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U-Ausschuss: Aufregung um Daten zum Sexualleben

22.04.2008 | 16:03 |   (DiePresse.com)

VP-Innenminister Platter sagte als erster Zeuge im U-Ausschuss aus. Er schloss nicht aus, dass in Akten Daten zu den sexuellen Neigungen von Ministeriums-Mitarbeitern zu finden seien. Die Veröffentlichung von persönlichen Daten im Fall Kampusch findet Platter "unfassbar".

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Der Untersuchungsausschuss zur Causa Innenministerium hat am Dienstag mit den Zeugenbefragungen begonnen. Als erste Auskunftsperson sagte VP-Innenminister Günther Platter zur Debatte um die Übermittlung von Akten aus. Er pochte in seinem Einleitungsstatement einmal mehr auf den Datenschutz.

Es sei selbstverständlich, dass dem Parlament alle angeforderten Akten übermittelt werden. Besonders sensible Daten unbeteiligter Dritter müssten aber geschützt werden, so Platter. Mit dem am Montag erzielten Kompromiss, wonach personenbezogene Daten wie ethnische Herkunft, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöse oder philosophische Überzeugung, Gesundheit oder Sexualleben nicht übermittelt werden, zeigte sich Platter zufrieden.

Die SPÖ-Fraktion warf die Frage auf, inwieweit solche sensiblen Informationen - speziell zur sexuellen Orientierung - in Personalakten des Innenminsteriums überhaupt zu finden seien. Nach anfänglich widersprüchlichen Angaben schloss Platter derartige Informationen in Personalakten aus. Er gab aber zu, dass sich Daten über sexuelle Neigungen von Ministeriumsmitarbeitern "in allgemeinen Akten" fänden. Es müsse sichergestellt werden, dass solche Angaben für den Ausschuss geschwärzt würden.

Nach seiner Aussage im Ausschuss beeilte sich Platter zu betonen, dass die Erhebung von Daten über die sexuelle Orientierung von Mitarbeitern nicht die Regel sei. Er könne allerdings nicht ausschließen, dass derartige Informationen "herangetragen werden" - etwa weil sie in Bewerbungen hineingeschrieben würden.

Westenthaler: "Sodom und Gomorrha"

BZÖ-Chef Peter Westenthaler ortete im Innenministerium "Sodom und Gomorrha". Er erklärte, Platter habe sich "immer mehr in einen Strudel hineingeredet" und zunächst Vermerke zum Sexualleben in Personalakten bejaht, anschließend aber nur mehr von "allgemeinen Akten" gesprochen. "Sollte es tatsächlich stimmen, dass im BMI intimste Daten von Mitarbeitern und Beamten in Personalakten festgehalten sind, so entspricht dies Verhältnissen wie bei der STASI in der DDR", so Westenthaler.

Die Parlamentarier - mit Ausnahme jener der ÖVP - blieben auch generell skeptisch, dass Platter nun wirklich alle Akten an den Ausschuss übermitteln werde. Vor allem Grüne und BZÖ vermissen unter anderem Unterlagen zum Emailverkehr im Innenministerium.

Diskutiert wurde auch der Fall Kampusch. Platter bezeichnete die Veröffentlichung von persönlichen Daten als "unfassbar". Die von der ÖVP gewünschte Ladung von SP-Justizministerin Maria Berger zur Klärung der politischen und rechtlichen Verantwortung für die Verletzung des Datenschutzes wurde abgelehnt. Berger selbst ersuchte in einem Brief den Ausschuss-Vorsitzenden, Peter Fichtenbauer (FPÖ), "alle Maßnahmen zu ergreifen, um die vertrauliche Behandlung von Justiz- und Gerichtsakten zu gewährleisten".

(APA/Red.)

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35 Kommentare
 
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Interessant war ja was anderes:

Platter sagte gestern im REPORT, dass die sexuellen Neigungen von "Bewerbern" in Bewerbungsgesprächen selbst angegeben wurden .....

Was machen die im Innenministerium? Welche Qualifikationen sind da gefragt?

Gast: koller
23.04.2008 11:20
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Platter gebiert den Witz des Jahres

Das Beamte in den Personalbogen "Sexuelle Vorlieben" angeben.
Sind da auch extra Spalten für pedophile und sodomistische Neigungen vorhanden?

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Informationen "herangetragen werden"?

", ...dass derartige Informationen "herangetragen werden" - etwa weil sie in Bewerbungen hineingeschrieben würden."

Bisher genügte es doch, in Bewerbungen "zum" Öffentlichen Dienst (Beamte) "rot" oder "schwarz" heineinzuschreiben und die jeweilige Farbe über ein Parteibuch zu bestätigen.

Wie sich doch die Zeiten andern: nunmehr auch "warm", oder auch nicht, gefragt und dieses mit der Angabe des Lebenspartners zu untermauern?

Antworten Gast: Britt
22.04.2008 20:12
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wo lebst du?

hinter dem mond?

ganz schön weltfremd ...

naja

ums Sexualleben?! kann ja sein oder nicht. kann auch sein, dass es nur eine billige Lüge ist!!

Antworten Gast: ehschowissen
22.04.2008 20:24
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Re: naja

denke auch, dass die lügen, die haben gar keines!

Schweinerei

Ich bin furchtbar entsetzt, dass österreichische Beamte ein Sexualleben haben - solche Schweinderln!

