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Die Rückkehr der Blauen

20.06.2008 | 19:07 |  MARTINA SALOMON (Die Presse)

Die Grünen werden wieder auf Platz vier verwiesen, Rot verliert an Blau. SPÖ zementiert sich beim Pensionsthema trotz ÖVP-Kompromissvorschlag ein.

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WIEN. Die FPÖ feiert gerade ein fulminantes Comeback. Sie könnte nach der nächsten Nationalratswahl das Zünglein an der Koalitionswaage sein. Und diese Wahl rückte am Freitag noch ein Stück näher: Die ÖVP bot der SPÖ bei der „Pensionsautomatik“ einen Kompromiss an, den der neue SPÖ-Chef Werner Faymann prompt rundweg ablehnte. Also wieder ein Koalitionskrach – und wieder Wasser auf die Mühlen der Opposition.


Magische Marke rückt näher

Kamen die Freiheitlichen bei den Parlamentswahlen 2006 noch auf elf Prozent, liegen sie nun bei satten 20 Prozent. Gemeinsam mit dem BZÖ erreichen sie damit fast wieder jene magische Marke, die Jörg Haider 1999 mit knapp 27 Prozent vorgelegt hat. Die Situation ist vergleichbar: Damals wie heute trieb die Große Koalition den Freiheitlichen (Protest-)Stimmen zu. Die Grünen, das ist so gut wie fix, werden ihren dritten Platz (und damit auch den Sitz der Dritten Nationalratspräsidentin) wieder an die Blauen abgeben müssen. Sie sind wie alle anderen Parteien relativ ohnmächtige Zuschauer des blauen Siegeszuges, der sich bereits in den heurigen Landtagswahlen niederschlug. „Strache braucht definitiv nichts zu machen und sammelt trotzdem Wählerstimmen ein“, sagt ein roter Grande leicht resigniert. Das Hauptproblem der SPÖ: Es sind vor allem ihre eigenen Wähler, es ist der Gemeindebau, der sich in Scharen Richtung FPÖ verabschiedet.

Meinungsforscher Peter Ulram im ÖVP-nahen Forschungsinstitut Fessel GfK sieht die jungen Arbeiter wie in Haider-Zeiten längst wieder bei der FPÖ. Und sogar bei den Pensionisten, der SPÖ-Stammklientel, wildert Strache. Laut Ulram gibt es einen klaren Trend: „2002 konnte die ÖVP die FPÖ-Wähler absammeln. 2006 liefen diese ÖVP-Wähler zur SPÖ über, und jetzt sind sie wieder zu den Blauen zurückgekehrt.“


Faymann umwirbt FPÖ-Wähler

Das zeigen auch die Umfragedaten: Letzte Woche sank die SPÖ erstmals unter 30 Prozent. Die daraus resultierende Nervosität führte zum Wechsel an der Parteispitze. Ob Werner Faymann, der vermutlich auch nächster SPÖ-Spitzenkandidat sein wird, die FPÖ-Kundschaft wieder an die Sozialdemokratie binden kann? Wird schnell gewählt, kann er sich in seiner neuen Funktion nicht aufreiben. Er scheint ein Interesse an Herbstwahlen zu haben – am besten gleich mit dem Pensionsthema. Damit erwischt er die ÖVP am falschen Fuß. Auffällig ist sein neuer Sozialpopulismus, aber auch, dass er beim „Krone“/FPÖ-Leibthema „Anti-EU“ weniger standhaft „europäisch“ als andere Minister auftritt. Zum EU-Vertrag äußerte er sich vage – und ließ Verständnis für die Kritiker erkennen. Gut vorstellbar, dass Faymann in der Sicherheitspolitik eine härtere Linie fahren wird, um im FPÖ-affinen Lager zu punkten.

Die FPÖ hat zuletzt auf eine Art sozial-nationales Heimatgefühl gesetzt, das im Plakatspruch „Daham statt Islam“ gipfelte. Natürlich profitiert Strache auch von der grassierenden Politikerverdrossenheit, bestätigt Imma Palme von Ifes. Diese habe einen neuen Höhepunkt erreicht. Der FPÖ-Chef kann offenbar die „Wir da unten – ihr da oben“-Stimmung für sich nutzen. Bei ORF-Runden tritt er manierlich auf, gibt nicht den Rabauken wie Peter Westenthaler, zeigt sich äquidistant gegenüber den Großparteien. Eine Koalition mit ihm schließt derzeit dezidiert nur die ÖVP aus. Vor allem die EU-Politik Straches liegt ihr im Magen. Das Problem der ÖVP ist weniger Strache. Ihre Wähler sind zuletzt einfach zu Hause geblieben.

