SPÖ und ÖVP sind sich einig: Die Familienbeihilfe soll erhöht werden. Konkret soll sie künftig 13 Mal jährlich gezahlt werden. Allerdings: Über den Zeitpunkt dieser Erhöhung ist man sich nicht einig.
SP-Chef Werner Faymann forderte am Montag, der Beschluss solle noch vor der Wahl gefasst werden. Die ÖVP hingegen hatte am Sonntag erklärt, dass der Beschluss einer "13. Familienbeihilfe" für Familien mit Kindern in Ausbildung der erste Beschluss des neu gewählten Nationalrats werden soll. Am Montag bekräftigte man diesen Standpunkt: Für die Erhöhung sei ein realistischer Zeitplan vonnöten, hieß es aus dem Büro von VP-Chef Wilhelm Molterer.
Faymann wiederum erklärte, die Forderung nach einer höheren Familienbeihilfe müsse man nicht wie die Volkspartei auf Plakate schreiben.
Konkret hat Faymann einen Zweistufen-Plan vor. Bereits im September soll verabschiedet werden, dass die Familienbeihilfe für Kinder und Jugendliche ab dem sechsten Lebensjahr künftig 13 Mal ausbezahlt wird.
In einem zweiten Schritt möchte Faymann dann auch Kinder unter 6 Jahren mit einer doppelten Familienbeihilfe im September begünstigen.
Nötig für einen Beschluss vor der Wahl wäre eine Sondersitzung des Nationalrats, um den Beschluss beim letzten regulären Plenum am 24. September zu ermöglichen.
(Ag.)

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