12.02.2012 02:33 | Meine Presse Merkliste0

Gerd Honsik provoziert parlamentarische Anfrage

23.01.2008 | 11:53 |   (DiePresse.com)

Im Auftrag des verurteilten Holocaustleugners bekommen etliche Parlamentarier immer wieder Honsiks Petition zur Abschaffung des Verbotsgesetzes per E-Mail.

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Heimische Parlamentarier werden mit E-Mails im Namen des mittlerweile in Wien inhaftierten Holocaust-Leugners Gerd Honsik bombardiert. Die SP-Abgeordnete Bettina Stadlbauer hat daher eine parlamentarische Anfrage an Justiz- und Innenministerium eingebracht. Das Justizministerium prüft jetzt den Fall.

Ein Vertreter des Justizministerium gab zu, erst durch Stadlbauers Anfrage von Honsiks Emails erfahren zu haben. Er selbst könne sie nicht geschickt haben, denn "der genannte Strafgefangene ist derzeit allein in einem Haftraum untergebracht und hatte, seit er in der Justizanstalt Wien-Josefstadt angehalten wird, keinen Zugang zu elektronischen Kommunikationsmedien".

"Petition an das österreichische Parlament"

Als Honsik selbst zu der Causa befragt wurde, erklärte er, er habe die Versendung seiner "Petition an das österreichische Parlament" noch aus dem Untersuchungsgefängnis in Spanien in Auftrag gegeben - "unter Einhaltung der Gesetze". In der Petition fordert Honsik: "Unterbinden Sie den Missbrauch des NSDAP-Verbotsgesetzes, wenn Sie es denn noch nicht abschaffen wollen!"

Nicht nur Stadlbauer, sondern auch etliche andere Parlamentarier haben die Petition im Oktober 2007 zum ersten Mal erhalten. So erhielten auch die SP-Mandatare Hannes Jarolim und Andrea Kunzl sowie Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Emails von Verbindungspersonen Honsiks. Stadlbauer selbst befindet sich seit Einbringen der Anfrage nicht mehr auf dem Verteiler.

Honsik: "Ziel politischer Verfolgung"

Die SP-Abgeordnete erhielt nach der Anfrage einen handschriftlichen Brief von Gert Honsik, in der er sich selbst als "Ziel politischer Verfolgung" bezeichnet. Honsiks Argument: Wiederbetätigung stelle keinen Auslieferungsgrund dar. Daher erklärt er Stadlbauer: „Für meine durch Sie in blindem politischen Hass initiierte Auslieferung besteht also keine gesetzliche Grundlage, diese kommt somit einer Entführung gleich."

Das Justizministerium hat die Anfrage auch zum Anlass genommen, die EU-Justizstelle "Eurojust" um Recherchen zu angeblichen Unterstützern Honsiks zu bitten. Konkret handelt es sich um die Aktivitäten des offenbar deutschen, rechtsgerichteten Vereins "Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene (HNG)" in Spanien. Diese "Unterstützungsgruppe" fordert in einschlägigen Internetforen Hilfe für Honsik und fordert zu Protestschreiben an das spanische Justizministerium auf. Eine Person aus Mainz steht unter Verdacht, Honsiks Kontakt zu sein.

Honsik war 1992 verurteilt worden, hatte sich jedoch nach Spanien abgesetzt. Dort wurde er im Spätsommer 2007 aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen und an Österreich ausgeliefert. Seine unbedingte Haftstrafe von 18 Monaten wurde bestätigt.

(APA/RED)

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25 Kommentare
 
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Gast: Glatter
12.06.2008 16:23
0 0

Viele Kriminelle

wollen das von ihnen begangene Unrecht nicht einsehen. Vor allem Nazis hatten und haben ein schwerwiegendes Problem mit Rechtstreue und Reue.

Gast: Verwundert
24.01.2008 17:43
0 0

fragt man sich, was da Eurojust soll

Daß das Verbotsgesetz ein Gesetz zum Zwecke der Verfolgung politischer Delikte ist und ein danach Verfolgter daher ein politisch Verfolgter ist, ist ja offensichtlich.

Seit der Verhaftung vor Irving haben verschiedenste Persönlichkeit, soviel ich mich erinnern kann, auch in der Presse, die Abschaffung dieses systemwidrigen Sondergesetzes gefordert.

Seit wann ist es verboten, mit einem Häftling in Kontakt zu stehen, und Gründe, die gegen seine Verurteilung sprechen, vorzubringen?