Die Grünen wollen der FPÖ zu Leibe rücken, indem sie die nächste Wahl zur „Richtungsentscheidung“ hochstilisieren: „Vizekanzler Van der Bellen gegen Vizekanzler Strache“ sozusagen. In den Umfragen steht es aber derzeit 1:0 für die blaue Mannschaft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2008)

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104 Kommentare
Gast: Barbara S.
22.06.2008 15:50
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Solange sich die SPÖ als unterwürfiger EU-Knecht zeigt, werden die Wähler von der SPÖ zur FPÖ überlaufen


ralshob
22.06.2008 14:39
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Die fpoe..............

hat verdammtes glueck, dass der rest der parteien genauso unfaehig ist, wie sie selbst. seit hr. haiders politischem selbstmord (hr. haider ist fuer mich die groesste politische endtaeuschung in oe) konnte sich die partie um hr. strache in ruhe wieder erholen. was aber nicht bedeutet, dass sie es besser machen koennen/werden. weiter unten schreiben zwei poster, dass ein anderer die unwahrheit verbreitet. das tut er nicht - hr. reichhold alleine genuegt schon. es ist der selbe filz, es ist dieselbe gier/machtbesessenheit. die einen haben versagt, der zeiger geht wieder richtung blau. blau wird wieder versagen, der zeiger geht dann zu.....????

Merlin
22.06.2008 13:30
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höchste Zeit

Höchste Zeit für Schwarz und Rot die verlogenen Heucheleien um Homos, Ökoschmäh, Feminismus, Männergewalt, Multikulti u.ä. zurückzuschrauben. Wenn die Blauen die einzigen sind, die noch irgendwie mit dem gesunden Hausverstand in Zusammenhang gebracht werden können, dann wird es wirklich über kurz oder lang gefährlich für die anderen Parteien.

heri3
23.06.2008 00:14
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Re: höchste Zeit

wenn das was die blaubraunen hervorwürgen, mit gesunden menschenverstand zu tun hat, dann bin ich lieber verblödet!

hw
23.06.2008 00:28
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Re: Re: höchste Zeit

hat es auch nicht.
es geht um wählerstimmen und sonst nix.
parteien bekommen nach diesem ihre förderung, also ist es der job eines obmanns einer solchen, diese zu maximieren.

die moral ist nähmlich aus den parteien schon längst verschwunden, mehr als in jedem unternehmen und den managern, denen man dass immer vorwirft!

"witzig" finde ich immer nur, wie "parteianhänger" geschädigt werden, und immer noch ihren leithammel verteidigen. da erkennst dann die wahre dummheit.

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Das Problem

Das Problem ist halt, dass die blauen Brüder sich noch ungenierter und unmoralischer an der Schüssel (nicht der Schwarze) betätigen, als es die Roten und die Schwarzen tun.

Man braucht nur zurückdenken an KHG, Prinzhorn, und der Biobauer aus Kärnten (Reichhold) der die Asfinag abgecasht hat.

Es wird bei den Blauen leider auch nicht besser, höchstens schlechter

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Re: Das Problem - wüßt' ich nur ob Sie beim Dreckfraesen blau anlaufen?

Würgt Sie die Unwissenheit so sehr?

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Re: Re: Das Problem - wüßt' ich nur ob Sie beim Dreckfraesen blau anlaufen?

wüßt ich nur, ob Sie beim Schwarzposten schwarz anlaufen?

Was soll das?

Keine sinnvollen Kommentare abzugeben?

Prolet
22.06.2008 12:21
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Re: Re: Re: Das Problem - Dreckfraeser sollten keine Lügen verbreiten!

Wenn Sie völlig unbedarft Falschangaben posten, sollten Sie sich wegen humoriger Antworten nicht schwarz ärgern ;-)

Antworten Gast: Österreicher
21.06.2008 23:49
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Re: Das Problem? Bitte die roten Super-Casher nicht vergessen

die alle in den Schatten gestellt haben. Noch werden diese Themen im BAWAG-Prozeß behandelt und schon haben sich die bestbezahlten Spitzen-Jobs die Roten wieder zugeschanzt!

Ratio
21.06.2008 21:55
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Re: Das Problem

Alle genannten sind BZÖ¿ler, d.h., dass die derzeitigen Blauen "sauber" sind.

Tatsachenverdrehung: Nicht Reichhold ist der Abcasher aus eigenen Gnaden, sondern der ASFINAG-Vorstand hat anständige Arbeit geleistet, aber BM FAYMANN hat ohne Rücksicht auf Kosten einfach von schwarz/orange auf rot umgefärbt. Die Gemeinheit dabei war, dass er den gehenden Managern Unfähigkeit vorgeworfen hat. Soviel zur Brutalität der "anständigen" Linken.

Also - schön bei den Tatsachen bleiben.

hw
22.06.2008 18:04
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Re: Re: Das Problem

es halt geld bekommen, dass ein normaler FPÖler nie verdienen kann.
niemand geht in der politk "stehlen", immer das selbe spielechen, noch nicht mitbekommen?

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Re: Re: Das Problem

Aufgrund dieser "Unfähigkeit" wurden sie mit einer Erfolgsprämie abserviert.

hw
21.06.2008 20:29
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Re: Das Problem

hat da nicht einer bei den eurofightern auch ganz gut verdient?

Ratio
21.06.2008 21:57
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Re: Re: Das Problem

Ja, auch vom BZÖ.

hw
22.06.2008 18:02
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Re: Re: Re: Das Problem

ist doch das gleich, oder ändert man so schnell die gesinnung?

