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Linke präsentierte Bundesliste für NR-Wahl

02.09.2008 | 12:29 |   (APA)

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Die Linke, die in fünf Bundesländern bei der Nationalratswahl antritt, hat am Dienstag ihre Bundesliste präsentiert. Spitzenkandidatin ist Sonja Grusch (38) von der Sozialistischen Linkspartei (SLP). Auf Platz acht befindet sich mit dem steirischen Betriebsrat Helmut Ackerl außerdem ein Mitglied der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG).

Die Linke hofft für die Zeit nach der Wahl, als Bündnis weiterzubestehen. Spitzenkandidatin Grusch zeigt sich selbstbewusst, was die Rolle der Linken in der österreichischen Politik betrifft. So hätte die SPÖ aufgrund der Kandidatur der neuen Kleinpartei in letzter Zeit versucht, sich wieder mehr links zu präsentieren. Dort habe man Angst vor einem "deutschen Szenario". Grusch sprach auch von Anstrengungen der Roten, Menschen aus dem Linksbündnis abzuwerben. Ideologische Kritik gab es an einem anderen politischen Mitbewerber: "Was ist links an den Grünen, außer ein Kniefall nach dem anderen vor der ÖVP?"

Die Linke ist vor ihrem ersten Antritt bei Wahlen realistisch geblieben, was ihren Einfluss betrifft. Listen-Sprecher Hermann Dworczak will erst gar nicht mit konkreten Zahlen hantieren, nur so viel: "Wir wollen ein sehr gutes Resultat." Der 28. September sei nur ein Etappenziel für die Linke. "Irgendwann sollten wir uns überlegen, wie gehen wir mit den Europawahlen um."

Unzufriedenheit mit der derzeitigen Rolle der Gewerkschaft gab Ackerl als Grund für sein Antreten bei der Linken an. Die FSG lasse sich immer öfter von der SPÖ beeinflussen, "das ist meiner Meinung nach der falsche Weg." Richtig wäre es umgekehrt, also mehr Einfluss der Gewerkschaft auf die Partei. Ackerl selbst ist vor zwei Jahren aus der SPÖ ausgetreten, sieht aber keinen Grund, dies bei der FSG gleichzutun.

(APA)

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