21.11.2009 20:46 | Meine Presse Merkliste0

SPÖ und "Kronen Zeitung" starten Wahlkampf

26.06.2008 | 20:49 |  von Martina Salomon und Doris Kraus (Die Presse)

Mit Faymann als Spitzenkandidaten und den populäreren Themen könnten die Sozialdemokraten bei baldigen Wahlen gewinnen ¿ und wären damit Alfred Gusenbauer auf elegante Art los.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

WIEN. Die SPÖ rüstet sich für den Wahlkampf – und hat trotz chaotischer Personaldebatte paradoxerweise die bessere Gewinnchance. Denn mit Werner Faymann (er wird mit Sicherheit nächster roter Spitzenkandidat) haben die Sozialdemokraten nicht nur einen „Boulevard-tauglichen“ Kanzleranwärter. Sie setzen auch auf gnadenlosen Populismus in „Krone“-Manier. Nun ist man sogar in Sachen EU, wo bisher Konsens in der Regierung herrschte, auf eine neue Linie eingeschwenkt, „passenderweise“ gleich per Brief an den Herausgeber der Kronen Zeitung, Hans Dichand.
In einer 180-Grad-Wende zur bisherigen Linie legen Kanzler Alfred Gusenbauer und sein Parteichef Werner Faymann die SPÖ darauf fest, bei eventuellen neuen EU-Verträgen das Volk abstimmen zu lassen. Das gilt – mit Einschränkungen – sogar für den umstrittenen Lissabonner Vertrag, der von Österreich bereits ratifiziert, von den Iren jedoch am 12. Juni abgelehnt wurde und der die EU in eine weitere Krise stürzte.

Sollte der Vertrag zwecks eines zweiten irischen Referendums so abgeändert werden, dass er von allen 27 EU-Staaten nochmals ratifiziert werden müsste, dürften auch die Österreicher ihre Meinung dazu sagen. Ein klassischer Koalitionsbruch ist das übrigens nicht.

 

„Nicht zur Tagesordnung übergehen“


Als Grund für den neuen Kurs nannten Faymann und Gusenbauer die immer negativere Haltung der Österreicher gegenüber der EU. Angesichts eines solchen Stimmungsbildes könne man nicht zur Tagesordnung übergehen, sagte Faymann im „Presse“-Interview. Auf die Frage, ob die SPÖ damit nicht bewusst die ÖVP zum Koalitionsbruch und zu Neuwahlen provoziere, gab sich Faymann samtpfötig: „Damit rechne ich nicht.“ Die ÖVP werde wohl nicht verhindern, wenn die SPÖ ihr Profil schärfe. Das betrachte er nicht als Gegeneinander, sondern als Parallelität.

 

Vorleistung auf Rot-Blau?


Angesichts der in Österreich besonders hohen Zahl an EU-Verdrossenen ist mit diesem Thema leicht zu punkten. Bisher hatte es nur die FPÖ für sich gepachtet. Damit steht auch einer rot-blauen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege. (Die ÖVP betrachtet das sogar als Vorleistung für eine spätere SPÖ-FPÖ-Koalition.) Gemeinsam mit Blau und Orange könnte sich die SPÖ im Nationalrat jederzeit gegen die ÖVP durchsetzen. Die Krise der Großen Koalition ist perfekt. Demnächst soll es ein geheimes Treffen der Spitzen geben.


Angesichts der aktuellen Entwicklung ringen die Schwarzen um Fassung. Sie sehen sich ja als die Europapartei. Schon unter Schwarz-Blau ließ sich die ÖVP viel vom Koalitionspartner gefallen – nur eines nicht: ein Abgehen von der Europa-Linie. „Wenn dieses Herzstück fällt, dann ist vieles verloren. Dann geht es nicht mehr“, sagte Wolfgang Schüssel im Jahr 2002, nachdem er bis dahin zu allerlei blauen Kapriolen eisern geschwiegen hatte.


Zu Wahlen kann sich die Vizekanzlerpartei jetzt dennoch nicht hinreißen lassen. Sie hatte in Umfragen bisher zwar immer die Nase vorn. Doch jetzt hat die SPÖ die populäreren Themen für sich gepachtet. Neben dem EU-Populismus wird sie wieder einmal die ÖVP zum Pensionistenschreck hochstilisieren. Faymann betont ja seine Ablehnung der im Koalitionspakt vereinbarten „Pensionsautomatik“ damit, dass man die „kleinen Pensionisten“ nicht verunsichern will. Diese wären von der in die Zukunft gerichteten Regelung aber kaum betroffen. Das Beharren der SPÖ auf der „Vermögenszuwachssteuer“ lässt sich ebenfalls gut vermarkten: Die „Reichen“ sollen zahlen, wer sollte dagegen sein? Die Themen der ÖVP sind hingegen eher sperrig: Zwar kündigt sie Entlastungen für die Familien an. Wie diese aber genau aussehen werden, ist unklar.

