04.07.2009 22:57 | Meine Presse Merkliste0

Strache vergleicht EU-Vertrag mit "Anschluss"

13.01.2008 | 16:24 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Attacken auf die Regierung, die EU, Ausländer, den Grazer Bürgermeister Nagl und Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll sind am Sonntag im Zentrum der knapp eineinhalbstündigen Neujahrsansprache von FPÖ-Parteichef Strache beim Neujahrstreffen der Blauen in Graz gestanden. Aufhorchen ließ Strache mit dem Vergleich des EU-Reformvertrags mit dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland 1938.

Die FPÖ wolle über den EU-Vertrag abstimmen und "nicht wie 1938 unsere Freiheit verlieren". "Es wird ein Anschluss vorgenommen, den wir nicht wollen." Es drohe der Untergang Europas, "ja, wir sind bedroht", erregte sich Strache. Die FPÖ sei nicht Europa-feindlich, die EU entwickle sich allerdings von einem Friedensprojekt zu einem "Kriegsprojekt".

Im Hinblick auf die bevorstehende Wahl in NÖ schoss sich Strache auf VP-Landeshauptmann Pröll ein: "Niederösterreich braucht mehr Profil und weniger Glatze." Den Grazer Bürgermeister Nagl bezeichnete Strache als "Sargnagel für Graz". Für die Gemeinderatswahl in einer Woche gab er ein zweistelliges Ergebnis als Ziel aus.

Heftige Angriffe setzte es auch gegen die Grünen. Diese würden "nur Asylmissbraucher und Rechtsverbrecher vertreten", seien eine "Politlobby für Zuwanderer", zu der der Name "Zogaj-Partei besser passen" würde, so Strache, der von seinen Anhängern für die Forderung nach Abschiebung der Kosovarin Arigona Zogaj tobenden Zuspruch erhielt. Stimmung machte Strache auch gegen gewalttätige und kriminelle Ausländer.

Strache ortete einmal mehr "Sozialmissbrauch" durch Ausländer und definierte die FPÖ als "Solidargemeinschaft für Inländer". Man wolle die "Nächstenliebe und nicht die Übernächstenliebe" leben.

Der Großen Koalition stellte der FP-Obmann wenig überraschend ein schlechtes Zeugnis aus. Bei so vielen "Fleck" dürfte die Regierung gar nicht aufsteigen ins nächste Jahr. In der eigenen Partei mahnte Strache "Kameradschaft und Disziplin" ein.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Politik