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Widerstand gegen „rechtsextreme“ Hofburg-Tänzer

24.01.2008 | 18:21 |   (Die Presse)

Freitagabend werden sie wieder einmarschieren in die Festsäle der Hofburg, mit ihren Uniformen, Mützen und Bändern: die Burschenschafter. ÖH und Grüne lehnen den Burschenschafter-Ball ab.

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WIEN (pri/APA). Der Dachverband der Burschenschafter, der Wiener Korporationsring (WKR), lädt zur 55. Auflage des Wiener Korporationsballes. „Eine der stilvollsten Hofburg-Veranstaltungen überhaupt“, das glaubt zumindest Udo Guggenbichler, der Sprecher des Ball-Ausschusses.

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) ist da anderer Ansicht. Sie platzte sozusagen mitten in die Ballvorbereitungen mit einem offenen Brief an Bundespräsident Heinz Fischer: Er möge doch „Stellung beziehen“ gegen eine Veranstaltung, die so gar nicht ins Gedenkjahr 1938 – 2008 passe. Die ÖH stößt sich daran, dass dem Korporationsring auch Verbindungen wie die „Olympia“ angehören, die vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestuft werden.

Die Grünen sind über die Kombination aus Burschenschaftern, Hofburg und Gedenkjahr zumindest genauso „empört“. Justizsprecher Albert Steinhauser erinnert daran, dass der WKR im Vorjahr den einstigen FPÖ-Bundesrat John Gudenus als Ehrengast hofiert habe – und der stand 2006 immerhin wegen NS-Wiederbetätigung vor Gericht. Es könne „ja wohl nicht sein, dass im Parlament Schweigeminuten abgehalten werden und in der Hofburg die Rechtsextremisten tanzen.“

Die Präsidentschaftskanzlei sieht sich diesbezüglich nicht in der Pflicht. „Die Hofburg ist groß, das hat mit uns nichts zu tun“, verweist eine Sprecherin Fischers auf die Veranstalterfirma.

Die Burschenschafter sind jedenfalls „erschüttert“ über allerlei „kreditschädigende Äußerungen“, wie Guggenbichler im Gespräch mit der „Presse“ sagt. Gerade der Korporationsring habe sich „politisch nie geäußert“. Jetzt könnte anderntags sogar vor Gericht weiter getanzt werden, denn der WKR hat die Causa einem Rechtsanwalt übergeben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.01.2008)

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44 Kommentare
 
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Gast: Zeitgeist
29.01.2009 23:00
0 0

Mal nüchtern betrachtet....

..bin ich wahrlich kein Freund der Burschenschafter. Aber seit wann darf die Gutmenschenszene in Österreich entscheiden, wer, wann und wo tanzen oder sich treffen darf.

Das ist genau jener radikale Ansatz der menschenverachtenden Gedankenzensur, der im krassen Gegensatz zu den Errungenschaften der Aufklärung steht und der moralisierenden linksliberalen Szene so eigen ist.

Ich ließe mir von einigen Chaoten auch nicht einen Ball verbieten und solange es in Österreich erlaubt in der Arena Konzerte zu spielen und die linkssubventionierten Karbarettisten donnerstäglich in staatlichen Rundfunk auftreten....solange mögen die Buxen meinetwegen auch im Dreivierteltakt schunkeln.

Gast: ass
29.01.2008 17:30
0 0

Da freu ich mich schon auf die EM 2008

Wenn die hochlöbliche Polizei nichteinmal imstande ist mit 400 Demonstranten fertig zu werden ohne das Geschäfte zerstört werden.
Was kommt da erst mit der EM auf Wien zu ?

Peregrin
29.01.2008 12:04
0 0

Wo Bericht ueber Demo?

Ich vermisse, wie in fast allen Medien, einen Bericht ueber die linken Ausschreitungen. Habe mir erlaubt, einen "Linktipp" anzubringen.

Gast: Wahrheit
26.01.2008 23:55
0 0

Bei der Wahrheit bleiben!!!

@Presse-Redaktion: Ich darf an dieser Stelle mein Verwundern zum Ausdruck bringen, dass zwar das Wort rechtsextrem in Ihrer Überschrift unter Anführungsstrichen steht, nicht aber Burschenschafter-Ball. Denn der WKR (Wiener KORPORATIONSRING) ist keine Burschenschafter Vereinigung, sondern eine Vereinigung schlagender Verbindungen. Zu denen zählen in diesem Fall auch die Corps Posonia und Saxonia, welche als Corps politisches Toleranzprinzip leben. Zur Erklärung: Corps sind schlagende Studentenverbindungen, welche keine politische Richtung oder Partei per definitionem vertreten dürfen. So war z.B. auch Karl Marx Mitglied des Corps Palatia in Bonn.

Meine eigene Meinung: Es ist ein Armutszeugnis für die ach so tolerante ÖH und noch toleranteren Grünen, dass sie an diese Sache so indifferenziert herangehen und alle Männer, die eine Mütze und ein Band tragen und Mensuren fechten in einen Topf werfen.