Vom steuerlichen Familiensplitting haben sich die Schwarzen verabschiedet. Bei der Steuerreform wollen sie auch den oberen Mittelstand entlasten – das sind in der SPÖ-Diktion aber ebenfalls die „Reichen“. Mit der „Pensionsautomatik“, die eigentlich die Pensionen der jetzt Jungen sichern soll, lässt sich kein Blumentopf gewinnen.


Auch die Ankündigung von Parteichef Molterer, Privatisierungserlöse für die Pflege-Finanzierung zu verwenden, ist schwer „verkäuflich“. Molterer ist fest entschlossen, sich als Spitzenkandidat der nächsten Wahl zu stellen, obwohl innerparteilich gemurrt wird, dass er nicht der richtige Mann dafür sei. Verliert er, wird wohl Josef Pröll die unglückliche Rolle als „Kronprinz“ ad acta legen können. Und Alfred Gusenbauer? Wird im Herbst gewählt, erspart sich die SPÖ den mühseligen Prozess, ihn auch vom Rücktritt als Kanzler überzeugen zu müssen.


Für die „Krone“ wiederum ist es ein Clou, die Kanzlerpartei in ihr Boot geholt zu haben. Als Gegenleistung dürfte Dichand Faymann seine Unterstützung bei der Nationalratswahl zugesagt haben. Diese Achse funktionierte schon bisher perfekt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.06.2008)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

284 Kommentare
1 2 3 4 5 6 7
Gast: helmut FRANZ
29.06.2008 22:53
0 0

fpö - spö

Es wäe ein Fehler wenn die fpö in eine Koalition gehen würde. Mit den Landsverräern kann das nur schlecht ausgehen. Die EU Kritik der Roten ist ein Trick.
Gruß
FRANZ

europa
29.06.2008 09:57
0 0

STIMMT - bei der (bald) kommenden wahl ...

geht's um rot/blau gegen schwarz/grün - endlich eine richtungswahl. die österreichen müssen sich entscheiden und werden bekommen, was sie sich verdienen.

0 0

VRANZ !!!

DER UNSYMPATHISCHE VRANZ IST ALS GANZER EIN FURCHTBARER FEHLER !!
Er glaubt alle Österreicher sind Trottel, DIE NICHT WÄHLEN KÖNNEN und müssen den GEN-MAIS schlucken und SICH die LKW-LAWINE GEFALLEN LASSEN, DIE UNS UND UNSERE KINDER VERGIFTET !!!

Gast: niederösterreicher
28.06.2008 15:57
0 0

Man mag uns Österreicher


für dumm halten, wie User "phuter" es tut, aber selbst wenn, ist es unser Land!

Die panische Angst der konservativen Bonzenpartei ÖVP und ihrer Posting-Propaganda-Deppen vor der Meinung des österreichischen Volkes ist österreichfeindlich.

Die SPÖ ist endlich zur Vernunft gekommen und kann mit meiner Teilnahme an der Volksbefragung rechnen.
Wenn die SPÖ weiterhin Politik nach dem Willen der Mehrheit der Österreicher macht, werde ich auch bei den nächsten Wahlen ein Kreuzerl bei der SPÖ überlegen.


Otsch
29.06.2008 14:58
0 0

Re: Man mag uns Österreicher

Wenn Sie sich zuständig fühlen, im Namen von u n s Österreichern zu sprechen, dann ist das Ihre Sache. I c h bin der Meinung, diese Mitglieder der SPÖ, die erst jetzt für eine Volksabstimmung in Zukunft sind und das unter Voraussetzungen, die nie eintreten werden, sind verachtenswert, weil rein populistisch geprägt. Natürlich darf man ein Volk, das gar keine Ahnung hat worüber eigentlich abgestimmt werden soll, nicht abstimmen lassen. Das wäre so als würde man einen Hungernden fragen, ob er etwas zu essen will. Was ich persönlich über die bisherigen Leistungen der EU in Bezug auf mich selbst empfinde, ist Trauer und Abscheu vor dem Apparat als ganzem. Wobei eine andere, neue EU natürlich sehr willkommen wäre, aber - irgendjemand müsste diese schön langsam machen!

