21.11.2009 14:54 | Meine Presse Merkliste0

Tirol: Landeshauptmann Van Staa zurückgetreten

23.06.2008 | 18:35 |   (DiePresse.com)

Der 66-Jährige zieht sich nach der Niederlage bei der Tirol-Wahl vom Landeschef-Posten zurück. Der Weg für Innenminister Platter zurück nach Tirol ist damit frei.

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Herwig van Staa hat es hinter sich gebracht. Nach sechs Jahren im Amt tritt er nach den schweren Einbußen der ÖVP bei der vergangenen Landtagswahl nun doch zurück. Zunächst hatte Van Staa einen Ansturm von Innenminister Günther Platter (ÖVP) noch abwehren können, nach Abschluss der Verhandlungen mit der SPÖ war es ihm nun aber genug. Somit wird es schon Platter sein, der im Andreas-Hofer-Jahr 2009 das Land Tirol lenkt. Immerhin wird Van Staa auch da noch als Landtagspräsident und VP-Landesobmann an vorderer Front mitwirken können.

Van Staa aus dem Amt gedrückt

Vor der Wahl hatte der stets konfliktwillige Van Staa erklärt, er wolle nur das Feld räumen, wenn die ÖVP unter 40 Prozent fällt (minus zehn Prozentpunkte). Das hätte er gerade noch geschafft, der stärker werdende Druck ließ den gebürtigen Oberösterreicher aber letztlich freiwillig aus dem Amt weichen.

Hauptanteil an seiner Niederlage hatte sein schärfster Kritiker aus den eigenen Reihen, Fritz Dinkhauser, der mit seiner Liste einen Überraschungserfolg feierte und der ÖVP die absolute Mehrheit kostete. Van Staa ist diese Konstellation nicht gänzlich unbekannt. 1994 war der VP-Politiker in Innsbruck mit einer eigenen Liste gegen den VP-Bürgermeister Romuald Niescher angetreten und wurde Stadtchef. Als Schwiegersohn des legendären Landeshauptmann Eduard Wallnöfer war der bisherige Landeschef freilich politisch stark vorgeprägt. Verheiratet ist er mit Wallnöfer-Tochter Luise seit 1974, das Paar hat zwei Kinder.

Bei seiner ersten Landtagswahl im Jahr 2003 hatte Van Staa ein Ergebnis unter den Erwartungen erreicht. Zwar gelang es ihm, die 1999 verlorene absolute Mandatsmehrheit der Volkspartei im Landtag zurückzuerobern. Die VP blieb mit 49 Prozent der Stimmen aber deutlich unter den Hoffnungen der eigenen Parteifunktionäre.

Van Staa im Porträt

Van Staa war der achte Tiroler Landeshauptmann seit 1945 und der 81. in der 660-jährigen Geschichte des Amtes. Er wurde am 10. Juni 1942 in Linz geboren. Nach der Matura wechselte er 1960 nach Innsbruck, wo er Rechtswissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Volkskunde und Soziologie studierte. Der promovierte "Doppel-Doktor" sowie Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wurde 1974 am Institut für Alpenländische Land- und Forstwirtschaft Assistent, wo er 1980 zum Assistenzprofessor ernannt wurde.

1989 wurde er auf der Stadtparteiliste der ÖVP in den Gemeinderat gewählt. Nach wiederholter heftiger Kritik an der Stadtparteiführung wurde Van Staa 1993 aus dem ÖVP-Gemeindeklub ausgeschlossen. Bei der anschließenden Gemeinderatswahl überholte er mit seiner Liste "Für Innsbruck" die ÖVP und wurde zur zweistärksten Fraktion. Zwischen 1994 und 2002 war er Stadtchef in der Landeshauptstadt. Seit Oktober 2001 ist er Obmann der Tiroler Volkspartei. 2002 löste er Landeshauptmann Wendelin Weingartner als Landeshauptmann ab.

(APA)

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57 Kommentare
1 2
karnickel
24.06.2008 16:59
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Innenminister-Nachfolge

Interessant ist es schon, wer so einfältig sein wird, sich auf diesen politischen Schleudersitz drängen zu lassen.

Das ist nämlich meist der Anfang vom politischen Ende.

Jedenfalls wird er zwangsläufig zum Minusmann/frau der Nation.

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Werden die Wähler schon wieder verschaukelt?

Ich frage mich, wer in Tirol den Herrn Platter gewählt hat? Niemand! Also kann er doch auch nicht Landeshauptmann werden,oder? Es ist immer wieder verblüffend festzustellen, dass die Parteien machen was sie wollen, nur um an der Macht zu bleiben. Das nenne ich Betrug am Wähler - auch wenn¿s dem nicht mehr auffällt!

durendal
24.06.2008 16:00
0 0

Re: Werden die Wähler schon wieder verschaukelt?

Ich frage mich, wer hat eigentlich den Hr. Faymann zum "geschäftsführenden Parteivorsitzenden" - eine Funktion, die es in den Statuten der SPÖ gar nicht gibt, gewählt? Wie lautet das Abstimmungsverhältnis, gab es Gegenvorschläge? Gusenbauer macht, was er will, nur um Kanzler zu bleiben - das nenne ich Betrug, auch wenn es nicht auffällt!