Antworten Gast: Dr. Richard Wolkersdorfer
28.01.2008 12:51
0 0

Re: Bei der Wahrheit bleiben!!!

Erstens ist das Attribut "schlagend" für studentische Korporationen beleidigend und irreführend, da deren Mitglieder keine Schläger sind. Burschenschaften, Corps und andere akademische Verbindungen sind mensurenschlagend oder bessser gesagt mensurenfechtend. ("Mensur" ist der festgelegte Abstand zwischen den Fechtern.)
Zweitens waren die akademischen (nicht die dörflichen) Burschenschaften im 19. Jahrhundert Vorkämpfer für ein freiheitlich-demokratisches und einiges Deutschland. Die "Vereine Deutscher Studenten" sind mindestens so "rechts" (der überstaatlichen deutschen Sprach- und Kulturnation verpflichtet) wie die Burschenschaften. Man sollte die verschiedenen Mitgliedsbünde des Wiener Korporationsringes nicht gegeneinander ausspielen.

Gast: .I.
26.01.2008 15:35
0 0

Freitag so um eins in wien

Die Demo scheint unserer Polzei ja sehr entglitten zu sein....sitze so um 1 in einem Lokal an der Linken Wienzeile als plözlich ca 200 Leute "vorbeispatziern", großteils vermumt, mit Eisenstangen und Ziegelsteinen bewaffnet. Draußen auf der Straße zünden sie Sachen an und werfen alles um...scheiß anti fa...wenn so etwas bei einem Fußballspiel passiert wird darüber eine Woche geschrieben....

Antworten W. Serro
26.01.2008 19:13
0 1

Re: Freitag so um eins in wien

Glawischnig würde als die "Frau Oberlehrerin und Besserwisserin der Nation" sicher die gewalttätigen linken Faschisten die u. a. Schaufenster einschlugen in Schutz nehmen. Mit dem Argument, dass die rechten Studenten mit offenen Feuer vor dem Benzinfass gespielt hätten.

Glawischnig weiß ja soviel belehrendes zu erzählen. Fragt sich nur, warum sie nach der letzten Wahl nicht Regierungsverantwortung übernehmen wollte, bei den Sprüchen, die sie ständig klopft.

Wittichis
25.01.2008 23:53
0 0

Die Burschenschafter wurden aber auch schon beim Linkswalzer beobachtet!

Müssen wir nicht vielleicht doch das vorgegebene Weltbild überdenken? Es ist alles so kompliziert (Sinowatz). W.

Gast: Gruß aus Graz
25.01.2008 19:46
0 0

Linke Demo!

Der Aufmarsch der linksextremen Rabauken gehört untersagt. Abgesehen davon dass dies einen haufen Geld kostet, kann es ja wohl nicht sein dass es in Österreich für Ordung befunden wird wenn assoziale Punks und anderes Gesindel vor der Hofburg oder egal wo randalieren.
Der WKR-Ball ist jedes Jahr eine sehr schöne Veranstaltung bei der eine Störung nicht zu dulden ist!

Gast: ??
25.01.2008 18:12
0 0

Linke Demo

Wieso steht hier nichts von der geplanten Demo, zu der radikale Linke aufgerufen haben. Aufgrund dieser Demo, und der Gefahr von Ausschreitung militanter Linker hat die Polizei ja sogar einen eigenen Sicherheitsbereich um die Hofburg gezogen

Re: Linke Demo

Die Hofburg konnte die Polizei ja vor Schaden bewahren, dafür durften die friedfertigen Demonstranten in der Mariahilferstraße Dampf ablassen......

TU Student
25.01.2008 16:31
0 0

Rechtsstaat

Warum werde ich gezwungen, Mitglied dieser linken Verhetzungsvereinigung zu sein?

Stoppt die OEH-Zwangsmitgliedschaft!


Antworten MM
25.01.2008 18:51
0 0

Re: Rechtsstaat

Tut mir leid, Sie sind ein Träumer. Dagegen habe ich schon vor 30 Jahren vergeblich angekämpft.

Aber die ÖH läßt sich ihre faktische Bedeutungslosigkeit alle 2 (?) Jahre bei den ÖH-Wahlen durch die ständig sinkende Wahlbeteiligung (weit unter 30%) aufs Neue bestätigen.

Träumen Sie also weiter, man wird ja noch hoffen dürfen!

Na und?

Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich die Sau dran reibt?

