Dinkhauser und Martin mit gemeinsamer Liste?

13.07.2008 | 11:17 |   (DiePresse.com)

Fritz Dinkhauser und Hans-Peter Martin haben am Samstagabend über eine gemeinsames Antreten bei den Neuwahlen beraten. Es gibt beiderseitiges Interesse, entschieden hat man aber noch nichts.

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"Das Interesse ist beiderseits da, mit einer gemeinsamen Liste für Österreich anzutreten". Das sagte der Tiroler ÖVP-Rebell Fritz Dinkhauser nach seinem "Orientierungsgespräch" mit dem fraktionslosen EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin am Samstagabend. Das entstandene demokratiepolitische Vakuum müsse ein Ende haben. Als "befruchtend, aufschlussreich und spannend" nannte auch Martin das Zusammentreffen: "Wir brauchen ein gerechtes Österreich."

Man benötige ein "neues Projekt" für Österreich, welches bisher den Wählern nicht angeboten worden sei, forderte der gebürtige Vorarlberger: "Eine wirkliche Demokratisierung." "Wir haben noch nichts entschieden", sagte Martin, "wichtig war, dass wir in den entscheidenden Fragen inhaltlich übereingestimmt haben." Es seien viele Menschen an ihn und Dinkhauser herangetreten und deshalb wachse die Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung.

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"Mit Martins Internationalität und seiner Erfahrung aus der Vergangenheit würden wir als 'tolles' Team profitieren", zeigte sich Dinkhauser überzeugt. In Österreich bestehe die Notwendigkeit für etwas "Sauberes und Geradliniges", man benötige eine "Liste mit Werten". Jetzt müsse über das Besprochene nachgedacht werden. Ein weiteres Treffen für Mitte nächster Woche war schon fixiert worden.

Der ÖVP-Dissident Dinkhauser hatte mit der Kandidatur seiner eigenen "Liste Fritz Dinkhauser" bei der Landtagswahl in Tirol am 8. Juni aus dem Stand 18,3 Prozent erreicht. In Bezug auf die kommenden Nationalratswahlen sei nicht er "der Rufer gewesen, er sei gerufen worden". Der Tiroler spielte dabei auf die schon geführten Gespräche in Wien, Ober- und Niederösterreich und im Burgenland an.

 

(APA)

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11 Kommentare
Gast: sennerin
13.07.2008 19:05
0

Eine wirkliche Demokratisierung

gibt es nur durch eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild und das will HPM und Dinkhauser sicher nicht. Leider!

Sammelsurium

Die Liste Dinkhauser wird scheints ein Sammelsurium von Quertreibern, die in ihren Parteien gescheitert sind. Bei Dinkhauser wars ja primär die persönliche Animosität gegen Van Staa und nicht gegen die ÖVP an sich. Das heisst, wer Dinkhauser wählt, wählt die ÖVP mit. Und der Dichand-Günstling HP Martin hat sich noch mit allen in kürzerster Zeit zerstritten. Das wird ja ¿ne lustige Chaostruppe.

Gast: Unabhänig
13.07.2008 16:09
0

Politpaket

Ich bin mir sicher, dass die Erfahrung und die Stimmen die ein Martin bringen würde, eine Bereicherung für die Liste Dinkhauser wären. Er könnte somit die ÖVP lastige Liste auf eine breitere Basis stellen, eine glaubhafte Liste von verschiedenen Köpfen und Bürgern. Wir hätten spandende Regierungsjahre in Österreich vor uns, das ist gewiss.

Unverständlich,

dass Dinkhauser eine Alternative darstellt. Keine Konzepte, keine Alternativen, keine Vorshcläge wie man es besser machen könnte.......
Darüber hinaus jahrzehntelang vom Tiroler ÖVP-System
profitiert und abkassiert. Bevor er von den eigenen Mannen vom Trog entfernt werden konnte machte er sich selbständig und kassiert fröhlich weiter.
FAZIT: UNWÄHLBAR!!!!

Bereicherung

Liste Dinkhauser ist auch mit HPM ganz klar eine Bereicherung der österreichischen Politlandschaft. Eine aktive Bürgerliste abseits der grauenhaften Parteien SPÖ und ÖVP ist wünschenswert und wählbar!!

An alle Kritiker: gefällt euch die Performance von Darabos, Gusenbauer, Kdolsky, Schüssel, Molterer & Co wirklich besser??

Re: Bereicherung

Jemand, der sich in die Politik vertschüsst, weil er im nächsten Jahr bei der AK-Wahl nicht mehr antreten kann (da er 3 Amtsperioden hinter sich hat) und daher heuer noch schnell in die Politil wechselt, wie glaubwürdig ist denn dieser Mann für Sie?

Offenbar haben das viele bei der Tiroler LT-Wahl nicht in Erwägung gezogen. Hoffentlich bemerken jetzt in Tirol einige, dass er nur Forderungen stellt, welche niemand erfüllen wird!

Dinkhauser und Martin

somit ist der Dinkhauser als unwaehlbar auc unter ferner liefen...

Tolles Team

Hans Peter Martin als Symbol für Geradlinigkeit ist eigentlich etwas, was in der skurrilen Politszene noch gefehlt hat. Dazu Fritz Dinkhauser, der ausser Fritz Dinkhauser nichts zu bieten hat. Wenn die Beiden zusammengehen, streiten sie schon im Wahlkampf. Einmal etwas Neues.

Antworten Gast: 1968-er
13.07.2008 13:33
0

Re: Tolles Team

Dinkhauser hat auch mit dem Burgenländischen Populisten Kölly gesprochen, der es als Bürgermeister seines kleinen Ortes in nur 3 Jahren schaffte, seine Heimatgemeinde fast in den finanziellen Ruin zu bringen.
Viel Glück !

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So wird es laufen

Re: Wasserträger für Molterer

Leider befürchte ich das auch. Inwieweit aber die Grünen mit Dinkhauser können, weiß ich nicht. Dem sehe ich eher mit Skepsis entgegen........ Im Kern war in Tirol Dinkhausers Liste zu 1/3 blau...............

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