Weit hammas bracht im freiesten Westen aller Zeiten (FreWaZ)


Antworten Gast: Dr. N.N.
12.06.2008 16:25
0 0

Wenn man sich den Agitprop

zur Weißwaschung der kriminellen Neonazis durchliest, denkt man nur an eines: liebe Justiz, bitte recht lange wegsperren.

Wittichis
24.01.2008 00:11
0 0

Sehen wir einmal von der Inquisition ab,

kennen wir das Delikt Gedanken(Meinungs)verbrechen und seine drakonische gerichtliche Verfolgung nur aus Diktaturen. Unter anderem hat es ja Orwell in "1984" literarisch beschrieben. Gemäß den europäischen Menschenrechten verstoßen solche "Verbotsgesetze" auch den Menschenrechten und sie würden auch gegen die österreichischen Verfassung verstoßen, wären sie nicht ein Teil von ihr. Es gibt einen Ausspruch der mehreren berühmten Persönlichkeiten zugeschrieben wird. "Mein Herr, Ihre Meinung ist mir ein Gräuel! Ich werde aber immer dafür eintreten, daß Sie sie frei äußern dürfen! Auch Rosa Luxemburg hat wohl Ähnliches gemeint, als sie sagte: "Freiheit, Freiheit ist immer die des anderen." So erbärmlich schwach kann doch eine Demokratie nicht sein, daß sie glaubt, sich auf solche Weise schützen zu müssen. Vielleicht hören sich unsere Parlamentarier einmal bei ihrern Kollegen in London und Washington um - besser sehen sich deren Kopfschütteln an. W.

Antworten Gast: ASVG-Sklave
24.01.2008 16:22
0 0

Oh, wie süß!

wixtichs zitiert Luxemburg. Leider dürfte dem Gscheiterl entfallen sein, daß Faschismus und das Propagieren desselben nun mal keine "Meinung" ist.
Völlig zu Recht ist auch das Leugnen des Massenmordes in den KZs kein "freier Gedanke".

Das Verbotsgesetz ist eine besondere Stärke unserer Demokratie Österreich!

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
25.01.2008 07:10
0 0

Re: Oh, wie süß!

Der Kerl mit dem falschen Nick um 16:22 entblödet sich natürlich auch noch ganz besonders, indem er zwar vorgibt das Recht der freien Meinung zu respektieren - allerdings nur solche, die ihm genehm ist. Unangenehme Ansichten werden mit einem bösen Etikett versehen und fallen in seinem kranken Gehirn nicht länger unter das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
25.01.2008 06:59
0 0

Re: Falscher Nick

Der obige Beitrag von 16:22 ist NICHT vom ASVG-Sklaven (dem Original).

Antworten Gast: Oberkochem
24.01.2008 10:18
0 0

Re: Sehen wir einmal von der Inquisition ab,

Quod Iovi licet non bovi licet ... Oder: Die Sieger brauchen für ihre Leute keine Siegerjustiz. Für die Leute der Besiegten ist sehr wohl eine solche von Nöten! Dass es überall genügend Mastdarmakrobaten gibt, die sich dafür hergeben, soll ja keine neue Erkenntnis sein. Dennoch: Die Geister, die sie riefen, die werden sie nicht mehr los. Einen gewissen Herrn Irving schützte auch die Staatsangehörigkeit bei den Siegern nicht. Auch ihn haben die willfährigen Kreaturen molestiert. Wird wohl auch bald in den Siegerländern so sein, dass die Gesinnungsterroristen dort alles unterjochen, wie bei uns auch. Gutmenschen sind eben so!

Antworten Johnny
24.01.2008 08:47
0 0

Re: Sehen wir einmal von der Inquisition ab,

Was heißt W.?
Woiferl (Wolfgang)

Johnny
23.01.2008 23:05
0 0

Ich kenne denn Typen

Habe Ihn oder so einen ähnlichen Typen in Kärnten gesehen und zwar tagtäglich. Wo das ist Dienstgeheimnis da fremden nicht betriebsinternes erzählt wird!

Antworten Ratio
24.01.2008 14:34
0 0

Re: Ich kenne denn Typen

Gluck gluck gut?