Antworten Gast: Rudolf
28.06.2008 21:10
0 0

Re: Man mag uns Österreicher

das gleiche haben sich auch viele Österreicher nach den Wahlversprechen der SPÖ vor der letzten Wahl gedacht - und was davon wurde eingehalten? Es hat sich nicht das Kleinste geändert, die wollen doch nur an den Futtertrog der Macht, der Bürger ist danach 5 Jahre uninteressant...

ramos
28.06.2008 14:13
0 0

direkter Stimmenfang

Ja, ja, führen wir die direkte Demokratie ein. Wozu brauchen wir dann noch Parteien, Parlament usw? Gesetze werden durch Meinungsumfragen über die Krone-Homepage beschlossen. Irgendwie aber doch langweilig ohne Wahlkampf, einer müsste doch dem Volk realistische Versprechungen machen: Steigende Pensionen auf ewig, weg mit der EU und Wiederauferstehung des österreichischen Wunderteams.

europa
29.06.2008 10:02
0 0

Re: direkter Stimmenfang - sehr richtig

Volksabstimmung und Krone, das erinnert mich ans Kasperltheater in meiner Kindheit: Soll ich das Krokodil schlagen? Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa - Soll der Kasperl gehen? Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin

Gast: Heinzi, greif ein!
28.06.2008 09:29
0 0

Dieses war der EURO-Streich und der nächste folgt sogleich!

Qualtinger meinte: "Max und Moritz? A matte Sache! Fred und Werner, das nenne ich zwei Lauser, wie die den Willi häkeln!"

Gast: gast
28.06.2008 03:12
0 0

was darf man hier lesen:


"Von phuter am 28.06.2008 um 00:35

Die österreicher sind DUmm... "

würde vorschlagen, futer schleicht sich. ausser irland ist alles möglich. türkei vielleicht?


bassman
28.06.2008 02:37
0 0

die idee ist klasse, die ausführung unter jeder sau!

endlich einmal über die EU, ihre bürokratie und die begehrlichekeiten, die da im spiel sind zu reden, ist als idee klasse und sicher ein wahlkampfschlager. die jungs haben noch wesentlich mehr dreck am stecken, als man unseren pfründnern jemals vorwerfen kann.
die ausführung ist hingegen ziemlich daneben!
freunde, ich war rot, ich bin rot und ich bleibe rot!
aber dämlicher kann man sich doch wirklich nicht anstellen! habt ihr euch nicht getraut, das in der koalition laut zu sagen?????? oder wollltet ihr einfach euren futtertrog nicht riskieren??????
ich hätt¿s den schwarzen im parlament präsentiert - und somit bin ich wohl der wähler einer hosenscheisserpartei!
lg aus kärnten


panda82
27.06.2008 19:00
0 0

Intelligente Völker machen Geschichte....

Man muss sich die östrr. Geschichte naeher anschaun...

Welche Geschichten wurden gemacht???

Paco
29.06.2008 09:52
0 0

Re: Liste der Schande

In Google-Trend-Liste die Türken ganz vorne, bravo, was für ein Geschichte machendes Volk!!

http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/digital/hintergrund/701388.html

Google weiss, wer Kinderporno googelt
Nirgendwo auf der Welt wird so oft im Internet nach Kinderpornografie gesucht wie in der Türkei. Dies teilte der Service Google Trends mit.

Von Kai Strittmatter, Istanbul

Laut Google Trends, einem Service der Suchmaschine Google, stehen auf den ersten fünf Plätzen in einer Liste der Städte, aus denen der Suchbegriff «child porn» nachgefragt wird, ausnahmslos türkische Städte. Innenminister Abdulkadir Aksu nannte das Resultat umgehend eine «Katastrophe», und Ministerpräsident Tayyip Erdogan zeigte sich «ernsthaft irritiert». Die Meldung hat mittlerweile eine lebhafte Debatte in Presse, Parlament und Regierung losgetreten, die begleitet wird von fast täglichen Polizeirazzien.

Eine «Liste der Schande», nannte die Zeitung «Milliyet» die Google-Trend-Liste, [...]

modestus
28.06.2008 09:49
0 0

Re: Intelligente Völker machen Geschichte....

ja ja..
massenmord an
armeniern
griechen
ungarn
kurden
arabern
beskiden
tscherkessen
serben
bogumilen
bulgaren
...etc...etc

phuter
28.06.2008 00:33
0 0

Um sich geschichte ansehen zu können...

Muss man sie lernen...
Kleiner Tipp:
Österreich gibts seit über 1000 Jahren. In der Zeit die Sie wahrscheinlich ansprechen gab es Österreich nicht.
Wenn man diese 1000 Jahre ansieht, so war Österreich eines der friedlicheren Völker - gemessen an einer Großmacht, hat keine Kolonien erobert und sich auch sonst eher brav verhalten.
Sagt ihnen " tu felix austria nube etwas?"
Nicht? Macht nichts... dafür können sie türkisch, was ich leider nicht kann.... jedem das seine eben, auch hinsichtlich kultureller Leistungen.