TU Student
21.06.2008 17:07
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11 Meter

Die Tuerkei hat gestern mit einem Elfmeterschiessen gewonnen - und mit ihr HC. Strache. Allerdings muss er sich nicht so anstrengen, denn seine Gegner schiessen staendig Eigentore.

Wer eine Versorgung im Alter will, braucht Nachkommen. Die goldene Schuessel der Privatvorsorge erweist sich bei genauer Betrachtung auch nur als Blechaner Nachtscheam: Der Befueller ist nicht das vermeintliche Eslein-Streck-Dich, sondern der gewoehnliche Esel.

1.4 Nachkommen hat Oesterreich, um auf die Notwendigen 2.1 zu kommen, brauchen wir Nachhilfe. Kein Problem fuer oesterreichs Mannschaft - Toooor.

So gewinnt das naechste Match jemand, der nicht einmal eine Laenge laufen kann, ohne ueber seine eigenen Fuesse zu stolpern: HC Strache.

Auf lange Sicht gibt es nur einen Sieger: Türkiye - denn die beherrschen das Spiel!

Schwachsinn!

Für die Pensionen benötigen wir Wertschöpfung und nicht Massen an unterqualifizierten (milde ausgedrückt) Anatoliern.

Die Türken verlieren gerade das Spiel, da die Türkei bereits unregierbar geworden ist. Damit fehlt den in Europa lebenden Türken die sie beschützende starke Hand. Das bedeutet in weiterer Folge, dass die europäischen Staaten dieses Problem, hier ist die türkische Bevölkerungsinvasion gemeint, elegant und rasch lösen wird. Vielleicht erhalten sie ein wenig Geld für die Rückkehr, um sich dahein in der Türkei einen kleinen Gemüsegarten und 1 bis 2 kleine Hausschweine halten zu können, aber eigentlich reicht die Rückfahrkarte.


Antworten Antworten Gast: right
22.06.2008 11:52
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Re: Schwachsinn!

@Licht der Erkenntnis

Treffender kann man es nicht ausdrücken.

Antworten Antworten Gast: nicht schon wieder sie
22.06.2008 10:24
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Re: Schwachsinn!

Ich sehe Sie hier standig posten. Haben Sie keine Arbeit ... so was von primitiv!

Antworten Gast: Letzteres nur,
21.06.2008 20:13
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wenn ihnen die rot-schwarz-grüne

Verausländerungseinheitspartei weiterhin das Tor weit aufmacht.

Sollte Strache sie aus dem Abseits in ihre Spielhälfte - also hinter den Bosporus - zurückpfeifen, sieht die Sache schon anders aus.

hw
21.06.2008 19:40
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Re: 11 Meter

das problem ist, es wird auch nicht besser, wenn was versprochen wird.
nur es wird genauso sein, wie bei der ersten FPÖ regierungsbeteiligung, da müssen die karten auf den tisch. das gilt genauso für alle anderen, die in mikro reden.
und drum hat auch jedes volk "seine regierung", wahlmöglichkeit vorausgesetzt.

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Re: Re: 11 Meter

Posten wir nicht um den heissen Brei herum,
Grünschnabel!

Das BZÖ ist in der österreichischen Parteienlandschaft gleich überflüssig,

wie die Grünen.

Das sogenannte 3.Lager war und bleibt immer national.

Die Grünen

sind ein IDEOLOGISCHES Sammelsurium

aus rechts-esoterischen-BIO-Bauern

mit Blut-und Boden-Mentalität,

Alt-Linken der 68 iger Generation mit Kommunismus-Nostalgie

und letztendlich

den ÖKO-Schmäh-Abkassier-Kid¿s aus VP-Familien.

Verstanden,Mister hw?

Noah von der Arche am Berg der Freude


hw
22.06.2008 18:20
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Re: Re: Re: 11 Meter

kein mensch wird ihnen heutzutage ihre ölheizung klauen.
und wenns noch formaldehyd hältige möbel haben, behalten sie sie. natürlich dürfens die aspest bremsbeläge auch selber wechseln. und a bisserl blei und cadmium in der luft schadet ihnen dann wohl auch nicht.

schön, dass es ingenieure gibt, die andere lösungen gefunden haben, und finden werden.

in ihren augen natürlich alles "Grünschnabel".
sie disqualifizieren sich selbst, ganz im stile der großparteien mit "parteiblindheit".

und wenn sie glauben nur "grüne" wollen saubere luft, wasser, nahrung und energie, dann bin ich halt ein "grüner". verstehen kann ich ihre parteipropaganda beim besten willen nicht.

nuXbe
22.06.2008 14:02
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Re: Re: Re: 11 Meter

Richtig!

und seit neuerem kommen bei den Grünen auch noch Völkerwanderungswähler, die zwar untereinander spinnefeind sind, aber solange man ihnen hier das Geld in den Popo schiebt brav Grün wählen dazu.
-und Rot, schließlich wolln sie ja auch eine billige Gemeindewohnung in Wien.

Gast: Der Mann mit dem K ist da
21.06.2008 13:45
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WC Strache



"Die Nase"?

Hahahahahahahahaha