Antworten Antworten Johnny
24.01.2008 14:48
0 0

Re: Re: Ich kenne denn Typen @Ratio Prost mit Promille


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typisch

in Österreich darf jeder sagen was er will - aber gegen Juden und Moslems darf nichts gesagt werden... dort fühlt man sich sofort auf den Schlips getreten... wenn doch etwas geschrieben wird... ist die Person gebranntmarkt und inhaftiert. Mich persönlich (Verzeihung) kotzt das an - und ich sehe in dieser Vorgangsweise einen begründeten Anlass zum Antisemitismus. So eine Politik ist ein Rückschritt in die Zeiten der Inquisition. Wenn das alles so Eindeutig ist, warum begegenet man Hr. Honsik nicht mit Gegenargumenten? Es gibt so viele Spinner auf Erden - aber es sitzen nicht alle im Häfen! Ich glaube auch nicht, das ein Erlauben der NSDAP in Österreich etwas an der hiesigen Situation ändern würde - im Gegenteil... also diese archaischen Gesetzte aus den 50ern gehören weg!

Antworten Gast: ASVG-Sklave
23.01.2008 22:43
0 0

"einen begründeten Anlass zum Antisemitismus" ?

Was für ein Schwachsinn! Bin ich froh, daß einer wie du nichts zu sagen hat.


Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
24.01.2008 07:26
0 0

Re: Falscher Nick

Obiger Beitrag von 22:43 ist nicht vom ASVG-Sklaven (dem Original)

Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
24.01.2008 16:24
0 0

Re: Richtiger Nick

Obiger Beitrag von 22:43 ist sehrwohl vom ASVG-Sklaven (dem Original).

Und du Spassvogel such dir endlich einen eigenen Nick.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
25.01.2008 07:14
0 0

Re: Re: Richtiger Nick

Erbärmlicher Wicht @16:22 : Die Leserschaft erkennt schon aus dem Inhalt Deines einfallslosen Beitrages dass Du nur eine billige Kopie des Originals bist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Peregrin
24.01.2008 23:28
0 0

Re: Re: Richtiger Nick

Tip: Nick anmelden und einloggen. Dann gibt es nur noch einen.

Gast: ASVG-Sklave
23.01.2008 15:38
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"Verbotene Kontaktperson"?

Was ist das? Fehlt nur noch die Sippenhaftung.

Nobodaddy
23.01.2008 15:13
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Wo sind wir hier?

Ja seit wann ist es denn verboten, sich mit politischen Anliegen an Parlamentarier zu wenden?
Ich weiss schon, dass einige Abgeordnete sich lieber nicht in die Politik einmischen wollen, aber bitte doch nicht so!

Antworten Gast: Ruhe ist erste Bürgerpflicht!
24.01.2008 11:48
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Re: Wo sind wir hier?

§1: Es ist alles verboten, was das DÖW nicht ausdrücklich erlaubt.

§2: Im Zweifelsfalle ist eine telephonische Auskunft beim Vlieger-Vrantz einzuholen, der ja als Honni-Spezi Stammgast in Ost-Berlin war und sich dort vom Erich Mielke genau erklären ließ, wie man die Staats-Sicherheit garantiert.

Gast: pit
23.01.2008 13:35
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Ist das Schreiben

von Abfragen neuerdings verboten ?
Vielleicht Majestätsbeleidigung ?
Von wegen Meinungsfreiheit ..

Peregrin
23.01.2008 13:21
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das wird immer abenteuerlicher

Jetzt soll "Eurojust" also schon die Namen mutmasslicher Emailabsender (!) ausforschen? Die sollen dann wahrscheinlich als "Terroristen" sonderbehandelt werden - weil sie ja "bombardiert" haben. Gleichzeitig titelt die europaeische Presse angesichts halbwegs intakter Datenschutzbestimmungen in Griechenland: "Gesetzgeber schuetzt Paedophile". Aber das ist erst der Anfang, die Kommissare fuer Frieden, Wahrheit und Liebe drehen erst richtig auf.

Antworten Gast: AEIOU
23.01.2008 19:45
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Re: das wird immer abenteuerlicher

Vormärz im 21.Jahrhundert. Gibt¿s das? Bei uns im ÖSI-Land schon. Dafür sorgen die Roten. Eigentlich pervers. Daß die Proletenvertreter Maulkorbgesetze vertreten. Na ja, die Zeiten ändern sich. Und unsere Windbeutel mit ihnen.

Antworten Antworten Gast: Mao-Bibel
24.01.2008 11:40
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Re: Re: das wird immer abenteuerlicher

Selber schuld! Wer nicht für uns ist, ist gegen uns! Hoch der 1. Mai! Hände falten, Goschen halten! Unsere SED - äh, SPÖVP sichert uns unseren Himmlischen Frieden! Und das ist gut so! Pax vobiscum! Wir singen: Die Paddei, die Paddei, die hat immer recht! und dann die Internationale! Busek, stimm an! Na, net die Reblaus, du singst ja jetzt mit uns und net mit'm Wampo! Auf geht's!

 
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