Platter aus Inkompetenz oder Unmenschlichkeit gehandelt? Warum unterstellt er ihm das und erhebt sich mit Seitenblick auf die nächsten Wahlen über Platte? Er weiss, Platter kann wenn er Verantwortung ernst nimmt gar nicht anders handeln, es sei denn Ungerechtigkeit anderen gegeüber wird hingenommen. Natürlich würde es guttun sich als Minister von den Medien als Weihnachtsmann feiern zu lassen , Platter widersteht dem und trägt Verantwortung. Danke Herr Minister.

Antworten Antworten Gast: Christian
18.12.2007 18:02
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Re: Re: Rechtsstaat? Pührunger ist längst eine Marionette der Grünen!

Die Grünen spielen die "Affaire Arigona" hoch, um eine Linkskorrektur in der Fremdenpolitik zu erreichen. Tatsächlich gibt es keine sachlichen Argumente, die für eine Asylierung der Zogays, die sich unter den Asylanten einfach vorgedrängt haben, sprechen.
Doch kann ich Arrigona auch verstehen: wo findet man so schnell ein Gastland, wo einem alles nachgeschmissen wird. Da zahlt sich ein bißchen Theater schon aus...

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Re: Re: Re: Rechtsstaat? Pührunger ist längst eine Marionette der Grünen!

PLATTER IST BLOSZ EIN HAMPELMANN VON HAIDER UND STRACHE. ER IST EIN TIROLER DORFGENDARM, DER AUS UNSICHERHEIT NIE EIN HERZ GEHABT HAT !!! MENSCHLICHKEIT HAT ER NOCH NIE GEKANNT.ER WILL ALLE ÖSTERREICHER ÜBERWACHEN UND AUSSPIONIEREN !!! PLATTER GOES DDR !!! ÖSTERREICH WIRD IMMER UNFREIER.
LH PÜHRINGER IST HALT EIN GANZ EDLER MENSCH MIT HERZ !!
WAS MAN IN DER ÖVP KAUM MEHR FINDET.
SIE WILL UNBEDINGT RECHTER ALS RECHTS SEIN.
VOR NICHT ALLZULANGER ZEIT HAT DAS STURE, EINFÄLTIGE: GESETZ IST GESETZ, MILLIONEN MENSCHENLEBEN GEFORDERT!!
DAS GESETZ SOLLTE FÜR DEN MENSCHEN DA SEIN, NICHT UMGEKEHRT !!! WEHRET DEN ANFÄNGEN !!

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Re: Re: Re: Re: Rechtsstaat? Pührunger ist längst eine Marionette der Grünen!

Ich bin ja der festen Überzeugung, das es in der Politik keine "edlen Menschen mit Herz" gibt, eher Sollche,die sich ganz gut verkaufen können. Den negativen Aufenthaltsbescheid der Familie Zogay mit den Verbrechen an den Opfern der NS-Diktatur zu vergleichen, stellt für mich eine Dreistigkeit sondersgleichen dar! Warum soll man diese Familie besser behandeln,als eine Familie aus jedem anderen Land? Entweder ein Asylsuchender HAT einen nachweisbaren Anspruch auf Asyl, oder er HAT IHN EBEN NICHT. Ein wegen Sympatie gegebenes Bleiberecht diskriminiert alle anderen abgelehnten Asylsuchende!Also: WEHRET DEN ANFÄNGEN!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Höllensohn
19.12.2007 01:51
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Re: Re: Re: Re: Rechtsstaat? Pührunger ist längst eine Marionette der Grünen!

Es gibt auch linken Größen- und Verfolgungswahn wie man in ihrem Beispiel eindeutig erkennen kann.

Die Zogajs sind und bleiben eine Verbrecherfamilie mit einer möglicherweise unschuldigen Tochter. Fraglich ist nur wie die vielen versagten Verfahren alle Zustande kommen? Einmal oder zweimal NEIN muss doch genügen!

