Karlheinz Klement, Gleichbehandlungs- Sprecher der FPÖ, hat am Mittwoch einmal mehr zum Kampf gegen "Gender-Diktat", "Homolobby", Abtreibungen und weibliche Gewalttätern geblasen.
Gefahr für den "echten Mann" droht für Klement etwa von der Europäischen Union: So gebe es in der EU eine "Homolobby, die unglaublich viel Macht ausübt". Selbst in den Schulen würde schon eine "Homosexualisierung" stattfinden, so Klement auf einer Pressekonferenz. In Berlin würden Schüler etwa dazu angehalten, in Rollenspielen das Verhalten Homosexueller durchzuspielen. Homophobie solle nicht genauso geahndet werden wie Rassismus, fordert Klement und stellt die bange Frage: "Wann wird Homosexualität zur Pflicht?".
Ein Dorn im Auge ist Klement auch die Fristenlösung. Die derzeit geltenden drei Monate könne man nicht akzeptieren. Es sei "nicht mehr erträglich, dass Kinder im Mutterleib zu Tausenden umgebracht werden", so Klement. Er sprach von "Kindstötung". Schon vor drei Monaten hatte Klement bei diesem Thema mit der Äußerung, die weibliche Gebärmutter sei der "gefährlichste Ort in Österreich", für Aufregung gesorgt.
"Gewalt in der Familie weiblich"
Zur Verteidigung der Männer schritt Klement beim Thema Gewalt in der Familie. Er stellte sich gegen das Bild, dass Gewalt vor allem männlich sei. 46 Prozent der Täter seien Frauen - "Gewalt in Familien ist weiblich", lautet Klements Folgerung.
Scharfe Reaktionen auf Klements Äußerungen kamen von der SPÖ und dem BZÖ. SP-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer sagte, Klement sei "als Nationalratsabgeordneter einfach nicht mehr tragbar". Für BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz stellt sich angesichts von Klements "rhetorischen Ergüssen" die Frage nach Intelligenztests für Abgeordnete.
(Ag./Red.)

''Ja, ich will'': Wo die Homo-Ehe erlaubt ist
Yigg
Webnews
Mr. Wong
Delicious
Facebook
Scoop
Google
Präsident, Drogenboss & Co Die mächtigsten Menschen
Politik skurril ''Kann Solarien nur empfehlen''
ÖVP-Casting Spaßbewerber und Gegenkampagnen