Antworten Gast: UMBRA
22.04.2008 20:39
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Re: Schweinerei

Super Kommentar in diesem grotesken Posting-Kontext; hat mir ein wirklich vergnügtes Grinsen ins Gesicht gezaubert!

Gast: wie wahr wie wahr
22.04.2008 17:51
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... herangetragen werden...

Also von wem wohl und zu welchem Zweck? Die Vernaderer haben hier Hochkonjunktur und die Sexualdaten können natürlich bestens geeignet sein, sich Mitarbeiter auf Dauer gefügig zu halten. Wer schützt da letztlich wohl wen?

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Re: ... herangetragen werden...

"... bestens geeignet sein, sich Mitarbeiter auf Dauer gefügig zu halten."

Aber doch nicht im Innenministerium?

Eher im Außenministerium!

Gibt's noch andere "schwarze" Ministerien, "die bestens geeignet" sind?

Antworten Antworten Gast: SPOE- Stratege
23.04.2008 13:42
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Re: Re: ... herangetragen werden...

Laut den letzten Personalvertreterwahlen ist das Innenministerium noch immer zu 3/4 rot
(vielleicht wurde nicht gruendlich genug umgefaerbt...)

So, wie zur Zeit im roten Verteidigungsministerium (Militaerspitze ausgetauscht (richtung SPOE)) und im roten Verkehrsministerium (OEBB-spitze ausgetauscht (richtung SPOE))...wo viele Steuergelder fuer SPOE interessen verschwendet werden. (Abfertigungen)..

Sexuelle Orientierung

Wie schaut es dann mit der so vehement von den Grünen und SPÖ geforderten Homo-Ehe aus? Homo-Ehe ja, die sexuelle Orientierung soll aber geheim bleiben?
Stellt sich nur die Frage, seit wann derartige Daten in internen Akten festgehalten werden, sicherlich auch schon unter den vorherigen Innenministern.

Re: Sexuelle Orientierung

Wäre die gleichgeschlechtliche Ehe gesetzlich geregelt und Homosexualität nicht immer noch diskriminiert, dann wären auch homosexuelle BeamtInnen nicht gefährdet erpresst zu werden. Wo ist das Problem? Paris, Hamburg und Berlin werden von bekennenden homosexuellen Bürgermeistern regiert, na und? KeineR stößt sich daran.
Ich frage mich, wozu diese Daten überhaupt erfasst werden und ob die Vorgesetzten der Beamten das ihnen "zugetragene" Wissen "gegebenenfalls" gegen den/die BeamtIn anwenden.
Wo ist der Aufschrei der Gewerkschaft?

Antworten Gast: Dreistein
22.04.2008 18:05
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Dümmer gehts nümmer


Sie werden gerne von der Vp belogen, oder?

Re: Dümmer gehts nümmer

Wie kommen Sie zu diesem Schluss? Ist es nur eine dümmliche Meldung oder steckt auch was dahinter? Sie können gerne zur Kenntnis nehmen, dass ich mir meine Meinung selber bilde und parteifrei bin.

Antworten Antworten Antworten Gast: Dreistein
22.04.2008 20:17
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Die

Verbindung deines Angstthemas "Homo-Ehe" und der Aufnahme sexueller Orientierung in Akten zeigt doch deutlich, dass du nicht der schlauste bist.

"Stellt sich nur die Frage" wie lange schon, gell?

Re: Die

Sinnerfassendes Lesen dürfte nicht Ihre Stärke sein.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Dreistein
23.04.2008 09:46
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welch geistlose Sprechblase


Re: Sexuelle Orientierung

Gibt es auch irgendwo Daten über das Sexualleben des Mister J.Haider??????

Noah von der Arche am Berg der Freude

Re: Re: Sexuelle Orientierung

Wen interessiert das?

Re: Re: Re: Sexuelle Orientierung

Besonders die F-chen für den LETZTEN LT-Wahlkampf des Miste J.Haider im nächsten Jahr!

Denn nach dem Untergang dieser letzten BZÖ- Buberl-Disco-Landjugend-Bastion können sie diese Provinz locker auch noch übernehmen, denn in den anderen Bundesländern ist die Haider-Hojac-Party eh schon tot und das ist gut so.

Noah von der Arche am Berg der Freude

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Re: Re: Re: Re: Sexuelle Orientierung

aaron hast wohl graz vergessen wollen oder? seit jänner 2008 ist das bzö im gemeiderat der 2t größten stadt österreichs vertreten.

Gast: Christian
22.04.2008 15:33
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Der arme Platter

Kaum einem ist klar, daß der Vp-Wurschtl sämtliche sexuelle Vorlieben aller seiner Beamten selbst in Erfahrung gebracht hat; war sicher nicht einfach.

Also bitte etwas Verständnis.

Gast: Gast
22.04.2008 14:46
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Ausgerechnet Platter...

faselt von Datenschutz:

http://www.platterwatch.at

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Das müssen die schon vorher erheben:

Sonst stehens auf einmal vor dem Kadi, weil sie einen erklärten Tuntenhasser mit einem Homosexuellen zusammen in ein Büro gesteckt haben.
Aber ich finde auch richtig, daß man sowas nicht veröffentlicht.

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Re: Das müssen die schon vorher erheben:

alien? - dürfte stimmen.

 
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