Gast: Burtsch
24.06.2008 10:09
0 0

Heißt das, dass jetzt nicht mehr alle

unsere Bürgerrechte verraten und verkauft werden nachdem die unseligen Herren Platter in Wien und Frattini in Brüssel abtreten mussten?

Antworten Gast: Chris
24.06.2008 12:59
0 0

Kann schon sein,

aber es kommt von der VP ja nichts besseres nach.

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Platter is weg

Dies ist schwer zu kommentieren, denn meiner nach meiner Erfahrung kommt sowieso nix besseres nach.
Erinnert Euch daran wieviele personelle Verluste in der Regierung hier schon bejubelt wurden. Und was kam dann?

Antworten Gast: Geiger HR
24.06.2008 10:58
0 0

Hoffentlich kommt jemand, der den mutmasslichen Massen(kinder)mörder

Aschner abschiebt. Immerhin ist das ein Ausländer, mutmasslich ein Krimineller, nicht integriert oder integrationswillig, lebt auf unsere Kosten und hat ja wohl keine Aufenthaltsbewilligung. Oder stimmt das Gerücht, dass Strasser, Prokop und Platter dem Aschner das Gandenrecht zugesprochen haben???

Antworten Gast: Franz
24.06.2008 09:56
0 0

Re: Gibts noch Schlechtere?

Sind wir schon so weit dass Pfeiffen wie Platter, Bures & Co ein Verlust sind? Ich behaupte selbst Gusi, Molterer & Co würden niemanden fehlen, außer Journalisten, Karikaturisten und Kabarettisten.

Prolet
24.06.2008 09:18
0 0

Professionell hinter dem Busch die Radarpistole gezückt, entzückend!

Das ist wahre Bürgernähe - es wird um nichts besser!

Weder stellte sich der Mann in Gefahrsituation warnend hin, noch wird er die Situation entschärfen, er wird kräftig abkassieren.

Um gut zu leben hält sich die Herrschaft das Gesindel. Der Nutzen für BürgerIn ist minimal und ein Nebenefffekt.

Die Verteidigung von Hab und Gut dient zuvorderst den Herrschern - wozu bespitzelt die Verwaltung BürgerIn sonst aus?

Fritz
23.06.2008 23:34
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Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

2 Zitate aus diesem Presseartikel:

1. Der bisherige Landeschef tritt nach der verlorenen Tirol-Wahl zurück.
2. Der große Gewinner der Tiroler Landtagswahl, Bürgerforum-Chef Fritz Dinkhauser,.....

Und ich dachte immer Wahlsieger ist derjenige, der bei einer konkreten Wahl im ERGEBNIS die MEISTEN Stimmen bekommen hat! Beispielsweise 40 %!

Aber offenbar haben wir in jetzt Österreich ein anderes System:
Sieger/Verlierer ist, wer im VERGLEICH zur Wahl davor PROZENTUELLL die meisten Stimmen DAZU gewonnen oder verloren hat. Steht so eigentlich in keiner Verfassung.
Seltsam!

Anopheles
24.06.2008 15:40
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Re: Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

macht doch nichts, hauptsache es sitzt wieder ein tiroler
in der landesregierung, wenns auch nur ein gendarm ist,
der weiss wenigstens, wie man mir renitenten konkurren-
ten umgeht, wie seinem ak-parteif(ei)(reu)nd dinkhauser
bischt a tiroler, bischt a mensch

forstmann
24.06.2008 09:38
0 0

Re: Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

Meine Antwort-Vorposter bieten das beste Beispiel, dass in diesem Land ein etwas eigenartiges Demokratieverständnis herrscht. Auch mir sind die Zugewinn-Jubler etwas suspekt; und wenn einer meint, 20 % Wähleranteil genügen für den Anspruch auf den Landeshauptmann, stelle ich dessen Geisteszustand im Allgemeinen in Frage.....

staudi
24.06.2008 09:20
0 0

Re: Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

Einer der nicht bei der Wahl kandidiert hat wird plötzlich Landeshauptmann. Eine skurille Entwicklung der Demokratie, daher ist wählen sinnlos, weil man nie weis, sogar in einer Partei wer das Ruder in die Hand nimmt.

Antworten Gast: Zappa F.
24.06.2008 08:25
0 0

Re: Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

@Wahl Sieger/Verlierer: naja - es geht doch bei jeder Wahl darum, die bestehenden Stimmen zu behalten und neue dazu zu gewinnen - das Wahlergebnis ist immer relativ zur letzten Wahl zu sehen. Und da ist der Dinkhauser ganz klar Sieger der Tirolwahl - wenngleich böse Zungen behaupten, dass die ÖVP im Tirol jetzt halt bei 60% liegt... ,)

Antworten Gast: Crusader
24.06.2008 08:17
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Re: Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

Der Gewinner ist der mit dem prozentuell größten Stimmenzuwachs.. und nicht die Partei die die meisten Stimmen verliert und trotzdem noch viel Wahlvieh hat.
Als die Schwarzen abgesoffen an dritter Stelle waren gab es die gleiche Jammerei...