Antworten Antworten Gast: Crusader
28.06.2008 13:45
0 0

Re: Um sich geschichte ansehen zu können...

Also hörn`s! Ich laß mich doch nicht als friedlich beschimpfen - dann kommen doch gleich alle Artverwandten vom Panda ins Land.. :=)

Antworten Gast: Crusader
27.06.2008 21:17
0 0

Re: Intelligente Völker machen Geschichte....

An den Kreuzzügen teilgenommen - Türken vor Wien verjagt - zuerst mit den Habsburgern und dann zusammen mit den Deutschen ne`klein rote Spur durch Europa gezogen und die Story ist noch lang nicht aus.
Noch Fragen Würstel?
Hahahahahahahahahahahaha

nuXbe
27.06.2008 19:41
0 0

Re: Intelligente Völker machen Geschichte....

Liebes dummes Pandabärli!
Bitte geh nach China, und schreibe dort sowas in ein Forum. Dann ist hier endlich Ruhe.

Wenn dir die österreichische Geschichte nicht zusagt, dann gefallen dir die Geschichten sicher alle besser:

*) US-Geschickte, mit Mord an millionen Indianern
*) GB-Geschichte mit Mord und Verskavung von millionen Afrikanern
*) Franz-Geschichte, ebenfalls Verskavung von Millionen
*) Australische Geschichte mit Mord an millionen Aborigines
*) Russische Geschichte, mit Mord an dutzenden millionen Menschen
*) Chilenische Geschichte, ebenfalls Indianer-Mord und Pinochet Herrschaft
*) Spanische Geschichte unter Franco
*) das aktuelle Geschehen in China, sowohl gegen die eigenen Leute und gegen die Tibeter

UND
UND
UND


Antworten Antworten Gast: gast
28.06.2008 03:08
0 0

Lern Deutsch, Schwachkopf !



modestus
27.06.2008 20:14
0 0

Re: Re: Intelligente Völker machen Geschichte....



UND!!!
Osmanische Geschichte mit massenmord an:

kurden
armeniern
serben
bogomilen
ungarn
arabern
iranern
etc.....pp

Re: Re: Re: Intelligente Völker machen Geschichte....

wer am meisten zu verbergen hat, der schreit am lautesten! also ignorierts das bärli in zukunft einfach, das bringt ihn dann so richtig auf die palme. und dann erst recht ignorieren. anders kann man mit solchen "menschen" nicht umgehen.

Gast: Dr. Rhomberg
27.06.2008 17:28
0 0

Vranitzky: BAWAG-Nehmer

Schon in seiner Länderbankzeit war Vranitzky als gieriger Nehmer bekannt. Im BAWAG-Sumpf ist Vranitzky ebenfalls bis zur Halskrause im Dreck versunken und knapp an einem Strafverfahren vorbeigeschrammt. Und diese miese Type erfrecht sich die SPÖ-Spitze zu kritisieren, weil sie offenbar mehr auf die Volksmeinung Rücksicht nehmen will. Das nennt man Chuzpe.

Antworten Gast: ASVG-Sklave
27.06.2008 18:44
0 0

Re: Vranitzky: BAWAG-Nehmer

Wie konnte Vrantzy überhaupt an einem Finanzstrafverfahren vorbeischrammen???? Kein anderer Bürger könnte nachträglich seinen Kopf aus der Schlinge ziehen, indem er noch schnell nachzahlt. Drecksjustiz!

modestus
27.06.2008 22:40
0 0

Re: Re: Vranitzky: BAWAG-Nehmer

falsch...jeder bürger kann "tätige reue" praktizieren und sich der strafe entziehen..
......vielmehr stört mich, dass der herr im nadelstreif für 3 telephonate eine million eingesteckt hat, und nicht daran denkt, dass dieses geld, das geld der kleinen beitragszahler im ÖGB ist.
zurückzahlen herr vranitzky!!!

Kantig
27.06.2008 17:02
0 0

: Manche beschweren sich über alles und jedes obwohl es sinnlos ist!

Mir kommt der Molti vor als zeige er auf ein Hundehäufchen in seiner Hand und jeiert, schaut, da wäre ich fast reingetreten.

Soll Glück bringen, was er nach seinem bürgerfeindlichem auch Outing brauchen wird.

