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Asyl: UNO übt scharfe Kritik an "Sonderanstalt" in Kärnten

10.10.2008 | 16:36 |   (DiePresse.com)

Das UN-Flüchtlings-Hochkommissariat zeigt sich "besorgt über die Folgen der Kriminalisierung einzelner unbescholtener Asylwerber". Auch die isloierte Lage des Quartiers für Asylwerber sei problematisch

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Scharfe Kritik an der umstrittenen "Sonderanstalt" für mutmaßlich straffällig gewordene Asylwerber kommt vom UN-Flüchtlingshoch-Kommissariat (UNHCR). Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) hatte das Quartier auf der Kärntner Saualm einrichten lassen. In einer Aussendung vom Freitag zeigt sich die UNHCR "besorgt über die Folgen der Kriminalisierung einzelner unbescholtener Asylwerber für die Integration der anerkannten Flüchtlinge.

UNHCR-Sprecher Roland Schönbauer wies die Kriminalisierung von Asylwerbern "auf das Schärfste zurück". Für diese Menschen gelte zwar die volle Härte des Strafrechts. "Aber solange jemand nicht verurteilt ist, gilt für ihn genauso die Unschuldsvermutung wie für jeden anderen. Wären die Asylwerber auf der Saualm Kriminelle, wie behauptet, säßen sie ja im Gefängnis."

"Kein Persilschein"

Ein Lokalaugenschein der UNHRC am Mittwoch habe ergeben, dass das Quartier auf 1.200 Meter Seehöhe sehr isoliert liege und keinerlei "Vorbildcharakter" habe. Man werde der Einrichtung auch "keinerlei Persilschein" ausstellen. Das BZÖ hatte zuvor in einer Aussendung getitelt: "UNO stellt Sonderanstalt für kriminelle Asylwerber Persilschein aus".

"Die Lage, 13 Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt, macht das Mitwirken an Asylverfahren, die sozialen Kontakte, aber auch Sport oder Deutschkurse sehr schwierig, von medizinischen Notfällen ganz abgesehen", kritisierte Schönbauer. Daher seien entsprechende Transportmöglichkeiten nötig. Zudem bedürfe es ausreichender Betreuung und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort, vor allem in der kalten Jahreszeit.

Wenigstens die Erfüllung von Mindeststandards bescheinigte das UNHCR. So seien die Zimmer in Ordnung gewesen, die Asylwerber seien auch nicht widerrechtlich eingesperrt gewesen, sondern könnten sich frei bewegen.

Das UNHCR wehrte sich in der Aussendung auch gegen "Vereinnahmungsversuche durch eine politische Partei". Haider hatte die "Sonderanstalt" zuletzt vehement verteidigt.

 

(Ag.)

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9 Kommentare
Gast: leo
12.10.2008 23:37
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Ganz einfach

Schick das Gelichter gleich zur UNHCR .

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Abhanden

Soll man sich daran erinnern, wie uns vor zwei Wochen ein steirischer Kleinpolitiker wissen hat lassen, dass wir im BZÖ-Wahlergebnis "die größte Auferstehung seit Lazarus" erlebt hätten, und soll man nun mit Grauen auf etwas blicken, das fast nach tragischer Folgerichtigkeit im Sinn bestrafter Hybris aussieht –

oder soll man sich (was ich persönlich tun will) darauf beschränken, festzustellen: ich bedauere die Familie; mehr gibt es nicht zu sagen?

ralshob
11.10.2008 13:57
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Jetzt ist wohl allen der politische lieblingsfeind abhanden gekommen - fiducit hr. landeshauptmann..............

und zu unhcr - zuerst die eigenen lager unter die lupe nehmen bevor die einrichtung in kaernten kritisiert wird

Gast: Kein Grüner
10.10.2008 21:36
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UNHCR kritisiert, dass man dort sehr schwer Sport ausüben kann

UNHCR-Sprecher kritisiert, dass die Lage dieses Quartiers u.a. Sport schwierig mache.... Wie bitte? Direkt vor der Haustür kann man Joggen gehen (in bester Luft), Berwandern oder Bergsteigen mit vermutlich Super-Aussicht, Mountainbiken, Schwammerlsuchen, Fussball oder Volleyball auf dieser Wiese spielen, im Sommer sich Sonnen etc....um nur einige zu nennen, die mir spontan einfallen. Wenn dieser UNO Sprecher keine größeren "Menschenrechtsverletzungen" in Österreich findet als diese, dann solle er bitte schweigen und seinen Mund dort aufmachen, wo weltweit tatsächlich Menschenrechte verletzt werden. Ansonsten macht sich das UNHCR weiter weniger ernst zu nehmen. Und das haben sich die vielen Menschen weltweit, die wirklich ohne oder mit wenigen Menschenrechten leben müssen, nicht verdient.

Gast: GEROFERO
10.10.2008 17:28
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Blödsinn

"Wären die Asylwerber auf der Saualm Kriminelle, wie behauptet, säßen sie ja im Gefängnis."
Vorstrafe heißt also noch lange nicht Gefängnis.
Schick ma sie halt ins uno Hauptquartier, sollen die sich um die kümmern

daPeda
10.10.2008 19:01
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Die rechten Rechtsstaatsverweiger

und -verleugner nerven mich ganz enorm.
Eine politische bzw. gesellschaftliche Meinung zu haben, ist eine Sache.
Aber den Rechtsstaat und internationale Abkommen zu verleugnen, um ihr scheinbar mehr Gewicht zu verleihen, ist allertiefst.

Oft entsprechen die Ansichten der Rechten eher der Einstellung, die in der Scharia vertreten wird als einem modernen europäischen Rechtsverständnis.

Antworten Antworten Gast: 007
10.10.2008 22:00
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Re: Die rechten Rechtsstaatsverweiger

Mir gehen dagegen Linksnaive auf die Nerven, denen die Sicherheit der Österreicher egal ist, die für Opfer von Kriminalität höchsten Spott und Hohn übrig haben, die sich für "intellektuelle" halten bloß weil sie links oder grün gewählt haben.

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danke!


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danke!


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