Ophicus
18.12.2007 13:03
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Die Gleichheit

Neulich auf der Uni hat eine Studienkollegin einen Professor auf dem Gang um ein Referatsthema gebeten.
Ich böser Kerl bin dazwischen gegangen und habe darauf hingewiesen, dass laut Regeln der Lehrveranstaltung ein Referatsthema nicht auf diese Weise vergeben werden darf.
Man kann mir jetzt natürlich vorwerfen ich wäre ein schlechter Mensch, der einer armen Studentin in Terminnot nicht gönnt, dass sie in ihrem Studium weiter kommt.
Allerdings war fünf Minuten vorher eine andere Studentin unter Verweis auf eben diese Regeln vom Professor weggeschickt worden - weil sie den Fehler gemacht hat die Regeln zu respektieren, anstatt dagegen zu reden.
Womit wir mal wieder beim Thema der Gerechtigkeit wären.
Man mag Arigona das Aufenthaltsrecht gönnen. Aber wenn man sie deswegen rechtswidrig bevorzugt dann benachteiligt man gleichzeitig alle anderen, die sich an die Gesetze halten oder mit ihrem Wunsch auf Gesetzeswunsch nicht durchkommen.
Und genau das ist eben ungerecht.

Antworten Gast: Humboldt
18.12.2007 15:55
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Re: Die Gleichheit

Das Universitätssytem ist für seine Engstirnigkeit und versteckten Neigung zur Rechten bekannt. Das hat eine lange Geschichte. Die Ablehnung der Fakultätsbilder von Klimt von der prüden Mehrheit der Professoren um die Jahrhundertwende. Dann die zunehmende Politisierung der Uni durch rechte Burschenschaften. Das nahestende Betriebsklima zu den Nazis, was letztlich zum Exodus der jüdischen Gelehrten führte, falls man sie nicht schon auf der Unistiege ermordete oder sie noch rechtzeitig auswandern konnten. In der Nachkriegszeit sank dann die Uni zu ihrer derzeitigen Mittelmässigkeit herab, da man die internationale und multikulturelle Dimension der Uni willkürlich mit der Naziideologie zerstört hatte. Heute gibt es sehr wenige Professoren, die international mithalten können. Einer der wenigen, Prof. Schmidt-Dengler in der Germanistik, z. B., kommt eigentlich aus Kroatien. Ist also bedrückend, wenn man immer noch diese rechtslastigen Töne an der Uni hört.

Gast: Don Quichote
18.12.2007 12:56
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Und wieder einmal ...

... zeigt sich, was bei unseren Politikern gilt: Wer Rückgrat zeigt, hat einen Wirbel nach dem anderen. Mein Kompliment, Hr. Platter.

Gast: guess
18.12.2007 12:46
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sonnenklar

Lipgloss, Wimperntusche etc. hat sie, Perlenkettchen u. dgl. m. ebenso, eigenes Handy sowieso, fesche Kleidung, mehr als genug, Geld, um auswärts zu essen, auch wenn es 'nur' Mcdonald¿s sein sollte, populär ist sie mittlerweile ebenfalls: Arigona Megalomania. Es ist schon praktisch findige Eltern zu haben, die u.a. ein Haus unentgeltlich bewohnen können, in Österreich fällt das Geld nämlich vom Himmel - zumindest für sie.

rmr
18.12.2007 18:12
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Und was kommt dann?

Vielleicht sollten sich manche Politiker das leben nicht allzuleicht machen und immer anderen nach dem Mund reden.Ich hoffe der Oesterreicher vergisst diese offensichtliche Erpressung des Innenministers durchein 15 jaehriges Maedchen und deren Unterstuetzer bei den naechsten Wahlen nicht.Zu hinterfragen waere auch bei einem allfaelligen Aufenthalt wer fuer die versicherung aufkommt,Mutter arbeitslos Vater inm Kosovo,duerfen wir Beirtagszahler wieder einmal herhalten?So wie bei allen Asylwerbern?Kein Wunder dass unsere Kassen marod sind.Aber all das verschweigen ja unsere Gutmenschen.Und ein katholischer Pfarrer der zum Rechtbruch aufruft ist dann der Gipfel,vielleicht sollte ich aus der Kirche austreten,vermisse Komentare von Schoenborn un CO.

Gast: Dr.Kamlander@aon.at
18.12.2007 12:30
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Arigona, 18,12 2007

Wir alle, die etwa 8 Millionen Östereicher haben uns auf Spielregeln im Verkehr untereinander geeinigt. Sie stehen in den Gesetzblättern. Auch diese lassen sich ( im Gegensatz zu den drei Wärmehauptsätzen der Thermodynamik) in Übereinstimmung aller abändern.
Herr BM Plattner hat vollkommen Recht ! Wer anders denkt, so glaube ich, kann ja adoptieren etz. aber auch alle damit anfallenden Kosten !!! mit übernehmen.
Ich habe nichts dagegen, dass zB. Arigona hier als Gast weiter die Schule erfolgreich abschliesst. Ich möchte nur nicht direkt oder indirekt dafür bezahlen müssen. Ich habe lange im Ausland gearbeitet und Wissen von der Uni Wien an die Uni in Lima Peru weitergegeben ( die Ringofenmethode zur 'Analyse von Erzen und Mineralien(Prof. Ballco). Also Arigona soll den Abschluss machen und mit dem erweiterten Wissen zuhause weiterarbeiten. Ich wünsche Ihr viel Glück und unserem BM Plattner meinen Respekt mfg Dr. Kamlander

Paul Katz
18.12.2007 12:03
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Hirn und Herz?