Gast: fragender
25.01.2008 12:31
0 0

es macht mich traurig

wenn ich die verletzenden und hassererfüllten Worte lese, die viele der „Verteidiger" der Veranstaltung hier hinterlassen, empfinde ich Entsetzen und Trauer. Ich kann nirgendwo etwas Positives zum Zweck der Veranstaltung lesen, finde nur verachtende und erniedrigende Ausdrücke für die „Gegner“.
Ich verstehe nicht, was der Sinn einer uniformierten, „farbentragenden“ Vereinigung ist und worin der Zweck dieses Balles begründet sein soll. ich würde mich freuen, wenn es einem der Kommentatoren möglich ist, das in verständlichen, nicht verletzenden Worten niederzuschreiben.
Wenn es in irgendeiner Weise um den Ausdruck einer persönlichen Freiheit geht, dann möchte ich noch die Frage stellen, wie sich Uniformität und individuelle Freiheit vereinbaren lassen

Antworten Edain
25.01.2008 18:00
0 0

Re: es macht mich traurig

Dann lassen Sie mich mal den "Antwortenden" spielen - warum soll jemand im Rahmen seiner persönlichen Freiheit nicht einer uniformierten, farbentragenden Vereinigung beitreten, die einen Ball veranstaltet. Warum laufen soviele SJ- und Gras-Aktivisten in Outfits herum, dass man ihnen am liebsten ein paar Münzen zustecken würde? Das ist kaum weniger Uniform als die der Burschenschaftler.

Uniformität und individuelle Freiheit? Warum denn nicht? Was sagt denn das Äußere über den Charakter aus? Uniform dient in diesem Fall dem nach-Außen-Tragen einer Geisteshaltung - lesen Sie sich mal die Ideale der Burschenschaften durch. Dass Ideal und Wirklichkeit in dem Milieu manchmal divergieren, ist ja unstrittig, aber Sie haben nach dem Sinn gefragt.

Was ist denn der Sinn einer Gegenparty?

Antworten Antworten Gast: fragender
26.01.2008 13:01
0 0

Re: Re: es macht mich traurig

wenn ich sie richtig verstehe, sehen Sie in diesem Ball einen Ausdruck persönlcher Freiheit ¿.. warum muss dann ein an und für sich positver Aspekt des Lebens mit so vielen hasserfüllten und erniedrigenden Worten über andere Menschen, die eine andere Meinung vertreten "verteiidigt" werden?

Antworten TU Student
25.01.2008 16:52
0 0

Uniformität

Die Linken haben ihre eigene Uniform, die dazupassende Veranstaltung ist der "Lumpenball".


Antworten birgit
25.01.2008 16:26
0 0

Re: es macht mich traurig

was spricht dagegen, fragender? man kann nicht gegen alles sein nur weil man linker ist; mit welechem recht auch!

Re: es macht mich traurig

Also, wenn man diese Kommentare nicht durch eine verzerrende Marxismusbrille liest, so muß man eigentlich feststellen, daß linke Haßausbrüche zuweilen viel deftiger ausfallen!

Übrigens wäre auch 1848 zu gedenken! Aus dem Geiste der revolutionären Ereignisse dieser Zeit sind nämlich die Studentenverbindungen hervorgegangen!

Antworten Antworten Gast: fragender
26.01.2008 13:05
0 0

Re: Re: es macht mich traurig

Sie geben keine Antwort, nicht auf eine der Fragen .. das eine Schlechte mit dem anderen Schlechten zu vergleichen macht keines der beiden besser.

Re: Re: Re: es macht mich traurig

Die Antwort haben Sie von Ihren vermummten Freunden in der Mariahilferstraße bekommen! Die spricht für sich selbst!

Antworten Lepanto
25.01.2008 13:16
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Zweck des Balles?

Ein Ball ist ein Ball ist ein Ball! Zum Tanzen und Amüsieren. Du verstehen?

Antworten Antworten Gast: fragender
26.01.2008 13:10
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Re: Zweck des Balles?

ja, das ist durchaus verständlich - und warum wird dann eine Freude bringende Veranstaltung von den einen so verurteilt und von den anderen mit solch schrecklichen Worten gegen die Menschen die die Veranstaltung ablehen vorgegangen?

Nobodaddy
25.01.2008 09:38
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Mir stinkts!

Warum, zum Teufel nochmal, muss ich mich als Burschenschafter von diesen Mistkerlen ständig als rechtsextrem oder Nazi bezeichnen lassen? Ich bin keines von beiden!

Seit Jahren muss ich mir jetzt diese einseitige Berichterstattung anhören und finde in der weiten österreichischen Medienlandschaft keine einzige Zeitung, die nur annähernd gewillt ist, ein differenzierteres Bild zu zeichnen, und journalistisch zu arbeiten, ohne dem Eiterausfluss des DÖW auf dem Leim zu gehen.

Währendessen werden auf der Straße unschuldige Passanten von den Antifa-Sturmtruppen einfach mal so zusammengeschlagen, weil die Frisur nicht passt. ( So passiert vor einer Woche nächtens in Graz).

Glaubt mir, die Gefahr droht nicht von uns!

Antworten MM
25.01.2008 17:09
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Re: Mir stinkts!

- Mir stinkt's schon lange!
==> 100% Zustimmung

 
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