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Koalitionsstreit um Abtreibung: SPÖ wirft ÖVP doppeltes Spiel vor

08.01.2008 | 12:38 |   (DiePresse.com)

Frauenministerin Doris Bures bezeichnet die Aussagen von ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer zur Fristenregelung als „unerträglich" und betont: „An der Fristenlösung wird nicht gerüttelt".

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Die rot-schwarze Koalition hat ein neues Streitthema: Die Fristenlösung. SPÖ-Frauenministerin Doris Bures und Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer warfen der ÖVP am Dienstag vor, in der Frage der Fristenlösung ein „doppelbödiges Spiel" zu betreiben.

Auf der einen Seite behaupte die ÖVP, die Fristenregelung nicht in Frage stellen zu wollen, auf der anderen Seite fordere sie fast täglich neue Maßnahmen, die es Frauen erschweren würden, die Fristen einzuhalten. Bures sagte, es sei „geradezu unerträglich", dass von Seiten der ÖVP das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in Frage gestellt werde.

ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer hatte am Montag in der „Presse" erklärt, man müsse eine weitergehende verpflichtende Beratung und eine Wartefrist zwischen der Beratung und der Entscheidung über eine Abtreibung erwägen.

Donnerbauer kritisierte zudem, manche Ärzte würden bei Komplikationen in der Schwangerschaft aus Eigeninteresse zur Abtreibung raten, um keine Klagen befürchten zu müssen. Diese Aussage solle Donnerbauer zurücknehmen, forderte Bures und erklärte, ÖVP-Gesundheitsministerin Kdolsky müsse sich „schützend vor die Gynäkologen stellen".

Grundsätzlich betonte Bures, dass an der Frsitenregelung nicht gerüttelt werde.

Bures: "Zugang zu Pille danach erleichtern"

Die SPÖ kritisiert auch die Haltung der ÖVP zum Zugang zu Verhütungsmitteln: Die ÖVP lehne Maßnahmen, die Abtreibungen verhindern könnten - wie einen erleichterten Zugang zu Verhütungsmitteln und zur Pille danach - ab, so Bures.

Diese Kritik teilen die Grünen. „Die ÖVP ist gefordert, sich für Verhütungsmittel auf Krankenschein einzusetzen und die Pille danach endlich frei zu geben", sagte die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, am Dienstag. Die Vorschläge von Donnerbauer zu Schwangerenberatung und Wartefrist seien strikt abzulehnen.

(APA/Red.)

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6 Kommentare
Gast: Gusi
08.01.2008 16:12
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unerträglich

Ich bin ung'schaut für alles, was Bures unerträglich findet.
Weiter so, Donnerbauer!

Gast: t
08.01.2008 15:59
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männer

und ich finde, dass die väter auch verpflichtet werden sollten. zumindest die, die bekannt sind und sehr oft die frauen zur abtreibung drängen. schließlich sind an dem ganzen zwei beteiligt.

Antworten Gast: Zyniker
09.01.2008 09:18
0 0

Re: männer

Die Männer müssen eh blechen, wenn man ihnen die Vaterschaft nachweisen kann!!!!

Nur können sie NICHT mitbestimmen, ob Kind ja oder nein. Das darf natürlich nur die Frau. Also egal was sie bestimmt, er muß es schlucken.

Gemeine Gegenfrage: Wieviele Männer wären FÜR ein Kind, obwohl die Frau sich für die Abtreibung entscheidet?

Schon komisch, daß auf diese Idee noch niemand gekommen ist.....


Antworten Antworten Gast: t
09.01.2008 12:54
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Re: Re: männer

also frauen blechen genauso für ihr kind! und sie erziehen das kind und ihr ganzes leben ist ein völlig anderes, während der mann "nur" zahlen muss und sich ansonsten vom kind subtrahieren kann. wenn schon verpflichtende beratung, dann müsste auch der vater dabei sein, sonst kann die frau diese belastung auch noch alleine tragen.


Antworten Antworten Antworten Gast: Zyniker
10.01.2008 07:22
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Re: Re: Re: männer

Genau das meine ich ja: Die Männer bleiben bei der Abtreibungsdebatte außen vor und werden als Menschen 2. Klasse behandelt!!!

Ein evtl. Mitspracherecht von wegen Abtreibung ja/ nein ist noch nie gefordert worden, oder???? Wenn die KM sich FÜR oder GEGEN das Kind entscheidet, kann er nicht eingreifen - auch wenn ER das Kind alleine erziehen würde.

(Mit der Mär von den verantwortungslosen Männern möge man an dieser Stelle fernbleiben!)

Daher stellt sich wieder die Frage: Wieviele Kinder dürften leben, wenn sich der KV dafür entschieden hätte und seine Forderung rechtlich ok und durchsetzbar wäre?

Nur für ein männerfeindliches Monstrum wie Fr. BM Bures wäre das ja ein Horror. Da würde der Mann ja plötzlich nicht mehr als Böser hingestellt werden können!!!!!!

Gast: Gastfrau
08.01.2008 15:20
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Und schon wieder

gehts von vorne los - Ich meine, außer den selben alten Wind zu streuen, um von der "Regierungsunfähigkeit" abzulenken, bleibt wohl nichts. Es ist immer wieder erstaunlich, mit zunehmenden Alter zu erfahren, dass alles beim alten bleibt, ein bisschen pipapo hier in den 70ern, ein bisschen aerobic-trallala da in den 80ern, die 90er habe ich zuviel zu tun gehabt, aber einer wirds mir schon sagen können. Zahlt den Frauen das Gleiche , wie den Männern, ermöglicht ihnen Erwerbstätigkeit mit Kind, dann hören sie nicht immer wieder die selben Schauergeschichten von Müttern und Freundinnen, was nicht alles schlechter wird als zuvor. Aber besser den alten Brei wieder aufwälzen, es ändert sich eh¿nix. Das Säckel der Politiker ist voll, wir (und auch die Kinder) zahlen die Zeche. Wie schreibt er so schön? Pax vobiscum!