Jedem der von "Foppen" oder gar "Erpressung" durch AZ schwafelt, wünsche ich dass er/sie sich auch einmal in einer Situation findet, wo alles besser ist als im eigenen Land zu bleiben. Und dass das auch bei uns geht, haben uns die 1930er wohl gezeigt.

Warum können Menschen die schon eine Zeit hier im Land sind, nicht um Einwanderung/Aufenthalt ansuchen? Da haben wir die Chance, zuvor über Jahre feststellen zu können ob jemand bereit und fähig ist, zu lernen, zu arbeiten, sich zu integrieren - aber nein, diese Menschen schieben wir ab um dann Unbekannt auf gut Glück hereinzulassen.

Und dann noch: wir wollen durch die Ostöffnung verdienen, unsere Studenten müssen selbstverständlich Auslandsaufenthalte absolvieren. Aber wenn dann Studenten aus dem Osten zu uns wollen oder gar im RAhmen von österreichischen Konzernen tätige mal "bei der Mutter" arbeiten sollen - halt, stop, raus. Ein mieses Volk oder nur miese Politiker?

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Re: Hirn und Herz?

Wollen Sie uns tatsächlich einreden,das die Familie Zogay sich im Konzentrationslager wiederfindet, sollte Arigona mit ihrer Mutter ausgewiesen werden? Oder was sollte der unsägliche Vergleich mit den 1930er? Wenn diese Menschen illegal eingereist sind,sollte man sie auch wieder ausweisen dürfen. Es kann doch nicht sein, das jemand aufgrund der Tatsachen, die er durch sein Verhalten selbst geschaffen hat(in diesem Fall den immer wieder eingelegten Einspruch auf einen immer wieder negativen Bescheid) im Land verbleiben darf.Und dann noch: Wenn Studenten aus dem Osten in Östereich studieren wollen oder ausländische Mitarbeiter eines Tochterkonzerns hier arbeiten wollen,brauchen diese nur die jeweiligen Anträge zu stellen und warten, bis Diese bewilligt wurden. Das Sie ein Herz haben;wenn auch nur für Arigona ,haben Sie ja bewiesen. Aber haben Sie auch Hirn?

dr. philpp
18.12.2007 12:57
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Re: Hirn und Herz?

ich möcht mich nicht wiederholen: schon mal etwas von nachahmern gehört?

Ophicus
18.12.2007 12:37
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Re: Hirn und Herz?

Erstens: Dass man nachvollziehen kann wieso sie es getan hat schließt noch nicht aus, dass sie es getan hat. Ein hungriger Asylwerber der Brot stiehlt hat ja trotzdem gestohlen.

Zweitens: Wenn ich ihrer Logik folge müssten wir jeden Einreisewilligen ein paar Jahre ins Land lassen und dann erst entscheiden ob er einreisen darf oder nicht, damit man die Sache beurteilen kann.
Wenn man nämlich diese Chance nur den Leuten gibt, die es geschafft haben sich illegal so lange im Land zu halten, dann ist das (mal wieder) ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich an Regeln halten.

Drittens: Die Ostöffnung und die (zeitweise) Aufenthaltserlaubnis für Studenten hat mit der dauerhaften Niederlassung von Kosovarischen Familien in Österreich genau überhaupt nichts zu tun.

Gast: pit
18.12.2007 11:29
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bei der pflege-debatte

soll man doch bitte mild bleiben. bei der abschiebung des mädchens muß recht recht bleiben.

wieso sind diese teutonischen schlechtmenschen immer so belämmert?

gibt es in den reihen der rechten ratten keinen, der mehr kann, als auf eine 15jährige zu schimpfen?

