WIEN. (red/APA). SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer sorgt mit seinem „Gesudere“-Sager für Aufregung in den eigenen Reihen. „Ich würde mir von einem Parteivorsitzenden mehr Respekt vor der Basis wünschen“, kritisierte der Kärntner SPÖ-Landesgeschäftsführer Gerald Passegger. „Diesen Sager kann ich nicht nachvollziehen.“ Der steirischen SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves meinte: Die Donawitzer Veranstaltung sei „absolut gut“ gewesen, „von Gesudere war jedenfalls nichts zu sehen“.
Alfred Gusenbauer hatte am Montag, anscheinend ohne die ihn mitfilmende Kamera zu bemerken, zu seiner Staatssekretärin Heidrun Silhavy gemeint: „Und das wird heute was Ordentliches in Donawitz oder das übliche Gesudere?“ Die steirischen und Kärntner Genossen hatten dorthin zur Regionalkonferenz geladen.
Die wahlkämpfende niederösterreichische ÖVP nutzt den Gusenbauer-Sager nun für ihre Zwecke. Sie hat auf den Regional-Seiten mehrerer Tageszeitungen inseriert: „ . . . das übliche Gesudere“ Darunter steht: „Das (sic!) sieht man wieder einmal, was der Herr Bundeskanzler Dr. Gusenbauer von den Sorgen der Menschen hält.“
Niederösterreich-Wahlkampf Seite 15
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.03.2008)

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