Fritz
24.06.2008 23:09
0 0

Re: Re: Wer ist ein Wahlsieger/-verlierer?

"Der Gewinner ist der mit dem prozentuell größten Stimmenzuwachs.. "

Das ist aber ein kompletter Schwachsinn!
Partei A hat 40 % aller Stimmen, aber 9 % verloren.
Partei B hat 15 % der Stimmen, aber 10 % dazugewonnen.

Somit wäre die Partei B der Wahlsieger.
Ist doch Schwachsinn!!!
Wahlsieger ist die Partei, die mit Abstand die meisten Stimmen erhalten hat und das ist die ÖVP mit 40 % Anteil und nicht der Dampf-, pardon Dinkhauser mit weniger als der Hälfte der Stimmen, nämlich 18 %!

harbard
23.06.2008 23:20
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"vergrößern"

...das hätte nun wirklich nicht sein müssen!
...oder arbeitet die "presse" schon mit schocktherapie?

ralshob
23.06.2008 22:53
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Wien freut sich..............

tirol muss es schlucken. hat den hr. platter jemand bei den landtagswahlen in tirol gewaehlt? ist das ueberhaupt wichtig? anscheinend nicht. kuemmert es ueberhaupt noch jemanden was da so abgeht in der politik? in tirol werden wahrscheinlich "schwarz und rot" wieder die landesregierung bilden. beide werden der bevoelkerung einreden - dass ist gut so - aber was wird sich aendern? hr. platter ist weiter versorgt - auch nicht so weite wege von "zu hause" zur arbeit - in wien kann noch schnell jemand versorgt werden - perfetto. und in einer woche haben alle vergessen, dass sie eigentlich etwas anderes wollten.

roda-roda
24.06.2008 06:34
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Re: Wien freut sich, oder die politische Inkubationszeit

Mit dem Hr. Platter ist es wie mit einer ansteckenden Krankheit, man hat sie(ihn) schon, bevor man es überhaupt merkt zB SchafPLATTERn.

hl_1001
23.06.2008 22:50
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Endlich weg

Gegenterrorist Platter wird also jetzt in Tirol wüten. Soll er dort seine Gesetze gegen die Bevölkerung durchpreschen, aber wenigstens nicht mehr auf Staatsebene. Hoffentlich hat der Überwachungswahnsinn ein Ende.

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Re: Endlich weg

Ja glauben Sie denn, der 'Überwachungswahnsinn' wäre eine österr. Spezialität? Das ist doch europaweit so, ist glaube ich eitriger Ausfluss aus EU Gehirnen, wo natürlich auch die österr. EU Gehirne ordentlich mitfließen. Mitgehangen - mitgefangen... Ob der Platter in Tirol oder am Nordpol sitzt - am Überwachungsstaat wird sich nichts ändern, weil Berufspolitiker die Europäer so viel besser kontrollieren können.
Übrigens: innerhalb der USA gibt es solche übermäßigen Kontrollapparatschiks für die eigene Bevölkerung nicht, nur für die Einreisenden. Die EU macht es aber für ihre eigenen Bürger zur inländischen Überwachungspflicht - angeblich um Terror zu bekämpfen. Dafür lassen wir aber auch wirklich alle, total alle Asylwerber, Illegale und sonstiges herein.
Good morning, Europe - it's the dawning of a new age.

Sam Lowry
24.06.2008 12:46
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Re: Re: Endlich weg

> Übrigens: innerhalb der USA gibt es solche übermäßigen Kontrollapparatschiks für die eigene Bevölkerung nicht

Sorry, ab Sie haben keine Ahnung.

Antworten Antworten Gast: Geiger HR
24.06.2008 10:56
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Seltsam ist, dass Sie so lauthals auf die Falschen loshacken.

Wenn Sie von Ausländern reden, die mutmassliche Verbecher sind, sich hierzulande illegal aufhalten, nicht integriert sind und auf unsere Kosten in Saus und Braus leben - dann denkt doch wohl jeder an den mutmasslichen Massen(kinder)mörder Aschner, oder? Nur Sie NICHT. Sie gehen lieber auf eine integrierte, ruhige, junge, rechtstreue A. Zogaj los ...

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Re: Seltsam ist, dass Sie so lauthals auf die Falschen loshacken.

...und ihre integrierten, ruhigen, jungen, rechtstreuen (!) Brüder!!!

Sie Schlimme, Sie!!!

jetzt hat ers gschafft!

seine vier jahre als minister hat er durch, seine dementsprechende pension ist also gesichert.

feine gesellschaft... naja, die nächsten wahlen sind nicht mehr fern.

Polo
23.06.2008 22:37
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die homophobe gurke

sind wir aus der bundespolitik los,
zurück ins land. na super das ist ein
fortschritt. na schauen wir lange der
die unterstützung vom bauernbund hat.

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