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Re: bei der pflege-debatte

1. hat die Pflegedebatte nichts mit den Zogays zu tun. 2.stimmt, Recht muss Recht bleiben. 3. erläutern Sie uns doch bitte, was ein TEUTOISCHER SCHLECHTMENSCH ist. Wenn Sie das getan haben,erläutern Sie uns doch bitte auch, aus welchen Gründen Sie,um himmels Willen nur, diese arme Familie dazu zwingen wollen, in einem Land leben zu müssen,wo jede rechte Ratte auf ein 15 jähriges Kind schimpft? Mal nur so gefragt: welche Rolle spielt in der Angelegenheit denn das Alter?

Ophicus
18.12.2007 12:46
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Falsch

In BEIDEN Fällen muss Recht Recht bleiben.

Inhalte zu schreiben kann ich mir aber wohl sparen. Wer mit Begriffen wie "teutonisch" und "belämmert" daher kommt hat ja mit inhaltlichen Diskussionen offenbar wenig am Hut.

Sonnen sie sich ruhig in ihrer moralischen Überlegenheit und klopfen sich zufrieden auf ihre antifaschistische Brust, weil sie es den bösen Rechten wieder mal gezeigt haben.

Pfeifen sie auf Gesetze und verteilen sie ihre milden Gaben nach Sympathie im Einzelfall. Aber tun sie nicht so als wäre das menschlich oder gerecht.

Justitia ist nicht ohne Grund blind.

Gast: Klaus Peter
18.12.2007 11:28
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Kirche im Dorf lassen

Realistisch betrachtet ist Arigona samt Famili illegal in Österreich. Sie hat den Rechtsweg bestritten um einen Aufenthaltstitel zu ehalten. Bei diesem Weg wurde ihr nicht Recht gegeben, sie hat das Verfahren verloren. So hart es ist, sie hat das Land zu verlassen. Ist doch ganz einfach.
Humanität ist nicht der Maßstab, as Gesetz ist es udn dieses wurde in den letzten 30 Jahren von SPÖ und ÖVP ma0geblich gestaltet, mal allene, mal in Koalition, mal von beiden, mal nur von einem. Also was soll die Aufregung.
Und überhaupt: Familie Zogayj soll das, was ihr in Österreich gelungen ist, einmal in den USA, in Australien, in Großbritannien und wer weiß sonst noch wo probieren.

Reinhard
18.12.2007 11:20
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Recht hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun!

Ob es gerecht ist das Mädchen abzuschieben sei dahingestellt. Die Schuld an dieser verzwickten Lage haben wohl ein Teil der Medien welche mit ihren Berichten den Innenminister keinen anderen Entscheid offengelassen haben. Jene Politiker die jetzt dem Innenminister in den Rücken fallen sind allerdings schwer zu Verstehen. Bei den Medien geht es um Auflage und Quoten, also um Geld, bei den Politikern um Wählerstimmen und sichere Sessel. Arme Arigona. Ich glaube kaum, daß sich die Medien oder die Politiker wirklich für sie interessieren. Schreibt nicht mehr über sie, redet nicht mehr über sie, laßt sie einfach hier.

daPeda
18.12.2007 13:05
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Ihre aufforderung

wäre die optimale Lösung.
Leider wurde diese von öffentlicher Seite verpasst. Jetzt geht ohne Öffentlichkeitsdruckdruck gar nichts mehr.

http://www.gopetition.com/online/15775.html

Spendenkonto "Arigona"
Bankleitzahl: 34710 (RaiKa Ungenach)
Konto-Nr.: 242 40 42

Gast: pravda
18.12.2007 10:01
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Welcher Politiker traut sich?

Wer einem Fremden (z.B. Pflegerin) illegal den Aufenthalt ermöglicht ist kostenersatzpflichtig gegenüber der Republik. Wenn der/die unversicherte Fremde einen Unfall hat (z.B. Sturz - kein schuldhafter Unfallgegner) und in unserem einklassigen Gesundheitssystem eine (zunächst Gratis-)versorgung erhält, der muss dann im Regressweg für die Kosten aufkommen. Das kann neben hohen Krankenhauskosten bis hin zur lebenslänglichen Rente reichen.

Wer bereit ist, dieses Risiko durch Unterfertigung einer Kostenübernahmegarantie gegenüber dem Staat zu übernehmen, der kann dadurch einem Fremden sogar ganz einfach einen legalen Aufenthalt ermöglichen.

Na, wo bleiben jetzt unsere Hilfsbereiten?
Kein Politiker dazu bereit?
Alles nur Pharisäer?

[Ein selbsternannter Rechtsexperte]

Marsoc
18.12.2007 09:37
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Schägt hier...

..jetzt auch bei der Presse die Zensur zu???