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„Gesudere“: Genossen-Ärger über Gusenbauer

06.03.2008 | 18:15 |   (Die Presse)

Vom Kanzler wird „mehr Respekt“ eingefordert.

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WIEN. (red/APA). SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer sorgt mit seinem „Gesudere“-Sager für Aufregung in den eigenen Reihen. „Ich würde mir von einem Parteivorsitzenden mehr Respekt vor der Basis wünschen“, kritisierte der Kärntner SPÖ-Landesgeschäftsführer Gerald Passegger. „Diesen Sager kann ich nicht nachvollziehen.“ Der steirischen SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves meinte: Die Donawitzer Veranstaltung sei „absolut gut“ gewesen, „von Gesudere war jedenfalls nichts zu sehen“.

Alfred Gusenbauer hatte am Montag, anscheinend ohne die ihn mitfilmende Kamera zu bemerken, zu seiner Staatssekretärin Heidrun Silhavy gemeint: „Und das wird heute was Ordentliches in Donawitz oder das übliche Gesudere?“ Die steirischen und Kärntner Genossen hatten dorthin zur Regionalkonferenz geladen.

Die wahlkämpfende niederösterreichische ÖVP nutzt den Gusenbauer-Sager nun für ihre Zwecke. Sie hat auf den Regional-Seiten mehrerer Tageszeitungen inseriert: „ . . . das übliche Gesudere“ Darunter steht: „Das (sic!) sieht man wieder einmal, was der Herr Bundeskanzler Dr. Gusenbauer von den Sorgen der Menschen hält.“

Niederösterreich-Wahlkampf Seite 15

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.03.2008)

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5 Kommentare
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***Achtung, Achtung***

Gusenbauer vor Ablöse *** SPÖ bereits unter 30% *** Entscheidung in der Karwoche ***

hofmarcp
07.03.2008 12:48
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Der Zauberlehrling

Die Geister, die ich rief, die werd ich nun nicht los; Seit 2000 sudern alle Sozialdemokraten herum, damals halt noch ganz auf Parteilinie, da war das Sudern Parteiprogramm. Jetzt darf man sich nicht wundern, dass die eigene Klientel, die man auf Sudern konditioniert hat, auch die eigene Parteiführung ansudert; dieselben Leute die seit 2000 jedes I-Tüpfelchen auf die Waagschale legten, wundern sich jetzt, dass mit ihnen dasselbe getan wird. Die ÖVP braucht nur zu warten, Knittelfeld wird sich wiederholen, und die Sozialisten trennen sich auf in Sozialisten und Sozialdemokraten. Und dieses Dilemma der SPÖ sollte sich die ÖVP zunutze machen und die Uneinigkeit der SPÖ transportieren; Diese minimalen Punktesiege des Kanzlers, indem er jetzt vorgibt das Tempo zu bestimmen, wird ihnen letztendlich nichts nützen, denn die Abgehobenheit des Alfred wird mehr Unzufriedenheit erzeugen als er meint; Voves wkennt diese Abgehobenheit schon lange, und Dank ihm auch alle Österreicher.

Antworten Gast: Leopold
12.03.2008 18:00
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ich muss ihnen zustimmen.

Während in der ÖVP das Motto "Goschn halten - Hände falten" bis zur Selbstaufgabe gepflegt wird sudern die Genossen gegen allerlei was Ihnen nicht passt.
Eine Koaliton mit Haider, Als Dritter sich von demselben zum Kanzler machen lassen, Belastungspolitik nach dem Schüsselmotto "alles was uns nicht umbringt macht uns härter" und natürlich auch gegen einen Gusenbauer, der sich in tölpelhafter weise am Nasenring der ÖVP vorführen lässt.
Wer aber die Basis nicht mehr hört, der soll sich möglichst schnell verabschieden, sonst erleidet er das Schicksal des abgehobenen Tschüsserl.

Gast: Nurse Diesel
07.03.2008 08:14
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Peinlich.

Der Mann ist ganz einfach letztklassig. Du liebe Zeit, und dieses Beweihräucherung-Interviewbuch muß ja so was von peinlich sein!

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Re: Peinlich.

Dieses Buch bitte nicht kaufen, es wird im Zuge der Wiener Buchwoche 2008 an die Bevölkerung verschenkt ...

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