Herberti
27.06.2008 16:56
0 0

Die SPÖ ist erstmals auf der Höhe der Zeit

Die SPÖ riskiert nichte einmal viel. Der EU-Vertrag wird in jedem einzelnen Land der EU von einer Bevölkerungsmehrheit abgelehnt. Den Vertrag wird es nie geben, und es werden sich schon sehr bald viele Dinge in Europa ändern.

Um den EU-Vertrag geht es nicht einmal direkt. Es geht um:

-die von Brüssel initiierte Überfremdung: Familiennachzug, Öffnung des Gemeindebaus, Kuschel-Asylrecht etc sind alles Ideen bzw Richtlinien aus Brüssel.

-Monopol und Oligopolstrukturen: Konzerne regieren durch. Wo sich Konzerne früher um jedes Land einzeln bemühen mußten, genügt jetzt ein bischen Lobbyismus in Brüssel. Der Bürger zahlt Monopolpreise, die Manager kassieren.

-Zentralismus: Brüssel regelt Dinge, von denen Brüssel keine Ahnung hat, bzw die Brüssel nichts angehen: Gesundheit, Bildung, Kultur, Soziales etc.

1 2 3 4 5 6 7

Schlagzeilen Politik

  • EU-Topjobs: Schüssel und Plassnik bis zuletzt im Rennen
    Die Dänen und Osteuropäer waren für Ex-Kanzler Schüssel als Ratspräsident der EU. Aber Bundeskanzler Faymann will nichts gehört haben.
    Strache: "Hass gegen demokratische Bewegung"
    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betonte die Friedlichkeit des Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg. Rund 500 Personen demonstrierten am Ring.
    Hofburg-Wahl: Gerüchte über Fischers Wiederkandidatur
    Angeblich will Bundespräsident Fischer am Donnerstag seine Wiederkandidatur bekanntgeben. Aus der Präsidentschafts-Kanzlei kam bloß: "Kein Kommentar".
  • Regierungsbilanz: Das verlorene Jahr
    Das Kabinett „Faymann I“ hat in seinem ersten Jahr viel getan. Nur das Wichtigste nicht. Selten war die Zeit für die Vorbereitung unpopulärer, aber notwendiger Reformen besser als im Vorjahr. Eine verpasste Chance.
    Heinisch-Hosek: Eine Mutter auf Zeit
    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erzählt u.a. wie ein schwerstbehindertes Kind drei Jahre lang ihr Leben bereichert hat, was ihr von dieser ungewöhnlichen Beziehung geblieben ist.
    Adoption: Zwei Mütter für Janis
    Adoption bleibt im Gesetz zur Homo-Ehe für schwule und lesbische Partner verboten. Doch viele Paare mit Kinderwunsch haben längst ihren Traum vom Nachwuchs verwirklicht.
  • Grünen-Chef Özdemir: "Das Türkische ist keine In-Kultur"
    Seit einem Jahr ist Cem Özdemir Chef der Grünen Deutschlands. Mit der "Presse am Sonntag" spricht er über Integration, Bildung und seine Elternzeit: "So modern, wie wir immer tun, sind wir in Mitteleuropa nicht".
    Davutoglu: Der Kissinger aus Konya
    Lernen von den Osmanen: Ahmet Davutoglu richtete die türkische Außenpolitik neu gen Osten aus: Europa muss sich Ankaras Aufmerksamkeit nun teilen. Mit seiner Brille, seiner zierlichen Gestalt wirkt Ahmet Davutoglu manchmal wie ein gealterter Student.
    Kabul: Rakete schlägt in Luxushotel ein
    Bei dem Anschlag stürzte eine Wand des Gebäudes ein. Es gab sieben Verletzte. Die Regierung in Kabul will die afghanischen Polizei- und Militärkräfte auf 400.000 Mann ausbauen.
  • Bürgerkrieg: "Es war eine Diktatur. Punkt."
    Umstrittenes Gedenken an 1934: Vor 75 Jahren war Bürgerkrieg in Österreich, ideologische Gräben verhindern eine gemeinsame Aufarbeitung. Prominente Historiker wollen jetzt die Opfer des Ständestaates rehabilitieren.
    Avraham Burg: „Traumawettbewerb“
    Avraham Burg provoziert: Der Sohn eines Holocaust-Überlebenden und frühere Knessetpräsident fordert die Überwindung des Holocaust-Traumas. Leistet er damit einen Beitrag zur Schlussstrichdebatte?
    Gasstreit: Putin als Timoschenkos Wahlhelfer
    Mit seiner „Großzügigkeit“ unterstützt Russland die einstige Erzfeindin. Die Ukraine darf fortan ohne Angst vor Sanktionen weniger Gas einkaufen als bisher vertraglich vereinbart war.